Duisburg, 23.
August - "Wir feiern nach dem hundertjährigen Jubiläums des
Schlachthofes am 7. Juni 2008 nun das zweite Jubiläum", eröffnete
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland den historischen Markt.
Vor 600 Jahren genau 1408 verkündete Graf Adolf von Kleve das
Wochenmarktrecht für Duisburg. Im Jahre 740 gab es den ersten
Königshof in Duisburg im zehnten Jahrhundert die erste Königspfalz
und immer wiesen von den Stadttoren aus alle Wege zum Burgplatz bzw.
dem alten Markt. Hier wurden die frischen Produkte der Bauern oder
auch der Handwerker im klassischen Handel angeboten. Es war seitdem
ein echtes Privileg für alle. Heutzutage gibt es 58 Veranstaltungen
an 30 Standorten wöchentlich und das mit 2000 Arbeitsplätzen. "Dies
ist ein fester Bestandteil unseres Sozialgefüges, hier erfahren sie
alles und ich wünsche mir, dass 600 Jahre später mein Nachfolger
fröhlich die 1200-Jahrfeier eröffnen kann", so Duisburgs 1.
Bürgermeister heute.
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| Eröffnung des
Mittelalterlichen Marktes durch OB Adolf Sauerland (re.)
und seinen Gesellen (v. li.) Bürgermeister Manfred
Osenger, Udo Steinke (Frische Kontor) und Peter
Joppa (Frische Kontor) |
Die kleine Lena,
Gewinnerin des Kirsch-Wettbewerbs vom Frische Kontor
Duisburg, nimmt die Glückwünsche von OB Adolf
Sauerland entgegen. In Hintergrund: Udo Steinke und
Peter Joppa (re.)vom Frische Kontor |
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| Die alte Postkutsche |
Gaukler und Minnesänger
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| Kunstschmied Heinz
Billen begutachtete die Arbeit des OB, der dafür sogar
eine Urkunde erhielt. |
Hier gab es die besten
mittelalterlichen Reibekuchen |
"Historischer Bauernmarkt" für ein
Wochenende auf dem Burgplatz
Am 23. und 24. August 2008 verändert der Bauernmarkt sein Gesicht
und seinen Standort. Zum 600-jährigen Jubiläum der Duisburger
Wochenmärkte wird er - auch mit seinen gewohnten Händlern - als
"Historischer Bauernmarkt" auf dem Burgplatz vor dem Duisburger Rathaus
stattfinden und soll die Besucher Sie in die Gründungszeit unserer
Märkte zurückversetzen.
Peter
Joppa (rechts neben OB Sauerland und Ratsherr Udo Steinke) von der
FRISCHE KONTOR DUISBURG GmbH: „Lassen Sie sich entführen in die Zeit des
Mittelalters und haben Sie mit Ihrer ganzen Familie Spaß an originell
verkleideten Händlern, alten Handwerkern, Bänkelsängern und Gauklern.“
Natürlich kann man am Samstag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr und am
Sonntag zwischen 11:00 und 18:00 Uhr wie gewohnt seine Einkäufe in der
bewährt erzeugernahen Qualität auf dem Historischen Bauernmarkt
erledigen.
„Von meiner Amtsstube,“ so Oberbürgermeister Adolf Sauerland auf
mittelalterliche Wortwahl bedacht, „blicke ich tagtäglich auf den Ort,
wo das Marktwesen in Duisburg begonnen hat, der Alte Markt zu Füßen der
Salvatorkirche und im Schatten des Rathauses, das auch immer hier
stand.“
Von einem Jubiläum von biblischem Alter sprach der OB, der natürlich auf
die Tatsache verwies, das ein Namensvetter, der allerdings nur „Der
Zweite“ hieß, zur Gründung des Marktwesens in Duisburg beigetragen hat.
In vollem Ornat eines mittelalterlichen Ratsherren stellten das
Stadtoberhaupt, FRISCHE KONTOR Geschäftsführer Peter Joppa und
Aufsichtsratsvorsitzender Udo Steinke die Veranstaltung und das
umfangreiche Programm der Öffentlichkeit vor. Und auch diese beiden
Herren hatten sich in mittelalterliche Gewänder gehüllt. „Wir
haben auch unsere Händler gebeten, dass sie nicht mit ,Nie wieder zweite
Liga-T-Shirts’ kommen“, gab Peter Joppa nicht ohne ein Augenzwinkern zu
verstehen. Am kommenden Montag findet sogar eine Kostümprobe statt.
Ratsherr Udo Steinke im schlichten Kleid eines Markthändlers, zog den
Bogen zwischen den mittelalterlichen Märkten unserer Stadt und die
Entwicklung zu heutigen 900 Wochenmarktunternehmen auf 30 Wochenmärkten!
