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Duisburg,
2. Dezember 2009 - Am
Freitag entscheidet der Deutsche Bundestag über das sogenannten
Wachstumsbeschleunigungsgesetz‘. Die Duisburger
SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Hans Pflug warnen vor
den Auswirkungen: „Dieses Gesetz ist ein Weihnachtsgeschenk für
Besserverdiener, Hotelbesitzer und reiche Erben. Wir brauchen
keine Klientelpolitik, sondern Zukunftsinvestitionen“.
Die schwarz-gelbe Familienpolitik kritisieren Bas und Pflug
besonders scharf: „Jedes Kind muss dem Staat gleich viel Wert
sein. Diese Familienpolitik ist aber schlicht ungerecht.“ Die
Anhebung des Kinderfreibetrages auf 7008 Euro und des
Kindergeldes um 20 Euro kosten rund 4,6 Milliarden Euro.
„Davon profitieren aber nur die Besserverdiener. Je mehr eine
Familie verdient, desto stärker profitiert sie vom Freibetrag.
Für Besserverdiener kann es künftig bis zu rund 275 Euro pro
Kind und Monat geben. Familien mit kleinen und mittleren
Einkommen bekommen aber nur 184 Euro Kindergeld für das erste
Kind“, erklärt Hans Pflug.
Bärbel Bas hat besonders die Kinder im Blick, die schon von
Kinderarmut betroffen sind: „1,7 Millionen Kinder leben in
Hartz-IV-Familien und für diese Familien wird die
Kindergelderhöhung angerechnet. Im Koalitionsvertrag fehlen
völlig Aussagen zur Bekämpfung der Kinderarmut. Die sozial
Schwachen bekommen von dieser Leistungsausweitung keinen Cent.
Für die betroffenen Kinder ist das doppelt schlimm: Sie gehen
heute leer aus und müssen morgen die Rechnung dieses
‚Schuldenaufbaugesetzes‘ bezahlen.“ |
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Berlin/Duisburg,
10. November 2009 - Am heutigen Dienstag hat die
SPD-Bundestagsfraktion die Duisburger Abgeordnete Bärbel Bas als
ordentliches Mitglied des Gesundheitsausschusses und
stellvertretendes Mitglied des Finanzausschusses benannt.
„Der Gesundheitsausschuss war mein Wunsch“, sagt Bärbel Bas. Die
Krankenkassenbetriebswirtin beschäftigt sich seit Jahren
beruflich und politisch mit der Gesundheitspolitik. „Deshalb bin
ich froh, meine Fachkompetenz in den Deutschen Bundestag im
Interesse der Arbeitnehmer und Rentner einbringen zu können.“
Die neue schwarz-gelbe Koalition wolle Kostenentlastungen nur
für die Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer müssten die absehbaren
Ausgabensteigerungen im Gesundheitssystem allein schultern. „Bei
der Privatisierung der Pflegeversicherung haben Union und FDP
schon mit der Entsolidarisierung angefangen, nach der
NRW-Landtagswahl 2010 kommt sicher auch die
einkommensunabhängige Gesundheitsprämie. Ab 2011 sollen der Chef
und die Putzhilfe einen gleich hohen Beitrag zusätzlich zahlen.
‚Mehr Netto vom Brutto‘? - Arbeitnehmern und Rentnern würden
diese Pläne einen Strich durch die Rechnung machen.“
„Ich kämpfe für eine solidarische Bürgerversicherung und werde
alles dafür tun, dass weder aus der Kopfpauschale noch aus der
Privatisierung der Pflegeversicherung etwas wird.“ Diese
ungerechte Politik will Bas in den nächsten vier Jahren im
Gesundheitsausschuss und auch im Finanzausschuss aktiv
attackieren: „Gesundheitspolitik wird mein Schwerpunkt, aber
soweit es die Zeit noch zulässt, werde ich mich auch im
Finanzausschuss gegen diese unsoziale Politik engagieren und
mich für Themen wie eine Stärkung der Kommunen wie Duisburg
einsetzen.“ |
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Berlin/Duisburg,
3. November 2009 - Am Dienstag war es endlich soweit: Der 17.
Deutsche Bundestag hat sich konstituiert und ich war als neue
Abgeordnete dabei.
Mein Highlight: Alterspräsident Heinz Riesenhuber fragt in
seiner Eröffnungsrede
„Wann haben Sie das letzte Mal ihren Abgeordneten geknuddelt“.
Das muss man
doch twittern.
