Bahn AG   VRR

Archiv Jan - Juni 2009

Duisburgs Hauptbahnhof wird zunächst mit 10 Millionen Euro modernisiert - Sanierungspläne für Empfangshalle und Personenunterführung vorgestellt.

Duisburg, 24. Juni 2009 - Die Deutsche Bahn AG hat heute die Pläne zur Modernisierung des Empfangsgebäudes des Duisburger Hauptbahnhofs vorgestellt. Ende Juli beginnt die Sanierung der Empfangshalle und der Personenunterführung. Insgesamt werden über 10 Mio. Euro in das Projekt investiert. Davon zahlen der Bund 7,9 Mio. Euro, das Land NRW 1,3 Mio. Euro und die Bahn 0,9 Mio. Euro.
Die Empfangshalle wird heller und freundlicher gestaltet, da die eingezogene Hallendecke zurück gebaut wird. Neue Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen sowie eine neue Türanlage runden das Paket ab. Die Schließfachanlage wird aus der Halle näher an die Bahnsteigaufgänge in die Personenunterführung umgesetzt. Der Service Point wird in die Fassade in Höhe des Reisezentrums integriert. "Die Wiederherstell ng der großen Eingangshalle und der neue Service Point tragen deutlich zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität bei", so Martin Sigmund (links im Bild) , Leiter des Regionalbereichs West der DB Station & Service AG. Die Personenunterführung wird durch eine attraktive Deckenverkleidung und neue Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen aufgewertet. Gleichzeitig werden Empfangshalle und Personenunterführung brandschutztechnisch ertüchtigt.
Das Reisezentrum wird ab Mitte August bis Ende Dezember in einen Container auf dem südlichen Bahnhofsvorplatz ausgelagert. Reiner Latsch (2. v.r.), Konzernbevollmächtigter der Bahn in NRW freut sich über die Verbesserungen und bat auch um Verständnis für eventuelle Einschränkungen durch die Bauarbeiten: "Wir wollen die wichtigsten Arbeiten bis zum Frühjahr des Kulturhauptstadt-Jahres 2010 abgeschlossen haben."
"Die Unannehmlichkeiten durch die Großbaustelle vor unserem Hauptbahnhof und bald auch darin ertrage ich persönlich gerne, weil ich weiß, dass nach der Fertigstellung dieses wichtige Eingangstor in unsere Stadt endlich attraktiver wird", so Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland.
Die spannende Frage bei dieser Modernisierung: Was passiert mit der denkmalgeschützten und zum Teil maroden Decken? "Wir sind zunächst froh, dass der erste Schritt getan werden kann, zumal ja 10 Millionen Euro auch schon allerhand ist", betonten NRW-Konzernchef Latsch und OB Sauerland unisono. Es geh halt nur schrittweise. Nach der Modernisierung der Empfangshalle geht es darum, den Bahnhof grundsätzlich zukunftsfähig zu gestalten, hob Adolf Sauerland hervor. Zukunftsfähigkeit zielt darauf ab, dass in Duisburg auch alle Züge den Bahnhof anfahren können und nicht durch Höhe oder Tiefe behindert werden. Dann kommt es auf den Gesamt-Finanzrahmen an, der - so Reiner Latzsch - nur unter betriebswirtschaftlichen Gesichtpunkten gesehen werden kann. Die Gesamtfinanzierung unter Einbeziehung des Denkmalschutzes sei ein immens teuere Angelegenheit. "Und da reden wir nicht über zehn Millionen Euro. Da geht es um sehr viel mehr", ergänzte Duisburgs OB. Harald Jeschke

