Lexikon - 2008: Blick über die Grenzen
 

Eishockey-Almanach 2008
Eishockey international
Eishockeynationen von A - Z    Aktive - Arenen - Referees WM-Ranking 1920 - 2008
 Nationenwertung allgemein  
Redaktion: Horst Eckert und Harald Jeschke
Webmaster: Dietmar Tersteegen
                      

 
NHL-Almanach -  Die Geschichte des Stanleycups
                     

College-Almanach

65

Nation

Nation-Code IIHF-Mitglied
50

Meister
2006

Meister
 2007

Meister 2008
Algerien        
Andorra
 
AND ja   Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Agentinia  ARG ja   Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Armenia ARM ja Dinamo Yerevan SCA Yerevan HC Urartu Jerewan
Asienleague / Asienliga       Oji Seishi Tomakomai
Australien AUS ja West Sidney Ice Dogs Newcastle Northstars Newcastle North Stars
Austria
Österreich
 
AUT ja Wien Capitals SV Villach Red Bulls Salzburg
Azerbaijan AZE   Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Belarus
Weißrussland
BLR ja Junost Minsk Junost Minsk  Keramin Minsk
Belgium / Belgien BEL ja IHC Leuven White Caps Turnhout With Caps Turnhout
Bulgaria  BUL ja Slavia Sofia Akademika Sofia Keine komplette Liga gesp.
Bosnia+
Herzegovina
BIH ja Bosna Sarajevo Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Brasil  BRA ja   Keine Meisterschaft Hipica Campinas
Canada CAN ja Allan-Cup: Tunder Bay Bombers Powell River Regals (Allan-Cup-Sieger) Allan Cup: Brantford Blast
China
Asienleague / Asienliga
CHN Harbin  Qiqihar Hei Long Sharks Peking
Chinese Taipei TPE ja Taipeh Raptors Sharks Taipei Sharks Chsiyi
Croatia CRO ja Medveszak Zagreb Medveszak Zagreb Medvescak Zagreb
Czech Republic
Tschechien
CZE ja HC Moeller Pardubice Sparta Prague Slavia Prag
Denmark DEN ja Herning IK Söderjyske E. Vojens Herning Blue Fox
DPR Korea  Nordkorea PRK   Pyonchol Pyongyang
Estonia EST ja Tartu Välk HK Stars Tallin Tartu Kalev Välk
Finland FIN ja Kärpät Oulu HPK Hämeenlinna Kärpät Oulu
France FRA ja HC Mulhouse Rouen Dragons HC Rouen Dragons
Georgien       Rukhi Nglebi Tiblissi
Germany GER ja Eisbären Berlin Eisbären Berlin Eisbären Berlin
Great Britain GBR ja Coventry Blaze Newcastle Vipers Sheffield Steelers
Greece GRE ja   Keine Meisterschaft Iptameni Athen
Hong Kong HKG   Inoffiz.: Budweiser Hongkong Hong Kong-Team
Hungary
Ungarn 
HUN ja Alba Volan Alba Volan Szekesfehervar Alba Volan Szekesfehervar
Iceland ISL ja Skautafelag Akureyrar Skautefelag Reykjavik Skautafelag Akureyrar
India IND Indian Army Red Indian Red Army Jamnu Kashmir Blue-Team
Irland IRL ja   Keine Meisterschaft Dundalk Bulls
Israel ISR ja Maccabii Lod HC Haifa Hawks HC Haifa
Italy ITA ja HC Mailand Vipers HC Mailand Vipers HC Bozen
Japan

Asienleague / Asienliga

JAP ja Kokudo Lions Tokyo Kokudo Ice Hockey (JPN) Champion 2006 der Asia-League
Japan-Champion 2006: Nippon Paper Cranes
Oji Seishi Tomakomai
Kazakstan KAZ ja Ust-Kamenogorsk Kazakhmays Karaganda  Barys Astana
Korea
Asienleague / Asienliga
KOR ja Yonsei Universität Yonsei University
Kokudo Ice Hockey (JPN) Champion der Asia-League
High 1 Koyang
Latvia LAT ja HK Riga 2000 HK Riga 2000 SK Liepajas Metalurg
Lithuania LTU ja Energija Lietnvos Energija Elektrenai wurde zum Meister 2006 erklärt. Elektreny Poseidonas
Liechtenstein LIE ja   Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Luxemburg LUX ja   Keine Meisterschaft Puckers  Luxemburg
Macedonia MKD   Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Macau MAC   Keine Meisterschaft  
Malaysia       Fangs Kuala Lumpur
Mexico MEX Lomas Verdes San Jeronimo Osos San Jeronimo Osos
Mongolia MON Baganuur Baganurr City Ofgon od Ulaanbaator
Namibia NAM ja   Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Netherlands NED ja Amsterdam Bulldogs Emperos Nijmwegen Tilburg Trappers
Norway NOR ja Valerenga Oslo Valerenga Oslo Storhamar Dragons
New Zealand NZL ja Auckland Southern Stampede Botany Swarm
Poland POL ja  GKS Tychy Krakovia Krakau Cracovia Krakau
Portugal POR   Keine Meisterschaft Keine Meisterschaft
Romania ROM Steaua Bukarest Steaua Bukarest
SC Miercurea Ciuc
Russia RUS ja Dynamo Moskau AK Bars Kazan
 
