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Mustervollmacht für den Vorsorgefall
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Formular nebst Erläuterung für den Vorsorgefall

 

Neudorfer „Lärm- und Feinstaub-Belastungsdreieck“
 

Schienenlärm:
Von der Schweiz bis zu den Niederlanden -
bundesweite Kooperation

 

Kitas des Bistums die geschlossen wurden - KiTa im Forum


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Duisburg 2011






 

Bürgerschaftliches Engagement - Selbsthilfegruppen in Duisburg

Es gibt ein Leben mit Demenz!

Duisburg, 3. Februar 2012 - Rudi Assauer, der frühere Manager von Schalke 04, hat seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich gemacht. Ein Buch wird es über ihn geben und eine Fernsehdokumentation ebenfalls. Bettina Vootz, Geschäftsbereichsleiterin Seniorenzentren bei der AWOcura gGmbH und Vorsitzende der AlzheimerGesellschaft Duisburg, nimmt dies in diesem Beitrag zum Anlass, über das Leben mit der Erkrankung und Möglichkeiten der Unterstützung zu berichten.

Die Nachricht, dass ein prominenter Mann des Sports wie Rudi Assauer an Alzheimer erkrankt ist, hat ein gewaltiges Medienecho ausgelöst. Vielleicht ist das gut so. Denn das Leiden unter Demenz gehört nach wie vor zu den ‚Volkskrankheiten’, über die nicht gern gesprochen wird. Dabei ist Rudi Assauer keineswegs ein Einzelfall. In Deutschland leben geschätzt etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenz. Etwa zwei Drittel sind von Alzheimer betroffen.

Nimmt man in den Blick, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, dass immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter erreichen, dann lässt sich vorhersagen, dass die Zahl der Erkrankten zunehmen wird. Wie sagte es ein Mediziner im Fernsehen: ‚Der einzige bekannte Risikofaktor für das Erkranken an Alzheimer ist das Älterwerden.’

Das bedeutet zugleich, Alzheimer ist zum Beispiel keine Erbkrankheit. Nur weil es einen meiner Angehörigen getroffen hat, bin ich selbst nicht automatisch ebenfalls gefährdet. Ohne Frage, die Nachricht erkrankt zu sein, ist ein Schicksalsschlag. Natürlich löst die Diagnose zunächst einen Schock und der fortschreitende Verlust der Kontrolle über das eigene Leben tiefe Ängste aus.
Doch auch das kann ich aus meiner Erfahrung sagen: Auch mit Demenz ist ein lebenswertes Leben möglich. Manche Fähigkeiten gehen verloren, doch es sind auch immer noch Ressourcen vorhanden, die genutzt werden können, um vielfach aktiv zu sein und Freude dabei zu haben.
Das ist mehr als ein frommer Wunsch oder ein schwacher Trost. Ich erlebe dies hautnah und ganz selbstverständlich in meinem Berufsalltag und in meinem Ehrenamt als Vorsitzende der AlzheimerGesellschaft Duisburg. Leider verdeckt das Schweigen über das Krankheitsbild auch diese Tatsache: Es gibt ein Leben mit Alzheimer. Es gibt Lachen, Freude und die Erfahrung, lebendig zu sein. Der offene und offensive Umgang mit der Erkrankung, wie wir ihn derzeit bei dem früheren Fußballmanager sehen, vermittelt vielleicht eine Ahnung davon. Es bleibt jedoch ein Auftrag, das Tabu dieser Erkrankung aufzubrechen und die Versorgung so zu gestalten, dass die Menschen keine Angst haben müssen, in eine Pflegesituation und damit in Abhängigkeit von anderen zu geraten.

Die AlzheimerGesellschaft Duisburg möchte Betroffene und Angehörige ermutigen, frühzeitig kompetente Hilfe und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.“ Auskunft über die zahlreichen stadteilnahen Beratungs- und Unterstützungsangebote erhalten Ratsuchende in der Geschäftsstelle der AlzheimerGesellschaft Duisburg,  Telefon: 0203 3095-104 oder E-Mail: info@alzheimer-duisburg.de

50-Jahr-Feier der Lebenshilfe Duisburg

50 Jahre Lebenshilfe Duisburg - in Neudorf wurde kräftig gemeinsam gefeiert

Der Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V., Duisburg wurde im Jahre 1961 gegründet.
Er unterstützt und begleitet Menschen mit einer geistigen Behinderung und ihre Angehörigen vom Säuglingsalter bis ins hohe Erwachsenenalter. In vielen Lebenslagen bieten wir Ihnen fachliche Hilfe und umfangreiche Betreuung an. 
Motto: Es ist normal, verschieden zu sein.

 


Menschen mit einer geistigen Behinderung sollen alle Chancen erhalten, ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

Um zu erreichen, dass Menschen mit Behinderung so selbstbestimmt wie möglich leben können, unterhält die Lebenshilfe in Duisburg zahlreiche Dienste und Einrichtungen. Und das seit nun exakt einem halben Jahrhundert.

Das verdient Anerkennung und Respekt, aber auf jeden Fall Unterstützung vor allem im Alltag. In diesem Jahr aber wird zu Recht ausgiebig gefeuert. So wie heute im Neudorfer Domizil im und am Areal der Annaniter Neudorfs.

Basteln - vornehmlich Hüte - war Trumpf

Fotos Barbara Jeschke
 

 

 

Duisburg, 25.Mai 2011 - Zusammen mit den vier großen Duisburger Glaubensgemeinden wurde die interreligiöse Feier in der Salvatorkirche vorbereitet.

Beteiligt waren die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg, die Jüdische Gemeinde Duisburg/Mülheim-Ruhr/Oberhausen K.d.ö.R., die Katholische Kirchengemeinde Liebfrauen und der DITIB- Türkisch Islamische Gemeinde zu Duisburg e.V.

Alle Religionsvertreter erzählen gemeinsam die Schöpfungsgeschichte. Diese verbindet alle Religionen miteinander.

Musikalisch begleitet wird die Feier von den „Fudies“ und „Just in Tune“.


 


 

50. Geburtstag der Lebenshilfe Duisburg

Wechsel an der Spitze der Lebenshilfe
Sozialdezernent Reinhold Spaniel freut sich darüber, dass die Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Duisburg den ehemaligen, langjährigen Leiter des Amtes für Soziales und Wohnen Reinhard Luderer zum Vorstandsvorsitzenden gewählt hat.
„Durch seine über 45-jährige Berufserfahrung im sozialen Bereich ist Reinhard Luderer die „Idealbesetzung“ und somit kann die Lebenshilfe-Stiftung optimistisch in die Zukunft sehen“, so Spaniel.
Dem gesamten neuen Vorstandsteam wünscht Spaniel viel Erfolg insbesondere mit dem Blick auf das 50-jährige Jubiläum der Lebenshilfe Duisburg in diesem Jahr.
Spaniel bedankt sich für die hervorragende Arbeit des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Bernd Steingräber, der aus Altersgründen nicht mehr kandidierte, nachdem er insgesamt 37 Jahre für die Lebenshilfe tätig war.

10. Mai 2011: Bundesweiter „Tag gegen den Schlaganfall“

Duisburg, 10. März 2011 - Ein Schlaganfall verändert alles. Plötzlich ist das Leben nicht mehr wie zuvor. Dinge, die vorher selbstverständlich waren müssen neu gelernt werden. Betroffene und ihre Angehörigen sehen sich Schranken und Hürden gegenüber, die es zu überwinden gilt.
Der bundesweite „Tag gegen den Schlaganfall“ am 10. Mai steht daher unter dem Motto: Bewältigung von Barrieren im Leben nach dem Schlaganfall.
Es gibt ein bundesweites Netzwerk von über 480 Selbsthilfegruppen, rund 200 Regionalbeauftragten und 23 Regionalbüros macht mit Aktionen rund um den 10. Mai auf die veränderte Lebenssituation nach einem Schlaganfall aufmerksam.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland mehr als 250. 000 Menschen einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen
im Erwachsenenalter. Der demografische Wandel wird die Zahl der jährlichen Schlaganfälle bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Somit nimmt die gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung des Schlaganfalls zu.
 

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe - Carl-Miele-Str. 210, 33311 Gütersloh
E-Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de  -  Internet: www.schlaganfall-hilfe.de

Da staunte der Alt-Oberbürgermeister:
Selbsthilfegruppen Duisburgs präsentierten sich im "Kleinen Prinzen"

Von Harald Jeschke

DUISBURG, 25. September 2010 - "Dass es so viele unterschiedliche Gruppen gibt, habe ich nicht gewusst", staunte Alt-Oberbürgermeister Josef Krings beim 6. Duisburger Selbsthilfetag 2010.
Im und um den "Kleinen Prinzen" herum war richtig was los: Rund 40 der nun schon knapp 400 Selbsthilfegruppen waren mit Informationsständen vertreten. Aktivitäten und Auskünfte waren Trumpf an den vielen Ständen. Diskussionsgruppen um Bundestagsabgeordnete Bäbel Bas oder SPD-Ratsmitglied Angelika Wagner waren überall anzutreffen.

In den Selbsthilfegruppen gibt es Insider für die unterschiedlichsten Krankheitsbilder, Symptome oder Medikationen, worüber oft genug selbst Fachärzte ins Staunen geraten. Engagiert und vor allem offen für alle Fragen zeigten die Menschen mit Behinderungen der unterschiedlichsten Art, was man gemeinsam bewältigen und erreichen kann. "Die Information ist doch das Wichtigste überhaupt für die Betroffenen, die neben der Erstdiagnose meistens einen Schock gleich mit auf den Weg bekommen haben", hieß es von den Vertretern der Parkinson-Gruppe Duisburg.
 

"Aufklärung und das sich Einbringen für Familien, die Angehörige mit Behinderungen betreuen müssen, das muss zusammengehen. Es muss auch etwas für die Betroffenen bewirkt werden. Wer riesige Kunstobjekte baut bzw. finanziell unterstützt, der kann auch Gelder für Behinderte aufbringen", nahm Heinz Schmitz vom Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. kein Blatt vor den Mund. Er unterstützt seit Jahrzehnten pflegende Angehörige und Familien von Kindern bei der Alltagsbewältigung.

Zwei Großenbaumer staunen über die Vielfalt: Inge Mainz und Alt-Oberbürgermeister Josef Krings


Heinz Schmitz und Mitstreiterin vom Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.

6. Duisburger Selbsthilfetag

 



 

Selbsthilfegruppe Tinnitus

DUISBURG, 30. August 2010 -  Wer sich was merken möchte, schreibt sich was hinter die Ohren. "Der Begriff Tinnitus aurium oder kurz Tinnitus bezeichnet ein Symptom (teilweise wird auch von einem Syndrom gesprochen), bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, die in den meisten Fällen keine äußere, für andere Personen wahrnehmbare Quelle besitzen. Im Gegensatz dazu beruht der „objektive Tinnitus“ auf einer von außen wahrnehmbaren oder zumindest messbaren körpereigenen Schallquelle. Objektiver Tinnitus ist allerdings im Vergleich zum subjektiven Tinnitus sehr selten," berichtet Veronika Tannenhauer. Die Bissingheimerin leitet die Duisburger Ortsgruppe der Deutschen Tinnitus-Liga.

18 ältere Leute, die altersbedingt nicht mehr kommen können und gerade einmal telefonisch beraten werden, gehören genauso zur Gruppe wie rund 18 jüngere Damen und Herren, von denen etwa 10 regelmäßig zu den Gruppenstunden kommen.
"Die Gruppe strukturiert sich gerade neu. Es kommen auch nicht nur Duisburger, sondern auch Leute aus der Umgebung, etwa aus Mülheim und Moers." Beratung und Austausch gibt es genauso wie Informationsveranstaltungen mit Ärzten und Psychologen. Gruppenstunden, in denen verschiedene Therapieformen (wie beispielsweise therapeutisches Reiten) angeboten werden, kommen hinzu.