Ärgerlich war allerdings das Wahlergebnis für unseren S P D - B
u n d e s t a g s -
Vizepräsidenten Wolfgang Thierse am selben Tag: Während viele
Sozialdemokraten
aus Respekt vor dem Amt des Bundestagspräsidenten auch Norbert
Lammert ihre
Stimme gaben, war soviel Anstand bei den Kolleginnen und
Kollegen der Union leider
nicht weit verbreitet. Nur 371 Stimmen bekam Wolfgang Thierse,
selbst Petra Pau von
den Linken bekam acht Stimmen mehr. Das ist unfair.
Von schlechten Wahlergebnissen kann aber auch Frau Merkel ein
Lied singen. Neun
Mitglieder aus den schwarzgesagt, dass erst ab Mitte 2010 die
Reformen kommen.
Anders ausgedrückt: Nach der Landtagswahl in NRW im Mai 2010
werden die Daumenschrauben richtig angezogen und bis dahin die
wichtigen Probleme in Kommissionen verschoben— zur Zukunft des
Gesundheitssystems, zu Mindestlöhnen oder zur Zukunft der
Gewerbesteuer für Städte wie Duisburg.
Die SPD hat in den vergangenen Jahren sicher Fehler gemacht. Wir
haben aber auch bewiesen, dass wir die guten Ideen haben.
Beispiel: Kurzarbeitergeld. Jetzt müssen
wir mit einer konstruktiven, kritischen und selbstbewussten
Oppositionsarbeit
angreifen.
Am 9. November geht es in die nächste Runde in Berlin. In gelben
Reihen hielten sie
wohl nicht für eine gute Kanzlerin und verweigerten ihr die
Stimme. Trotzdem reicht es für eine Wiederwahl. Jetzt wird’s
kalt in Deutschland:
Einer der ersten abgehakten Punkte bei den
Koalitionsverhandlungen war das Ende
des Atomausstiegs. Die Laufzeiten sollen jetzt über 2022 hinaus
verlängert werden und ich sage klar: Wer die Restlaufzeiten von
Atomkraftwerken heute verlängert, der
baut morgen auch neue AKW. Darüber hinaus ist klar: Von den
schwarz-gelben
Steuerversprechen profitieren vor allem Besserverdienende,
Unternehmen und reiche Erben. Schwarz-Gelb beendet den Weg zu
gerechten Mindestlöhnen, will an Kita- und
Studiengebühren festhalten und zementiert mit der Einführung
eines Betreuungsgeldes („Herdprämie”) die soziale Spaltung schon
bei den Kleinsten. Ich sehe mit besonders großer Sorge wie unser
Gesundheitssystem entsolidarisiert wird.
Das ist aber alles erst der Anfang. Finanzminister Wolfgang
Schäuble hat der „BILD“
2 Gesundheitspolitik war einer der größten „Knackpunkte“ in den
Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP. Das Ergebnis ist
ein seltsames Gebräu aus Klarheit und Chaos. Klar war bei
Schwarz und Gelb von vornherein, dass es für die Arbeitgeber
Kostenentlastungen geben soll und die Arbeitnehmer die
absehbaren Ausgabensteigerungen im Gesundheitssystem allein
schultern sollen. Der Arbeitgeberbeitrag von heute sieben
Prozent des Bruttolohns soll fest bleiben. Erhöhen können die
Kassen künftig nur den für Arbeitnehmer gegenwärtig
einheitlichen Beitragssatz von 7,9 Prozent.
Das Chaos beginnt bei der Sprachregelung. Während
Bundesgesundheitsminister
Philipp Rösler und sein Staatssekretär Daniel Bahr dies als
Einstieg in den Ausstieg
aus dem Gesundheitsfonds betrachten, betont Kanzleramtsminister
Pofalla, der Gesundheitsfonds stehe nicht zur Disposition.
Darüber hinaus pochen Rösler und Bahr auf die Kapitaldeckung als
„zweite Säule“ in der Pflegeversicherung installiert werden.
Anders als bei der Riester-Rente soll die private
Pflegeversicherung verbindlich eingeführt werden. Für die
Versicherungsgesellschaften wird dies bestimmt ein gutes
Geschäft.
Für die Menschen sieht das dann so aus wie bei der
Kfz-Versicherung. Jede und jeder muss sich versichern; wie gut,
bleibt der Zahlungsfähigkeit des Einzelnen
überlassen. Freiheit à la FDP. Es ist absehbar, dass Union und
FDP versuchen werden,
einen immer größeren Anteil der Pflegebeiträge zu den privaten
Versicherungskonzernen zu verlagern. Zur Zeit gibt es etwa 2,25
Millionen Pflegebedürftige; diese Zahl wird deutlich steigen.
