Rosenmontag 2012
von einem, der dabei
war
Der höchste Feiertag
im Leben eines
Prinzen im Karneval,
genannt Se. Tollität,
ist ohne Zweifel der
Rosenmontag.
In der gesamten
Session, die am
11.11. um 11.11 Uhr
beginnt, fiebert der
Prinz auf diesen Tag
hin. Endlich ist er
da, der Tage der
Tage im Karneval.
Gegen acht Uhr wird
der Prinz durch
Kanonenschläge
geweckt. Vor seinem
Fenster marschiert
die stolze
Prinzengarde auf, um
ihren Prinzen zu
wecken. In voller
Mannschaftsstärke,
mit dem
Fanfarenkorps und
dem Stabsmusikzug
bringen sie IHM ein
Ständchen. Der
Prinz, noch
schlaftrunken, mit
Nachtmütze und
Nachthemd begrüßt
seine Garde. Mit
einem 3 x donnernden
Helau wird seine
Tollität begrüßt.
Vereinzelte
Passanten reiben
sich schlaftrunken
die Augen, ob des
gewaltigen
Aufmarsches zur
frühen Morgenstunde.
Aber flugs in sein
Ornat geschlüpft
erscheint der Prinz,
blendender Laune,
vor seinem
Strandquartier und
schreitet seine vor
IHM salutierende
Garde ab. Danach
heißt es für die
Garde "aufsitzen"
und Abfahrt zum
Standquartier, wo
man sich in einer
Gefechtspause auf
den Rest des Tages
vorbereitet.
Es ist für Alles
gesorgt. Ein warmes
Süppchen, vom Chef
des Restaurant
persönlich
vorbereitet, wärmt
nicht nur, sondern
schmeckt
hervorragend. Berge
von belegten
Brötchen und zig
Kannen Kaffee werden
vertilgt. Und mitten
drin, der Prinz, nun
sichtlich nervöser.
Die alten Hasen der
Prinzengarde, die in
diesem Jahr 75 Jahre
jung wurde, nehmen
das Alles gefasst
zur Kenntnis. Ja,
sogar das eine oder
andere Glas
Gerstenkaltschale
wird über die Theke
gereicht. Sehr
vorsichtig, denn es
wartet ein langer
Tag mit ebenso
langem Weg auf die
Truppe. Da ist es
ratsam den
Flüssigkeitshaushalt
des Körpers im Blick
zu halten.
Nun trennen sich die
Wege. Die Garde
fährt zum
Standquartier, der
Prinz bekommt zwei
Offiziere als
Begleitung zugeteilt
und macht sich
fertig zu einem
weiteren Höhepunkt,
dem
"Prinzenfrühstück"
im Rathaus. Die
Ehrengarde der Stadt
Duisburg Blau Weiß
hat vor dem Rathaus
Stellung bezogen und
will den Eingang
einfach nicht
freigeben. Doch die
lauten HELAU-Rufe
der Narren brechen
allen Wiederstand
und die Prinzencrew
entert das Rathaus.
Dort wird Se.
Tollität von den
drei Bürgermeistern
unter der Leitung
von B.M. Benno
Lensdorf empfangen.
Es dauert einige
Zeit bis man den als
Mercator
verkleideten
Lensdorf erkennt.
Auch B.M. Osenger
und Kocalar haben
mittelalterliche
Kostüme gewählt.
Passend zu dem
diesjährigen Motto:
" Bei all der
Narrenpracht,
Mercator hätte
mitgemacht." Nach
dem Small Talk und
einem (gesponserten
) Gläschen Sekt
zieht die
Prinzencrew mit
klingendem Spiel der
Stadtgarde Blau Weiß
in den närrisch
geschmückten
Ratssaal ein. Diese
war nicht wie in den
Vorjahren bis zum
letzten Platz
besetzt. Der eine
oder andere Stuhl
blieb leer. Da
bekannt ist, dass es
zu diesem
"Prinzenfrühstück"
Einladungen mit
Rückanmeldung gibt,
unverständlich.
B. M. Lensdorf
verlas eine extra
für diesen Tag neu
geschriebene Rede in
Versform, die nicht
überall treffend
war. Auch hatte man
den Eindruck, dass
er sichtlich nervös
und nicht textfest
war. Günter II war
besser "drauf", man
merkte deutlich
seine Erfahrung, die
er in der Session
gesammelt hatte.
Seine Ferse endeten
mit dem Satz "Daran
denk ich Tag und
Nacht, Mercator
hätte mitgemacht".
Natürlich musste er
sein Prinzenlied
vortragen, stehend
sangen die
anwesenden Gäste
mit. Nach der
üblichen
Ordenverleihung an
einige Sponsoren und
Mitglieder des Rates
der Stadt Duisburg
wurde die Crew von
dem Musikzug Blau
Weiß aus dem Saal zu
seinen Fahrzeugen
vor dem Haus
geleitet.
Nun ging es unter
Polizeischutz, dass
hatte der Prinz der
Polizei- Präsidentin
abgetrotzt, ins
Standquartier um
sich garderobemäßig
auf den
Rosenmontagszug
vorzubereiten. Es
war kalt, trotz
Sonnenschein.
Anschließend wird
der Prinzenwagen,
ein Schiff mit drei
Decks geentert. Da
dieser Wagen die
Schlussnummer des
Zuges bildet, fährt
der gesamte Zug
zunächst an dem
Prunkwagen Se.
Tollität vorbei. Ein
erhebender Anblick.