Deutsche Bahn startet 61 Schulkooperationen in  Nordrhein-Westfalen

Auftaktveranstaltung für nachhaltige Zusammenarbeit zwischen DB und allgemeinbildenden Schulen in Köln
Köln/Duisburg, 22. Juni 2009 - Die Deutsche Bahn baut ihr Engagement an allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen aus. Im Rahmen ihrer deutschlandweiten Schulkooperationen werden Schüler frühzeitig auf den Übergang in das Berufsleben vorbereitet. Gemeinsam stellen Steffen Wurst, Vorstand Personal DB Schenker, Reiner Latsch, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Nordrhein-Westfalen, und die Ministerin für Schule und Weiterbildung von Nordrhein-Westfalen, Barbara Sommer, heute bei einer Veranstaltung in Köln die Weichen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Im Rahmen der Schulkooperationen leistet die Deutsche Bahn einen Beitrag zur Berufsorientierung von Schülern. So informiert die DB über die vielfältigenEinstiegsmöglichkeiten des Konzerns und bietet darüber hinaus Bewerbungstrainings an. Die Schüler erhalten innerhalb von Praktika und Betriebsbesichtigungen die Möglichkeit Praxis hautnah zu erleben. Auch Lehrern wird es ermöglicht, einen praxisnahen Einblick in den betrieblichen Alltag und seine Anforderungen an den Nachwuchs zu bekommen.
Dazu Reiner Latsch: "Um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu verstärken, ist uns ein partnerschaftlicher Austausch mit Schulleitern und Lehrern wichtig." Steffen Wurst ergänzte: "Mit unseren Schulkooperationen legen wir den Grundstein für eine solide Orientierung von Berufseinsteigern und für unsere eigene Nachwuchsgewinnung". Ministerin Sommer begrüßte die Zusammenarbeit: "Durch den direkten Kontakt mit der Berufs- und Arbeitswelt erhalten viele Schülerinnen und Schüler einen Motivationsschub. Die Schulkooperationen leisten einen wertvollen Beitrag für die persönliche Berufsfindung der Jugendlichen."
Im März 2009 wurden gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien angeschrieben und zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Das Interesse an Kooperationen mit der Deutschen Bahn war hoch. Unter dem Motto "Gemeinsam die Berufsorientierung von Jugendlichen stärken" konnte der Konzern jeder interessierten Schule eine Kooperation anbieten. Mit den Schulen in Nordrhein-Westfalen engagiert sich die Deutsche Bahn bundesweit insgesamt an über 220 allgemeinbildenden Schulen.

Deutsche Bahn:  Einigung mit dem VRR macht den Weg frei für mehr Qualität im Nahverkehr

Duisburg, 18. Juni 2009 -Als einen wichtigen Tag für die Fahrgäste an Rhein und Ruhr begrüßte Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von DB Regio NRW, den heutigen Verwaltungsratsbeschluss des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zur Beendigung des Rechtsstreits mit der Deutschen Bahn: "Dieser Schritt macht den Weg frei für Investitionen in neue Fahrzeuge und für deutliche Verbesserungen von Pünktlichkeit und Qualität im Nahverkehr."
Der Verwaltungsrat des VRR hat heute einem Eckpunktepapier zugestimmt, das die Beendigung des langjährigen Rechtsstreits mit der Bahn vorsieht. Damit ist der Weg frei für ein mehr als 400 Millionen Euro teures Investitionsprogramm der Bahn und des Landes NRW in neue Fahrzeuge und in ein zukunftsfähiges Finanzierungskonzept für den Nahverkehr des Reviers. So sollen u.a. im gesamten VRR-Gebiet ab 2011 ausschließlich moderne S-Bahnzüge im Einsatz sein. Neue Linienkonzepte, mehr Wagen und die Modernisierung der Regionalverkehrs-Flotte werden für mehr Komfort und Pünktlichkeit sorgen. Nach Abstimmung letzter Details wird das erste Qualitätspaket bereits zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember in die Umsetzung gehen und einen wichtigen Beitrag zu mehr Pünktlichkeit bei der S-Bahn leisten.

NRW: Über 8,5 Millionen Euro Schaden durch Vandalismus bei der Deutschen Bahn
Fast 8000 Straftaten im Jahr • Graffiti und Scratching bilden Schwerpunkt • VRR-Gebiet besonders stark betroffen

