Bas-Berichte  Archiv April - Dezember 2010

 

Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und
Johannes Pflug rufen junge Duisburger zur Teilnahme am
Jugendmedienworkshop 2011 auf.

Duisburg, 21. Dezember 2010 - Der Deutsche Bundestag lädt 40 junge Journalistinnen und Journalisten gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Jugendpresse Deutschland vom 21. bis 25. März 2011 zu einem Workshop nach Berlin ein.
Eine Woche lang werden die Jugendlichen hinter die Berliner Kulissen blicken: Sie hospitieren in Redaktionen, begleiten Hauptstadtkorrespondenten, diskutieren mit Abgeordneten aller Fraktionen und besuchen Plenarsitzungen im Deutschen Bundestag. "Bürger, Parlament, Medien – Partizipation zwischen Facebook und Parteibuch“ ist der Titel der Veranstaltung.
Bewerben können sich Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren mit einem Artikel oder einem Video-/Audiobeitrag zu einem Thema, das auf der Seite www.jugendpresse.de/bundestag näher erläutert ist. Bewerbungsschluss ist der 29. Januar 2011.

Bärbel Bas:  "Schwarz-Gelb beerdigt Solidarität in der GKV".

Duisburg, 11. November 2010 - Zur Verabschiedung der so genannten Gesundheitsreformgesetze (AMNOG und GKV-Finanzierungsgesetz) im Deutschen Bundestag erklärt die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Gesundheitsausschuss, Bärbel Bas:
Mit diesen Gesetzen zerstören CDU/CSU und FDP die tragenden Säulen der gesetzlichen Krankenversicherung. In keiner Phase der Gesetzgebungsberatungen hat Schwarz-Gelb einen Zweifel daran gelassen, dass sie mit dem gesellschaftlichen Grundprinzip der Solidarität brechen. Schwarz-gelbe Gesundheitspolitik heißt für die Menschen: massive Beitragserhöhungen, unsoziale Zusatzbeiträge und Vorkasse beim Arzt.
Mit den einkommensunabhängigen Zusatzbeiträgen wird der Traum der Bundeskanzlerin von der Kopfpauschale wahr. Das ist soziale Kälte pur. Je geringer das Einkommen, umso höher die Belastung für die Menschen. Und weil kein Steuergeld für den so genannten Sozialausgleich da ist, wird er eben aus dem Gesundheitsfonds, also den Beiträgen der Versicherten, bezahlt. Der Herbst der Entscheidung ist ein kalter Herbst für Rentner und Durchschnittsverdiener.
Durch die Festschreibung des Arbeitgeberanteils ist zudem klar, dass künftig allein die Versicherten die Verteuerung der Gesundheit bezahlen müssen. Die Mehreinnahmen aus der guten Konjunkturentwicklung verpulvert Schwarz-Gelb um sich das Wohlwollen der Privaten Krankenversicherungen und der Pharmaindustrie zu erkaufen.

Mit der erweiterten Vorkasse beim Arzt will Herr Rösler unser Gesundheitssystem zu einem Drei-Klassen-System umbauen. Nur wer privat versichert ist, bekommt beim Arzt sofort einen Termin. Wer in Vorkasse gehen kann, wird als nächstes behandelt. Warten müssen die GKV-Versicherten, die sich das nicht leisten können. Vorkasse wird damit zum indirekten Zwang und welche Leistungen die Versicherten am Ende von ihrer Kasse erstattet bekommen, ist allein deren Problem.
 

Bärbel Bas: "2011 gibt's Zusatzbeiträge, aber keinen Sozialausgleich"

Duisburg, 7. Oktober 2010 - Zum Haushalt des Bundesgesundheitsministeriums für 2011 erklärt die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas:
Der so genannte Sozialausgleich für die Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird 2011 nicht kommen. Für die folgenden Jahre stehen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) keine ausreichenden Mittel zur Verfügung. Das geht aus der aktuellen Beschlussfassung des Haushaltes 2011 des Bundesgesundheitsministeriums im Ausschuss für Gesundheit hervor. Auch 2011 werden zahlreiche Versicherte die Zusatzbeiträge an ihre Krankenversicherungen zahlen müssen. Frühestens ab 2012 soll der Sozialausgleich greifen und wird bezahlt aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds. Zu deren Aufbau wird es einen einmaligen Steuerzuschuss von 2 Mrd. Euro geben. Sobald dieser Zuschuss aufgebraucht ist, wird der Sozialausgleich aus Beitragsgeldern bezahlt.