Tinnitus ist ein Phantom, aber auch als Krankheit anerkannt. Tinnitus ist altersunabhängig und gibt es in verschiedenen Formen. Tinnitus ist noch nicht wirklich wissenschaftlich erforscht. Behandlungsmöglichkeiten gibt es dementsprechend noch keine. Tabletten oder eine Infusion, die den Blutkreislauf in Schwung bringen sollen, können eine erste Hilfe sein.
"Ich möchte so viel wie möglich in und mit der Gruppe machen," berichtet Tannenhauer. "Wir wollen schließlich ins normale Leben zurück." Unterstützt wird die Gruppe von der Tinnitus-Liga. Einen Wunsch hat die sympathische Frau allerdings an die Stadt: "Uns wäre mehr Aufklärung und Information der Ärzte vor Ort wichtig." Nur so könne den Patienten besser mit Rat und Tat geholfen werden.

Ob man sich wohl vor Tinnitus schützen kann? Na ja, einen Rat hat Tannenhauer schon: "Schützen Sie sich vor Lärm, nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in der Freizeit. Das hilft nicht nur dem Ohr, sondern ist auch bislang der wirksamste Schutz vor Tinnitus."
 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge  im Duisburger Süden

DUISBURG, 16. August 2010 - Der VdK wurde als der Verband der Kriegsopfer und Sozialrentner gegründet: Der VdK ist inzwischen über 60 Jahre alt. "Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nutzt die Abkürzung VDK. Mit dem sind wir nicht zu verwechseln," berichtet Horst Dittrich, der den Ortsverband leitet, der die Stadtteile  Großenbaum, Rahm, Buchholz, Bissingheim und Wedau umfasst. "Bundesweit gehören dem Sozialverband VdK über 1,4 Millionen Mitglieder an. Er ist damit die stärkste Interessenvertretung der Behinderten, Rentner, Kriegs- und Wehrdienstopfer, also auch der heutigen Soldaten und Zivildienstleistenden, Sozialversicherten, Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosen in Deutschen."

Rund 460 Mitglieder umfasst der Ortsverband. "Wir haben uns zu einem modernen Verband gemausert, der sich um die sozialen Belange seiner Mitglieder kümmert, die heute nicht mehr nur Kriegsopfer sind. Unser jüngstes Mitglied ist 13 Jahre alt. Schließlich können auch Kinder behindert sein."
Sein Problem dabei: Die Mitgliederzahlen wachsen zwar deutlich. Viele Menschen treten aber nur dann ein, wenn sie Hilfe brauchen. Sobald sich ihre Situation stabilisiert hat, bleiben sie wieder weg. "Früher haben die Menschen die Gemeinschaft gesucht. Nehmen Sie die Afrika-Siedlung bei uns im Süden. Die wurde ausschließlich für VdK-Mitglieder gebaut. Wir spüren heute arg die Individualisierung. Die Mentalität der Menschen hat sich deutlich gewandelt."

Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter, Behindertenrecht, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung und Rentenversicherung - dies sind die Rechtsgebieten, bei einen der VdK helfen. Regelmäßige Sprechstunden gehören daher zum Leistungsspektrum des VdK. Wer Bedarf an einer solchen Rechtsberatung hat, sollte daher Kontakt zum VdK aufnehmen. "Unser Mitgliedsbeitrag finanziert diese Rechtsberatung, die sich den ganzen Tag über mit dem Sozialrecht beschäftigt."
Die Mitgliederbetreuung ist ein weiteres Tätigkeitsfeld. Der Großenbaumer VdK trifft sich fünf Mal im Jahr. "Wir haben beispielsweise immer wieder Referenten bei uns, die uns über bestimmte Themen informieren," berichtet Dittrich.
Dittrich ist selbst körperbehindert. Ihm musste der rechte Unterschenkel amputiert werden. "Ich beziehe seit 10 Jahren eine Erwerbsunfähigkeitsrente," berichtet Dittrich. "Damals war ich 51 Jahre alt. Ich habe damals gemerkt: Eine Krankheit oder Behinderung kann jeden völlig unvorbereitet treffen." Seine eigene Erfahrung mit Ärzten und Behörden ließen ihn zum VdK stoßen. Seit 6 Jahren ist er nun im Vorstand der Ortsgruppe. 
KaMa

Leukämie-Selbsthilfegruppe

DUISBURG, 6. August 2010 - Wer Blut und Wasser schwitzt, der ist in einer unangenehmen Lage und verlegen. Doch was tun, wenn das Blut krank ist, man eventuell Leukämie / Blutkrebs hat? Entweder man schaut im Internet auf die Startseite www.krebs-duisburg.de.

Oder man ruft die Telefon-Hotline 02151 - 9371360 an. "Diese Hotline ist für alle Leukämie-Patienten, die den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe suchen. Es können aber auch Leute anrufen, die zwar Hilfe brauchen, aber (noch) nicht bereit sind, sich einer Gruppe anzuschließen," berichtet Irmgard Stürmer. Die freundliche und umgängliche Frau betreut nicht nur die Telefon-Hotline. Sie leitet auch die Selbsthilfegruppe Leukämien und Lymphome Duisburg.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich alle 2 Monate (die mit den geraden Zahlen) im St. Johannes Hospital in Alt-Hamborn, immer am 1. Mittwoch, immer um 18 Uhr. Es kommen rund 12 Leute, überwiegend Frauen, regelmäßig zu den Treffen. "Da Selbsthilfegruppen eine freiwillige Sache sind, fehlt ein wenig der Überblick darüber, wie viele Leute in Duisburg an Leukämie erkrankt sind," berichtet Stürmer.

Ihr Mann leidet seit 13 Jahren an der Krankheit; die Selbsthilfegruppe entstand 2004. "Uns ist der Erfahrungsaustausch wichtig. Damals gab es kein entsprechendes Forum dafür," erinnert sich Stürmer.

Nach eigenen Angaben möchte die Selbsthilfegruppe den Patienten und ihren Angehörigen den Rücken stärken. Sie bietet medizinische Beratung (beispielsweise in Form von Informationsbroschüren) sowie soziale und therapeutische Hilfsangebote an. Doch was heißt das nun konkret? Es gibt nicht nur die Telefon-Hotline. Prof. Dr. med. C. Aul ist Chefarzt der Medizinischen Klinik II im Johannes-Hospital. "Er ist regelmäßig dabei und kann medizinische Fragen beantworten. Wir haben einen Sozialarbeiter, der bei sozialen und Arbeitsthemen helfen kann. Unsere Psycho-Onkologin kann bei psychologischen und familiären Fragestellungen unterstützen. Die Malgruppe bietet interessierten Patienten Maltherapie an. Dort zählt das Argument `Ich kann ja nicht malen´ nicht. Jeder, der möchte, findet Bilder für seine Probleme. Aktivitäten wie Kosmetikkurse für Frauen kommen hinzu." Alle Angebote sind übrigens kostenlos. "Sie werden von der Firma Lancaster gesponsort," berichtet Stürmer.

Die Selbsthilfegruppe wendet sich nur an Leukämiekranke. "Leukämie ist eine Systemerkrankungn, die die ganzen Körper betrifft. Wer an einer anderen Krebsart leidet, sollte eine Selbsthilfegruppe aufsuchen, bei der diese Erkrankung im Vordergrund steht." Dementsprechend schwierig ist es wohl auch, Leukämie als Krankheit zu beschreiben; daher sei an dieser Stelle an die entsprechende Fachliteratur verwiesen. Es gibt wohl auch kein eindeutiges Frühwarnsystem, das der menschliche Körper aussendet, wenn er von der Krankheit befallen ist. Stürmer rät daher dringend dazu, regelmäßig zum Arzt zu gehen, und die Vorsorgeuntersuchungen, die von der Krankenkasse bezahlt werden, auch wahrzunehmen. "Die Chance, dass Krankheiten so rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden können, ist so wesentlich größer," betont sie. 
 

Väteraufbruch für Kinder: Kinder brauchen BEIDE Elternteile!

DUISBURG, 29. Juni 2010 - Väteraufbruch für Kinder (VafK) organisiert sich in Duisburg. Als Anlaufstelle für Eltern – Väter wie Mütter – haben sich einige Väter zusammengeschlossen, um Hilfestellung bei Trennungen zu leisten, bei denen Kinder involviert sind.
Leider verlaufen Trennungen selten harmonisch, vielmehr wird es meist ein „Rosenkrieg“. Nicht selten werden dabei die Kinder als „Waffe“ gegen den ehemaligen Partner eingesetzt.
Da wird das Kind dem anderen Elternteil entzogen, es wird aufgehetzt, eine „Gut-Böse-Situation“ geschaffen, dem Kind eingeredet es würde nicht mehr geliebt bis es keine Lust mehr verspürt, zu diesem Elternteil zu wollen. Oftmals findet diese Beeinflussung gar nicht bewusst statt, ist aber nicht weniger wirksam.
Andere ziehen mit dem Kind weg – was in der EU allerdings nur in Deutschland, Schweiz und Österreich ohne weiteres möglich ist.
Ein Elternteil – zumeist der Vater – bleibt zurück, mit allen Pflichten, aber ohne durchsetzbare Rechte. Die Kinder verlieren einen Elternteil, was häufig zu psychischen Schäden führt, unter denen sie ihr ganzes Leben lang leiden.

Die Bundesregierung ist derzeit weder in der Lage noch GEWILLT, diesen Zustand zu ändern.
In dieser Situation haben die Kinder und der nicht betreuende Elternteil oft von vornherein verloren. Jugendämter, Verfahrensbevollmächtigte und Familiengerichte entscheiden vorrangig nach dem Kontinuitätsgrundsatz, nach dem die Kinder bei dem Elternteil bleiben, bei dem sie schon sind.. In den allermeisten Fällen ist das die Mutter. Selbst bei eindeutiger Beweislage für erhebliches Fehlverhalten des betreuenden Elternteils wie Suchtkrankheit, Vernachlässigung der Kinder oder Aufhetzen gegen den anderen Elternteil ändert sich daran nichts.
Der Umgang der Kinder mit dem anderen Elternteil wird oftmals erschwert, eingeschränkt oder völlig verhindert, was im Zusammenspiel mit der negativen Beeinflussung der Kinder häufig zu einer Situation der sogenannten Eltern-Kind-Entfremdung – PAS (Parental Alienation Syndrom) – führt, in der die Kinder jeden Kontakt zum anderen Elternteil ablehnen, obwohl sie ihn eigentlich lieben und auf ihn angewiesen sind.
Unzählige Kinder wachsen deshalb ohne Vater, in deutlich weniger aber nicht weniger dramatischen Fällen ohne Mutter auf, weil es Jugendämtern, Familienrichtern und Rechtsanwälten nicht gelingt, die Eltern zu einer Lösung der Situation im Sinne der Kinder zu bringen, bevor sich die Fronten unwiderruflich verhärtet haben. Hierzu wäre eine gravierende Beschleunigung und Änderung der bisherigen Handlungsweise notwendig, bei der Jugendämter, Familiengerichte, Betreuungsstellen und Rechtsanwälte Hand in Hand arbeiten.

Unmöglich?
Nein, durchaus nicht. In der Cochemer Praxis wird das Gegenteil bewiesen.
Schnelle Verfahren (meist innerhalb von 14 Tagen), ein Jugendamt welches schnell und kompetent arbeitet und Anwälte, die von vornherein versuchen, die Wogen so weit zu glätten, dass Kinder nicht mehr als nötig seelisch belastet werden. Die in Cochem praktizierte interdisziplinäre Arbeitsweise führt dort zu einer Erfolgsquote von ca. 90 Prozent! Durch die Straffung der Prozesse, durch das Vermeiden endloser Streitereien werden genügend Kapazitäten freigesetzt, um das selbst gesetzte Ziel, eine schnelle Entscheidung zu treffen, auch zu erreichen. Entscheidend hierbei ist, dass es sich dabei in der Regel um eine Entscheidung der Eltern handelt, nicht um eine Entscheidung, die den Eltern vom Gericht aufgezwungen wird, aber letztlich dem Wohle des Kindes entspricht.