Graffiti und Scratching bilden Schwerpunkt • VRR-Gebiet besonders stark betroffen
Duisburg, 25. März 2009 - In rund 8000 Fällen ist die Deutsche Bahn AG in NRW im vergangenen Jahr Ziel von Vandalismus gewesen. Mutwillige Sachbeschädigung und oft nicht mehr zu entfernende Farbschmierereien kosteten die DB im letzten Jahr mehr als 8,5 Millionen Euro. Bundesweit registrierte das Unternehmen rund 46.000 Fälle mit einem Schaden von über 50 Millionen Euro.
Graffiti und Scratching (Zerkratzen von Scheiben und Wänden) bilden dabei den Schwerpunkt der Delikte. Betroffen sind vorwiegend die Großstädte des Ballungsraumes Rhein-Ruhr. Hauptziele der Zerstörung sind Bahnhofsgebäude, S-Bahnen und Regionalzüge innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) sowie Brückenpfeiler und andere Bahnanlagen, Lärmschutzwände und das Bahnhofsumfeld.
Von Vandalismus sind nicht nur Sitzbänke, Bahnhofsuhren, Fahrplanaushänge oder Wetterschutzanlagen betroffen, sondern auch sicherheitsrelevante Einrichtungen. So werden mutwillig Signalanlagen, Notrufeinrichtungen, Treppengeländer oder Absperrvorrichtungen zum Gleis hin zerstört. Der Düsseldorfer Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer: „Hier hat natürlich die Reparatur absoluten Vorrang. Bei der Frage Sicherheit oder Sauberkeit müssen wir angesichts der Fülle der Straftaten unser Personal und die zur Verfügung stehenden Finanzmittel immer öfter erst einmal zur Beseitigung von gefährlichen Vandalismus-Schäden einsetzen.“
Auch den Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn sei sehr wohl bewusst, dass Fahrgäste Dreck und Schmierereien als sehr störend empfinden. „Aber oft sind schon wenige Stunden nach einer aufwändigen Grundreinigung Züge, Gebäude und Bahnsteige wieder verdreckt und verschmiert.“, so Jörg Seelmeyer.

Graffitibeseitigung erfordert Spezialisten
Zur Entfernung von Graffiti müssen Spezialisten eingesetzt werden. Bei den Fahrzeugen lässt sich die aufgesprühte Farbe nur mit stark reizenden Chemikalien beseitigen, die nicht nur Schmierereien entfernen, sondern auch die darunter liegenden Lack- und Folienschichten angreifen. Deshalb ist die Entfernung der Schmierereien aus der Spraydose nur in speziell ausgestatteten Werkstätten möglich, da hierbei besondere Umwelt- und Arbeitsvorschriften beachtet werden müssen. Lösungsmittelfreie sowie umweltfreundliche Lacke sind spätestens nach der zweiten "chemischen Reinigung" zerstört und müssen komplett erneuert werden. Für die Reinigung eines S-Bahn-Zuges benötigen zwei bis drei Fachkräfte einen ganzen Arbeitstag. Die Volllackierung eines Wagens kostet bis zu 15.000 Euro und dauert rund sieben Tage.
Auch bei der Beseitigung von Farbschmierereien an Bahnhofsgebäuden ist Fach-Know-how erforderlich. Bei historischen Gemäuern zum Beispiel aus Sandstein frisst sich der Lack regelrecht in das Gestein ein und kann nur durch eine teure Sandstrahlbehandlung entfernt werden. In anderen Fällen werden die Graffitiflächen überstrichen, geschieht das mehrfach, leidet die Luftdurchlässigkeit des Steins. Es drohen Feuchtigkeitsschäden und Mauerschimmel. Bahnhofsgebäude erhalten zum Schutz neben Lackanstrichen auch sogenannte "Opferschichten". Darauf lässt sich Graffiti zwar leicht entfernen, aber nach drei bis vier Reinigungen muss die Schicht erneuert werden.
Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer: "Wenn wir Flächen reinigen oder überstreichen lauert oft schon hinter der nächsten Ecke ein Sprayer und freut sich, dass er wieder eine freie Fläche besprühen kann." "Aus den vielen Hinweisen von Kunden und Mitarbeitern sowie Bahnhofspaten können wir erkennen, wo sich die aktuellen Schwerpunkte der Sprayerszene bilden", sagt Jens Puls, Leiter der Konzernsicherheit der Deutschen Bahn AG. Das ist eine wichtige Grundlage für gemeinsame Einsätze von Bundespolizei und der DB Sicherheit GmbH. Auch die Kameraüberwachung auf Bahnhöfen, die von den 3-S-Zentralen (3 S steht für Service, Sicherheit und Sauberkeit) koordiniert wird, hilft Straftäter aufzuspüren.