Die Anhörung zum so genannten Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes und die Honorarsteigerungen der Ärzte zeigen, dass die Bundesregierung nicht in der Lage ist, die Leistungsausgaben der GKV wirksam zu begrenzen. Die Kostensteigerungen müssen die Kassen durch Zusatzbeiträge kompensieren. Es ist absehbar, dass sehr viel Geld für den Sozialausgleich gebraucht werden wird. Da Rösler keine weiteren Steuermittel bekommt, muss der Gesundheitsfonds einspringen. Mit der Folge, dass die Krankenkassen noch weniger Geld für die Leistungsausgaben erhalten werden und noch höhere Zusatzbeiträge verlangen werden. Die Koalition befeuert so mit ihrer Politik einen Teufelskreis anstatt ihn zu durchbrechen.

Auch an anderen Stellen in seinem Haushalt spart Rösler sinnvolle und wirksame Maßnahmen kaputt. Besonders leiden müssen die Ausgaben zur Förderung der Prävention. Nirgendwo werden Gelder so effektiv eingesetzt wie in der Prävention. Jeder zusätzliche Euro wird bei den Leistungsausgaben mehrfach eingespart. Auch bei der Aufklärung zu HIV/AIDS spart Rösler an der Substanz, genau wie bei der Bekämpfung von Drogen- und Suchtmittelmissbrauch. Dort wo noch Geld ausgegeben wird, etwa bei der Forschungsförderung, profitieren davon Großkonzerne und Pharmaindustrie. Steigen werden allein die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit. 1 Millionen Euro mehr will Rösler 2011 ausgeben, um Kopfpauschale und Vorkasse beim Arzt schmackhaft zu machen.
 

"Kein Cent mehr für Kinder ist insbesondere für viele arme Kinder in Duisburg ein Skandal"

Duisburg, 27. September 2010 - "Als SPD werden wir ganz genau prüfen lassen, ob die neuen Hartz-IV-Regelsätze verfassungskonform sind und die schwarz-gelbe Bundesregierung nicht nur getrickst hat. Ich kann mir vor allem überhaupt nicht vorstellen, dass die Regelsätze für Kinder nicht angehoben werden müssen und dann erzählt Frau von der Leyen auch noch, dass Kinder nach ihren Berechnungen sogar zwei bis zwölf Euro weniger bekommen müssten. Diese Rechnung kann ich nicht nachvollziehen. Kein Cent mehr für Kinder ist insbesondere für viele arme Kinder in Duisburg ein Skandal. So kriegen wir die Kinderarmut nicht in den Griff."

Bärbel Bas: Praktikum mit Arbeitsalltag im ambulanten Pflegedienst

Duisburg, 22. September 2010 - Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas hat heute den Job gewechselt. Im Rahmen der Aktion “Praxis für Politik“ des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) tauschte sie für einen halben Tag ihren Sitz im Deutschen Bundestag gegen ein Praktikum bei der Firma “Pflegedienst REVITA Pflege- und Gesundheitsservice GmbH“.
„Mir ist wichtig über die Unternehmen in meinem Wahlkreis und die praktische Arbeitswelt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut informiert zu sein“, sagte Bärbel Bas. Im Laufe des Vormittages erlebte die Abgeordnete mit Firmeninhaberin Sandra Jaenisch den Arbeitsalltag im ambulanten Pflegedienst: Waschen, Anziehen und Frühstück machen, medizinische Grundversorgung oder auch einfach mit den pflegebedürftigen Menschen reden und zuhören.
Im Anschluss sprachen die Beiden über die aktuelle Situation im Bereich der Pflege und die Lage für Pflegedienste in Duisburg. „Ich habe viele Anregungen aus der Arbeitswelt der Pflegedienste für meine Arbeit im Gesundheitsausschuss mitgenommen. Allein deshalb war das Praktikum eine gelungene Aktion“, sagte Bärbel Bas. Und: "Für mich ist es auf der politischen Ebene wichtig, dass in diesen ausgebildeten Berufsstand im Pflegdienst auch das Geld der Qualität folgen muss."

Pflege-Schwester Monika Welzsaraz  konnte der Duisburger Bundestagsabgeordneten genug aus ihrem Arbeitsalltag mit auf den Weg geben. "Ich weiß nicht, wie viel Freude sie in ihrem Beruf hat, aber mir macht der Umgang mit Patienten richtig Freude. Und genau das versuche ich täglich zu vermitteln."