Hier setzt der VafK Duisburg an. Seit Februar 2010 laufen hier erste Bemühungen, ein solches Modell in Duisburger Amtsstuben und Anwaltskanzleien zu etablieren. Als Kreisgruppe Duisburg des Bundesvereins haben wir schon einige nennenswerte Erfolge erreichen können.
Eine Eintragung bei der Selbsthilfekontaktstelle war der Anfang. Außerdem konnten wir uns schon mit vier Rechtsanwälten auf eine Zusammenarbeit einigen. Mit der Grundidee des VafK – die Kinder aus den Streitigkeiten herauszuhalten und den Kindern beide Elternteile DAUERHAFT zu erhalten – rannten wir offene Türen ein. Einige waren so begeistert, dass sie sogar eigeninitiativ Kollegen aus Duisburg zu einer Zusammenarbeit mit dem VafK bewegen möchten oder eben Mandanten auf uns hinweisen wollen.
So entsteht derzeit eine Symbiose zwischen einem Verein, der sich die Rechte der Kinder auf die Fahnen geschrieben hat und den ansässigen Rechtsanwälten.
Außerdem ist es uns wichtig, mit betroffenen Eltern ins Gespräch zu kommen, möglichst bevor unwiderruflich Porzellan zerschlagen worden ist. Wir wollen ihnen dabei behilflich sein, die klassischen Fehler während einer Trennung zu vermeiden. Aber auch in laufenden Verfahren stehen wir als Ansprechpartner gerne zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung.
Damit können wir es aber nicht belassen. Wir möchten auch die Jugendämter und die Richter erreichen. Denn nur wenn alle beteiligten Stellen zusammen arbeiten, können wir Ziele erreichen
• weniger Konflikte zwischen den Elternteilen,
• Entlastung der Jugendämter,
• Verkürzung der Verfahren in Sorge- und Umgangsrechtsstreitigkeiten.
Und die KINDER behalten BEIDE Elternteile!
 

„Väteraufbruch für Kinder“ jetzt auch in Duisburg - ALLEN Kindern BEIDE Eltern -
Neu gegründet haben eine Handvoll Väter die Duisburger Kreisgruppe des bundesweit agierenden Vereins „Väteraufbruch für Kinder – VafK“. Der Verein setzt sich dafür ein, dass Kinder getrennt lebender Eltern den Kontakt zu beiden Elternteilen behalten.
90 Prozent aller Trennungskinder leben bei ihren Müttern, viele von ihnen haben keinen oder kaum noch Kontakt zu ihren Vätern. Tausende von Vätern, die dem VafK angehören beweisen, dass das Vorurteil, Väter hätten nach der Trennung von ihrer Partnerin kein Interesse mehr an den Kindern, oftmals nicht zutrifft. Sehr häufig wird der Kontakt von der Mutter unterbunden oder erschwert, teils mit Absicht, teils unbewusst.

Die üblichen Verfahren der Jugendämter und Familiengerichte fördern die Eskalation des Streites der getrennten Eltern ebenso wie manche Rechtsanwälte. Die Folgen für die Kinder, aber auch für die Eltern, sind katastrophal. Häufig kommt es zur sogenannten Eltern-Kind-Entfremdung, dem PAS-Syndrom, dessen Folgen die Kinder den Rest ihres Lebens begleiten.
Hier will die Duisburger VafK-Gruppe ansetzen und betroffene Eltern möglichst frühzeitig darüber informieren, wie sie sich im Falle der Trennung richtig verhalten können, um den Kontaktverlust zu ihren Kindern zu verhindern. Dabei will der Verein mit den Jugendämtern und Familiengerichten zusammen arbeiten. Mit einigen Duisburger RechtsanwältInnen wurden bereits erfolgreiche Kontakte geknüpft, um auch in Duisburg den Weg zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen bei Trennungen mit Kindesbeteiligung zu ebnen.

Dieses Verfahren wird in Cochem bereits mit großem Erfolg praktiziert, hat sich aber leider bisher noch nicht bundesweit durchgesetzt. Auch zu allen anderen Themen rund um Trennung und Scheidung findet in der Gruppe ein Erfahrungsaustausch statt. Man trifft sich 14-tägig in Rumeln-Kaldenhausen. Väter und selbstverständlich ebenso betroffene Mütter oder z. B. Großeltern sind immer willkommen; egal, ob sie Hilfe suchen oder den Verein unterstützen wollen.

Kontakt über Tel. 02151-7636748 oder Email: kontakt@vafk-duisburg.de. Aktuelle Termine und Infos gibt es auch unter www.vafk-duisburg.de.
 

Einrichtung der Beratungsstelle Wir Sehen Weiter
Beratungsstelle für sehbehinderte und blinde Menschen in Duisburg -

DUISBURG, 14. Dezember 2009 -die Zahl sehbehinderter und blinder Menschen in Duisburg hat in den letzten Jahren zugenommen und wird auch in Zukunft ansteigen. Dem Kreis dieser Betroffenen und ihrer Angehörigen will die Beratungsstelle Wir Sehen Weiter in Duisburg Hilfe und Unterstützung anbieten. Es stehen speziell ausgebildete und über das Land NRW zertifizierte Berater – die selbst blind oder sehbehindert sind - Ratsuchenden zur Seite.

Die Beratung Betroffener und Ihrer Angehörigen wird jeweils am 2. und 4. Freitag im Monat in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“, Schwanenstraße 5 – 7, Duisburg-Mitte (Nürnberger Haus), erfolgen. Dort wird auch ein begrenztes Ausstellungsangebot an Hilfsmitteln für Sehbehinderte und blinde Menschen zur Verfügung stehen.

Für eine Terminabsprache und zu weiteren Auskünften steht der Blinden- und Sehbehindertenverein Duisburg e. V. Telefonisch unter (02 03) 33 74 56, per E-Mail info@bsvduisburg.de und mit seiner Internetseite bsvduisburg.de zur Verfügung.

50-jähriges Bestehen des Service-Clubs Soroptimist Duisburg-Mülheim

DUISBURG, 30. Oktober 2009 -Der Service-Club Soroptimist Duisburg-Mülheim feiert am 31. Oktober 2009 im Duisburger Lehmbruck-Museum sein 50-jähriges Bestehen – sicher ein Anlass für eine Berichterstattung.

Auf dem Festakt werden Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim, und Adolf Sauerland, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, sowie Dr. Sibylle Lindenberg, Präsidentin der Deutschen Union der Soroptimist International, Grußworte sprechen.

Schwerpunkt der Veranstaltung ist eine Podiumsdiskussion zum Thema Ehrenamt unter der Leitung der WDR- Redakteurin Ingeborg Dietz, zu der Regina van Dinther (Präsidentin des Landtags NRW), Andrea Hankeln (CBE), und Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt (Ev. Fachhochschule Bochum) eingeladen sind.
Gäste aus den Partnerclubs in den Niederlanden, England und Frankreich werden erwartet. Kammermusik, Chanson und Kabarett runden den Festakt ab.
 

Bündnis „Duisburg gegen Depression“  lädt ein zum Novemberblues

DUISBURG, 28. Oktober 2009 - Das Bündnis „Duisburg gegen Depression“ lädt am 5. November um 20 Uhr zu einer Abendveranstaltung rund um das Thema Depression in die Zentralbibliothek an der Düsseldorfer Straße ein.

Rund vier Millionen Menschen in ganz Deutschland sind depressiv. Was Laien oft als „schlecht drauf sein“ oder „sich nicht zusammen reißen können“ bezeichnen oder was oftmals gar nicht als Depression erkannt wird, ist in vielen Fällen eine ernst zu nehmende Krankheit. Obwohl heute vielfältige und gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, erhalten nur etwa 10 Prozent der betroffenen Menschen eine langfristige und adäquate Behandlung. Depressionen werden oftmals und lange Zeit nicht als solche wahrgenommen und erkannt.

Mit informativen und kulturellen Beiträgen wird unter dem Titel „Novemberblues“ über das Krankheitsbild informiert. Die Einführung hält der erste Vorsitzende Dr. med. A. F. Ernst (Foto).
Mit einem Vortrag unter dem Titel „Melancholie – der ewige Begleiter in der Literatur“ wird Dr. phil. Dr. med. Wolfgang Krebs, Chefarzt der psychiatrischen Abteilungen des Marienhospitals, dann in das Thema einsteigen. In Gedichten wird oft unmittelbar eine melancholische Gestimmtheit fühlbar.
In Romanen und Erzählungen kommen Wege innerer und äußerer Not, Irr- und Umwege im Leben, aber auch lösende und kreative Bewältigung zum Ausdruck. Dies wird er anhand von Beispielen klassischer sowie neuerer Literatur aufzeigen.

Eine szenische Lesung von Christel Post, Gedichtbeiträge von Elisabeth Wernert-Schwab und eine Bildinterpretation gehören ebenfalls zum Programm. Ein besonderes Highlight des Abends ist das musikalische Rahmenprogramm mit Klaviermusik von Dr. Joachim Kunz und A-Cappella-Stücken des Niederrheinischen Vocalensembles Duisburg.
Der 1990 gegründete Kammerchor hat lange Zeit unter der Leitung von Kantor Uwe Maibaum in der Salvatorkirche Konzerte gegeben und ist mittlerweile auch über Duisburgs Stadtgrenzen hinaus ein gefragtes und bekanntes Musikensemble. Abgerundet wird die Veranstaltung mit einer offenen Gesprächsrunde, in der Fragen gestellt und Informationen zur Diagnostik und Behandlung gegeben werden können. Der Eintritt kostet drei Euro.
In der begleitenden Ausstellung „Wenn Worte nicht reichen" werden in der Zentralbibliothek noch bis zum 7. November beeindruckende Bilder von Patienten aus Duisburger Kliniken und Institutionen gezeigt.

Schwangerenkonfliktberatung

DUISBURG, 14. Oktober 2009 - Das "Haus im Hof" in Marxloh ist eine staatlich anerkannte Konfliktberatungsstelle für Schwangere. Es wird von "Frauenwürde / Frauen beraten in Duisburg e. V. Verein zur Förderung von Schwangerenkonfliktberatung in Trägerschaft katholischer Frauen und Männer" getragen.
"Die deutschen katholischen Bischöfe verließen vor einigen Jahren die gesetzliche Schwangerenkonfliktberatung," berichtet Ulla Beckers, die dort als Beraterin tätig ist. "Das Bistum Essen stieg im Jahre 2000 aus dem Arbeitsgebiet aus. Es bestand aber weiterhin der Wunsch nach einer christlich orientierten Beratung von Schwangeren. Der Verein wurde dann von Christen, Anders- und Nichtgläubigen gemeinsam gegründet. Die Zielvorgabe ist auch weiterhin der Schutz des ungeborenen Lebens."

Der Verein bietet die Schwangerschaftskonfliktberatung. Dazu zählen die Unterstützung im Entscheidungsprozeß, Informationen über soziale und finanzielle Hilfsmöglichkeiten bei Schwangerschaft und Geburt, die Begleitung in der Schwangerschaft, Informationen zu den gesetzlichen Regelungen beim Schwangerschaftsabbruch, die Ausstellung des gesetzlich vorgeschriebenen Beratungsnachweises und die Beratung und Begleitung nach einem Schwangerschaftsabbruch. Zu der Beratung und Begleitung während der Schwangerschaft gehört die Unterstützung bei familiären und persönlichen Problemen, die Information zu rechtlichen und sozialen Fragen, die Beratung vor, während und nach vorgeburtlichen Untersuchungen (Pränataldiagnostik), die Begleitung und Unterstützung nach einer Fehl-, Tot- oder Frühgeburt und die Vermittlung an Einrichtungen und Personen, die weiterhelfen können.