ET 422 – die neue S-Bahn Ära

Duisburg, 11. März 2009 - Mit einem neuen S-Bahn-Konzept für mehr Qualität und Pünktlichkeit, wartet die Deutsche Bahn auf. So wurden die Linien S2, S7 und S9 bereits auf die modernen Triebzüge der Baureihe ET 422 (Foto) umgestellt.
Thorsten Siggelkow, Leiter des Geschäftsbereichs Rhein-Ruhr von DB Regio NRW und Projektleiter Karl-Heinz Vosskamp, zogen auf der heutigen „Rollenden Pressekonferenz“, auf dem Weg von Essen Hbf nach Dortmund Hbf, eine erfolgreiche Bilanz. 33 der modernen S-Bahnen sind bereits seit 100 Tagen im Einsatz. Bis zum Jahresende sollen es 65 Fahrzeuge sein. Insgesamt sollen 84 Elektrotriebwagen ET 422 bis 2010 im Verbundbereich des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) rollen. Das Konzept sieht vor, im VRR ausschließlich diesen Typ einzusetzen. Bis Ende 2011 sollen dann 116 ET 422 im VRR fahren, also 32 mehr als ursprünglich geplant.
Das Fazit nach 100 Tagen: Die Deutsche Bahn ist mit den neuen Fahrzeugen sehr zufrieden. Sie seien zuverlässiger als die herkömmlichen Elektrotriebwagen. Die Pünktlichkeit z.B. der Linie S2 liegt bei 98 Prozent. Ein modernes Informationssystem im Inneren und Äußeren hält den Fahrgast visuell und akustisch auf dem Laufenden. Der Fahrer kann vom Führerraum in den gesamten Fahrgastbereich einsehen. Videoüberwachung und Fahrgastsprechstellen in jedem Einstiegsbereich runden das Sicherheitskonzept ab. Kratzschutzfolien auf den Innenseiten der Fenster halten Vandalismuseinflüssen stand.
Der Lack der Außenwände ist mit einer Spezialbeschichtung versehen, damit sich Graffiti leichter entfernen lässt.
Der spurtstarke 140 Stundenkilometer schnelle ET 422 ist mit einem komplett neuem Bremssystem, sowie Magnetschienenbremsen ausgestattet. Diese wirken auch der im Herbst oftmals auftretenden Schmierfilmproblematik entgegen. Dank seines energiesparenden Abstellkonzepts leistet der neue Elektrotriebwagen einen Beitrag zum Umweltschutz.
Manfred Schneider (Text und Fotos)

 

Der Innenraum: Geräumig und sauber

Rollende Pressekonferenz mit DB-Pressesprecher NRW Gerd Felser, Projektleiter Karl-Heinz  Voßkamp und Geschäftsbereichsleiter Thorsten Siggelkow (vorne von links nach rechts)

Zugführer Frank Hasse hat gute Sicht im modernen Cockpit

Das Konzept sieht vor, im VRR ausschließlich neue Elektrotriebwagen
Seit dem Start auf der S 7 am 17. November 2008 fahren inzwischen 33 moderne S-Bahn-Flitzer auf drei S-Bahn-Linien, neben der S 7 sind auch die S 2 und S 9 komplett umgestellt worden. Derzeit wird die sukzessive Umrüstung der S 1 auf neue Fahrzeuge vorbereitet, bis Jahresende sollen 65 ET 422 im Einsatz sein. Bis 2010 werden dann nach und nach alle 84 ET 422 auf den S-Bahn-Linien im Verbundbereich des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) rollen. Die DB Regio NRW GmbH erfüllt damit vollständig ihre verkehrsvertraglichen Pflichten aus dem Verkehrsvertrag mit dem VRR.
Thorsten Siggelkow, Leiter des Geschäftsbereichs Rhein-Ruhr von DB Regio NRW und Karl-Heinz Voßkamp, Projektleiter für die Produkteinführung der BR 422 für die S-Bahn Rhein-Ruhr, ziehen eine erfolgreiche Bilanz: "100 Tage Einsatz der neuen Fahrzeuge heißt mehr Komfort, Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit", und ergänzen: "Die Investition von annähernd 400 Millionen Euro in die neuen Züge ist gut angelegtes Geld."
"Jetzt gilt es, darauf aufzubauen und mit dem von uns erarbeiteten neuen S-Bahn-Konzept zügig im Dezember 2009 an den Start zu gehen und weiter bei unseren Kunden zu punkten", meint Siggelkow.

