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Duisburg, 11. März 2009 - Mit einem
neuen S-Bahn-Konzept für mehr Qualität und Pünktlichkeit, wartet
die Deutsche Bahn auf. So wurden die Linien S2, S7 und S9
bereits auf die modernen Triebzüge der Baureihe ET 422 (Foto)
umgestellt.
Thorsten
Siggelkow, Leiter des Geschäftsbereichs Rhein-Ruhr von DB Regio
NRW und Projektleiter Karl-Heinz Vosskamp, zogen auf der
heutigen „Rollenden Pressekonferenz“, auf dem Weg von Essen Hbf
nach Dortmund Hbf, eine erfolgreiche Bilanz. 33 der modernen
S-Bahnen sind bereits seit 100 Tagen im Einsatz. Bis zum
Jahresende sollen es 65 Fahrzeuge sein. Insgesamt sollen 84
Elektrotriebwagen ET 422 bis 2010 im Verbundbereich des
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) rollen. Das Konzept sieht vor,
im VRR ausschließlich diesen Typ einzusetzen. Bis Ende 2011
sollen dann 116 ET 422 im VRR fahren, also 32 mehr als
ursprünglich geplant.
Das Fazit nach 100 Tagen: Die Deutsche Bahn ist mit den neuen
Fahrzeugen sehr zufrieden. Sie seien zuverlässiger als die
herkömmlichen Elektrotriebwagen. Die Pünktlichkeit z.B. der
Linie S2 liegt bei 98 Prozent. Ein modernes Informationssystem
im Inneren und Äußeren hält den Fahrgast visuell und akustisch
auf dem Laufenden. Der Fahrer kann vom Führerraum in den
gesamten Fahrgastbereich einsehen. Videoüberwachung und
Fahrgastsprechstellen in jedem Einstiegsbereich runden das
Sicherheitskonzept ab. Kratzschutzfolien auf den Innenseiten der
Fenster halten Vandalismuseinflüssen stand.
Der Lack der Außenwände ist mit einer Spezialbeschichtung
versehen, damit sich Graffiti leichter entfernen lässt.
Der spurtstarke 140 Stundenkilometer schnelle ET 422 ist mit
einem komplett neuem Bremssystem, sowie Magnetschienenbremsen
ausgestattet. Diese wirken auch der im Herbst oftmals
auftretenden Schmierfilmproblematik entgegen. Dank seines
energiesparenden Abstellkonzepts leistet der neue
Elektrotriebwagen einen Beitrag zum Umweltschutz.
Manfred Schneider (Text und Fotos)
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Der
Innenraum: Geräumig und sauber |
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Rollende
Pressekonferenz mit DB-Pressesprecher NRW Gerd
Felser, Projektleiter Karl-Heinz Voßkamp und
Geschäftsbereichsleiter Thorsten Siggelkow (vorne
von links nach rechts) |
Zugführer Frank
Hasse hat gute Sicht im modernen Cockpit |
Das Konzept sieht vor, im VRR
ausschließlich neue Elektrotriebwagen
Seit dem Start auf der S 7 am 17. November 2008 fahren
inzwischen 33 moderne S-Bahn-Flitzer auf drei S-Bahn-Linien,
neben der S 7 sind auch die S 2 und S 9 komplett umgestellt
worden. Derzeit wird die sukzessive Umrüstung der S 1 auf neue
Fahrzeuge vorbereitet, bis Jahresende sollen 65 ET 422 im
Einsatz sein. Bis 2010 werden dann nach und nach alle 84 ET 422
auf den S-Bahn-Linien im Verbundbereich des Verkehrsverbund
Rhein-Ruhr (VRR) rollen. Die DB Regio NRW GmbH erfüllt damit
vollständig ihre verkehrsvertraglichen Pflichten aus dem
Verkehrsvertrag mit dem VRR.
Thorsten Siggelkow, Leiter des Geschäftsbereichs Rhein-Ruhr von
DB Regio NRW und Karl-Heinz Voßkamp, Projektleiter für die
Produkteinführung der BR 422 für die S-Bahn Rhein-Ruhr, ziehen
eine erfolgreiche Bilanz: "100 Tage Einsatz der neuen Fahrzeuge
heißt mehr Komfort, Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit", und
ergänzen: "Die Investition von annähernd 400 Millionen Euro in
die neuen Züge ist gut angelegtes Geld."