"Let`s talk about me and you und love" heißt das Programm für Schulklassen und Jugendliche. Die Programme sehen Sexualaufklärung und die Information über Schwangerschaft und Verhütung vor. "Wir führen rund 60 Veranstaltungen für Jugendliche pro Jahr durch. Wir erreichen so rund 1000 Jungen und Mädchen." Doch zurück zur Beratung von Schwangeren. Die Beraterinnen helfen bei rund 200 Frauen und Paaren jährlich. "Hier kommt durch die Bank alles, was hier im Umfeld wohnt," berichtet Beckers. "Wir hatten es schon mit 21 Nationalitäten zu tun. Deutsche (auch solche mit Migrationshintergrund) und Türken waren natürlich am meisten vertreten."

Und aus welchen Gründen wollen Frauen abtreiben? Oft sind es wirtschaftliche Gründe; ein fehlender Partner, fehlende Unterstützung durch die Familie und ein schwieriges soziales Umfeld sind weitere Gründe. "Wir können helfen, wenn es um Kontakte zu Schuldnerberatungsstellen / Gläubigern, zum Jugendamt, ARGE / Agentur für Arbeit und Tafeln geht," berichtet Beckers. "Ich hatte noch keine Frau hier sitzen, der nicht die Tragweite der Entscheidung klar war. Die Entscheidung ist nicht einfach. Die Bedürfnisse der Frau und das Leben des Kindes können nicht voneinander getrennt werden. Wir sind aber auch involviert, wenn eine Frau aus medizinischen Gründen abtreiben möchte. Da entsteht viel Unsicherheit und Angst. Die Vorfreude ist getrübt. Gerade in einer solchen Situation brauchen die Frauen Beratung."
 

Fuss e.V.

DUISBURG, 14. Oktober 2009 - "Gehen stützt den öffentlichen Personennahverkehr. Wenn mehr gegangen wird, sind auch Bus und Bahn besser ausgelastet und können effizienter und kostengünstiger betrieben werden. Die Förderung des Fußverkehrs trägt wesentlich dazu bei, Flächen zu sparen und die kommunalen Haushalte zu entlasten. Sie kommt auch dem Einzelhandel zugute und sichert damit Arbeitsplätze," stellt der FUSS e. V., der Fachverband Fußverkehr Deutschland, sein Anliegen in einem Faltblatt selbst vor.

"Gehwege sind nur für den Fußverkehr freizuhalten. Parkendes Autos, abgestellt Fahrräder, Müllcontainer usw. sind im Straßenraum so unterzubringen, dass ein ungehindertes Gehen auch zu zweit und Begegnungen von Fußgängern bequem möglich sind. In den Städten sind Gehwegnetze zu schaffen, die Grünanlagen und Spielplätze einbeziehen, Stadtteile verbinden und zum Verweilen einladen. Zum Queren der Fahrbahnen sind insbesondere in Hauptverkehrsstraßen sichere und attraktive Hilfen anzubieten.
Das Leitbild des FUSS ist: Das Zu-Fuß-Gehen muss für Fußgänger, Spaziergänger und Wanderer sicher, gesünder, angenehmer und attraktiver werden. Der Umweltverbund (Fuß- und Radverkehr, Bus und Bahn) in Stadt und Land ist für den Alltags- und den Freizeitverkehr zu stärken.

FUSS wirkt sei über 20 Jahren daran mit, dass die Fußgänger in der Öffentlichkeit nicht mehr ausschließlich als Unfallopfer wahrgenommen werden, sondern als die in den Städten am zahlreichsten vertretenen Verkehrsteilnehmer. In diesen Jahren konnte in den Straßenbaurichtlinien zumindest die gleichberechtigte Behandlung der Fußgänger verankert werden.
FUSS ist als "Fußgängerschutzbund" mit dem Anliegen gegründet worden, die Stimme der Fußgänger in die öffentliche Diskussion einzubringen. Der Verein hat sich zu einem Fachverband entwickelt, der von Bundesministerien als Lobby in Diskussionsprozesse einbezogen wird und für seine fachliche Qualifikation und hohe Effizienz bekannt ist.

FUSS wird in seiner Arbeit von Fachausschüssen unterstützt. Diese veranstalten Fachtagungen oder bereiten Veröffentlichungen vor, wie beispielsweise das FA Gehen und Gesundheit oder der FA Spazierengehen und Wandern. Eine gemeinsame AG Fußverkehr von SRL und FUSS gibt die Schriftenreihe "fußnote" heraus. Der FA Finanzen will eine Modifizierung des Gesetzes zur Gemeindeverkehrsfinanzierung erreichen und das FA StVO - StNO unterstützt den Verband bei geplanten Veränderungen der Straßenverkehrsordnung und arbeitet an einem Konzept für eine Straßen-Nutzer-Ordnung."

FUSS ist in Berlin - Mitte ansässig. Als ich dort anrief, wurde mir bedeutet, dass es leider keine Ortsgruppe in Duisburg gibt. Ich bedauere dies sehr. Es hätte mich schon interessiert, wie der Verband die Verkehrssituation in Duisburg beurteilt und welche Verbesserungsvorschläge er zugunsten der Fußgänger machen würde.

Blinden- und Sehbehindertenverein Duisburg

Duisburg im September 2009 -Wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, bekommt etwas nicht mit. "Rund 155.000 Menschen in ganz Deutschland sind blind. In Duisburg sind es 900. 3.500 stark sehbehinderte Menschen kommen hinzu," berichtet Horst Schilbach. Er ist Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenvereins in Duisburg.

Wer eine Sehfähigkeit von weniger als 30 % aufweist, zählt zur Zielgruppe des Vereins. "Es ist aber jeder willkommen, der ein rückläufiges Sehvermögen hat," betont Schilbach. Hauptanliegen der Selbsthilfeorganisation ist die Information und Beratung zu allen Fragen, die sich um Blindheit und Sehbehinderung drehen. "Wir helfen unabhängig davon, ob jemand Vereinsmitglied ist," betont Schilbach. "Das Beratungsgespräch dauert in der Regel etwa 2 Stunden. Uns ist es wichtig, daß Familieangehörige bei diesem Gespräch auch anwesend sind. Die sind ja schließlich auch betroffen. Wie komme ich an einen Schwerbehindertenausweis? Dies ist eine Frage, auf die wir eine Antwort geben möchte.
Der Schwerbehindertenausweis ist schließlich die Grundlage für den Nachteilsausgleich, beispielsweise das Blindengeld. Wir kümmern uns bei diesem Gespräch auch um Themen wie Mobilitätstraining, Restsinntraining und den Blindenstock. Der Blinde soll es langfristig lernen, möglichst selbständig zu leben."
In der Regel sind Blinde für Hilfe im Alltag dankbar. "Es wird gelehrt, Hilfe höflich anzunehmen. Möchte ich die Hilfe ablehnen, sollte ich sie höflich ablehnen," betont Schilbach. "In Duisburg ist die Hilfsbereitschaft groß. Sprechen Sie den Blinden ruhig an." Gewalt gegen Blinde tritt glücklicherweise nur ganz selten auf.
Unterricht im Erlernen der Blindenschrift, Beratung und Unterstützung beim Kauf von Blindenhilfsmitteln, der Versand von Schablonen als Hilfsmittel für Wahlen und das gesellige Beisammensein sind weitere Aktivitäten des Vereins. Die "Duisburger Lokalnachrichten für blinde Mitbürger" gibt es seit 30 Jahren, zuerst auf Kassette, heute auf CD. "Die Weltnachrichten höre ich jeden Tag in Radio und Fernsehen. Die Kommunalnachrichten werden auf der CD vertieft," berichtet Schilbach.
Blindheit tritt heute häufig im vorgerückten Alter auf. Stoffwechselerkrankungen und Durchblutungsstörungen (z. B. Grüner Star) können die Ursachen dafür sein. "Man sollte Vorsorgeuntersuchungen ab 40 in Anspruch nehmen, insbesondere dann, wenn es Vorerkrankungen (in der Familie) gibt," betont Schilbach.

Kinder erblinden kaum, noch wenige blinde Kinder kommen zur Welt. "Unfallerblindung geht zurück. Die Anschnallpflicht im Straßenverkehr und der verbesserte Unfallschutz im Betrieb zeigen hier eine große Wirkung," freut sich der Duisserner. Zwei Drittel der Vereinsmitglieder sind dementsprechend über 60 Jahre alt
Wer Kontakt zum Verein aufnehmen möchte, kann die Nummer 0203 - 33 74 56 (von Horst Schilbach) anrufen oder einen elektronischen Brief an "info@bsvduisburg.de" senden.
 

Selbsthilfegruppe Duisburger Stotterer

DUISBURG, 24. September 2009 - Es ist ein Mittwochabend Mitte September 2009, so gegen 19 Uhr. In einem Seitenraum des Hospizes des St. Anna - Krankenhaus trifft sich die Duisburger Stotterer - Selbsthilfegruppe um Volkhard Ramseger.
Stottern? Stottern? "Ah, das sind die Leute, die nicht flüssig reden können und sich ständig verhaspeln," könnte man nun ganz platt sagen. Daß mehr hinter dem Stottern steckt, lerne ich ganz schnell an diesem Abend. "Stottern ist eine Unterbrechung des Redeflusses durch auffällige Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen. In diesem Moment weiß der Stotternde genau, was er sagen möchte, er kann es jedoch nicht störungsfrei herausbringen.
Häufig entwickeln Stotternde so genannte sekundäre Symptome, wie auffällige Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder zusätzliche Körperbewegungen, beim Sprechen. Andere Betroffene reagieren auf das eigene Stottern mit einem Vermeidungsverhalten oder der Taktik des Verschleierns. Beim Erstgenannten wird das Sprechen an sich weitgehend gemieden, was bis zu einem totalen gesellschaftlichen Rückzug führen kann. Beim Verschleiern werden zum Beispiel Füllwörter genutzt, um das Stottern zu umgehen. Oftmals werden während des Sprechens auch blitzschnell schwierige Wörter gegen andere Begriffe getauscht, damit der Gesprächspartner das Stottern nicht bemerkt.
Stottern kann zwar je nach Gefühlslage und Verfassung des betroffenen Menschen schwanken, dennoch ist Stottern eine körperliche bedingte Sprechbehinderung keine psychische Störung," berichtet es die Bundesvereinigung Stotter - Selbsthilfe auf ihrer Internetseite. Dort sind auch weitergehende Informationen zu dem Thema Stottern erhältlich.
Die Ursachen für das  Stottern? Bei einem Gruppenmitglied liegt eine organische Ursache vor: Das Sprachzentrum wurde offensichtlich bei einem Unfall in Mitleidenschaft gezogen. Bei den anderen Gruppenmitgliedern ist zumindest mir die Ursache für das Stottern nicht ersichtlich. Auch die Leidensgeschichte der Gruppenmitglieder ist unterschiedlich. Es reicht von Hänseleien in der Schule bis zum Mobbing auf der Arbeit.
"Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten," berichtet Ramseger. "Welche Methode im Einzelfall die richtige ist, muss jeder Therapeut selbst herausfinden." Und was ist mit Logopädie? "Logopädie ist schon wichtig. Es sollte aber schon ein Logopäde mit dem Schwerpunkt Stottern sein." Und wie finde ich den? "Uns fragen." Nach seiner Beobachtung ist Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sehr wichtig.
"Die vorherrschende Meinung besagt: Man wird nie stotterfrei." Das Stottern ist also eine "Eigenschaft", die den betroffenen Menschen sein Leben lang begleiten wird. Ramseger berichtet davon, dass er bei Bewerbungen - wenn nötig - dazu schreibt, dass er stottert und eine Selbsthilfegruppe leitet. Ob er jemals unangenehm Erfahrungen damit gemacht hat? Ramseger berichtet nichts davon. "Bei der Berufswahl war das Thema aber schon ein Thema. Ich wollte Lehrer werden. Das Stottern hat meine Berufswahl dann doch in eine andere Richtung gelenkt. Ich wollte nicht unbedingt stotternd vor einer Klasse stehen. So bin ich Diplom-Kaufmann geworden." Eine Sache ist ihm allerdings wichtig, nämlich, daß Eltern darauf achten, wie ihre Kinder sprechen. Nur so kann frühzeitig eine logopädische Behandlung eingeleitet werden."