Firmenchefin Sandra Jaenisch vermisst bei rund 80 zu betreuenden Patienten den täglichen Dienst am Menschen, "das muss mit zwölf 12 Mitarbeitern ja auch alles organisiert werden, aber irgendwie fehlt mir da manchmal etwas." Ungeachtet dessen saßen an diesem sonnenreichen Spätsommertag vier fröhlich gestimmte Damen am Tisch.

Revita-Firmeninhaberin Sandra Jaenisch, Bärbel Bas, Patientin und Pflegedienst-Schwester Monika Welzsaraz - Harald Jeschke

Praxis für Politik — mehr als 100 Abgeordnete machen mit
Auch in diesem Sommer bietet der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDW1) Abgeordneten aus dem Bundestag und dem Europäischen Parlament an, im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“ Unternehmen der Dienstleistungswirtschaft aus ihren Wahlkreisen hautnah kennenzulernen. Unternehmen aus 17 Branchen stehen zur Wahl.
Mehr als 100 Abgeordnete haben ihre Teilnahme an der Aktion bereits zugesagt. 30 Abgeordnete haben bereits ein konkretes Angebot von einem Unternehmen erhalten. Sie haben die Wahl zwischen einem Praktikum und einem Besuch.
„Die Resonanz auf unsere Aktion „Praxis für Politik“ ist ein Indiz des Engagements der Abgeordneten für die in ihren Wahlkreisen ansässigen Unternehmen. Wir freuen uns sehr, den Abgeordneten neue Einblicke in Unternehmen aus der Dienstleistungswirtschaft zu eröffnen. Das gilt aber genauso für die andere Seite; die Unternehmer und ihre Mitarbeiter. Sie erleben ihren Abgeordneten hautnah und werden in Zukunft so manche Entscheidung, die in Berlin oder Brüssel getroffen wird, aus einem anderen Blickwinkel betrachten“, so BDWi-Präsident Werner Küsters.
Folgende Branchen sind dabei:
Altenpflege, Automatenspiel (Spielhallen und Automatenaufsteller), Baumschulen, Freiberufler aus dem Bausektor (Architekten, Bauingenieure, Sachverständige),
Geld- und Werttransporte, Garten- und Landschaftsbau, Kinder- und Jugendhilfe, Private Krankenhäuser, Lotto und Toto-Annahmestellen, Tankstellen, Soziales
Unterstützungsmanagement / Berufsbetreuung, Vermittlung von Finanzdienstleistungen, Vermittlung von Versicherungen, Videotheken, Wach- und
Sicherheitsdienste, Zahntechnik, Zeitarbeit.

Bärbel Bas fordert klare Konsequenzen für die Krankenhaushygiene

Duisburg, 25. August 2010 - Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas fordert klare Konsequenzen für die Krankenhaushygiene nach dem vermutlich durch verunreinigte Infusionen verursachten Tod von drei Babys am Universitätsklinikum Mainz.
„Diese furchtbaren Todesfälle müssen klare Konsequenzen haben“, sagt Bärbel Bas, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. Bis zu 600.000 Menschen infizierten sich in Deutschen Kliniken jährlich mit Krankheitserregern und bis zu 40.000 Patienten sterben an den Infektionen. „Dieser
Zustand ist für ein Land wie Deutschland völlig untragbar. Die große Mehrzahl der Menschen könnten durch einfache Maßnahmen noch am Leben sein“.
Die Gesundheitspolitikerin hatte bereits im April in einer schriftlichen Frage an die Bundesregierung den Vorschlag für einen hauptamtlichen Krankenhaushygieniker für jedes Krankenhaus ab 400 Betten benannt. Nur jede 10. Klinik in Deutschland beschäftigt einen Hygieniker. „Das reicht nicht. Wir brauchen einen Hygieniker in jedem Haus, eine Meldepflicht für Krankenhausinfektionen und endlich eine bundeseinheitliche Regelung zur Hygiene in Krankenhäusern. Krankenhäuser sind Ländersache, aber bislang haben nur fünf Länder eine
Krankenhaushygieneverordnung erlassen. Da dürfen wir im Deutschen Bundestag nicht länger zuschauen.“
Für Bärbel Bas wären diese Maßnahmen zwar „kurzfristig mit Kosten für die Krankenhäuser verbunden, aber diese Investition in die Hygiene und das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten würde sich für die Kliniken durch weniger Pflegetage und geringere Kosten für Medikamente schnell auszahlen.“