"Jetzt gilt es, darauf aufzubauen und mit dem von uns
erarbeiteten neuen S-Bahn-Konzept zügig im Dezember 2009 an den
Start zu gehen und weiter bei unseren Kunden zu punkten", meint
Siggelkow.
Das Konzept sieht vor, im VRR ausschließlich neue
Elektrotriebwagen einzusetzen. Bis Ende 2011 sollen insgesamt
116 ET 422 im VRR-Gebiet rollen, 32 mehr als ursprünglich
vereinbart. Schon zum Fahrplanwechsel 2009/10 soll ein neues
Fahrplansystem umgesetzt werden, das vorrangig Veränderungen im
Bereich Düsseldorf vorsieht. Dort wird die S 1 den südlichen
Verlauf der S 7 bis Solingen sowie die S 11 den nördlichen Teil
der S 7 bis Flughafen Terminal übernehmen. Damit erhält dieser
linksrheinische Bereich erstmals eine unmittelbare
S-Bahn-Anbindung an den Flughafen Düsseldorf. Siggelkow betonte,
durch die Entzerrung des Knotens Düsseldorf bedeute dieses
Konzept auch mehr Pünktlichkeit im gesamten S-Bahn-System an
Rhein und Ruhr.
Das Konzept ist Bestandteil des Eckpunktepapiers, das VRR und DB
Regio NRW am 19.12.2009 zusammen mit dem Land NRW in Düsseldorf
unterzeichnet haben. Das Eckpunktepapier soll einen langjährigen
Rechtsstreit
zwischen den Parteien außergerichtlich beenden und bis
spätestens Ende März dieses Jahres vertraglich unter Dach und
Fach gebracht werden. Das Verwaltungsgericht hatte der DB Regio
NRW in allen Punkten recht gegeben und den VRR verurteilt,
Zahlungseinbehalte von April 2007 bis November 2008 in Höhe von
112,5 Millionen Euro zurückzuzahlen. Ferner bestätigte das
Gericht, dass die vom VRR im Juni letzten Jahres ausgesprochene
Kündigung des Verkehrsvertrages wegen angeblicher Verfehlungen
im Bereich Sicherheit- und Serviceleistungen in der S-Bahn nicht
rechtens war.
"Wir stehen voll und ganz zu den Inhalten des Eckpunktepapiers,
die für eine weitere Qualitätssteigerung im VRR-Gebiet sorgen
werden", so Siggelkow. Für die Umsetzung des neuen
S-Bahnkonzeptes möchte die Bahn nochmals rund 150 Millionen Euro
investieren. Die neue Fahrzeugflotte im VRR hätte damit einen
Gesamtwert von über einer halben Milliarde Euro. "Jetzt kommt es
darauf an, ob sich der VRR an seine Unterschrift unter das
Eckpunktepapier hält, damit die Verbesserungen für die Fahrgäste
umgesetzt werden können", hofft Siggelkow.
Die neuen Fahrzeuge mit ergonomischen Sitzen, Klimaanlage,
visuellem und akustischem Fahrgastinfo-System kommen auch bei
den Kunden gut an. Damit sie auch weiterhin zuverlässig,
pünktlich und sauber fahren, sorgen die zwei Regio-Werkstätten
in Essen und Düsseldorf für regelmäßige Wartung. Alle
abgestellten Fahrzeuge werden überwacht, damit sie von
Vandalismus und Graffiti verschont bleiben.
Insgesamt umfasst das Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr zehn Linien mit
einer Gesamtstreckenlänge von 506 Kilometern. Die dort
verkehrenden Fahrzeuge vom Typ ET 422, ET 423 sowie die mit
E-Loks der Baureihe 143 bespannten x-Wagen-Züge fahren insgesamt
167 Stationen an.
Die DB Regio NRW GmbH investiert fast 400 Millionen Euro, um die
Qualität des S-Bahn-Netzes an Rhein und Ruhr deutlich zu
steigern. Gebaut werden die Fahrzeuge vom Herstellerkonsortium
Bombardier Transportation und Alstom LHB in Hennigsdorf bei
Berlin und in Salzgitter. |