„Darauf sind wir schon stolz“, so Udo Steinke. Zu den zwei wichtigen
Komponenten für Duisburg zählt Steinke die Zahl von rund 2000
Arbeitsplätzen und auch die Märkte als soziale Kommunikationsplätze für
viele Menschen in Duisburg.
Peter Joppa stellte das Programm der beiden Festtage vor, das wir an
dieser Stelle wiedergeben:
Samstag, 23. August:
11.30 Uhr – Eröffnung auf der Rathaustreppe durch den Schirmherrn Adolf
Sauerland
- Bäuerlicher Wochenmarkt mit Obst und Gemüse, Fleisch, Schinken,
Wurstspezialitäten, Käse, Backwaren (es wird vor Ort gebacken), Fisch-
und Wursträuchereien, Blumen und Pflanzen, Süßwaren, Gewürzen, Honig,
Bürsten und Haushaltswaren.
Zum Teil werden auch bäuerliche Nutztiere mitgebracht.
- Mittelalterliche Handwerksbereiche wie Spinnen, Flachsbrechen, Wolle
kämmen, Korb- und Stuhlflechten, Klöppeln, Puppen und Papier herstellen,
Drechseln, Besenbinden, Schmiedearbeiten, Perlendrehen
- Gastronomie mit einem historischen Bierstand (Mönche in Kutten),
Weinstand, Schwenkgrill, Kartoffelpufferstand

Rahmenprogramm
- Saltarello mit fetziger z.T. gesungener Mittelaltermusik auf
Sackpfeifen, Trommeln, Zithern und Schalmeien
- Duo Lautenlümmel mit mittelalterlicher Straßenmusik und deutschen
Texten
- Gaukler Jeremias mit Jonglage, Gaukelei, Kinderanimation, erzählten
und gesungenen Geschichten und Feuerschlucken
- Ritterlager mit Rittershow auf der Wiese an der Salvatorkirche
- Puppenspieler (am Sonntag)
- Mittelalterliche Kirmes mit einem handbetriebenen Karussel
- Altertümliche Kegelspiele; ein Katapultspiel, Armbrustschießen
- Mittelalterliche Tänze zum Mitmachen und Lernen
„Um den eigentlichen Standort des Bauernmarktes auf der Königstraße an
den Burgplatz anzubinden, wird den ganzen Samstag eine historische
Postkutsche hin- und herpendeln.“

Historie der Duisburger Wochenmärkte
Aus Überlieferungen wissen wir, dass der "Alte Markt" zu Füßen der
Salvatorkirche und unterhalb des heutigen Burgplatzes sich schon im 5.
Jahrhundert als der zentrale Handelsplatz der Stadt ausgezeichnet hat.
Auf Grund der verkehrsgünstigen Lage wurde in Duisburg bereits um 740 n.
eh. der erste Königshof erbaut, welcher im 10. Jahrhundert zur
Königspfalz erweitert wurde. Da sich um diesen Punkt herum viele
Handwerker und Kaufleute angesiedelt haben, bekam das mittelalterliche
Duisburg schnell eine wichtige Rolle als zentraler Markt- und
Handelsplatz.
Folgt man von den historischen Stadttoren aus dem Straßenverlauf, so
führen sie direkt zu den Marktplätzen, insbesondere zum Hauptmarkt an
der Salvatorkirche. Für diesen Wochenmarkt verlieh Graf Adolf II. von
Kleve 1408 der Stadt offiziell das "Wochenmarkt - Privileg", so dass
Duisburg in diesem Jahr eine Feier zum 600¬jährigen Bestehen der
Wochenmärkte ausrichten kann. Aus diesem Anlass werden wir noch einmal
einen Markt aus den Gründerjahren nachstellen, auf dem die Bauern aus
der Umgebung ihre geringen Überschüsse zum Verkauf brachten oder sie mit
den Waren der Handwerker tauschten.
Ritterlager mit Rittershow
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Ritterzeltlager der
Extraklasse. Geboten werden Ritterspiele und Schaukämpfe sowie die
Einführung in die
Sitten und Gebräuche aus der mittelalterlichen Ritterzeit.
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| Saltarello spielt für die
Besucherinnen und Besucher fetzige z.T. gesungene
Mittelaltermusik auf historischen Sackpfeifen, Trommeln,
Zithern und Schalmeien |
Das Duo Lautenlümmel – ein
Duo der besonderen Art – spielt mittelalterliche
Straßenmusik mit gesungenen deutschen Texten.. |
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| Gaukler Jeremias
beeindruckt „Groß und Klein“ mit Jonglage, Gaukelei,
Kinderanimation, erzählten und gesungenen Geschichten sowie
mit Feuerschlucken. |
Ritterkampf |
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