Bärbel Bas: „SPD-Beschluss zur Rente mit 67 ist positiv“

Duisburg, 23. August 2010 - Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas ist zufrieden mit dem SPD-Beschluss zur Rente mit 67. „Der Beschluss unseres SPD-Präsidiums ist positiv, weil wir eine Aussetzung der Rente mit 67 fordern, flexible Übergänge ermöglichen wollen und eine breite innerparteiliche Diskussion
einleiten“, sagt Bärbel Bas zum einstimmigen Beschluss des SPD-Präsidiums,
die Rente mit 67 bis 2014/2015 auszusetzen und die Arbeitsmarktlage älterer Beschäftigter dann erneut zu prüfen. „Wir überprüfen nicht nur, sondern ziehen auch die nötigen Konsequenzen und werden so viel Entschlossenheit im Deutschen Bundestag auch von der schwarz-gelbe Bundesregierung einfordern“, sagt Sozialpolitikerin Bas. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt bei 63,2 Jahren, die Quote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug im Juni 2010 bei den 60- bis 64-Jährigen nur 21,5 Prozent. „Wir
dürfen das Renteneintrittsalter nicht erhöhen, wenn dies zu einer faktischen Rentenkürzung führt. Deshalb müssen wir uns jetzt auch zusammen mit den Gewerkschaften um bessere Arbeitsmarktchancen für ältere Menschen bemühen."
Ein sehr wichtiger Punkt ist für Bärbel Bas, dass sich die SPD für flexible Übergänge einsetzen will: „Viele Schichtarbeiter können einfach nicht bis 67 arbeiten. Menschen mit hoher körperlicher oder psychischer Arbeitsbelastung müssen abschlagsfrei mit 65 in Rente gehen können“.
Wichtig ist für Bärbel Bas aber auch, dass ihre Partei das Thema intensiv mit der Basis beraten will und die Kommission „Zukunft der Alterssicherung – Schutz vor Altersarmut“ einrichtet: „Ich will in Duisburg und Berlin meinen Beitrag dazu leisten, dass wir den Kampf gegen Altersarmut wirklich anpacken. Für eine solidarische Rentenpolitik müssen wir endlich alle erwerbstätigen Menschen einbinden und nach Leistungsfähigkeit beteiligen.“

Bärbel Bas: "Ärztlichen Nachwuchs durch Stärkung der Hausärzte sichern!"

Duisburg, 17. August 2010 - SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas: Die Aufwertung der Hausärzte ist ein Schlüsselelement für die Zukunft der ärztlichen Versorgung. Die Hausärzte genießen breites Vertrauen in der Bevölkerung. Sie leiten die Menschen durch die Vielfalt der modernen Therapieformen. Dieses Vertrauen haben sich die Hausärzte schwer erarbeitet und es sollte belohnt werden. Deshalb habe ich dem Hausärzteverband Nordrhein geantwortet, dass die SPD das System der Hausarztzentrierten Versorgung unterstützt.
Die geplante Absenkung der Honorarniveaus für Hausärzte durch die schwarz-gelbe Bundesregierung ist es ein großer Fehler. Allerdings gaben die gesetzlichen Krankenkassen 2009 rund 30,5 Milliarden Euro für die ambulante ärztliche Versorgung aus. Ich kann nicht einsehen, warum so viel Geld nicht für eine gute und wohnortnahe Versorgung ausreichen soll? Das Geld ist schon jetzt einfach ungerecht verteilt: Die Hausärzte verdienen deutlich
schlechter als die meisten Fachärzte.
Wenn in einzelnen Stadteilen wie Hochfeld oder Rheinhausen immer weniger Arztpraxen zu finden sind, dann liegt das aber nicht nur am fehlenden Honorar. Es krankt auch an der allgemeinen Attraktivität des Berufsbildes. Wer jungen Hochschulabsolventen 60-80 Stundenwochen als ideales Berufsbild anbietet, darf sich nicht über ausbleibenden Nachwuchs beschweren. Die Nachfrage nach Anstellungen in medizinischen Versorgungszentren spricht Bände.
Die Standesorganisationen müssen den Wandel des Berufsbildes organisieren, um die wohnortnahe Versorgung zu sichern. An der Stärkung der Hausärzte im Gesundheitssystem geht dabei kein Weg vorbei. Das heißt für mich auch: Wir müssen die den Arzt entlastenden Tätigkeiten aufwerten und die Bürokratie vom Arzt fernhalten. Dann können sich die Ärzte auch in strukturschwachen Stadtteilen wieder besser auf den Kern ihrer Arbeit konzentrieren: Die Behandlung ihrer Patienten.