Viele werden sich nur für den
Pflichttarif entscheiden können und müssen hoffen, nicht zum
Pflegefall zu werden.
„Mehr Netto vom Brutto“? - Den Arbeitnehmern wird die
Pflege-Pflichtversicherung
einen Strich durch die Rechnung machen. Profitieren wird das
Klientel von CDU
und FDP. „einkommensunabhängige Prämie“, die wir nicht als das
bezeichnen sollen, was sie ist: eine Kopfpauschale. Der
bayerische Gesundheitsminister Markus Söder erklärt, eine
"Kopfpauschale in reinster Form" werde es nicht geben.
Ob es die Kopfpauschale statt „in reinster Form“ in reiner Form
oder nur in unreiner
Form geben wird, müssen die Herren noch auskämpfen.
Termine
9.-13. November: Sitzungswoche im Deutschen Bundestag in Berlin
13. bis 15. November: SPD-Bundesparteitag in Dresden
4. November: Stammtisch des Bürgervereins Neudorf
7. November: Landesparteirat der NRW-SPD in Bochum
Neues aus meinem Wahlkreis
Am Dienstagabend war meine erste Politikparty in Berlin, eine
Zeitschrift hatte eingeladen. Die Kollegen von Schwarz–Gelb
waren in der Landesvertretung NRW in der Mehrheit und leider
gab‘s kein KöPi, deshalb musste ich auf Rotwein umsatteln.
Immerhin: Habe viele nette neue Kolleginnen und Kollegen aus
unserer Bundestagsfraktion getroffen und mir von Barbara
Hendricks Anekdoten
aus ihrer WG erzählen lassen. Gut zu wissen...
Seit letzten Donnerstag habe nämlich auch eine WG: Zusammen mit
Dietmar Nietan
aus Düren und Stefan Schwartze aus Herford-Minden teile ich mir
eine Büroeinheit
(3 Räume à 18 m²). Ist zwar erst einmal nur ein Raum, aber
endlich habe ich
meinen Schreibtisch in Berlin. Der Rest wird noch dauern: 350
Büro-Räume und
450 m² Lagerräume muss die SPD-Bundestagsfraktion abgeben, das
goße Tischerücken ist in vollem Gange. |
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Solidarität mit Kolleginnen und Kollegen im
Gebäudereiniger-Handwerk
Berlin/Duisburg, 27. Oktober 2009 -
Die beiden Duisburger
SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Hans Pflug haben den
streikenden Mitarbeitern des Gebäudereiniger-Handwerks in einem
offenen Brief an die IG BAU Duisburg-Niederrhein ihre
Solidarität ausgesprochen.
„Als Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete erklären wir uns
uneingeschränkt solidarisch mit Euren Streikaktionen für eine
faire Bezahlung im Gebäudereiniger-Handwerk“, schreiben
Bas und Pflug in ihrer
Solidaritätsadresse und wünschen „insbesondere den Kolleginnen
und Kollegen bei der heutigen „Putzgeister“-Großaktion in
Duisburg viel Durchhaltevermögen und weiterhin die notwendige
Kampfbereitschaft, um die berechtigen Interessen der
Beschäftigten durchzusetzen.“
Bärbel Bas und Hans Pflug halten
die Forderung von 8,7 Prozent mehr Lohn für gerecht und
schreiben daher: „Die Gebäudereiniger machen als „Unsichtbare“
einen wirklich harten Job und das muss von der Gesellschaft auch
durch eine faire Bezahlung wertgeschätzt werden. Saubere Arbeit
verdient eine saubere Lohnerhöhung.“
Bärbel Bas und Hans Pflug für Verlängerung des
Kurzarbeitergeldes
Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Hans Pflug
haben sich in der heutigen Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion für
eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes über den 31. Dezember 2009
hinaus eingesetzt.
Hans Pflug sagt: „In Duisburg waren im Juni mehr als 16.000 Menschen
in Kurzarbeit. Deshalb habe ich zuerst in Gesprächen mit
Frank-Walter Steinmeier und Olaf Scholz und später in der
Bundestagsfraktion sehr deutlich gesagt, dass die Regelung für das
Kurzarbeitergeld verlängert werden muss. Die SPD-Bundestagsfraktion
sieht das genauso, denn ich habe viel Beifall bekommen.“ Bärbel Bas
betont, dass diese Regelung sehr wichtig für Duisburg sei: „Das
Kurzarbeitergeld hat sich in der Krise sehr bewährt und wir müssen
die Menschen vor der Arbeitslosigkeit schützen.“ |