Salavat Julaev Ufa
Serbien SCG ja Crven Zwezda
(Roter Stern) Belgrad
Partizan Belgrad HK Partizan Belgrad
South Africa RSA ja  Krugerdorp Wildcats Ama Horney Pretoria

Western Province 

 
Singapore SIN ja Brewerkz  Bruins Linear Technology Harrys Singapur
Slovakia SVK ja   MSHK Zilina Slovan Bratislava
Slovenia SLO ja Acroni Jesenice HK Acroni Jesenice
Meister Nationale Liga und Interliga
Arconi Jesenice
Spain  ESP ja HC Puigcenda HC Puigcenda Puigcerda  
Sweden SWE ja Frölunda Göteborg Färjestad Karlstad
 
HV 71 Jonköping
Switzerland SUI ja HC Davos HC Lugano Zürich Lions
  Taipai       Chaiyi Sharks
Thailand THA ja   Keine Meisterschaft  
Turkey TUR ja Polis Akademisi Ankara Polis Akademisi Koleji Ankara Polis Akadeisi Ankara
Ukraine UKR ja Sokol Kiew Sokol Kiew Sokol Kiew II
UAE United Arab Emirates UAE ja   Inoffiz.: Fritz Kohl Dubai Keine Meisterschaft.
USA
North America
USA ja Unifersity of Denver Pioneers Uni of Wisconsin Badgers NCAA Boston College

 

 

Alle Ergebnisse und Tabellen der Weltmeisterschaften 2008
 
Weltmeisterschaft (A-WM)  
2. - 18.5. in Quebec und Halifax / Kanada  

Ergebnisse

Tabelle
WM-Division I (B-WM), Gruppe A  
13. - 19.4. in Innsbruck / Österreich  

Ergebnisse

Tabelle
WM-Division I (B-WM), Gruppe B  
13. - 19.4. in Sapporo / Japan  

Ergebnisse

Tabelle
WM-Division II (C-WM), Gruppe A  
7. - 13.4. in Miercurea Ciuc / Rumänien  

Ergebnisse

Tabelle
WM-Division II (C-WM), Gruppe B  
7. - 13.4. in Newcastel / Australien  

Ergebnisse

Tabelle
WM-Division III (D-WM)  
31.3. - 6.4. in Luxemburg / Luxemburg  

Ergebnisse

Tabelle

 

Blick über die Grenzen 2007/08 Von Horst Eckert
Archiv 2006 - 2007

 

Die Sbornaja ist wieder da

1. Januar 2009 - Die Sbornaja, wie man in Russland das Nationalteam liebevoll nennt, ist wieder voll in Betrieb. Beim Channel-One-Cup in Moskau – wo nun leider auch die englischen Turniernamen Einzug halten – bauten die Russen ihre Führungs-position in der Gesamtwertung des Vier Nationen-Wettbewerbs aus. 4:1 gegen Finnland, 5:2 gegen die Tschechen und gar 6:2 gegen Schweden unterstrichen diese Spitzenposition. 38 500 begeisterte Fans erlebten die drei Spiele in der neuen Khodynka-Arena.

Die Stimmung war wie einst im Lushniki-Palast, wo Cracks wie Makarov, Krutov und Larionov die Fans bezauberten. Trainer Slava Bykov hat eine tolle Truppe auf dem Eis. Die einst auf Moskau konzentrierte Ansammlung von Stars ist zwar vorbei, aber die Verteilung der Leistungsträger über das ganze Land schafft auch dort Vorbilder, die den Ehrgeiz des Nachwuchses sehr positiv beeinflusst.

Die Stars der Sbornaja kommen heute aus Kazan, Ufa und Jaroslavl. Die Cracks der Moskauer Klubs Dynamo, Spartak und CSKA spielten derzeit keine so große Rolle mehr. Das Team spielt modernes Eishockey, kraftvoll wie in der NHL und technisch brillant wie es eben nur in der russischen Schule gelernt und praktiziert wird. Man dar gespannt sein wie die Sbornaja bei den beiden nächsten großen Turnieren, der WM in der Schweiz (2009) und dem Olympischen Turnier in Vancouver (2010)auftreten.
Man darf sich wieder darauf freuen.