Bärbel Bas: „Die Rente mit 67 sollte zumindest ausgesetzt werden."

Duisburg, 12 August 2010 - Duisburgs SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas: „Die Rente  mit 67 sollte zumindest ausgesetzt werden. Ich werde eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nicht unterstützen, wenn
dieser Schritt zu einer faktischen Rentenkürzung führt. Die Überprüfung der Arbeitsmarktlage für ältere Beschäftigte muss ernst genommen werden.“
Bereits im Juni hatte die Sozialpolitikerin Bas beim Bundesarbeitsministerium nach dem Stand des Überprüfungsberichtes nachgefragt und sieht sich durch die aktuellen Aussagen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in ihrer Skepsis bestätigt. „Die Bundesregierung scheint verschleiern zu wollen, dass die Voraussetzungen für die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters schlicht nicht gegeben sind. Die Schönfärberei von Frau von der Leyen ist eine Beleidigung für viele ältere Beschäftigte, die in ihrem Alter
einfach keinen Job mehr finden“. Von der Leyen hatte in den vergangenen Tagen eine Beschäftigungsquote von 40 Prozent in dieser Altersgruppe genannt. Im Juni hatte ihr eigenes Bundesarbeitsministerium aber Zahlen veröffentlicht, nach denen die Quote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Altersgruppe zwischen 60 und 64 Jahren nur 21,5 Prozent beträgt.
„Wir wollen den Anteil älterer Beschäftigter erhöhen und mehr Flexibilität beim Übergang vom Berufsleben zur Rente ermöglichen. Wir brauchen keine schön gefärbten Zahlen, sondern bessere Chancen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf gute und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung."

Bärbel Bas: „Offenbarungseid der schwarz-gelben Gesundheitspolitik“

Duisburg, 6. Juli 2010 - Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas erklärt zu den Eckpunkten zur Gesundheitsreform: „Die Bundesregierung schlägt mit ihrer so genannten Gesundheitsreform einen Sargnagel in die gesetzliche Krankenversicherung. Das Ergebnis von neun Monaten Koalitionsstreit ist ein Offenbarungseid der schwarz-gelben Gesundheitspolitik. Bundesgesundheitsminister Dr. med. Philipp Rösler knickt vor der Lobby ein - Nullrunden oder Einsparungen wird es mit der Klientelpartei FDP nicht geben. Die Zeche zahlt allein der Versicherte. Damit beerdigt die Bundesregierung ihre Pläne zur grundsätzlichen Reform des Gesundheitswesens. Der
Gesundheitsminister hat die Latte selbst sehr hoch gelegt - um so tiefer ist nun sein Sturz. Die einzig logische Konsequenz ist jetzt die Auflösung der bedeutungslosen Regierungskommission und der Rücktritt des Gesundheitsministers.
Die neue Regelung für Zusatzbeiträge ist unsozial, willkürlich und bürokratisch. Röslers Minimal-Sozialausgleich ist so gering, dass er noch nicht mal den Schein wahren kann.
Mehrbelastungen bei Geringverdienern wird er kaum ausgleichen können. Zudem muss die Finanzierung des Sozialausgleichs jedes Jahr aufs Neue mit dem Bundesfinanzminister verhandelt werden. Die Quittung zahlen die Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen.
An die Gesetzliche Krankenversicherung und ihre Versicherten hat die Koalition offensichtlich als letztes gedacht. Die gesetzliche Krankenversicherung wird nicht nachhaltig gestärkt. Im Gegenteil: Durch Beitragserhöhungen und Zusatzbeiträge
wird auch noch der letzte freiwillig Versicherte aus der gesetzlichen Krankenversicherung vertrieben. Übrig bleiben nur die Versicherten, die bleiben müssen. Wahlfreiheit ist für die FDP die Freiheit der Besserverdienenden. Die Regierung hat die Chance vertan, ein gerechtes Gesundheitssystem und einen
solidarischen Ausgleich zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung zu schaffen.“

Duisburgs SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas zu den Kürzungsplänen der Bundesregierung:
„Kürzungen bei den Menschen, die sich nicht wehren können.“