Wer stottert, sollte unbedingt Kontakt zu einer Stotterer-Selbsthilfe-Gruppe aufnehmen. Darin ist sich die Gruppe einig. "Es ist erholsam. Man ist nicht einsam. Man kann mit Gleichgesinnten sprechen und sich austauschen," berichtet ein Teilnehmer. Der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Hilfe kommen hinzu. So gegen 21 Uhr geht die Gruppe auseinander. Da ich selbst gelegentlich nuschele und undeutlich rede, war der Abend schon interessant. Ich konnte ein paar interessante Tipps, wie ich damit umgehe, mit nach Hause nehmen.

 "Wenn die Augen schwächer werden ..."

DUISBURG, 25. September 2009 - "Wenn die Augen schwächer werden ..." so lautet das Motto der diesjährigen Woche des Sehens, die vom 8.  bis 18. Oktober deutschlandweit zum achten Mal stattfindet. Die Woche des Sehens ist eine gemeinsame Initiative von Partnern aus den Bereichen Augenmedizin, Entwicklungszusammenarbeit und Selbsthilfe, die ein Thema aus drei verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Zielgruppe der Selbsthilfe sind in diesem Jahr Senioren, "die es mit den Augen haben", aber auch deren Freunde und Verwandte sowie Pflege- und Betreuungspersonal in Senioreneinrichtungen. Für sie hält die Selbsthilfe viele attraktive Angebote bereit, die vorgestellt werdensollen. Und so wird das Motto nur folgerichtig ergänzt: "Wenn die Augen schwächer werden, helfen Betroffene mit Rat und Tat!"   Erfreulicherweise werden wir immer älter. Das bedeutet aber auch, dass chronische Erkrankungen zunehmen und oft die Sehkraft nachlässt. Insbesondere Augenerkrankungen wie Katarakt, Glaukom, Diabetische Retinopathie oder Altersbedingte Makula-Degeneration treten mit zunehmendem Alter verstärkt auf. Bei rechtzeitiger Diagnose bestehen häufig gute Therapieaussichten. Aber auch wenn im schlimmsten Fall eine Erblindung droht, kann man weiterhin ein lebenswertes Leben leben.

 "Die unsichtbaren Blinden": Unter diesem zusätzlichen Motto steht der diesjährige Tag des weißen Stockes am 15. Oktober. Viele Menschen, die im Alter erblinden, ziehen sich völlig zurück und schließen mit ihrem Leben ab. Sie nutzen weder die ihnen zustehenden Sozialleistungen und Reha-Möglichkeiten noch die Angebote der Selbsthilfe.  Die Aktionen während der Woche des Sehens informieren darüber, was man selbst tun kann, welche Hilfe es für betroffene Angehörige gibt und wasman als Betreuungspersonal der Senioren wissen sollte. Die Themen und Angebote sind breit gefächert von der Mobilität im Straßenverkehr über Hilfsmittel bis hin zu (augen-) ärztlichen Vorträgen und Beratung bei Fragen zur Alltagsbewältigung oder rechtlichen Problemen. Informationen/Anregungen zur Woche des Sehens? Dann wenden Sie sich bitte an den  Blinden- und Sehbehindertenverein Duisburg e. V. Tel.: (02 03) 33 74 56 oder per E-Mail: info@bsvduisburg.de
 

Für Menschen, die von Blindheit oder einer Sehbehinderung betroffen sind, treten an die Stelle des Sehens andere Sinneserfahrungen, die gerade in einem Skulpturenmuseum besonders zur Geltung kommen können. Das Tasten der Oberfläche bzw. das Material einer Skulptur werden bei der Sonntagsführung mit Sybille Kastner am Beispiel ausgewählter Werke der Sammlung des Lehmbruck Museums ins Zentrum der Wahrnehmung gerückt. Eingeladen sind nicht nur Sehbehinderte, sondern auch Sehende, die sich auf einen Erfahrungsaustausch mit Menschen, die ihre Umwelt mit anderen Sinnen begreifen, einlassen möchten.
Das Gespräch und die Vermittlung durch die Museumspädagogin Sybille Kastner sollen anregen, wechselseitig den Sinneshorizont zu erweitern. Auch wenn das Berühren der Skulpturen mit den Händen aus konservatorischen Gründen den Menschen mit Sehbehinderungen vorbehalten ist, wird dennoch für vielfältige Tasterlebnisse bei allen Teilnehmern gesorgt sein.

Treffpunkt für die öffentlichen Führungen ist die Kassenhalle des Lehmbruck Museums. Bei vorheriger Anmeldung können sich die Teilnehmer von der Bushaltestelle „Lehmbruck Museum“ abholen lassen. Blindenhunde können mitgenommen werden.


Weitere Informationen:  Museumspädagogik: Tel. 0203 283 2195, Fax. 0203 283 38 92, 
E-Mail mp@lehmbruckmuseum.de
 

Fünf Jahre erfolgreiche Partnerschaft bei der Versorgung alleinstehender wohnungsloser Personen

Duisburg, 27. Mai 2009 - Mit einem Festakt wurde am 27. Mai 2009 der Abschluss der Erprobungsphase des sogenannten „GISS-Projektes“ und der gleichzeitige Einstieg in den Regelbetrieb begangen. Zur Versorgung alleinstehender wohnungsloser Menschen war im Rahmen des Wohnungsnotfallplans unter wissenschaftlicher Begleitung der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS-Bremen) ein integriertes Hilfesystem entwickelt worden. Herzstück dieses Konzeptes ist die Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle (ZABV), die am 5. Mai 2004 in der Beekstraße 45 eröffnet wurde. „Den Betroffenen wird hier seit fünf Jahren eine Hilfestellung der kurzen Wege und der gebündelten Fachkompetenz angeboten“, betonte Oberbürgermeister Adolf Sauerland (Foto) anlässlich der kleinen Feierstunde.

Mit der Eröffnung des ZABV begann das gemeinsame Projekt zur Versorgung alleinstehender wohnungsloser Personen des Diakoniewerkes Duisburg, des Landschaftsverbands Rheinland und der Sozialverwaltung der Stadt Duisburg. Zu Beginn haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt und des Diakoniewerks hier gemeinsam gearbeitet, um eine optimale Betreuung und mögliche Wiedereingliederung der betroffenen Personen in normale Wohn- und Lebensverhältnisse zu erreichen. Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) zum 1. Januar 2005, hat sich der Kreis der Träger um die ARGE Duisburg (Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung für Arbeitsuchende in Duisburg) erweitert.

Sozialdezernent Reinhold Spaniel ist erfreut, dass das Konzept zu einem Erfolgsmodell geworden ist, das nicht nur bundes- sondern auch europaweit Anerkennung findet: „Besonders hervorheben möchte ich die erfolgreiche Zusammenarbeit der beteiligten Träger, für die ich mich bei allen Partnern herzlich bedanke.“
Das Fundament dieses erfolgreichen Projektes wurde bereits am 1. Januar 1997 gelegt, als der vom Rat der Stadt Duisburg verabschiedete Wohnungsnotfallplan in Kraft gesetzt und eine Fachstelle für Wohnungsnotfälle im Amt für Soziales und Wohnen eingerichtet wurde. „Wohnungslosigkeit vermeiden und nicht verwalten“, lautete damals die Devise. Eines der wichtigsten Ziele war, wohnungslose Personen wieder mit Normalwohnraum zu versorgen und in bestehende Strukturen zu integrieren.

Die wirtschaftliche Erst- und Grundversorgung der Zielgruppe erfolgt durch die ebenfalls in der ZABV tätigen Mitarbeiter der ARGE Duisburg mit den jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnittenen Hilfsangeboten. Die ZABV als Zentralstelle des Hilfesystems ist die alleinige Vermittlungsstelle zu weiteren eventuell notwendigen Hilfen. So können Drehtüreffekte vermieden und eine nachhaltige Stabilisierung erreicht werden.
„Wie erfolgreich der Weg ist, den die Duisburger Sozialverwaltung vor gut zwölf Jahren eingeschlagen und vor fünf Jahren optimiert hat, kann man auch an der Tatsache ablesen, dass wir inzwischen alle Obdachlosenheime geschlossen haben“, resümierte Oberbürgermeister Sauerland: „Das ist nicht nur für die Betroffenen gut, sondern auch für den städtischen Haushalt.“

Verein für Vormundschaften und Betreuungen

Duisburg, 5. März 2009 - Wer entmündigt ist, hat keinen Mund mehr. Oder? "Sie immer mit Ihren Kalauern. Die Entmündigung wurde 1992 abgeschafft und durch die gesetzliche Betreuung ersetzt," berichtet Martin Eder, Leiter des "Vereins für Vormundschaften und Betreuungen im Diakonischen Werk Duisburg".

"Der Verein für Vormundschaften und Betreuungen im Diakonischen Werk Duisburg e. V."  bietet für Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen eine rechtliche Vertretung an. Die Fachkräfte des Vereins sind in drei Bereichen tätig, nämlich in der eigenen beruflichen Führung von gesetzlichen Betreuungen, der Gewinnung und Fortbildung ehrenamtlicher Betreuer und der Qualitätsentwicklung im Betreuungswesen in Kooperation mit der Stadt Duisburg und der Interessengemeinschaft der Berufsbetreuer in Duisburg," stellt sich der Verein im Internet selbst vor.

Wem es aufgrund einer Krankheit, einer Behinderung oder altersbedingter Einschränkungen nicht mehr möglich ist, seine Angelegenheiten ganz oder teilweise alleine zu regeln, dem bestellt das Gericht einen Betreuer. "Das kann auf Antrag des Betroffenen, aber auch auf Anregung einer anderen Person erfolgen," berichtet Eder. Der Betreuer darf nur für die Angelegenheiten bestellt werden, in denen die Betreuung tatsächlich erforderlich ist. Dabei kann es um Sachen wie Gesundheit, Finanzen oder Wohnungsfragen gehen. Im Rahmen des gesetzlichen Verfahrens wird festgestellt, in welchen Umfang eine Betreuung erforderlich ist.
Unter einer Betreuungsverfügung versteht man Vorschläge des Betroffenen selbst für den Fall, dass ein Betreuungsverfahren eingeleitet wird. Die Vorschläge können sich beispielsweise auf die Auswahl des Betreuers, die Arztwahl oder die Auswahl eines Alten- und Pflegeheims beziehen. Die jederzeit änder- und widerrufbare Betreuungsverfügung sollte schriftlich abgefasst werden, mit Datum versehen und eigenhändig unterschrieben werden.
Mit einer Patientenverfügung trifft man Bestimmungen für den Fall dauernder Bewusstlosigkeit oder einer unheilbaren, zum Tode führenden Krankheit.
Alle rechtsgeschäftlichen Aufgaben kann man mittels einer (General-)Vollmacht einer auch mehreren Vertrauenspersonen übertragen. Von einer Vorsorgevollmacht spricht man dann, wenn sie auch oder gerade für den Fall gelten sollte, dass der Bevollmächtigende die eigenen Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen kann.
Die jederzeit änderbare und widerrufbare Patientenvollmacht sollte schriftlich abgefasst werden und die gewünschten und nicht gewünschten Maßnahmen möglichst benennen.
Der evangelische Betreuungsverein liegt auf der Bonhöfferstraße 6 in Meiderich (in den Räumlichkeiten des Christopheruswerkes) und ist unter der Telefonnummer: 0203 - 4290523 telefonisch zu erreichen. "Doch Vorsicht! Wir kümmern uns nur um den rechtsrheinischen Teil Duisburgs," betont Eder. "Im linksrheinischen Duisburg gibt es einen anderen Betreuungsverein." Anrufen könne jeder, ganz egal, ob als Nachbar, Angehöriger oder Betroffener. "Wir können weiterhelfen. Wir können praktische Hilfe anbieten und vermitteln."
Elf Personen arbeiten für den Verein, davon neun Betreuer. Rund 100 ehrenamtliche Betreuer, um die sich der Verein kümmert, kommen hinzu. "Es geht dabei um rund 300 gesetzliche Betreuungen. Dabei geht es um Rechtsvertretung und keine faktische Betreuung. Die Voraussetzungen für eine Betreuung sind in den §§1896 ff BGB genau geregelt."

