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2011
 
Mai - Dez 2010 
 
Duisburg:

Termine - Kalender für Duisburg2011

Duisburger Schlagzeilen 2011







 

Gründung des Antiatom Bündnisses Niederrhein

Erstes öffentliches Treffen 14.03. 19:30 im Internationalen Zentrum
Mahnwachen am 12.03. – 14.03. in Duisburg Wanheim

Duisburg, 7. März 2012 - Knapp eine Woche nach dem Autobahn-Aktionstag am 25.02., bei dem AtomkraftgegnerInnen gegen Atommülltransporte quer durch NRW protestierten, haben sich verschiedene lokal agierende AtomkraftgegnerInnen, Vereine, Organisationen und Umweltverbände zum Antiatom Bündnis Niederrhein zusammengeschlossen.
Erklärtes Ziel des Antiatom Bündnisses Niederrhein ist die Verhinderung von unsinnigen Atomtransporten in NRW, die Stilllegung von Atomanlagen in NRW, wozu nach Ansicht der Gründungsmitglieder des Antiatom Bündnisses Niederrhein auch die Gesellschaft für Nuklear Service (GNS) im Wohngebiet in Duisburg Wanheim gehört. Das Bündnis fordert weiterhin den wirklichen Atomausstieg in Deutschland und hierzu zählt für NRW weitaus mehr als „nur“ die Planungen zur Stilllegung der Atomkraftwerke. Auch die Verhinderung von neuen Atomanlagen die durch Stromkonzerne aus der Region geplant werden (Beispiel Borssele in der Provinz Zeeland durch RWE) sind Themen des lokalen Bündnisses.

„Wir sind ein altersübergreifender, parteiunabhängiger Zusammenschluss von Menschen aus der Region im Alter von 17 – 70, die gemeinsame Ziele haben und durch die unterschiedlichsten Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit der Forderung des Atomausstiegs ein breites, buntes und starkes Bündnis verkörpern“, teilte Tim Nießmer vom Anti-Atom-Plenum Duisburg und Anmelder der Fahrraddemonstration am 25.02. mit.

Zu den Gründungsmitgliedern des neuen Antiatom Bündnisses Niederrhein gehören:
 Antiatom Initiative Oberhausen
 Antiatom Moers/Neukirchen
 Anti-Atom Rheinberg
 Anti-Atom-Plenum Duisburg
 attac Duisburg
 BUND Duisburg
 Sowie Einzelpersonen aus Duisburg und Umgebung

„Wir wünschen uns ein breites Bündnis in der Region und laden daher alle AtomkraftgegnerInnen ein, sich uns anzuschließen. Unabhängig davon, ob es sich um Einzelpersonen oder VertreterInnen weiterer Organisationen handelt, denn es geht um ein gemeinsames Ziel“, führt Michael Zerkübel von Antiatom Moers / Neukirchen Vluyn aus.
Das Antiatom Bündnis Niederrhein trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr mit attac, im Internationalen Zentrum, Raum 14, Am Flachsmarkt 1, 47049 Duisburg zur öffentlichen Veranstaltung. Das nächste Treffen findet am 14.03. statt.

„Wir haben am 25.02. in Duisburg gezeigt, dass wir mit einem breiten Bündnis die Öffentlichkeit sensibilisieren können. Attac Duisburg hat nicht ohne Grund ein Banner mit dem Spruch „Atom-Müll NO! In Duisburg und Anderswo“ produziert, denn auch uns ist sehr daran gelegen in der Region zu informieren und uns im Zusammenschluss mit anderen gemeinsam für den wirklichen Atomausstieg einzusetzen“, führt Thomas Rensing von attac Duisburg aus.
Neben dem Aufruf sich am 11.03. an der Demonstration in Gronau zum Fukushima-Jahrestag zu beteiligen, plant das Antiatom Bündnis Niederrhein vom 12.03. – 14.03. Mahnwachen in Duisburg Wanheim abzuhalten. Grund dafür ist, dass am 25.02. der Münsterlandzeitung in Ahaus einer Randnotiz zu entnehmen war, dass in der Kalenderwoche 11 ein so genannter Probe-Leertransport stattfinden soll, um schwach und mittel radioaktive Materialien per Zug nach Ahaus zu transportieren. Es ist laut Aussagen der Münsterlandzeitung geplant, in diesem Jahr 80 Container mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen nach Ahaus zu transportieren. Die 70 Container Transporte in 2011 erfolgten per LKW, für 2012 werden nun auch weitere Transporte per Zug geplant. „Aus ganz Deutschland wird aus Atomanlagen schwach- und mittelradioaktiver Müll nach Duisburg transportiert und zur anschließenden „Einlagerung“ nach Ahaus gekarrt. Diese Randnotiz ist Grund genug für uns zur Annahme, dass vermehrt Transporte von der Duisburger GNS per Zug nach Ahaus transportiert werden sollen“, teilte Kerstin Ciesla, Vertreterin des BUND Duisburg mit. „Wir werden daher die Gleisstrecke in Duisburg Wanheim bei unserer angemeldeten Mahnwache vom 12.03. – 13.03. beobachten und stehen im engen Kontakt mit der Bürgerinitiative in Ahaus, welche die Strecke zum Zwischenlager in Ahaus beobachten wird. UnterstützerInnen sind herzlich willkommen und können sich per E-Mail mit uns in Verbindung setzen: info@bund-duisburg.de“.
Erklärtes Ziel dieser Mahnwache des Antiatom Bündnisses Niederrhein ist, offen Präsenz zu zeigen, die Wanheimer Bevölkerung zu unterrichten und auf die Gefahren an der Strecke aufmerksam zu machen.
 