Heiße Sonne und Wayne Gretzky

23. November 2008 - Arizona, im Süden der USA, wo einst die Apatschen auf dem Kriegspfad waren, ist die heiße Zone des Landes. Und dort wird Eishockey gespielt. In Glendale, einem Vorort von Phoenix spielt der NHL-Klub Coyotes. Die Klubverwaltung findet man am Sunset Boulevard, die 17 125 fassende „Jobing-Arena“ steht in der Maryland Avenue.
Neben Eishockey kann man im November 2008 dort auch ein Konzert von Tina Turner, das Gastspiel des Trans Sibirian Orchesters oder eine Eisrevue sehen.
Für einen guten Sitzplatz muss man rund 60 Dollar berappen. Auch beim Eishockey, wenn die Coyotes antreten. Jerry Moyes ist der Klubbesitzer. In seinem Transport-Unternehmen fahren 18 000 Lastwagen. Der Lkw-Patriarch hat zehn Kinder und zehn Enkel. Sein Superstar bei den Coyotes ist Wayne Gretzky. Der beste Spieler aller Zeiten ist bei den Coyotes Alternativ Governor und Managing-Partner. Aber er ist auch Chefcoach des NHL-Teams, das international besetzt ist.

Sieben Kanadier und vier US-Boys bilden die Basis. Dazu zwei Russen, zwei Tschechen, und je ein Gastspieler aus Finnland, Schweden und Dänemark. Star im Team ist der Finne Olli Jokinen, der die Fans unter den 1,3 Millionen Einwohnern von Phoenix begeistert. In der Mannschaft spielt auch der 20-jährige Enkel Viktor, von Russlands großer Trainerlegende.Viktor Tikhonov. Heuer haben die Coyotes die Fans mit einem guten Start überrascht. In den Vorjahren war die Aufbauphase der jungen Mannschaft. Dort hat ein Trainer noch die Zeit über Jahre an einem guten Team zu arbeiten. Die Fans gehen nicht wie in Deutschland „zum Sieger“ sondern dort geht man „zum Eishockey“! Mit dem alten Fuchs John Muckler als General-Manager will Gretzky bald in die Play-offs vordringen – noch arbeitet man daran.

Tichonov-Enkel spielt für Gretzky

12. November 2008 - Wer hätte das gedacht! Der Enkel der großen, einst erfolgreichsten Trainers der Welt, Viktor Tichonow spielt in der NHL für Wayne Gretzky und seine Phoenix Coyotes.
Opa Oberst a.D. Viktor Tichonow, der einst Starkeeper Vladislav Tretjak den Sprung in die NHL zu den Montreal Canadiens verweigerte, muss nun erleben dass sein gleichnamiger Enkel in dieser Liga spielt. Den jungen Viktor hatte er noch selbst trainiert, ihn aber mit 17 Jahren in das Reserveteam von ZSKA Moskau geschickt.

Viktor Junior, am 12. Mai 1988 in Riga geboren, kam über den Zweitligisten HK Dmitrov in die Eliteliga Russlands zu Serverstal Cherepovets. Dort kam er in zwei Spielzeiten in 55 Partien zum Einsatz und schoss dabei 7 Tore und verbuchte  6 Assists. „Entdeckt“ wurde er bei der Junioren WM 2008, wo er als bester Stürmer ausgezeichnet wurde. Die Phoenix Coyotes holten ihn nach Arizona (USA). Dort ist Wayne Gretzky sein Coach. Mit Ilya Bryzgalov und Enver Lisin traf er zwei Landsleute, die ihm den Einstieg in die Profiliga erleichterten.

2008/09 bestritt er als Linksaußen bisher 13 Spiele für die Coyotes und kam dabei auf drei Skorerpunkte. In Moskau verfolgt man interessiert die Karriere das jungen Mannes mit dem großen Namen.

Beate Grupp ist die Eishockeyfrau Nummer eins

10. November 2008 -Der Eishockey-Weltverband IIHF hat die Vorsitzenden der 16 Fachgruppen- Committees bekannt gegeben. Deutschland ist in acht dieser Fachgruppen vertreten und stellt in drei Committees den Chairman (Vorsitzender).
Chefin von gleich zwei Committees ist unsere Eishockeyfrau Nummer eins, Dr. Beate Grupp. Sie ist Vorsitzende des Frauen- und des Enviroment-Committees  Die DEB-Frauenbeauftragte gehört damit zu den hochrangigen IIHF-Führungskräften.

Sie betreibt im württembergischen Geislingen eine Praxis für Sportmedizin, Physiotherapie und Orthopädie. Ihre Freizeit abergehört dem Eishockeysport. Dritter Committee-Chef ist der Münchner Gerhard Mösslang, der das Disziplinarressort leitet.
Weitere Deutsche sind in den einzelnen Committes vertreten. So der deutsche IIHF-Generalsekretär Horst Lichtner (Executive-Com.), DEB- Präsident Uwe Harnos (Legal-Com.), DEB-Generalsekretär Franz Reindl (Competition-Com.), DEB-Direktor Michael Pfuhl (Development-Com.) und DEB-Schiedsrichter-Obmann Gerhard Lichtnecker (Officiating-Com.). Foto: Archiv Eckert 

Krutov-Sohn in Zürich

Oktober 2008 - Wo der berühmte Vater Vladimir Krutov von 1990-92 spielte, ist nun auch
sein Sohn Alexej aktiv, bei den Zürich Lions in der Schweizer Nationalliga A.
Der 1984 in Moskau geborene Sohn der Pucklegende Vladimir Krutov ist was den Eishockeysport betrifft nicht ganz nach dem Papa geraten.
Während Vladimir Krutov im Trikot von CSKA Moskau und der UdSSR-Nationalmannschaft Titel sammelte und als linker Außenstürmer Weltklasse war, ist Sohn Alexej in Russland eher ein „kleines Licht“ auf dem Eis.