All die geschmückten
Wagen, voller Narren
in teilweise
fantasievollen
Kostümen. Das
erfordert von der
Besatzung des
Prinzenwagens schon
zu Beginn zahlreiche
HELAU Rufe und
Applaus.
Und dann geht es
endlich los. Die
Fanfaren der
riesigen Zugmaschine
geben das Signal und
setzen somit den
Prunkwagen in
Bewegung.
Jubelnde Menschen,
Hunderte, ja
Tausende säumen den
Zugweg. Es wird
immer voller.
Menschen, Menschen,
Menschen. Alle
machen mit
HELAU-Rufen auf sich
aufmerksam und
verlangen Kamelle.
Aber der Prinz hat
hochwertiges
Wurfmaterial
besorgt, welches
dankbar von den
Besuchern
aufgenommen wird.
Man munkelt, der
Opernplatz mit der
Tribüne soll voller
Menschen sein. Und
tatsächlich. Das
hatten selbst alte
erfahrene
Karnevalisten noch
nicht gesehen.
Es war so voll, das
die
Sicherheitskräfte
alle Hände voll zu
tun hatten, um den
Zugweg freizuhalten.
Es herrscht
drangvolle Enge und
immer wieder HELAU
HELAU und nochmals
HELAU. Mit beiden
Armen voller
Wurfmaterial
bedanken sich der
Prinz mit allen
seinen
Crew-Mitgliedern bei
diesen fröhlichen
Menschen. Die Arme
der Crew schmerzen
leicht, aber es geht
weiter. Bis zum Ende
des Zugweges
Menschenmassen. Es
ist ein
unbeschreibliches
Erlebnis für alle
Beteiligten,
insbesondere für
Prinz Günter II. und
seine Crew.
Davon mehr, denn am
Aschermittwoch ist
alles vorbei.
Wird fortgesetzt.
Stadtverwaltung
Duisburg - Büro für
närrische
Angelegenheiten im
Rathaus Duisburg
Sehr geehrte Damen
und Herren,
mit einem 3 x nicht
mehr ganz so
kräftigen Duisburg
HELAU begrüße ich
Sie ganz herzlich am
Veilchendienstag.
Angeregt durch das
"Prinzenfrühstück
2012" im Rathaus,
unter den Augen von
Mercator (in welche
Richtung schaut er
überhaupt), eine
närrische Anregung
für 2013. Helau.
Ein Prinz Karneval,
gen. Se. Tollität,
reist mit seinem
Hofstaat, gen. Crew,
durch die Säle -
auch durch das eine
oder andere Rathaus.
So auch gestern.
Zu dieser Crew
gehören 2 gestandene
Männer, Hofmarschall
genannt. Diese
sorgen für die
Finanzen, Orden,
Verpflegung und den
Fahrzeugpark sowie
für die Einhaltung
der Termine. Dazu
gesellen sich vier
liebreizende junge
Damen, die man,
warum auch immer,
Pagen nennt. Die
Leibgarde Se.
Tollität, die
Prinzengarde der
Stadt Duisburg, ist
für die Sicherheit
zuständig. Das
heißt: in
unterschiedlicher
Stärke wird sie den
Prinzen begleiten,
wohin er auch immer
geht. Bitte lachen
Sie nicht, auch zur
Toilette. Ins Bett
gehen, jedoch, dass
kann er allein.
Gestern, am
Rosenmontag, wurde
er von 2 stattlichen
Offizieren der Garde
mit "Sabel"
begleitet (bewacht
?).
Und nun das Problem.
Neun Personen stark
war die Crew, als
sie mit klingendem
Spiel in das
Ratshaus unter
kräftigen Helau
Rufen einzog. Oh
Schreck. Es waren
nicht genug Plätze
vorhanden und die
beiden Offiziere
mussten sehen wo Sie
blieben. Und das
noch mit dem Rücken
zu seiner Tollität.
Das geht aber gar
nicht. Dann übergibt
der amtierende
Bürgermeister den
Stadtschlüssel an
den Herrscher aller
Narren. Spätestens
dann übernimmt Tolli,
wie er von Freunden
genannt wird, als
närrisches
Stadtoberhaupt die
Regentschaft der
Stadt, jedoch ohne
Kasse ,die wie jeder
weiß, ein riesiges
Loch hat. Spätestens
jetzt muss der
amtierende
Bürgermeister seinen
Stuhl räumen und
diesen Se. Tollität
anbieten. So
verlangt es das
närrische Protokoll.
HELAU:
Für 2013 bitte 2
Plätze am Ehrentisch
für die
Prinzengardisten
zusätzlich .frei
halten. Wenn das
nicht klappt muss
die Prinzengarde in
voller
Mannschaftsstärke
mit der
Unterstützung des
Fanfarenkorps und
des Stabsmusikzuges
das Rathaus - unter
donnernden Helau
Rufen - entern und
die Mitarbeiter des
Büro für närrische
Angelegenheiten, als
Verantwortliche, mit
klingendem Spiel in
den Kerker Se.
Tollität bringen.
Dieser befindet sich
auf dem Prunkwagen.
Nur ein kleines
Fenster gestattet
Ihnen dann die
Aussicht auf die
begeisterte Menge,
die die Strassen am
Rosenmontagszug
säumt.
Mit einem etwas
leiser werdenden
HELAU
Se. Tollität Helau -
Rosenmontag Helau -
Büro für närrische
Angelegenheit Helau
Ein Prinzengardist
Duisburger Motto 2012: "Bei all der ganzen Narrenpracht, Mercator hätte mitgemacht", passend zum Mercatorjahr 2012, wieder mehrere Karnevalszüge statt.