Waldrodungen von Straßen.NRW an Duisburger Autobahnen und dem gesamten Ruhrgebiet
BUND Duisburg: Verkehrssicherheit vielfach nur vorgeschoben - Klimaschutz, Gesundheitsschutz und Biotopverbund mit Füßen getreten

Duisburg, 11. Februar 2012 - Seit 2 Jahren werden von Straßen.NRW entlang der Autobahnen im Ruhrgebiet die Waldbestände auf den eigenen Grundstücken gerodet. Aktuell im Autobahnkreuz Duisburg. Ein Ausgleich dafür wird nicht geleistet. Wie der BUND Duisburg der Presse entnehmen konnte, begründet Straßen.NRW die Abholzungen mit Verkehrssicherheit. Der BUND Duisburg hält fest: "Dass es sich bei dem Argument der Verkehrssicherheit nicht um die wahre Motivation handelt, ist an vielen Stellen offensichtlich. Denn der potenzielle Fallradius der gerodeten Bäume befindet sich oft weit außerhalb des Straßenraumes. Und das z.B. im Autobahnkreuz Duisburg 90 % der Bäume „Gefahrenbäume“ darstellen ist sicher unglaubwürdig, weil in einem solchen Fall der Betriebsleiter wohl über viele Jahre geschlafen haben müsste".
Bereits vor 3 Jahren hat Straßen.NRW sich auf den Weg gemacht mit den Planungen zur „Parkautobahn A42“ und dem „Gestaltungshandbuch A40“ den Baumbestand an den Autobahnen zerstören zu wollen. Gegen den Protest der Umweltverbände im Ruhrgebiet, den betroffenen Anwohnern und auch vielen Autofahrern will man unzugänglich Autobahnohren zu lichten Parks umgestalten und Sichtachsen auf Industrie- und Gewerbeanlagen neben der Autobahn schaffen. Das damit das Empfinden des Autobahnlärm für die Anwohner noch unerträglicher wird ist Straßen.NRW nicht wichtig.
Die Stadt Duisburg wirbt bei der Duisburger Bevölkerung sich mit der Aktie Grün an neuen Baumpflanzungen im Stadtgebiet einzubringen, das Amt für Umwelt und Grün wirbt mit den Worten:
„Mit der Unterstützung von Pflanzmaßnahmen kann jede Duisburgerin und jeder Duisburger etwas für den Umweltschutz tun, sich für mehr Grün in der Stadt engagieren und gleichzeitig etwas zum Klimaschutz beitragen.“
Doch Straßen.NRW scheint weder etwas am Klimaschutz, am Gesundheitsschutz oder dem Naturschutz gelegen zu sein. Alle positiven Wirkungen der Waldflächen am Rande der Autobahnen wie Verbesserung des lokalen Klimas, Feinstaubbindung und eine gewisse Biotopverbundwirkung für Tiere wie sie von allen Kindern bereits in der Schule gelernt werden, wird vollständig ignoriert. Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg: "Die Ignoranz gegenüber den Bürgern wird nun damit noch auf die Spitze getrieben, dass vorsätzlich falsche Begründungen in die Presse gebracht werden um die Sache nach eigenem Gutdünken durchzuziehen. Es wird Zeit, dass eine Kontrollinstanz diesem Gutdünken Einhalt gebietet und auf der Basis von Ehrlichkeit diskutiert wird."

Der BUND Duisburg kommt zu dem Schluss, dass es möglicherweise einfach nur um Geld geht, weil man das Holz verkaufen will. Kerstin Ciesla: "Garantiert wird aber mit der Umsetzung des Gestaltungshandbuches A40 und den Maßnahmen zur Parkautobahn A42 reichlich Geld zum Fenster heraus geworfen, was an sinnvollen Stellen fehlt, auch bei der Gewährleistung der eigentlichen Verkehrssicherheit."
Willi Bernok, langjähriger Experte der Kreisgruppe Duisburg ergänzt: "Da nicht wieder mit geeigneten Bäumen aufgeforstet wird, werden die gefällten Bäume vom Boden aus wieder austreiben und über die Schnittstelle Fäulnisprozesse in Gang gesetzt, so dass die Schößlinge nicht standsicher wachsen werden. Regelmäßige Rodungsmaßnahmen und dauerhafte Pflege ist bei der gewählten Vorgehensweise vorprogrammiert."
 

Fukushima ist Überall - Atomausstieg in NRW noch lange nicht abgeschlossen

BUND DU: Infostand, Samstag 11.02. 12:00 - 16:00 in der DU Innenstadt
Mahnwache / Kundgebung in der Zeit von 13:00 - 14:00 Uhr

Duisburg, 8. Februar 2012 - Die japanische Anti-Atom-Bewegung ruft für Samstag, den 11. Februar, zu einer Großdemonstration in Tokio und zu weiteren Demos an AKW-Standorten auf. Ganz bewusst finden diese Proteste nicht am 11. März, sondern einen Monat früher statt, denn im März wird die Trauer um die Opfer des Tsunamis im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Duisburg informiert in der Zeit von 12:00 - 16:00 Uhr über die aktuelle Situation des Atomausstiegs in Nordrhein Westfalen auf der Düsseldorfer Straße, vor der Galeriea Kaufhof.
Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg: "Deutschland hat im letzten Jahr den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, doch dieser beinhaltet lediglich die Atomkraftwerke und nicht alle Atomanlagen, von denen sich viele in NRW befinden. Wir möchten die Duisburger Bevölkerung auch explizit auf die Atommüll-Konditionierungsanlage der GNS in Duisburg Wanheim und die geplanten Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus, die ebenfalls Duisburg direkt betreffen könnten, informieren."
Zu beiden Themenkomplexen wird ein Atommüll-Transporttag am 25.02.der von Ahaus über Duisburg nach Jülich geht, stattfinden. Der Zwischenstopp in Duisburg Wanheim an der Richard-Seiffert Straße, Ecke Ehinger Straße mit Kundgebung und Straßentheater wird am 25.02. ab 12:00 Uhr stattfinden. Weitere Informationen und Aufrufe hierzu werden am Samstag in der Innenstadt vor Ort sein.