Er begann im Nachwuchs von CSKA Moskau, wurde 1999-2001 im Zweitligateam aufgebaut und absolvierte in der Saison 2001-02 immerhin zehn Spiele im Erstligateam des Armeeklubs. Dann begann die Wanderschaft. Vom Reserveteam in Yaroslavl, über die zweite Mannschaft von Krilija Moskau gelang ihm noch mal der Sprung in die oberste Liga Russlands bei Novokuznezk (2005/06) und Cherepovets (2006/07. Doch in allen seinen 51 Erstligaspielen gelang dem Stürmer Alexej Krutov kein einziges Tor. 2007 folgte dann der Wechsel in die Schweiz. Die Zürich Lions verpflichteten den heute 24-jährigen Moskauer bis 2011. In der Saison 2007/08 klappte es dann auch mit den Torerfolgen. In 63 Liga- und Play-off-Spielen kam er immerhin auf sieben Tore und 12 Assists. Und er wurde mit den Lions Schweizer Meister 2008. Sein Trainer war dort Harold Kreis, der jetzt die Düsseldorfer EG trainiert. Papa Vladimir ist als Trainer-Assistent in Moskau tätig. In der NHL-History ist er als erster Spieler notiert, der nach der Saison mehr Gewicht auf die Waage brachte als zu Saisonbeginn ! 1989/90 absolvierte er 61 NHL-Spiele für die Vancouver Canucks.

Miro Berek wieder auf dem Eis

Augsburg/Duisburg, 19.Oktober 2008 - Miroslav Berek ist neuer Trainer der Frauen-Nationalmannschaft in Österreich.Er will es auf seine alten Tage noch einmal wissen und die Austria-Frauen in die europäische Spitzengruppe führen.

Am 10. April dieses Jahres feierte Miroslav seinen 70. Geburtstag und konnte dabei auf eine lange Trainer-Karriere zurückblicken. Sie begann Mitte der 60er Jahre in Kapfenberg und führte ihn über das Nationalteam Österreich, Chur (SUI), Val Gardena (ITA), Basel (SUI), Cavalese (ITA) und wieder Kapfenberg (AUT) 1990 zu EV Füssen.. Nach Engagements in Innsbruck (AUT) und beim Junioren-Nationalteam Italien kam er 1993 für eine Saison zum ERC Schwenningen. In der DEL war der aus Ostrava (CSSR) stammende Eishockeylehrer von 1995 bis 1998 in Krefeld tätig. Die Arbeit auf dem Eis und der Umgang mit jungen Sportlern hält ihn jung, nannte er als Motivation für seine lange Treue zum Eishockeysport.

Besucher aus 20 Nationen

Augsburg/Duisburg/Toronto, 5. September 2008 - Die Hall of Fame in Toronto ist immer noch Anziehungspunkt Nummer eins für Freunde der Eishockey-Tradition. 1,5 Millionen Besucher im Schnitt pro Jahr sind normal. Auch das Museum im finnischen Tampere hat enormen Zulauf. Die Ausstellung in Prag ist ebenfalls ein anerkanntes Projekt, ist leider nicht für aller Fans zugängig, hat aber viel Tradition zu bieten.

Tolle Zahlen meldet das deutsche Eishockey-Museum mit Hall of Fame in Augsburg.

Mittlerweile haben sich Besucher aus 20 Nationen ins Gästebuch eingetragen. Die weiteste Anreise hatten Puckfans aus Südafrika. In der vergangenen Woch wurde das Museum auch in die Arbeit der Universität Augsburg einbezogen. Studenten aus der Ukraine, aus Rumänien, Slovenien und der Slovakei waren im Museum tätig.

Alle waren begeistert von den Exponaten und den VIDEO-Filmen und werden auch in der Heimat viel über Augsburg und sein deutsches Eishockey-Museum berichten.

Das Museum hat immer Donnerstag und Freitag, jeweils ab 14 Uhr und an Spieltagen der Augsburger Panther geöffnet.

Gruppenanmeldungen und Sonderführungen bei: eckert@eishockeymuseum.de

Hall of Fame Toronto - Fotos Harald Jeschke

14 Tore pro Match

Augsburg/Duisburg/26. Augustr 2008 - Rückblickend auf die Saison 2007/08 ist interessant, wo die meisten Ligatore gefallen sind. Orientiert am Beispiel DEL, wo die Eisbären Berlin in 56 Spielen 231 Treffer erzielten (4,1 pro Match), erleben die Fans in einigen Ländern gewaltige Torquoten. An der Spitze in Europa steht Griechenland. Da hat Meister Iptameni Athen 14 Tore pro Ligaspiel erzielt. Allerdings läuft dort die Saison über nur fünf Runden. Trotzdem – 14 Dinger muss man erst mal reinhauen !