Stephan Kiepe-Fahrenholz als Leiter des Duisburger Diakonischen Werkes ist geborenes Mitglied des Vereinsvorstandes und auch dessen Vorsitzender. Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Duisburg schlägt auch ein Vorstandsmitglied vor. "Der Verein finanziert sich aber nicht aus Kirchensteuern," stellt Eder klar. "Wir finanzieren und aus Zuschüssen für die Beratung der Ehrenamtlichen sowie aus der Vergütung, die das Vergütungsgesetz des Landes Nordrhein - Westfalen vorgibt. In der Praxis haben wir es dabei mit dem Landschaftsverband Rheinland zu tun."
 

KoKoBe: "Koordinierung, Kontakt & Beratung für Menschen mit geistiger Behinderung"

Duisburg, 19. Febr. 2009 – Er ist katholisch. Und leitet dennoch eine evangelische Einrichtung: Rolf Wöste ist Prokurist der Amalie Sieveking Gesellschaft, die ihren Sitz auf der Flottenstraße in Beeck hat.
Die Abkürzung KoKoBe steht für "Koordinierung, Kontakt & Beratung für Menschen mit geistiger Behinderung".

"Alle KoKoBes in ganz Duisburg, insgesamt gibt es fünf KoKoBes, bilden zusammen ein Netzwerk für die Beratung von Menschen mit geistiger Behinderung. Eine ihrer gemeinsamen Hauptaufgaben ist es, ambulant betreuten Menschen mit geistigen Behinderungen Möglichkeiten zum sozialen Kontakt, zum Wohnen, zur tagesstrukturierenden Beschäftigung, zur Arbeit, zur Bildung, zur Freizeitgestaltung und zur weitergehenden Beratung aufzuzeigen und in diese zu vermitteln," berichtet die Selbstdarstellung der Gesellschaft.

Das Wohnhaus Neumühl ist eine Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit geistiger, körperlicher oder Mehrfachbehinderung. "In unmittelbarer Nähe zur Neumühler Fußgängerzone wohnen und leben 24 erwachsene, leicht bis mittelschwer behinderte Menschen, die einer geregelten Tätigkeit nachgehen. In der Regel geschieht dies in Werkstätten für behinderte Menschen in der Nähe. Manche Bewohner nehmen auch an einer Fördermaßnahme bzw. einer Ausbildung des Arbeitsamts teil, um in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden zu können, was einem Bewohner bereits gelungen ist.

Das Stöckerhaus ist eine Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung in Walsum. Für diese Menschen stehen 54 Plätze, die auf vier Wohngruppen verteilt sind, zur Verfügung. Je nach persönlichen Interessen und persönlichen Möglichkeiten können die Bewohner einzeln oder in Gruppen an unterschiedlichen tagesstrukturierenden Angeboten teilnehmen. Die Betreuung wird von pädagogischen und pflegerischen Fachkräften und Hilfskräften sichergestellt.

Das Kinder- und Jugendhaus Beeck ist ein Wohnhaus für junge Menschen mit einer geistigen Mehrfachbehinderung. Nahe des Beecker Marktplatzes können hier bis zu 12 Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Behinderung nicht (mehr) in ihrer Familie leben können, ein Zuhause finden. Große Außenflächen werden hier dem Bewegungsdrang vieler Kinder und Jugendlicher gerecht. Die Gemeinschaft im Haus besteht aus zwei Wohngruppen, in denen Mädchen und Jungen mit den verschiedensten Behinderungen zusammen leben. Das Haus verfügt ausschließlich über Einzelzimmer.
Das Betreute Wohnen in Duisburg-Nord ist eine aufsuchende, ambulante Hilfe für Menschen mit Behinderungen. Es ermöglicht Menschen mit Behinderungen, dass sie allein oder mit anderen Menschen in einer eigenen Wohnung leben können."

So stellt sich die Amalie Sieveking-Gesellschaft in einer Broschüre selbst vor. Natürlich kann ich diese Broschüre hier nicht komplett wiedergeben; einige Ausschnitte müssen reichen. Bei Interesse sollte jeder Leser also selbst Kontakt zu der Gesellschaft aufnehmen.
"Die Amalie Sieveking-Gesellschaft wurde 2001 gegründet. Die Evangelische Altenhilfe Duisburg GmbH ist zu 70 % Gesellschafter, das Christopheruswerk zu 30 %," berichtet Wöst. "Die Wurzeln sind aber älter. Letztendlich führte der Wunsch nach einer Professionalisierung der Arbeit zu der Gründung dieser gemeinnützigen Gesellschaft. Altenhilfe und Christopheruswerk sind die Investoren, die Gesellschaft nur die Betreiberin der Arbeit." So gehört das Wohnhaus in Neumühl formal dem Christopheruswerk; es ist von der Amalie Sieveking-Gesellschaft nur angemietet.

90 Mitarbeiter der Amalie Sieveking-Gesellschaft betreuen rund 130 Behinderte. Doch die Amalie Sieveking-Gesellschaft wird nicht etwa aus Kirchensteuern finanziert. Der zuständige Landschaftsverband zahlt Pflegegelder. "Ambulant geht vor stationär. Dieser Grundsatz ist politisch gewollt. Es gibt für die Behinderten einen individuellen Hilfeplan, der Art und Umfang der Hilfe festlegt. Bei der ambulanten Pflege gibt es Pauschalbeträge pro Fachleistungsstunde, deren Anzahl im Hilfeplan festgelegt ist." Eine Sache habe ich für mich persönlich gemerkt: Das System der Behindertenhilfe und seiner Finanzierung ist sehr komplex und für Außenstehende schwierig angelegt. Man muss schon sehr gründlich in dem System drinstecken, um es zu verstehen und nicht versehentlich und unwillentlich falsch wiederzugeben.

Die Demographische Entwicklung zeigt es: Es gibt immer weniger Kinder. Wird es da auch in Zukunft einen Bedarf an entsprechender Hilfe geben. "Natürlich," berichtet Wöste. "Behinderte werden dank des medizinischen Fortschritts immer älter. Kinder, die behindert geboren werden, erhalten heute eine bessere Förderung. Es entstehen auch immer mehr Betreuungseinrichtungen in den Städten; Behinderte sind deshalb auch leichter sichtbar. Behinderte werden heute zum Glück nicht mehr in irgendwelche Anstalten abgeschoben."

 

Verband alleinerziehender Mütter und Väter in Duisburg

Duisburg, 2. Juli 2008 - Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen. So berichtet es der Volksmund. "Wir helfen alleinerziehenden Eltern," berichtet Ulla Beckers vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Ortsverband Duisburg.

"Wir sind Frauen und Männer aus Duisburg, die mit ihren Kindern ohne den dazugehörigen Elternteil leben. Wir sind Familien, in denen Kinder versorgt und erzogen werden. Wir bieten einen Informationsaustausch zur Alltagsbewältigung. Es geht dabei um Kontakte zu Ämtern, Möglichkeiten der Kinderbetreuung, rechtliche Fragen bei Trennung, Scheidung und Unterhalt sowie den Gedankenaustausch über die individuelle Situation," stellt sich der Verband selbst vor.

"Der Verlust eines Elternteils ist immer eine Krisensituation," berichtet Beckers, die selbst in der Schwangerenkonfliktberatung arbeitet. "Alleinerziehend zu sein ist immer noch mit einem Makel, einem Manko behaftet. Es gibt ja nicht nur die Scheidung. Der alleinerziehende Elternteil trägt die Verantwortung plötzlich ganz allein. Der Freundeskreis nimmt ab. Es gibt finanzielle Einbußen, oft auch Schwierigkeiten mit dem Unterhalt und den Besuchsregelungen. Die Kinder tragen oft die Streitigkeiten der Eltern aus."
Rund 1,3 Millionen alleinerziehende Eltern gibt es in Deutschland. In Duisburg sollen es 2.000 bis 3.000 sein. "In Meiderich und Marxloh gibt es eine Häufung alleinerziehende Eltern," berichtet Beckers. "Uns rufen häufig Mütter jüngerer Kinder an. Sie suchen Kontakte und Freizeitmöglichkeiten. Viele Anrufer haben aber auch juristische Fragestellungen. Wir sind keine Beratungsstelle. Diese Anrufer müssen wir an Rechtsanwälte weitervermitteln." Ulla Beckers ist unter der Nummer 0203 - 5006866 zu erreichen.

Es gibt inzwischen wohl städtische Angebote für Trennungskinder, damit diese ihre Schwierigkeiten überwinden können. Sie habe auch schon von speziellen kirchlichen Angeboten für Trennungseltern gehört, berichtet Beckers. "Ich bin mir aber nicht ganz sicher. Im Grund sind wir hier in Duisburg konkurrenzlos."
 

Drogenhilfe Duisburg-Mitte

Duisburg, 25. April 2008 - Keine Macht den Drogen. Mit Sprüchen wie diesem möchte der Sport seine Zielgruppe davon abhalten, sich selbst Schaden zuzufügen. "Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt," berichtet Udo Horwat von der Drogenhilfe Duisburg-Mitte.

Es gibt legale Drogen wie Tabak, die Spiel- und Internetsucht oder Alkohol. Illegale Drogen wie Heroin, Amphetamine oder Cannabis kommen hinzu. "Wir betreuen das Duisburg südlich der Ruhr; es gibt auch eine eigene Drogenberatung für den Norden," ergänzt Horwat.

Die Beratungsstelle bietet Informationsgespräche, die Vermittlung in stationäre Entgiftung, die Vermittlung in stationäre und ambulante Therapie, die Vermittlung in Substitutionsbehandlung und / oder andere Hilfsangebote und die Beratung für Angehörige. Das Kontaktcafé bietet Speisen und Getränke, eine Dusche und Waschmaschine, Spritzentausch und Kondomvergabe, Hilfen zur Vermeidung übertragbarer Krankheiten, Wundversorgung, Musik, Zeitschriften, Spiele, Freizeitaktivitäten und einen Computer mit Internetzugang. Die Straßensozialarbeit bietet Spritzentausch und Kondomvergabe, die Vermittlung in andere Hilfsangebote und allgemeine sozialarbeiterische Unterstützung. Natürlich kann hier nur ein allgemeiner Überblick über die Arbeit der Drogenberatung geboten werden.

"In Duisburg gibt es keine große offene Drogenszene," betont Horwat. "Das wird uns auch von der Polizei bestätigt." Die Zahl der Heroinabhängigen schätzen er auf 3.000 bis 3.500. Bei Cannabis liegen die Zahlen ähnlich. 530 Drogenabhängige kamen 2007 in die Beratung; 80 % von ihnen waren heroinabhängig. Rund 500 Substituierte gibt es in Duisburg. "Viele Ratsuchende wollten selbst was gegen ihre Sucht unternehmen. ARGE, Jugendamt, Gerichte, Ehefrau / Familie und Arbeitgeber üben aber auch oft Druck aus," konnte Horwat beobachten.