"Die Zeit von 13:00 - 14:00 Uhr ist für eine Mahnwache in Gedenken an die Opfer der Fukushima Katastrophe gewidmet. Wir wollen mit der Mahnwache unsere Betroffenheit mit der durch die Reaktorkatastrophe verursachten Leiden der Bevölkerung Ausdruck verleihen und unsere Solidarität mit der Anit-Atombewegung in Japan bekunden", teilte Kerstin Ciesla mit.
 

Kohlekraftwerksplanungen für Krefeld Uerdingen endgültig offiziell zurück gezogen

Neues Gas- und Dampfkraftwerk (GuD) wichtige Brückentechnologie der Energiewende und Beitrag zu Luftreinhaltungsbemühungen in Duisburg - BUND und BI-Saubere Luft bedankt sich bei allen MitstreiterInnen

Duisburg, 8. Februar 2012 - Seit dem 06. Februar 2012 sind die Planungen eines Kohlekraftwerks nun endgültig vom Tisch. Der Antrag auf Genehmigung wurde bei der Bezirksregierung Düsseldorf zurück gezogen.
Der Antrag zur Wasserrechtlichen Genehmigung hat nun ebenfalls keine Grundlage mehr, da das neu geplante GuD keine zusätzliche Wasserentnahme oder Rückführung in den Rhein benötigt. Nach Angaben der Bezirksregierung erwartet man die offizielle Rücknahme in den nächsten Tagen.
Auf die Rücknahme des Antrags für den geplante Ausbau des Krefelder Hafens, der nur im Zusammenhang mit dem geplanten Kohlekraftwerk zum Umschlag der Kohle gestellt wurde, wartet die Bezirksregierung noch, geht jedoch auch hier aufgrund von Ankündigungen Seitens des Antragsstellers davon aus, dass auch er in den nächsten Tagen offiziell zurück gezogen wird.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Duisburg und die Bürgerinitiative Saubere Luft bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitmenschen die sich 5 Jahre lang gegen das Steinkohlekraftwerk Krefeld Uerdingen ausgesprochen haben und sich in die Auseinandersetzungen eingebracht haben. Aus Sicht der Duisburger UmweltschützerInnen hat Trianel auch vor allem aufgrund der massiven Proteste und der umfangreichen, professionellen und sachlichen Darstellungen der langfristigen Situation auf dem Energiemarkt den Argumenten des BUND und der lokalen Bürgerinitiativen in Duisburg und Krefeld aufgenommen.
"Das nun geplante Gas und Dampfkraftwerk ist ein wichtiger Schritt für eine Energiewende in NRW. Die Zeiten von reinen Grundlastkraftwerken mit 5000 Volllaststunden sind durch den Einspeisevorrang der aus Erneuerbaren Energien gewonnen Strom nicht mehr zukunftsfähig", teilte Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg mit und führt aus: "Die neuen Pläne lesen sich wie die von uns seit Jahren dargelegten Wünsche. Ein hoch modernes, flexibles GuD, das sowohl den benötigten Dampf für den Chempark auskoppelt, als auch schnell und flexibel auf die Fluktuationen bei den Erneuerbaren Energien regieren kann - das ist Brückentechnologie im Energiesektor wie wir es seit Jahren gefordert haben und was mit einem inflexiblen reinen Grundlast-Steinkohlekraftwerk nicht möglich ist".
"Der Duisburger Westen kann nun im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen", teilt Norbert Bömer, Vorsitzender der BI Saubere Luft aus Duisburg Rheinhausen mit. "Die immense Zusatzbelastung durch Feinstaub, Quecksilber, Arsen, Cadmium und anderen gesundheitsschädlichen Luftschadstoffe, die vor allem den Duisburger Westen getroffen hätten, sind durch das aus des Kohlekraftwerkes am Duisburger Westen vorüber gegangen, denn diese Luftschadstoffe fallen bei einem GuD nicht an" so Böhmer weiter.
Der BUND Duisburg und die BI Sauber Luft sind sich einig, Duisburg kann feiern. Sie sehen das Ergebnis als ein Beispiel für einen gelungenen Ausgang von Forderungen von engagierten Mutbürgern, die sich konstruktiv und mit viel Ausdauer in Planungen eingebracht haben und deren 5 Jährige Forderung nach einem GuD trotz Beschimpfungen, Diffamierungen und Anfeindungen nun in Planungen umgesetzt werden.
Trotz aller Lobhudelei, werden die Initiativen sich natürlich kritisch, konstruktiv mit den GuD Planungen auseinander setzen, denn ihnen geht es um die Vereinbarkeit von Industrieprojekten und dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung.
 

BUND Duisburg: "Bei einer Katastrophe radioaktive Stoffe auch die Duisburger Bevölkerung gefährden!"