Auf Platz zwei steht Irland-Meister Dundalk Bulls. Das Team kam auf 12,8 Treffer pro Punktspiel (192 Tore in 15 Spielen). Zweistellig im Schnitt pro Spiel (10,7) traf auch Rumänien-Champion Steaua Bukarest. Der Rekordmeister erzielte 300 Tore in 28 Spielen und steht damit in der Wertung der meisten Saisontore auf Platz eins.

Hier die Durchschnittswerte anderer Länder: Tartu Välk (Estland / 9.5),
Vilnius Vaudesta (Litauen / 9,1), Urartu Jerewan (Armenien /7,5) und HC Rouen(Frankreich /6,2).

Blick innerhalb der eigenen...Unser 20. Geburtstag

Am Samstag (2. August) feierte das Eishockey- Museum den 20. Geburtstag mit einem Sommerfest im Lichthof des Hauses an der Schwimmschulstraße in Augsburg. Ohne große Festivitäten und kurzen Reden wurde aus der Geburtstagsfeier ein gemütlicher Nachmittag mit alten und neuen Freunden. Gespannt waren alle auf en ersten Kontakt mit dem neuen Direktoratsmitglied, Augsburgs Sport- und Kulturbürgermeister Peter Grab. Er vertritt künftig die Stadt Augsburg in diesem Gremium.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Präsident Horst Eckert, sicherte Peter Grab dem Museum wie weitere Unterstützung und Mietfreiheit zu. Er ging auch auf den Plan der Einhausung des Curt Frenzel-Stadions ein und beruhigte die besorgten Museumsmitarbeiter, die einen Umzug in eine andere Stadtregion befürchten.
Roman Neumayer überbrachte die Glückwünsche des Weltverbandes IIHF und der neue DEB-Präsident Uwe Harnos gratulierte als Vertreter des DEB. Unter den Gästen auch die Alt-Nationalspieler Alois Schloder und Paul Ambros, sowie die Jung-Nationalspieler Steffen Tölzer und Patrick Buzas.
Präsident Horst Eckert ehrte zwei der Museumsmänner der ersten Stunde. Alois Schloder und Roman Neumayer erhielten aus der Hand von Bürgermeister Peter Grab die goldene Museumsplakette für ihre Starthilfe 1988.

Ehrung der Männer der ersten Stunde. Von links Bürgermeister Peter Grab, Roman Neumayer, Alois Schloder und Horst Eckert.

20 Jahre Eishockey-Museum
Vor 20 Jahren wurde auf Initiative von Otto Wanner, dem Präsidenten des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) das Deutsche Eishockey-Museum begründet. Horst Eckert, der heutige Präsident des Vereins Eishockey-Museum e.V. war damals 1988, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im DEB. Er hatte seine eigene Sammlung, die er als Chefredakteur der Monatszeitung Eishockey MAGAZIN sammelte, in das Museum eingebracht. Roman Neumayer, zuletzt Direktor beim Weltverband IIHF, besorgte aus eigenen Sammlungen und DEB-Beständen diverse weitere Exponate. DEB-Präsident Otto Wanner und Sportwart Heinz Henschel unterstützten die Bemühungen.

Aufgebaut wurde die Ausstellung in den Räumen der Firma Hoechst in Bobingen. Als Schirmherrn fungierten S.D. Max Emanuel von Thurn und Taxis, Dr. Wolfgang Porsche und Ben Zamek (Nahrungsmittelfabriken).

Die ersten Präsentationen

Die ersten Ausstellungsorte waren Garmisch-Partenkirchen, Landshut, Mannheim und im Olympiastadion München während der WM 1993. Es konnte jedoch nie ein fester Standort gefunden werden. Die Exponate lagerten zuerst in feuchten Räumen in Rathaus Füssen, später im BLZ-Füssen. Als Eckert den DEB verlassen hatte waren einige Jahre Stillstand, da sein Nachfolger kein Interesse an (Arbeit) und dem Museum hatte.

Verein Eishockey-Museum e.V.

Auf Initiative von Roman Neumayer wurde dann 1999 der Verein Eishockey-Museum, Hall of Fame Deutschland e.V. gegründet. Horst Eckert wurde zum Präsidenten gewählt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte Vertreter des DEB (K.P. Knospe), der DEL, des VDEFC (Heribert Krüll) und des Augsburger EV (Peter Rehthaler). Dazu Alois Schloder, Georg Spießl, Alexandra Hümmer , Karl Rogg und VDEFC-Ehrenpräsident Reinhard Hintermayr.