Das Konzept sieht vor, im VRR ausschließlich neue Elektrotriebwagen einzusetzen. Bis Ende 2011 sollen insgesamt 116 ET 422 im VRR-Gebiet rollen, 32 mehr als ursprünglich vereinbart. Schon zum Fahrplanwechsel 2009/10 soll ein neues Fahrplansystem umgesetzt werden, das vorrangig Veränderungen im Bereich Düsseldorf vorsieht. Dort wird die S 1 den südlichen Verlauf der S 7 bis Solingen sowie die S 11 den nördlichen Teil der S 7 bis Flughafen Terminal übernehmen. Damit erhält dieser linksrheinische Bereich erstmals eine unmittelbare S-Bahn-Anbindung an den Flughafen Düsseldorf. Siggelkow betonte, durch die Entzerrung des Knotens Düsseldorf bedeute dieses Konzept auch mehr Pünktlichkeit im gesamten S-Bahn-System an Rhein und Ruhr.
Das Konzept ist Bestandteil des Eckpunktepapiers, das VRR und DB Regio NRW am 19.12.2009 zusammen mit dem Land NRW in Düsseldorf unterzeichnet haben. Das Eckpunktepapier soll einen langjährigen Rechtsstreit

zwischen den Parteien außergerichtlich beenden und bis spätestens Ende März dieses Jahres vertraglich unter Dach und Fach gebracht werden. Das Verwaltungsgericht hatte der DB Regio NRW in allen Punkten recht gegeben und den VRR verurteilt, Zahlungseinbehalte von April 2007 bis November 2008 in Höhe von 112,5 Millionen Euro zurückzuzahlen. Ferner bestätigte das Gericht, dass die vom VRR im Juni letzten Jahres ausgesprochene Kündigung des Verkehrsvertrages wegen angeblicher Verfehlungen im Bereich Sicherheit- und Serviceleistungen in der S-Bahn nicht rechtens war.
"Wir stehen voll und ganz zu den Inhalten des Eckpunktepapiers, die für eine weitere Qualitätssteigerung im VRR-Gebiet sorgen werden", so Siggelkow. Für die Umsetzung des neuen S-Bahnkonzeptes möchte die Bahn nochmals rund 150 Millionen Euro investieren. Die neue Fahrzeugflotte im VRR hätte damit einen Gesamtwert von über einer halben Milliarde Euro. "Jetzt kommt es darauf an, ob sich der VRR an seine Unterschrift unter das Eckpunktepapier hält, damit die Verbesserungen für die Fahrgäste umgesetzt werden können", hofft Siggelkow.
Die neuen Fahrzeuge mit ergonomischen Sitzen, Klimaanlage, visuellem und akustischem Fahrgastinfo-System kommen auch bei den Kunden gut an. Damit sie auch weiterhin zuverlässig, pünktlich und sauber fahren, sorgen die zwei Regio-Werkstätten in Essen und Düsseldorf für regelmäßige Wartung. Alle abgestellten Fahrzeuge werden überwacht, damit sie von Vandalismus und Graffiti verschont bleiben.
Insgesamt umfasst das Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr zehn Linien mit einer Gesamtstreckenlänge von 506 Kilometern. Die dort verkehrenden Fahrzeuge vom Typ ET 422, ET 423 sowie die mit E-Loks der Baureihe 143 bespannten x-Wagen-Züge fahren insgesamt 167 Stationen an.
Die DB Regio NRW GmbH investiert fast 400 Millionen Euro, um die Qualität des S-Bahn-Netzes an Rhein und Ruhr deutlich zu steigern. Gebaut werden die Fahrzeuge vom Herstellerkonsortium Bombardier Transportation und Alstom LHB in Hennigsdorf bei Berlin und in Salzgitter.