Duisburg, 5. Januar 2012 - "Den meisten wird die Provinz Zeeland als Urlaubsziel bekannt sein und ist mit gerade mal 250 KM Entfernung leicht und einfach von Duisburg aus erreichbar. Bei überwiegend vorliegenden Westwind können bei einer Katastrophe radioaktive Stoffe auch die Duisburger Bevölkerung gefährden", teilte Kerstin Ciesla, Vorsitzende der Kreisgruppe Duisburg des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit.
Das Umweltministerium von Nordrhein-Westfalen gibt bekannt, dass NRW-Bürgerinnen und Bürger zu den Planungen des neuen Kernkraftwerkes in den Niederlanden noch bis zum 12.01. Stellung nehmen können. Detaillierte Informationen zu dem geplanten Neubau befinden sich unter: http://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse111202.php

Der BUND Duisburg möchte allen in Duisburg lebenden Menschen eine einfache Möglichkeit geben, sich an einer Sammeleinwendung zu beteiligen und sich gegen das geplante Atomkraftwerk auszusprechen. In der Zeit von 11:00 - 16:00 Uhr sammelt der BUND Unterschriften in der Passage unmittelbar neben der Stadtbibliothek in der Duisburger Innenstadt (Düsseldorfer Straße - Eingang ehemaliges Kino).
Kerstin Ciesla: "Deutschland hat nicht ohne Grund im letzten Jahr den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Selbst damit haben wir die Probleme,die sich für NRW und Duisburg direkt ergeben, noch lange nicht aus dem Weg geräumt. Daher ist ein Neubau eines Atomkraftwerks in der Nachbarschaft grundsätzlich abzulehnen und man sollte sein Recht auf Einwendung wahrnehmen."
Neben der Sammlung von Unterschriften informiert der BUND über weitere Aktivitäten der Anti-AKW Bewegung in NRW. Dies auch im Zusammenhang mit der Atommüll-Konditionierungsanlage der GNS in Duisburg Wanheim (u.A. Aktionstag am 25.02. an der GNS) und den geplanten Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus, die ebenfalls Duisburg direkt betreffen können.


 

Oberverwaltungsgericht und Kohlekraftwerk Lünen: Klage des BUND gegen Vorbescheid und erste Teilgenehmigung für Trianel-Kraftwerk in Lünen hat Erfolg

Duisburg, 2. Dezember 2011 - Der 8. Senat des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen hat am 1. Dezember 2011 den Vorbescheid und die erste Teilgenehmigung für das Steinkohlekraftwerk der Trianel Power Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG in Lünen nach insgesamt dreitägiger mündlicher Verhandlung (zu den ersten beiden Verhandlungstagen vgl. die Presseerklärung vom 17. November 2011) aufgehoben. Er hat damit der Klage des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz e.V.) stattgegeben.
In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus:
Durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 12. Mai 2011 sei geklärt, dass Umweltverbände Verstöße gegen Umweltvorschriften geltend machen können, die auf dem Recht der Europäischen Union beruhen; dazu zählen insbesondere die Vorschriften der FFH-Richtlinie. Die Bedenken des BUND gegen die FFH-Verträglichkeit des Kraftwerks seien begründet. Das folge allerdings nicht schon daraus, dass Trianel eine FFH-Verträglichkeitsuntersuchung nicht schon vor Erlass des Vorbescheids, sondern erstmals während des gerichtlichen Verfahrens vorgelegt habe.
Die nachträgliche Heilung durch Nachholung einer fehlenden FFH-Verträglichkeitsprüfung sei nach Auffassung des Gerichts grundsätzlich zulässig. Auf der Grundlage der im Oktober 2010 von der Betreiberin vorgelegten FFH-Verträglichkeitsuntersuchung und der im gerichtlichen Verfahren vorgelegten gutachterlichen Stellungnahmen sei zwar davon auszugehen, dass die Beeinträchtigungen der im Einwirkungsbereich der Kraftwerksemissionen gelegenen Schutzgebiete durch Stickstoffeinträge (Eutrophierung) nicht erheblich seien.
Es sei aber derzeit nicht feststellbar, dass die vor allem durch die Emission von Schwefeldioxid verursachte Versauerung des Bodens im FFH-Gebiet „Wälder bei Cappenberg“ nicht erheblich schädigend sei. Das Schutzgebiet sei bereits jetzt über die naturschutzfachlich begründete Belastungsgrenze hinaus vorbelastet. Zusätzliche Schadstoffeinträge dürften deshalb nur dann zugelassen werden, wenn eine vom Vorhabenträger vorzulegende FFH-Verträglichkeitsuntersuchung ergebe, dass diese Zusatzbelastung eine Bagatellschwelle in Höhe von 3 % der Grenzbelastung (sog. Critical Load) nicht überschreite. Daran fehle es hier.
Nach der FFH-Richtlinie sei zu prüfen, ob das Vorhaben (Kraftwerk Trianel) in Zusammenwirkung mit den Auswirkungen paralleler anderer Pläne oder Projekte zu Beeinträchtigungen führen könnte. Deshalb seien außer den Verursachungsbeiträgen des geplanten Trianel-Kraftwerks auch die Säureeinträge in den Blick zu nehmen, die von den geplanten Kraftwerken in Datteln (E.ON) und Herne (Evonik-Steag) ausgehen werden. Die naturschutzfachliche Argumentation der von Trianel beauftragten Gutachter, die zu erwartenden Beeinträchtigungen seien unerheblich, sei nach intensiver Befragung der Gutachter für das Gericht und auch für die zu der mündlichen Verhandlung hinzugezogenen Fachleute des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nicht nachvollziehbar.
Der Vorsitzende betonte, dass diese Entscheidung nicht das endgültige Aus für das Kraftwerk bedeute. Der Senat schließe nicht aus, dass nach Erstellung einer verbesserten FFH-Verträglichkeitsuntersuchung ein neuer Vorbescheid erteilt werden könne. Die übrigen Rügen des BUND seien entweder durch nachträgliche Änderungen des Vorbescheids ausgeräumt worden oder im Ergebnis nicht begründet.
Das Oberverwaltungsgericht hat die Revision nicht zugelassen. Dagegen ist Nichtzulassungsbeschwerde möglich, über die das Bundesverwaltungsgericht entscheidet.
Aktenzeichen: 8 D 58/08.AK
 

Weltklimatag 03.12. - Aktion in Essen

Duisburg, 2. Dezember 2011 - Im November gab das US-Energie-Ministerium bekannt, dass der Treibhausgas-Ausstoß im vorigen Jahr so rasant gestiegen ist wie nie zuvor. Den Statistiken des US-Energie-Ministeriums zufolge wurden weltweit im Jahr 2010 insgesamt 1900 Millionen Tonnen mehr CO2 ausgestoßen als 2009. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent.