Die Stadt Augsburg stellte dem Verein mietfreie Räume im Hallenbad am Plärrer zur Verfügung, die von den Mitgliedern zu einem Museum ungestaltet wurden. Dort wo heute die Vitrinen mit den Exponaten stehen, waren einst Duschen und Wannenbäder. Die Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher und später Dr. Paul Wengert unterstützten die Bemühungen der

ehrenamtlich tätigen Museums-Mitarbeiter . Sie haben einen wesentlichen Anteil an der Finanzlage des Vereins, der ohne „Zuschüsse“ seit 1999

schwarze Zahlen schreibt und finanziell „gesund“ dasteht. Wesentlichen Anteil an dem Höhenflug des Museum haben die Mitglieder des Direktorats, dem Persönlichkeiten wie Bundesfinanzminister a. D Dr. Theo Waigel, Alt-Bundestrainer Xaver Unsinn, Ex-Nationalspieler Alois Schloder und als

Vertreter der Stadt Augsburg, jetzt Bürgermeister Peter Grab angehören.

(Mehr zu Personen, dem Vorstand, dem Direktorat und dem Museum findet man im Internet unter: www.eishockeymuseum.de

Weltweit anerkannt
Heute gehört das Museum zu den weltweit besten Ausstellungen und wird vom Weltverband IIHF unterstützt. Besucher aus 15 Nationen waren Gäste in Augsburg und zeigten sich begeistert über die Qualität der Exponate und seltenen Raritäten. „Wir sind heute oft Erben von Eishockeynachlässen und kommen so zu weiteren Raritäten“, brichtet Museumschef Horst Eckert.

Sommerfest zum Jubiläum
Das Jubiläum feiert der Verein Eishockey-Museum e.V. am Samstag dem

2. August 2008 von 16 – 20 Uhr im Museums-Lichthof. Man will ohne große Zeremonien, einfach aus Freude dieses Jubiläum feiern. Es gibt ein Buffet von Museums-Sternekoch Albert Oblinger. Präsident Horst Eckert konstatiert, „wir wollen etwas feiern, nur kurze Ansprachen hören, gut Essen und mit einem Bierchen auf das Jubiläum anstoßen. An der Spitze der Jubiläumsgäste stehen u.a. Bürgermeister Peter Grab, IIHF-Direktor Roman Neumayer, die Altnationalspieler Alois Schloder und Paul Ambros, die Jungnationalspieler der Panther Steffen Tölzer und Patrick Buzas, sowie AEV-Ehrenpräsident Gottfried Neumann.

Blick über die Grenzen: Europas Prügelknaben

Augsburg, 17.Juli 2008 - 250 Gegentore in 18 Ligaspielen schnappte NuK Aukereyri, der Lokalrivale von Island-Meister Skatafelach. Das sind fast 24 Tore pro Match ! Nur 26 eigene Treffer gelang den armen Jungs aus dem hohen Norden. Und man hatte am Saisonende keinen einzigen Punkt auf dem Konto
Es geht noch schlimmer. Bei Vilnius Meteroras, einem von fünf Klubs der Litauen-Hauptstadt zappelte der Puck in 14 Ligaspielen ganze 225 mal im eigenen Netz. Das sind 16.07 Treffer pro Spiel! Selbstverständlich stehen auch null Punkte zu Buche.

In Estland haben die Sputniks aus Järve in 20 Spielen 50 Tore erzielt und vier Punkte erkämpft. Aber Hinten schlug es gewaltig ein. 210 Gegentore!
In Armenien musste Schlußlich Shirak Gyumri 206 Gegentore einstecken – und das in 16 Spielen ohne Punktgewinn. 18 Treffer konnten die Stürmer in diesen Spielen verbuchen – alles „Ehrentore“.
Gleich 451 mal mussten die Keeper von CSS Miercurea II in der Rumänien-Liga hinter sich greifen. Am Ende der 52 Ligaspiele waren sie Letzter – und die Erste Mannschaft des Klubs konnte die Meisterschaft feiern.
Die Torhüter dieser Teams mit der „offenen Tür“ haben das Mitgefühl aller Leidensgenossen der Eishockeywelt, denn sie sind die ärmsten Hunde auf dem Eis.

Griechenland spielt wieder mit

Juli 2008 - Fast acht Jahre ruhte der Spielbetrieb im griechischen Eishockey. Probleme mit der einzigen Eishalle im Lands waren der Grund. 2003 wurde die Halle sogar geschlossen und die Puckjäger mussten aufgeben.
Jetzt ist wieder Eis da und schon geht es weiter. Man hat eine Liga mit sechs Teams, die eine Einfachrunde und dann die Play-offs spielten. Die Altmeister Aris Saloniki und Pagodromoi Athen sind nicht mehr dabei. Neue Namen tauchen auf. Zwei Teams aus der Hauptstadt Athen beherrschen die Liga und bestritten aich das Play-off-Finale. Ligaspitzenreiter Iptameni Athen bezwang dabei den Lokalrivalen Albatros Athen und wurde Meister von Griechenland 2008.
Auch die Nationalmannschaft die aus dem Meisterteam von Iptameni Athen bestand und nur durch den Verteidiger Papadopolus vin HC Pardubice (CZE) wurde, hielt
Sich gut. In der Division III sicherten sich die Griechen durch einen 10:4 Sieg gegen die Mongolei das Startrecht für 2009.
 