Die Diakonie unterhält zwei Fachkliniken für Drogenabhängige. Der Petershof in Moers kümmert sich um Männer, St. Hubert in Kempen um Frauen (incl. deren Kinder). "Die Drogenberatung wird von Stadt und Land finanziert. Die Städte sind dafür verantwortlich, daß es eine Drogenberatung gibt. Träger der Drogenberatung ist die Duisburger Diakonie; `99 hat uns die Stadt mit der Beratung beauftragt. Die städtische Suchtvorbeugung, die vom Jugendamt eingerichtet wurde, ist etwas ganz anderes."
Beim Entzug wird die medizinische Seite von der Krankenkasse bezahlt. Die Rentenversicherung bezahlt dann die Rehabilitation.

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Sucht. Es gibt Ursachen in der Person (traumatische Erlebnisse wie Gewalt, psychische Krankheiten), Ursachen in der Außenwelt (zerbrochene Familien, Einsamkeit), die Wirkung des Suchtmittels (die Wirkung der Droge sagt mir zu, die Droge ist angstlösend und kontaktfördernd) und das Umfeld (Verfügbarkeit, Trinkzwang, Risikoberufe). "Starke Kinder sowie sozial und charakterlich gefestigte Menschen werden aber weniger leicht abhängig," gibt Horwat allerdings auch zu bedenken. "Eine reife und selbstbewusste Persönlichkeit wird mit vielen Lebenslagen einfach besser fertig."
 

Maibaumaufstellen in Kaßlerfeld
Der Allgemeine Bürgerverein Kaßlerfeld teilt mit, dass das alljährliche Maibaumaufstellen dieses Jahr am 27.04.2008 stattfindet. Ab 15.00 Uhr können interessierte Bürger und Bürgerinnen am DRK "mittendrin" (Gablenzstraße) bei Kaffee und Kuchen an der traditionellen Frühlingsbegrüßung teilnehmen.
 

Zusätzliches Beratungsangebot für Senioren und Menschen mit Behinderungen

Duisburg, 22. April 2008 - Die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen, für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie die Wohnberatung des Amtes für Soziales und Wohnen bietet ab sofort zusätzliche Sprechzeiten an.

Ein Berater bzw. eine Beraterin steht montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr im Veranstaltungs- und Beratungszentrum "Der kleine Prinz" auf der Schwanenstraße 5-7 zur Verfügung. Das Angebot umfasst Informationen zu den Themenschwerpunkten, Wohnen im Alter, Barrierefreies Wohnen, Pflegeangebote, Eingliederungshilfe, Hilfsmittel, Haushaltsnahe Dienstleistungen und vieles mehr. Die Beratungsräume befinden sich ebenerdig im Erdgeschoss des "Nürnberger Hauses" gegenüber dem Rathaus und sind einschließlich der Sanitäranlagen barrierefrei.
 

Großer Zuspruch bei der ersten Fachtagung der Behindertenhilfe
Gesamt-Behindertenplan wird kommen!

Duisburg, 16. April 2008 - Schon vor dem Beginn der Veranstaltung hatten die Organisatoren einen kleinen Erfolg zu verbuchen. Denn mit mehr als 120 Teilnehmern war die erste Fachtagung der Trägerkonferenz Behindertenhilfe Duisburg am 15. April im Jüdischen Gemeindezentrum am Innenhafen sehr gut besucht.

Nach der Eröffnung durch Elisabeth Hofmann, Geschäftsführerin Regenbogen e.V., die gemeinsam mit Sieghard Schilling, Geschäftsführer der Diakoniewerke GmbH, und Bernhard Wippermann, Geschäftsführer der Caritas Werkstätten Niederrhein, Sprecher der Trägerkonferenz ist, folgten am Vormittag drei Fachvorträge. Diese befassten sich mit neuen Perspektiven in der Behindertenarbeit, der Vernetzung im Gemeindepsychiatrischen Verbund sowie der Kooperation in der kommunalen Suchtkrankenhilfe.

Der Leiter der NRZ-Lokalredaktion André Maßmann, der anschließend die rege Podiumsdiskussion moderierte, wies zu deren Beginn darauf hin, dass in Duisburg rund 55.000 Menschen mit Behinderungen leben und er stellte die entscheidende Frage, warum diese Bürger eine besondere Form der kommunalen Vernetzung benötigen.
Reiner Limbach, Fachbereichsleiter Sozialhilfe beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) erörterte, dass die Vergangenheit in Duisburg gezeigt habe, dass die vorhandene Infrastruktur und die guten Kooperationen im Vergleich mit anderen Regionen mehrfach zur schnelleren Zielumsetzung geführt hätten.

„Die Belange behinderter Menschen werden heute nicht mehr vergessen“, betonte Sozialdezernent Reinhold Spaniel. Als Paradebeispiel für „bauliche Veränderung im öffentlichen Raum“ nannte er das Café-Restaurant „Der kleine Prinz“ in der City. Auch Bürgermeisterin Doris Janicki bekräftigte, dass es durch den „Kleinen Prinz“, die Heilpädagogischen Heime und den CAP-Markt in Neudorf gute Ansätze in Duisburg gebe. Sie mahnte aber: „Die Integration behinderter Menschen ist noch nicht erreicht.“ Der Sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat, Dr. Hartmut Pietsch, unterstrich, dass nicht spektakuläre Einzelprojekte sondern vielmehr nachhaltige strukturelle Entwicklungen zu diesem Ziel führen.

Sieghard Schilling forderte: „Um gemeinsame Versorgungsziele zügiger zu erreichen, müssen die Träger künftig noch enger zusammen arbeiten.“ Ein großer Schritt in diese Richtung wurde schon während der Konferenz getan. „Das Bild des behinderten Menschen hat sich gewandelt“, betonte Elisabeth Hofmann. „Viele haben mehrere Behinderungen. Zusammen mit Stadt und Kostenträgern müssen die Konzepte erneuert werden, um dieser Tatsache Rechnung zu tragen.“ Dezernent Spaniel kündigte daraufhin an, dass ein „Gesamt-Behindertenplan“ erstellt werden sollte. Ein Vorschlag, dem sich alle Beteiligten anschlossen. Die Trägerkonferenz wird den Antrag auf den Weg bringen.

Die Trägerkonferenz:
Die Trägerkonferenz wurde vor vier Jahren mit dem Ziel ins Leben gerufen, alle in der Behindertenhilfe tätigen Träger in Duisburg zu vernetzen. Nicht alle der Träger sind in Duisburg ansässig. Mit der Trägerkonferenz wurde ein Geflecht zwischen den Bereichen der Suchtkrankenhilfe, der Wohnungslosenhilfe, der Behindertenhilfe und der Psychiatrie geschaffen.

Im Vordergrund stehen die inhaltliche Weiterentwicklung, die Absicherung und der Ausbau der notwendigen Hilfesysteme. Es gilt: Gegenüber den Kostenträgern gemeinsam stark zu sein und Ziele mit vereinten Kräften schneller zu verwirklichen.

Unter Beteiligung der Gesundheits- und Sozialpolitischen Entscheidungsträger vor Ort sowie der Verwaltung setzt sich die Trägerkonferenz dafür ein, dass die individuellen Hilfebedarfe erfasst und die erforderlichen Versorgungsleistungen angeboten werden.

 

Kindernothilfe Duisburg

Duisburg, April 2008 - Die Kindernothilfe wurde 1959 in Duisburg mit dem Ziel gegründet, notleidenden Kindern in Indien zu helfen. Im Laufe der Jahrzehnte wurde sie zu einem der größten christlichen Kinderhilfswerke in Europa. Mit einem Spendenvolumen in Höhe von 55,6 Millionen Euro im Jahre 2006 gehört die Kindernothilfe zu den zehn größten Spendenwerken. Heute unterstützt die Kindernothilfe rund 300.000 Kinder und Jugendliche in 1.087 Projekten in 27 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas.

Die Kindernothilfe unterstützt Jungen und Mädchen gleichermaßen, wobei die schulische und berufliche Situation der Kinder und Jugendlichen genauso berücksichtigt wird wie die Gesundheit, Familie und Ernährung. Die Auslandsaktivitäten laufen über Programme dort ansässiger Partnerorganisationen. In der Regel sind das christliche Kirchen und Organisationen. "Die Förderung erfolgt aber unabhängig von der Religions- oder Kirchenzugehörigkeit der Kinder," betont Emily Kürten. Die Auslandarbeit wird von der Geschäftsstelle in Duisburg-Wanheim organisiert. Die Kindernothilfe ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen. Sie wird finanziell zu über 90 Prozent durch ihre rund 100.000 Spender getragen.

"In der Regel sind das Privatpersonen," berichtet Kürten. "Kirchengemeinden gehören aber auch dazu, Firmen und Unternehmen. Ein prominenter Spender ist auch der Fußballverein Borussia Dortmund ." Neben dem Verein gibt es seit 1999 auch die Kindernothilfe - Stiftung.
"In der täglichen Praxis unterstützen wir nicht einzelne Kinder, sondern Projekte wie Schulen / Internate, Waisenhäuser und Heime für Straßenkinder," berichtet Kürten, die übrigens in der Pressestelle arbeitet.

Die Budgets müssen schon eingehalten werden. Nahrung, Gesundheit und Bildung sind die drei Standbeine unserer Arbeit. Die Schulbildung ist sehr wichtig. Nur so werden die Kinder in die Lage versetzt, ihre Leben aktiv zu gestalten."

Machen die Spenden 90 Prozent der Einnahmen aus, kommen Einnahmequellen wie Kollekten und Gelder der EU und des Entwicklungshilfeministeriums (je nach Projekt) hinzu. 31 Euro bezahlt der Spender pro Monat. Das Geld fließt dann in das Projekt, dem das Patenkind zu geordnet ist. Auf Wunsch kann der Spender dann eine Rückmeldung von dem Kind erhalten, wie es ihm geht und was es macht.
"Wir helfen den Kindern aber nicht nur finanziell," betont Kürten. "Wir betreiben auch Lobbyarbeit für sie. Die Kinder sind das letzte Glied in der Kette und wir bemühen uns, das gesamte Spektrum im familiären Umfeld anzugehen." Krieg, Krankheit und Armut sind nicht gottgegeben. Sie zu beseitigen und den Kindern einen guten Start ins Leben zu geben ist schon eine gute und sinnvolle Sache. Andreas Rüdig
 

VdK Rechtsberatung im Nürnberger Haus

Duisburg, 26. September 2007 - Die Rechtsberatung des VdK ist in der Duisburger Innenstadt umgezogen. War sie früher im Ernst-Ermert-Seniorenzentrum direkt neben dem Arbeitsamt, befinden sich die neuen Räumlichkeiten im Nürnberger Haus (Schwanenstr. 5 - 7). Der VdK ist dabei nicht über den Haupteingang, sondern über den Nebeneingang, der auch zur städtischen Wohnberatung führt, erreichbar.

Diese wichtige Neuerung konnte Robert Walter, Geschäftsführer des Duisburger VdK, auf dem Sommerfest des Ortsverbandes Großenbaum-Rahm, Wedau-Buchholz und Bissingheim verkünden.
Der VdK - Kreisverband Niederrhein umfasst die Kreise Wesel und Kleve sowie die Stadt Duisburg. Rund 14.200 Mitglieder gehören dem Verband an. "Wir verzeichnen derzeit einen Mitgliederzuwachs ohne gleichen. Allein im August waren es 190 neue Mitglieder."