1. Vereinte Nationen stellen fest: die aktuellen Treibhausgas-Konzentrationen haben 389 ppm erreicht und liegen somit bei den Werten des 18. Jahrhunderts
2. Weltklimakonferenz in Durban - Scheitern aufgrund zu geringer Ansprüche?
3. Erinnerung: Aktion Weltklimatag auch in NRW - 03.02. 14:30 Uhr in Essen
4. Erinnerung: Bündnistreffen 02.12. / 03.12. in Gelsenkirchen
5. Klimabündnis Niederrhein - Klimazeitung November 2011 online
Aktuelle Treihausgas Konzentration erreicht Werte des 18. Jahrhunderts !

Kaum von der Presse aufgegriffen, hat Anfang letzter Woche die Meterologie Behörde der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf festgestellt, dass die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre weit aus höher ist, als prognostiziert. Die Konzentration von Kohlendioxid hat den höchsten Wert seit dem Beginn der Industrialisierung erreicht. (http://www.wmo.int/pages/index_en.html)
Wer dachte im 21. Jahrhundert zu leben ist zumindest im Bezug auf die Treibhausgase ins 18. Jahrhundert zurück katapultiert worden.
Um das 2 Grad Ziel zu erreichen (durchschnittliche Erderwärmung um 2 Grad) gehen Experten davon aus, dass das Niveau der Treibhausgase 360 Partikelteilchen auf eine Millionen (ppm) nicht überschreiten darf. Tatsächlich hat aber nun die World Meterogie Organization (WMO) der UN festgestellt, dass wir aktuell 389 ppm erreicht haben.

Weltklimakonferenz in Durban - Scheitern aufgrund von zu geringen Ansprüchen ?
Bei der Klimakonferenz, die vom 28. November bis 9. Dezember 2011 im südafrikanischen Durban stattfindet, werden die Weichen für die Zukunft der internationalen Klimapolitik gestellt. Wird Klimaschutz ab jetzt im nationalen Alleingang gemacht oder als globale Aufgabe verstanden? Der Handlungsdruck ist enorm, denn schon im nächsten Jahr läuft die bislang einzige verbindliche internationale Vereinbarung für CO2-Emissionsreduktionen – das Kyoto-Protokoll – aus.
Der BUND setzt sich in Durban dafür ein, dass
• ein Kyoto-Nachfolgeabkommen vereinbart und von möglichst vielen Ländern mit hohen CO2-Emissionen unterschrieben wird
• ein gleichzeitig faires und ambitioniertes Klimaschutzabkommen getroffen wird.
Hintergründe und BUND-Forderungen sowie Berichte direkt aus Durban finden Sie hier:
http://www.bund.net/themen_und_projekte/klima_energie/internationale_
klimapolitik/klimakonferenz_durban_2011/

Aktion Weltklimatag auch in NRW - 03.02. in Essen
Die Hauptverursacher für den rasanten Klimawandel und die immer weiter steigenden Emissionen sind die Verfeuerung fossiler Brennstoffe, massive Abholzungen sowie die weltweit gestiegene industrielle Fleischproduktion.
Durch die Veränderung des eigenen Energieverbrauchs, des Mobilitätsverhaltens sowie Konsumverhaltens in vielen Bereichen, kann jedeR einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Das Thema Kohlekraftwerke beschäftigt uns in NRW nun seit Jahren und so wird auch in diesem Jahr zum Weltklimatag am 03.12. das Thema Kohlekraftwerke im Fordergrund unserer diesjährigen Aktion stehen. Mit dem Klimabündnis Niederrhein und anderen Gruppen ruft auch der BUND Duisburg für den 03.12. ab 14:30 Uhr zu einer Demonstration in Essen auf:
Treffpunkt:
03.12. 14:30 Uhr RWE Tower, Opernplatz 1 in Essen
Vom HBf Essen Richtung Evonik-Gebäude in die Rellinghauserstrasse/Opernplatz 1 zum RWE - Tower (ca. 5 Min Fußweg).
Ablauf:
• 15:00 Demonstration: Demoroute mit Zwischenstation Steag
• Abschluss gegen 15:30 Uhr Rüttenscheider Markt
• Ende gegen 16.00 Uhr
Die Demonstration steht unter dem Motto: „Jetzt die Energiewende vor Ort und weltweit – Ausstieg aus Kohle und Kernenergie!“
Die Stationen sind: RWE, STEAG und der Regionalverband Ruhr (Skandal-KKW Datteln).

„Bundesweiter Castor-Aktionstag am Samstag 29.10. – auch in Duisburg“

Duisburg, 27. Oktober 2011 - am 29.10. findet wieder der bundesweite Castor Aktionstag statt, an dem auf die ungelöste Frage der Atommüllentsorgung in Deutschland hingewiesen werden wird.Ein Endlager ist nicht in Sicht, trotzdem sollen im November wieder Castoren nach Gorleben rollen, obwohl die Strahlen-Grenzwerte am Zwischenlager in Gorleben bereits überschritten sind.

Ab Anfang 2012 sollen 152 Castoren mit hochradiaktivem Müll (ca 300.000 Brennelement-Kugeln aus dem 1988 stillgelegten Jülicher AVR-Forschungsreaktor) per LKW vom Forschungszentrum Jülich ins Atommülllager Ahaus gebracht werden. Betroffen sind insbesondere die Menschen entlang der Transportrouten – und hierzu gehört auch Duisburg, denn alternative Autobahnverbindungen führen unweigerlich auch über das Duisburger Stadtgebiet.
Duisburg ist in vielerlei Hinsicht direkt von den Castortransporten und der ungelösten Atommüllentsorgung betroffen, hierauf will der
BUND Duisburg am 29.10. beim bundesweiten Castor-Aktionstag in der Zeit von 11:00 – 17:00 auf der Königsstraße (in der Nähe des Forums) mit einem Informationsstand aufmerksam machen.

Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg: „Durch den Steag-Anteilskauf des Stadtwerke-Konsortiums ist nun auch die Stadtwerke Duisburg Anteilseigner des Zwischenlagers in Ahaus, die Konditionierungsanlage für schwach und mittelradiaktive Materialen in Duisburg Wanheim der Gesellschaft für Nuklear Systeme (GNS) ist auch weiterhin in unmittelbarer Nähe des Wohngebietes in Betrieb und führt zu regelmäßigen LKW-Transporten von mittel und schwach radiaktiven Materialen von Duisburg nach Ahaus und nun werden ab nächstem Jahr auch Castoren mit hochradiaktiven Materialen über das Duisburger Stadtgebiet von Jülich nach Ahaus transportiert werden“.
Welchen Sinn die Castor-Transporte über das Duisburger Stadtgebiet haben?

Diese Frage stellt sich auch der BUND Duisburg. Kerstin Ciesla: “Sowohl in Jülich als auch in Ahaus gibt es Außen-Lagerhallen der gleichen Bauweise, lediglich die Genehmigung für Jülich läuft Mitte 2013 aus, also transportiert man die gefährliche Fracht quer durch NRW. In Ahaus gibt es aber weder das Know-how noch die Genehmigung für eine Neuverpackung die aufgrund von Materialermüdung in einigen Jahren notwendig werden könnte – wird dann die gefährliche Fracht wieder transportiert werden?“
Der BUND Duisburg fordert mit vielen Anti-Atom-Organisationen in NRW die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und lehnt die absolut gefährlichen Atomtransporte generell ab. Duisburger und Duisburgerinnen die sich gegen ein Endlager im maroden Gorlebener Salzstock und gegen Castor und Urantransporte quer durch NRW, Deutschland und Europa querstellen wollen, sind herzlich eingeladen sich zu informieren und gemeinsam ein Anti-Atom-Bündnis in Duisburg zu gründen.
Der BUND Duisburg stellt dar: „Atommüll durch die Gegend zu karren, löst kein Entsorgungsproblem, sondern schafft nur neue Gefahren. So lange nicht alle Atomanlagen stillgelegt sind und nicht aufgehört wird Jahrtausende strahlenden Müll zu produzieren, werden wir nicht aufhören zu protestieren.“
 

Trianel Krefeld beschloss kein Kohle- sondern ein Gaskraftwerk im Chemiepark Uerdingen zu bauen

Duisburg, 7. Juli 2011 - Die Trianel Gesellschafterversammlung hat entschieden, sich von einer Kohlekraftwerksplanung in Krefeld Uerdingen zu verabschieden und stattdessen noch in diesem Jahr einen Antrag zum Bau eines Gas- und Dampfkraftwerkes (GuD) bei der Bezirksregierung einzureichen.
Der 07.07.2011 wird allen Menschen, die sich aktiv gegen das geplante Steinkohlekraftwerk Krefeld Uerdingen, unmittelbar an der Duisburger Stadtgrenze nunmehr seit 5 Jahren eingesetzt haben, wohl noch recht lange in Erinnerung bleiben.
Der 07.07.11 steht nunmehr für einen immensen Erfolg für den Gesundheits- Klima- Natur- und Umweltschutz in unserer Region.
Ein GuD hat nur etwa 40% des CO2 Ausstoßes eines Steinkohlekraftwerkes, belastet Mensch und Umwelt nicht mit Radioaktivität, wie es ein Steinkohlekraftwerk gemacht hätte und stößt vor allem keine Unmengen an Feinstaub und krebserregende Stoffe wie Quecksilber, Blei, Arsen etc. aus.
Außerdem entfällt hiermit die Planungen zum Hafenausbau in KR Uerdingen zur Kohleanlieferung, der einen weiteren großen Eingriff in die Natur zur Folge gehabt hätte.
Die Umplanungen von Trianel hin zu einem GuD im CHEMPARK in Krefeld Uerdingen, mit einem Konzept zur Auskoppelung von Dampf (Sommer wie Winter) für den Betreiber Currenta (Bayer) des CHEMPARKS, steht für eine wirkliche Brückentechnologie einer Energiewende auch in NRW, denn ein GuD kann bei entsprechender Planung sowohl den CHEMPARK versorgen als auch flexibel auf die Spitzen der Stromproduktion aus Erneuerbare Energien reagieren und somit die "Grundlast" sicher stellen.

Selbstverständlich werden wir konstruktiv und kritisch die Planungen eines GuD begleiten und auf Currenta zugehen, damit diese Ihre Alternativplanungen einstellen, dem Trianel Konzept folgen und dafür die 4 alten Kohlekessel abbauen. Nicht Umsonst fordert das Aktionsbündnis aus NUV in Krefeld, BI-Saubere Luft aus Duisburg, sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in DU und auf Landesebene seit Jahren die Alternativplanung eines GuD.
Wir sind nach wie vor keine Industriefeinde, auch wenn es uns immer wieder unterstellt wird. Uns geht es um die best mögliche Technologie welche die Situation in unserer Region nicht weiter verschlechtert, denn auch Menschen in NRW und vor allem in Krefeld und Duisburg mit einer hohen Vorbelastung haben ein Anrecht auf Verbesserung und nicht Verschlechterung der Gesundheits- und Lebensqualität.
Dies hat durchaus auch die immense Zahl von 23.000 Einwendungen zum Verfahren des Steinkohlekraftwerkes gezeigt. Die Bezirksregierung hat uns nach dem Erörterungsmarathon im September letzten Jahres bestätigt, dass ein Kohlekraftwerk so nicht genehmigungsfähig ist und wir können zu Recht sagen, dass ein langer Atem, fachliche Kompetenz, Gespräche mit allen Beteiligten und die Bildung breiter Bündnisse letztendlich zu einem Umdenken auch bei Trianel geführt hat. Faktisch alle Argument von Trianel heute für ein GuD, haben wir seit einigen Jahren kontinuierlich vorgebracht ;-)