Hall of Fame Gala ein voller Erfolg

Die Hall of Fame Gala 2008 am Freitag 30. Mai im Casino der Lechwerke Augsburg war ein großer Erfolg. 120 Gäste erlebten einen Abend der Stars, in einem würdigen Rahmen und mit vielen Höhepunkten. Nach der Begrüßung durch den „Hausherrn“Dr. Manfred Uhl vom Gastgeber Lechwerke und der etwas heiter gestalteten Eröffnung durch Museumspräsident Horst Eckert, genossen die Gäste die herrlichen Delikatessern des Buffets, das Sternekoch Albert Oblinger aufgebaut hatte.

Foto: Eishockey-Museum-Präsident Horst Eckert

Dann die Aufnahmezeremonie für die fünf neuen Hall of Fame-Mitglieder, die das Ehrenabzeichen und eine Urkunde erhielten. Alle wurden durch je einen Laudator gewürdigt. Frauen-Rekordnationalspielerin Christina Fellner geborene Oswald wurde von Frauen Bundestrainer Peter Kathan gewürdigt. Eissportarzt Dr. Wolf-Dieter Montag hatte als Laudatorin die höchste Frau im Welteishockey, IIHF-Counzil-Mitglied Dr. Beate Grupp. Bernd Truntschka wurde von AEV-Ehrenpräsident Gottfried Neumann eingeführt. Siegfried Schubert hatte Hall of Fame-Präsident Horst Eckert als gut informierten Patron und Ex-WDR-Reporter Eddie Körper hielte eine beachtliche Laudatio, gespickt mit persönlichen Erlebnissen aus ihrer Düsseldorfer Zeit, auf Peter John Lee. Alle „Neuen“ bedankten sich für die Aufnahme und freuten sich über die Würdigung ihrer Leistungen für den Eishockeysport.
Einer der Höhepunkte des Abends war die Laudatio von PREMIERE-Moderator Michael Leopold für NHL-Star Marco Sturm, der für das soziales Engagement seiner
Stiftung mit der Xaver Unsinn-Trophy ausgezeichnet wurde. Leopold bekam viel Beifall für seine ganz neue und ungewöhnliche Art der Laudatio.

Durch den Abend führt wieder sehr humorvoll Ex-BR-Moderator Heinz Köppendörfer. Den musikalischen Teil der Gala bestritt Alleinunterhalter Robby Sieß.
Wir entdeckten außer den schon erwähnten Persönlichkeiten im Kreis des Zuhörer u.a.Augsburgs Alt- Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert, DEB-Vizepräsident Uwe Harnos, DEB-Generalsekretär Franz Reindl, DEB-Schiedsrichter-Obmann Gerhard Lichtnecker und seine „Zebra-Kollegen Jupp Kompalla und Rene Keller. Alt-Stadträtin Gundula Schulz, die Altnationalspieler Markus Egen und Markus Gmeiner, Ex-IIHF-Direktor Roman Neumayer, Hall of Fame-Mitglied Norbert Ewald und Fans aus Düsseldorf, Österreich, Leverkusen und Schongau.
Horst Eckert bedankte sich bei den Gala-Sponsoren und betonte, das ohne ihr Engagement eine derartige Veranstaltung nicht machbar wäre:
TONOVA-Wertarbeit, DECURA, Fey (Königsbrunn), Lechwerke Augsburg und den Getränke-Sponsoren Brauhaus RIEGELE und Weinhandlung Rufer.

 Bei der Eishockey-Gala 2008 des Eishockeymuseums wurden folgende Persönlichkeiten geehrt.

Von links: NHL-Star Marco Sturm wurde für sein solziales Engagement mit der Xaver Unsinn-Trophy ausgezeichent. In die Hall of Fame Deutschland wurden aufgenommen: Siegfried Schubert (EV Füssen), Eishockeyarzt Dr. Wolf-Dieter Montag, die erste Spielerin Christine Fellner geb. Oswald (SC Riessersee), Peter John Lee (Eisbären Berlin) und Bernd Truntschka (Landsshut).  Foto Krokus-privat

CSKA Moskau ist wieder dabei

4. März 2008 - CSKA Moskau, einst als Centraler Sportklub der Roten Armee ein Team mit dem Anspruch, die beste Mannschaft der Welt zu sein, ist wieder da. Der Hauptstadtklub steht auf Rang drei der Russischen Superliga. Es dauerte viele Jahre, aus dem Abstiegskandidaten der 90er Jahren wieder ein Spitzenteam zu machen. Von den großen Stars der 80er Jahre ist nur noch Vyacheslav Bykov, jetzt als Trainer dabei. Die anderen CSKA-Superstars haben fast alle Karriere gemacht. Vyacheslav Fetisov ist Sportminister, Sergej Makarov ist sein Stellvertreter. Vladislav Tretjak ist Verbandspräsident und Mitglied der Duma, dem russischen Parlament. Der ehemalige Trainer und Peitschenschwinger Viktor Tichonov ist nur noch Tribünengast.