Die Wermutstropfen dabei: "Zum einen haben die neuen Mitglieder große soziale Probleme, bei denen wir helfen sollen. Gleichzeitig gibt es eine hohe Fluktuation. Haben wir 800 bis 900 neue Mitglieder im Jahr, bleiben am Ende des Jahres nur per Saldo rund 300 neue Mitglieder übrig. Da die Altersstruktur bei uns sehr hoch ist, sterben natürlich dementsprechend viele langjährige Mitglieder weg. Ein Teil der neuen Mitglieder tritt nach einem (verlorenen) Widerspruchsverfahren oder Prozess leider wieder aus."
"Wir beraten in allen sozialrechtlichen Fragen.
Wie helfen bei Anträgen, Widersprüchen und Klagen, wenn es um sozialrechtliche Themen geht. Bei uns im VdK gibt es regelmäßige Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Eine Mitgliederzeitung, Gruppensterbegeld- und Rechtsschutzversicherungen sowie Individual- und Gruppenreisen runden das Angebot ab," berichtet Horst Dittrich vom Buchholzer Ortsverband.

Rund 340 Mitglieder gehören dem Ortsverband im Duisburger Süden an. "Wir bieten hier überwiegend Mitgliederbetreuung an," berichtet Dittrich, der selbst unterschenkelamputiert ist. Ganz konkret heißt das: Vier Treffen mit einem Vortrag und Bingo werden im Jahr durchgeführt. Mehr lohnt sich nicht, wie Dittrich beobachten konnte: "Wir haben auch schon Tagesausflüge organisiert. Wir mussten es aber einstellen, da niemand daran teilnehmen wollte."

48 Euro Mitgliedsbeitrag sind im Jahr zu entrichten. Man sei beileibe kein Kriegsopferverband mehr, wie Dittrich betont. Behinderte, Rentner, alte und kranke Menschen und Menschen mit sozialen Problemen (beispielsweise Arbeitslose) können genauso Mitglied werden. "Mit dem 2. Weltkrieg haben wird nichts mehr zu tun. Unser jüngstes Mitglied ist 10 Jahre alt.," wie Dittrich betont. Sein Problem: "Viele unserer Leistungen sind in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Wir helfen auch Menschen mit Arbeits- und Verkehrsunfällen. Behinderungen kommen und gehen ja nicht nach Belieben. Wer körperlich eingeschränkt ist, braucht oft über lange Zeit Hilfe."

Nur ein Beispiel: Rund 35 % der Anfragen in der Rechtsberatung betreffen das Schwerbehindertenrecht. "Zum Ende des Jahres werden die Versorgungsämter geschlossen," erinnert Walter. "Wie wird sich der gut verdienende Schwerbehinderte fühlen, wenn er seinen Schwerbehindertenausweis im Sozialamt beantragen muss? Und: In NRW gibt es 54 Kommunen. Werden sie das Recht einheitlich anwenden? Je nachdem, wo die Mitarbeiter des Versorgungsamtes bleiben, geht viel Fachkompetenz verloren. Außerdem gibt es dort einen prozentual hohen Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter. Es ist noch offen, was mit denen passiert."

Ein gewisser Humor blitzt bei Walter auf, als er am Ende eine gute Nachricht weitergibt: "Gerüchteweise ist zu hören, dass das neue städtische Versorgungsamt im Nürnberger Haus untergebracht sein soll. So sind wir näher an Ihren Akten."

ProKids an der Börsenstraße - für die Alltagsprobleme von Jugendlichen

Duisburg, 7. Februar 2008 - Kind sind unsere Zukunft. So besagt es ein bekannter Slogan. Doch was tun, wenn die Kinder selbst ein Problem haben?
"Wir bieten Kindern, Jugendlichen und jungen Erw
achsenen die Möglichkeit, anonym über das zu reden, was sie beschäftigt, Fragen zu stellen zu Themen wie Drogen, Wohnen, Eltern, Polizei und Ämtern. Darüber hinaus gibt es eine Duschmöglichkeit, eine Waschmaschine und einen Trockner, einen Ruheraum, Spiele, Dart, Musik, Internet, Informationen und vertrauliche Gespräche, Mahlzeiten, Snacks und Getränke zum Selbstkostenpreis. Wir wollen eine Notversorgung sicherstellen, elementare Grundbedürfnisse befriedigen, einen drogen- und gewaltfreien Raum zum angstfreien und zwanglosen Aufenthalt bieten, beim Umgang mit alltäglichen Problemstellungen helfen, beratend zur Seite stehen und Sachen wie die Ausbildung, Wohnen oder den Kontakt zur Familie unterstützen / erleichtern / ermöglichen," berichtet Matthias Beine. Ich besuche ihn an einem Donnerstagvormittag in den Räumlichkeiten von ProKids auf der Börsenstraße 13, ganz in der Nähe der Stadtbücherei.

Recht gemütlich sieht es hier aus. Ein Kicker steht in dem Raum, eine Theke in der Mitte des Raumes. Die ehrenamtliche Arbeit wird vollständig über Spenden finanziert, wie Beine betont. Kirchensteuern oder Zuschüsse der Stadt gibt es also keine. "Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Fundraising. Bei uns gibt es daher auch keine Nischen, in denen Geld verschwinden kann."

So etwa 10 bis 15 Jugendlichen zwischen 15 bis Anfang 20 kommen hier regelmäßig. Obdachlose kommen, Schulabbrecher, Drogenabhängige, durch Handygebühren Überschuldete, psychisch Auffällige. Die Räumlichkeiten auf der Börsenstraße sind montags bis donnerstags zwischen 14 und 18, freitags zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet.
Der Cafébetrieb gehört zu den Säulen von ProKids, aber auch ein Hilfenetzwerk (von der Kirche über die Stadt bis zur AIDS - Hilfe und pro familia) und aufsuchende Sozialarbeit (die unter dem Namen "Streetwork") besser bekannt ist.
"Für uns ist es schon ein Erfolg, das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen zu gewinnen. Wir sind ein Schmelztiegel, der eine Anlaufstelle ist, zuhört und an weitere Hilfsangebote vermittelt. Wir wollen eine Notfallversorgung anbieten."
Schon ruhig ist es an diesem späten Vormittag. Wie es wohl hier zugehen wird, wenn Jugendliche kommen? Bestimmt lebhaft. Ob ich jemals den Weg zu den normalen Öffnungszeiten dorthin finde, weiß ich nicht. Mit meinen 40 Jahren bin ich bestimmt zu alt dafür.
 

Telefonseelsorge

"Die Telefonseelsorge will Menschen in Not und Krisen beistehen. Sie ist ein Gesprächsangebot bei Tag und bei Nacht, anonym, vertraulich und datengeschützt. Die Telefonseelsorge ist grundsätzlich offen für alle Anfragen. Sie richtet sich an alle Menschen, die Seelsorge und Beratung suchen. Ein Anruf bei der Telefonseelsorge ist gebührenfrei.

Nicht durch das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter gelingt es der Telefonseelsorge, rund um die Uhr bereit zu sein. Die Mitarbeiter sind geschult, nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil und erhalten Supervision.
Telefonseelsorge ist Seelsorge. Sie berücksichtigt die heutigen Standards von Beratung. Die Telefonseelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen wird in ökumenischer Zusammenarbeit getragen vom evangelischen Gesamtverband Duisburg, der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Freikirchen Duisburg, den Kirchenkreisen an der Ruhr und Oberhausen, den katholischen Gemeindeverbänden in Duisburg, Mülheim und Oberhausen.

Die Vertraulichkeit und Diskretion über Tatsache und Inhalt des Anrufs machen es möglich, dass Menschen auch schambesetzte Themen offen ansprechen können. Die Telekom ermöglicht die Kostenfreiheit des Anrufs, trägt sie doch alle Verbindungsentgelte. In Zeiten, da zunehmend Menschen von gesperrten Anschlüssen aus in materieller und existentieller Not anrufen, ist das sehr zu würdigen.

Auch die Mitarbeiter bleiben anonym. Zum einen sollen die Ehrenamtlichen nach der intensiven Zeit am Telefon nicht auch noch privat als Berater in Beschlag genommen werden. Zum anderen würde der Kreis der möglichen Anrufer eingeschränkt, wenn alle Nachbarn wissen, dass jemand Mitarbeiter ist.
Menschen in Lebenskrisen stehen unter einem ganz besonderen Druck. Das Gefühl der Überforderung, der Perspektivlosigkeit, der Enge geht oft mit dem Krisenerleben einher. Ein anonymer Einmalkontakt am Telefon reicht dann manchmal nicht aus. Um Menschen in Lebenskrisen und ganz besonders denen mit Suizidgefährdung ein verbindliches Kriseninterventionsangebot von Angesicht zu Angesicht machen zu können, nahm 1986 die Krisenbegleitung ihre Arbeit auf.

Der deutlichste Unterschied: Die Gespräch der Krisenbegleitung werden nicht anonym, sondern persönlich geführt. Sowohl der Begleitung Suchende als auch der Mitarbeitende lernen sich mit Namen und Gesicht kennen.
Etwa ein Drittel der Fragen am Telefon dreht sich um Beziehung, Partnerschaft, Verhältnis zwischen den Generationen und Einsamkeit. Stärker geworden in den letzten Jahren sind die Fragen um psychische Erkrankung (13%) und Fragen um Sinn und Orientierung (8 %) - wir sehen das als Ausdruck einer neuen religiösen Unbedarftheit und Unbefangenheit, die anklopft, ob denn das Christentum Sinn anbiete.
Auch in der Krisenbegleitung sind Beziehungsthemen häufig: Trennungen, Konflikte unter Paaren und anderes. Was auffällt: Vielfachbelastungen werden häufiger. Schulden, Arbeitslosigkeit, psychosoziale Ausgrenzung zählen oft dazu.

Wie konkret sieht die Mailberatung aus? Das Mail der ratsuchenden Person landet zunächst in der bundesweiten Zentralstelle und wird dort auf datengeschütztem Weg an unsere Stelle weitergeleitet. Innerhalb von 24 Stunden verfasst dann der Berater eine Antwort. Wenn eine Fortsetzung des Mail - Kontaktes gewünscht ist, antwortet der Berater innerhalb einer Woche. Solch' längere Mailkontakte ergeben sich bei der Hälfte aller Anfragen.

Mittlerweile kommen etwa 50 % aller Telefonseelsorge- Gespräche aus dem Mobilfunknetz. Der Handy - Boom hat uns auch neue Ratsuchende beschert, nämlich die Handy - Generation der 10 - 15jährigen. Sie machen mittlerweile mit ihren Fragen um Schule, Beziehung zu den Eltern und erste Liebe mehr als ein Fünftel aller Gespräche aus," beschreibt sich die Duisburger Telefonseelsorge selbst.

Rund 3,5 Millionen Anrufe gab es 2007 bei der Telefonseelsorge deutschlandweit, berichtet Olaf Meier, Diplom - Psychologe, Diplom - Theologe und Leiter der Telefonseelsorge Duisburg - Mülheim - Oberhausen. 25.369 waren es 2007 allein in Duisburg, was einen täglichen Durchschnitt von 70 ausmacht. Es zwar zwar auch rund 3.800 Scherzanrufe, bei denen sich die Anrufer einen üblen Scherz mit der Telefonseelsorge erlaubten, weil sie ohne ernsthaften Grund die Nummer wählten.

 "Es sind Menschen zwischen 30 und 60 Jahren," beschreibt Meier "den typischen" Anrufer. Es rufen meistens Frauen an. Der Hauptteil der Anrufe war spätestens nach 45 Minuten erledigt. Psychische und körperliche Krankheiten wurden in den Gesprächen thematisiert, aber auch Probleme mit der Familie, Kollegen und der Nachbarschaft, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Schwierigkeiten, Arbeit / Schule / Ausbildung, Sexualität und Einsamkeit / Vereinsamung.

"95 % der Anrufe beschäftigen sich mit dem Hier und Jetzt, nur 5 % wollen Hilfsangebote wissen. Für Jugendliche und Kinder gibt es ein
eigenes Telefonangebot. Es ist unter der Nummer 0800 - 1110333 kostenlos erreichbar."