Statt Planung einer weiteren Demonstration, planen wir nun also ein entsprechendes Fest der Vernuft - allerdings wird dies natürlich erst dann stattfinden, wenn der Antrag zum Steinkohlekraftwerk offizielle bei der Bezirksregierung zurück gezogen wird!
 

Klimabündnis bleibt konsequent im Kampf gegen die atomare Gefahr

Duisburg, 21. Juni 2011 - Das Klimabündnis Niederrhein besteht weiterhin auf die vollständige Stilllegung aller Atomanlagen, in diesem Zusammenhang auch der GNS Atommüll-Anlage in Duisburg-Wanheim, des Zwischenlagers Ahaus und der Uran-Brennstabfabrik in Gronau.
"Dass diese Anlage, die zahlreiche AKWs auch international mit Brennstäben versorgt, in den Atomausstiegs-Szenarien von Bund und Landesregierung nicht auftaucht, kritisieren wir ausdrücklich", betont Kerstin Ciesla vom Klimabündnis, Kreisvorsitzende des BUND. "Durch diese Anlagen und die Atomtransporte besteht weiterhin ein erhebliches Gefahrenpotenzial für die Bevölkerung, ein Aus für die Atomindustrie muss die gesamte Produktionskette betreffen."
Auf dem Klima-Ratschlag Niederrhein am Samstag, 18. Juni im Evangelischen Gemeindezentrum in Walsum-Aldenrade wurden wichtige Wege zur Energieeinsparung und Luftreinhaltung auch für die Industrie vorgestellt, auch bei Verzicht auf Atomstrom kann die Stromversorgung zügig auf regenerative Energieerzeugung umgestellt werden. Das Klimabündnis Niederrhein ruft deshalb für Sonntag, 3.Juli zur Teilnahme am Straßenfest und Sonntagsspaziergang der Bürgerinitiative gegen die Uranfabrik in Gronau auf und organisiert einen Bus zur gemeinsamen Fahrt nach Gronau.
 

Ausverkauf des Klimaschutzes?

Montag 20.06.11 19:00 - 21:00 Uhr: Pianissimo,  Schweizer Straße 1
(Ecke Mühlheimerstraße), 47058 Duisburg

Duisburg, 17. Juni 2011 -Was hat das Hüttenwerk Duisburg und das Steinkohlekraftwerk in der Duisburger Innenstadt mit einer Anlage zur Kühlmittelproduktion im indischen Gujarat zu tun? – Im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel haben die UN-Staaten vereinbart, dass Emissionen, die in Deutschland oder anderen Industriestaaten entstehen, durch Klimaprojekte in Entwicklungsländern ausgeglichen werden können. Im Kyoto-Protokoll hat man dafür den sogenannten „Clean Development Mechanism“ (CDM) eingerichtet, einen komplizierten Handel mit Verschmutzungszertifikaten. Zu den wichtigsten Käufern solcher Zertifikate gehören auch deutsche Stromunternehmen wie RWE oder Vattenfall.

Doch der tatsächliche Nutzen des Zertifikate-Handels für den Klimaschutz ist äußerst fragwürdig. Kritiker sprechen von einem „Ablasshandel“, weil Kohlekraftwerke hierzulande neu gebaut oder weiterbetrieben werden können, während sich die Konzerne von ihren „Klima-Sünden“ mit Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern freikaufen.
 

Kohlekraftwerke bedrohen Mensch und Umwelt

Klimasch(m)utz selbstgemacht?
Zukunft statt Kohle ... oder ... wie klimaschädlich ist der Strommix Ihres Stromanbieters?
Cafe Museum, Friedrich-Wilhelm-Str.64 im Kant-Park
Mittwoch 15.06.11 19:00 - 21:00 Uhr

Vortrag mit anschließender Diskussion: Kohlekraftwerke bedrohen Mensch und Umwelt.
Duisburg, 14. Juni 2011 - Sie blockieren die Energiewende und verhindern den Schutz des Klimas. Wandel ist nur ohne Kohlekraftwerke tatsächlich möglich und jeder kann einen Beitrag leisten. Wissen Sie wie der Energiemix Ihres Stromanbieters aussieht ? Ist ein ökologischer Umbau von Kohlekraftwerken möglich?

BUND Duisburg fordert Kooperation auf, Aussagen der Kooperationsvereinbarungen ernst zu nehmen und den geplanten Autohof an der Ruhraue abzulehnen

Halbwertzeit von Kooperationsvereinbarungen kleiner als drei Monate?