Duisburg, 8. Juni 2010 - "Union und FDP kürzen bei den Menschen, die sich nicht wehren können: die Elterngeldkürzung schmälert die Chancen vieler Kinder, den Arbeitslosen werden Eingliederungshilfe, Heizkostenzuschuss und Rentenbeiträge gestrichen. Das führt zu
mehr Armut und Duisburg mit einer Arbeitslosenquote von über 13 Prozent wird besonders stark unter den Folgen leiden. Sozial schwache Städte wie Duisburg werden mehr Geld für die Grundsicherung ausgeben müssen und bei nur rund 160.000
sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen werden besonders Langzeitarbeitslose noch schwerer einen neuen Job finden. An einer zukunftsfesten Haushaltskonsolidierung führt kein Weg vorbei, aber der einzige wirklich sinnvolle Kürzungsvorschlag ist für mich die Verschiebung des Berliner Schlossbaus. Alle
weiteren Kürzungspläne bleiben völlig unkonkret.
Beispiele:
Finanzmarktsteuer oder Streitkräftereform. Fest steht nur: Besserverdiener müssen keinen Beitrag leisten und das Mehrwertsteuerprivileg für Hotels bleibt bestehen. Die Klientel von Union und FDP wird komplett verschont, aber die SPD wird sich gegen diese Pläne mit allen Kräften wehren.“

Bärbel Bas und Hans Pflug rufen zum Mitmachen beim 28.
Parlamentarischen Patenschaftsprogramm 2011/2012 auf

Berlin/Duisburg, 28. Mai 2010 - Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Hans Pflug rufen zum Mitmachen beim Parlamentarischen Patenschaftsprogramm 2011/2012 auf. Schüler und junge Berufstätige können sich ab sofort beim Deutschen Bundestag für ein Austauschjahr in den USA bewerben, gleichzeitig werden Gasteltern für junge Amerikaner in Duisburg gesucht. Bärbel Bas und Hans Pflug übernehmen in ihren beiden Wahlkreisen für die jungen Deutschen Botschafter in den USA die Patenschaft.
Schüler besuchen in den USA eine High School, junge Berufstätige gehen auf das College und absolvieren anschließend ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb. Schüler müssen zum Zeitpunkt der Ausreise (31.07.2011) zwischen 15 und 17
Jahre alt sein, junge Berufstätige müssen ihre Ausbildung bis zur Ausreise abgeschlossen haben und dürfen höchstens 24 Jahre alt sein. Das Stipendium umfasst die Reise- und Programmkosten sowie die Versicherungskosten. Die Stipendiaten leben in amerikanischen Familien – eine Chance, amerikanisches Familienleben aus erster Hand kennen zu lernen.
Informationen und Bewerbungsunterlagen können im Wahlkreisbüro von Hans Pflug – 0203 24396 - angefordert werden oder direkt unter www.bundestag.de/ppp.
Anmeldeschluss ist der 03.09.2010.

Girls’ Day:
Junge Duisburgerinnen begleiten Bärbel Bas bei ihrer Arbeit in Berlin

Berlin/Duisburg, 22. April 2010 - Drei junge Duisburgerinnen begleiten heute die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas bei ihrer Arbeit in Berlin. Zwei Informations-Programme der SPD-Bundestagsfraktion machen es möglich: Die 16-jährige Valerie Dahmen besucht im Rahmen des 10. Girls‘ Day Berlin, die 17-jährige Gesa Jahnke und
die 16-jährige Mona Rosenberg nehmen als Schülerzeitungsredakteurinnen der „Steinbart Blätter“ an den 9. Jugendpressetagen teil.

Alle drei Mädchen nehmen mit Bärbel Bas an verschiedenen Terminen rund um den Reichstag teil. Sie treffen den SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier und erleben eine Plenardebatte live. Am Girls‘ Day lernt Valerie Dahmen darüber hinaus bei einem Planspiel den Verlauf der Gesetzgebung kennen. Gesa Jahnke und Mona Rosenberg besuchen das ARD-Hauptstadtstudio, die Bundespressekonferenz und die SPD-Pressestelleim Willy-Brandt-Haus.
„Girls’ Day und Jugendpressetage sind tolle Chancen für junge Menschen, den Politikalltag in der Bundeshauptstadt live und direkt zu erleben und uns Abgeordneten ein paar Anregungen mitzugeben“, sagt Bärbel Bas. Die Bundestagsabgeordnete freut
sich, dass sie gleich drei Mädchen aus Duisburg ihren Berliner Arbeitsplatz zeigen konnte: „Als SPD wollen wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit und mehr Frauen in Führungspositionen. Die Mädchen werden diese Erfahrungen im politischen Berlin auf
ihrem weiteren Weg sicher nutzen. Vielleicht treffen ich eines der Mädchen später mal wieder – als Journalistin oder Politikerin, in Berlin oder Duisburg“.