Duisburg, 7. Juni 2011 - Im März wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen SPD, Bündnis 90 Die Grünen und DIE LINKE mit dem Titel: „Sozial, gerecht und ökologisch für Duisburg“ geschlossen, doch der BUND Duisburg fragt sich, wie sozial, gerecht und ökologisch der Bau eines Autohofes an der Anschlussstelle Kaiserberg unmittelbar an der Ruhraue sein soll.
Kerstin Ciesla, Vorsitzende der Kreisgruppe Duisburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Duisburg führt aus: "Ist die weitere Flächenversiegelung eines Bereiches, der bereits in den Planungsunterlagen als „Flächen für die Landwirtschaft“, überlagert von einer Verbandsgrünfläche, Deichschutzzone sowie Bauverbotszone ..“, bezeichnet wird, ökologisch?
Bereits im Februar 2009 hat sich der BUND Duisburg gegen das Vorhaben eines Autohofs an der Ruhraue ausgesprochen und die Frage nach Alternativstandorten gestellt, denn schließlich gibt es bereits einen Aufstellungsbeschluss für einen Autohof in Kaßlerfeld im Gewerbegebiet aus dem Jahre 2004 (Bebauungsplan Nr. 1056 I / II). Doch auch nach 2 Jahren ist aus Sicht des BUND keine wirkliche Alternativenprüfung zur Vermeidung einer weiteren Flächenversiegelung vorgenommen worden.

Der BUND appelliert an die Duisburger Kooperationspartner die eigenen Aussagen ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.
Die Kooperationsvereinbarung besagt: „Wir wollen mit einem ganzheitlichen Ansatz (stadtentwicklerisch, sozialpflegerisch und ökologisch)“ eine andere Stelle besagt: „Konsequente Verringerung des Flächenverbrauchs und Flächenentsiegelung (Null-Hektar-Ziel).“. Die flächendeckende Bebauung dieses Freiraumes ist ganz und gar nicht ökologisch und statt Flächenentsiegelung geht es hier um weitere Flächenversiegelung, teilte der BUND Duisburg mit. Kerstin Ciesla führt weiter aus: „In einer Industriestadt wie Duisburg stellt der Restfreiraum ein hohes zu schützendes Gut zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität in unserer Stadt dar. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein solcher Autohof nicht an einer Autobahnabfahrt mit angeschlossenem Gewerbe- bzw. Industriegebiet im Raum Duisburg (ggf. nähere Umgebung) eingerichtet werden kann. Immer wieder geht der Landschaftsverbrauch auf Kosten landwirtschaftlicher Nutzflächen, so dass der Nutzungsdruck auf den verbleibenden Flächen immer größer wird.“

Auch das Versprechen der Kooperationsvereinbarung zu den Ergebnissen der Bürgerforen, welche im Rahmen von Duisburg2027 eingerichtet wurden, sieht der BUND konterkariert. Die Kooperationsvereinbarung hält fest: „Die Erkenntnisse aus den Bürgerforen müssen weiterentwickelt werden. Sie sollen in den Flächennutzungsplan, bezirkliche oder Stadtteilentwicklungspläne einfließen.“ In der Tat hat sich jedoch das Bürgerforum Bezirk Mitte in 2010 entschieden gegen den Autohof an dieser Stelle ausgesprochen.

Der BUND appelliert eindringlich an die Kooperationspartner und an alle anderen im Rat der Stadt Duisburg vertretende Parteien aus Gründen des Natur- und Umweltschutzes und zur Vermeidung des weiteren Flächenverbrauchs im Außenbereich, die Planungen des Autohofes an der Anschlussstelle Kaiserberg abzulehnen. Stattdessen sollte nach wirklichen Alternativstandorten gesucht werden. Der BUND ist gesprächsbereit und bietet allen Parteien an, die Gesamtproblematik einer Planung des Autohofes an dieser Stelle darzulegen und gemeinsam nach Alternativen zu suchen.

Naturgarten-Tag

Duisburg, 16 Mai 2011 - Es ist Frühling und die Wohnung wird durch das "grüne Zimmer" größer, da nun der Balkon, die Terrasse oder gar der Garten als Wohn- und Lebensraum dazu kommt. Diese grünen Oasen sind nicht nur für uns Menschen ein wichtiger "Lebensraum" um die Seele baumeln zu lassen und vor dem Stress des Altages abzuschalten, sondern bei entsprechender Bepflanzung ein wirklicher Lebensraum für Floar und Fauna.
Sie wundern sich, dass bei den Nachbarn jede Menge Schmetterlinge sind - oder dass sie zwar Singvögel hören, aber nicht sehen?
Unter Umständen liegt es an der Bepflanzung, denn auch was für den Menschen hübsch anzusehen ist, mag unter Umständen keine einheimische Gehölze oder keine einheimische Pflanzen sein und sind somit für unsere heimischen Insekten und somit für unsere Singvögel völlig unattraktiv.
Wir möchten Sie daher recht herzlich zum Naturgarten Tag am 21.05. in der Zeit von 12:00 - 18:00 Uhr an der Biologischen Station in Oberhausen am Haus Ripshorst einladen.
Vom Deko-Artikel - über Pflegeleichte Stauden und Gehölze bis zur Fachberatung – hier ist für jeden etwas dabei!
Auch die BUND Kreisgruppe Duisburg wird in diesem Jahr wieder vertreten sein und neben vielen Informationen auch in diesem Jahr wieder Natur zum "begreifen" vor Ort haben :
• Kuriositäten von verschiedenen Gallen und deren Verursacher,
• Baumrinden, hinter denen man mal sehen kann wer denn da so alles seine Spuren hinterlassen hat,
• Nester bei denen man etwas genauer raten muss, wer denn dort mal gewohnt hat (denn nicht jedes Nest ist von unseren fliegenden Weltenbewohnern gebaut)
• Äste und Pflanzen die sich gegen Virusinfektionen zur Wehr gesetzt haben
• und vieles mehr - spannendes und rätselhaftes für Jung und Alt

Atomwaffen abschaffen - AKW abschalten

Duisburg, 23. April 2011 - BUND Duisburg und Friedensforum Duisburg fordern gemeinsam zum Auftakt des Ostermarsch Rhein / Ruhr und zur Demonstration am Ostermontag an der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA): Atomwaffen abschaffen - AKW abschalten

Kerstin Ciesla und Bernhard Funke