Die neuen CSKA Stars im „Sport Palace“ (5 600 Plätze) sind NHL erprobte Profis wie Topskorer Oleg Saprykov. Der 26-jährige Stürmer, ein geborener Moskauer verdiente seine Dollars bei den NHL-Teams Calgary Flames, Phoenix Coyotes und Ottawa Senators, ehe er wieder in seine Heimat zurückkehrte. Torjäger Alexej Simanov kam aus Ekatarinenburg über Bars Kazan 2006 zu CSKA und wurde zu einem Publikumsliebling. In der Abwehr glänzen zwei „Ausländer“. Torhüter Tom Lawson, ein Kanadier aus der AHL, der über Lukko Rauma (Finnland) nach Moskau kam. Und Verteidiger Ladislav Kohn, ein Tschechischer Nationalspieler, der auch schon NHL-Erfahrung mitbrachte. Er spielte für Calgary und Detroit. 2007 kam er über Blue Espoo (Finnland) zu CSKA: Trainer Vyacheslav Bykov ist dabei mit viel Kleinarbeit ein starkes CSKA-Team zu formen. Er hat es nicht so leicht wie einst seine Vorgänger, die einfach gute Spieler über die Armee zu CSKA „delegierten“.
Der 48-jährige Chefcoach ging einst auch diesen Weg. Er wurde aus Tscheljabinsk
zu CSKA delegiert, machte dort Karriere und beendete nach der politischen Wende seine Karriere bei Fribourg in der Schweiz. Seit drei Jahren trainiert er CSKA

Drei Frauen in die Hall of Fame

25. Februar 2008 - Was die Hall of Fame Deutschland schon vor einem Jahr vollzog, nämlich erstmals eine Frau in die „Ruhmeshalle des deutschen Pucksports“ aufzunehmen, macht nun auch die „Hall of Fame International“ des Weltverbandes IIHF.
Mit der Amerikanerin Cammi Granato und den beiden Kanadierinnen Geraldine Heaney und Angela James, werden drei Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen in die Hall of Fame aufgenommen. Alle drei Damen haben, wie die Aufnahme-bedingungen vorschreiben, ihre erfolgreiche Karriere beendet.
In der Kategorie Spieler wurden auch noch drei Männer aufgenommen. Es ist der Franzose Philipp Bozon , der Russe Igor Larionov und Kanadas Superstar Mario Lemieux. Alle drei Ex-Stürmer spielten international für ihr Land und krönten ihre Profikarriere in der National Hockey League (NHL).
In der Kategorie „Offizielle“, hat der Amerikanische Dauerfunktionär Art Berglund den Sprung in die Hall of Fame geschafft. Die Aufnahmezeremonie findet am 15. Mai im Rahmen der Weltmeisterschaft 2008, in Quebec (Kanada) statt.
Zur Erinnerung. Bisher wurden elf deutsche Spieler und Offizielle in die Hall of Fame International aufgenommen: Dr. Günther Sabetzki, Heinz Henschel, Josef Kompalla,
Xaver Unsinn, Hans Rampf, Gustav Jaenecke, Erich Kühnhackl, Udo Kießling, Joachim Ziesche, Rudi Ball, Alois Schloder.

Armenien und der „Mini-Skandal“

Sarajevo, 19.Februar 2008 - Armenien hat für einen „Mini-Skandal“ zum Auftakt des WM-Jahres 2008 gesorgt. Moment! Armenien? Stimmt. Der frühere Sowjet-Staat gehört nun wirklich nicht zu den großen Eishockey-Nationen – deswegen geht es ja auch um das Qualifikationsturnier zur WM-Division III. Klarer ausgedrückt: Die Quali zur D-WM. Drei Teams trafen sich in Sarajevo: Gastgeber Bosnien-Herzegowina, Griechenland und eben jenes Armenien.
Gestern nun hat das Direktorium der IIHF, also des Eishockey-Weltverbandes, beschlossen, dass beide Spiele Armeniens mit 0:5 gewertet werden. Die Hintergründe klingen abenteuerlich. So haben die Armenier in vier Fällen verweigert, die Spielerpässe ihre Nationalspieler vorzulegen, bis das erste Spiel begonnen hatte. Was der Eishockey-Zwerg wohl zu verbergen hatte?

Am Ende stand Griechenland als Turniersieger fest und nimmt damit an der D-WM in Luxemburg vom 31. März bis zum 6. April teil. Die weiteren Teilnehmer sind Südafrika, Nordkorea, die Mongolei, die Türkei und Gastgeber Luxemburg. Griechenland hätte sich allerdings auch ohne die Wertungen qualifiziert, da die Hellenen ohnehin mit 8:5 gegen Armenien gewonnen hatten und auch Bosnien-Herzegowina beim 10:1 keine Chance ließen. Die Bosniaken rückten nun auf den bedeutungslosen zweiten Rang des Quali-Turniers vor – sie hatten mit 1:18 gegen Armenien verloren. Für Griechenland ist es ein großes Comeback. Denn neun Jahre lang gab es keine Eishalle mehr in dem Land. Nun steht wieder ein Stadion zur Verfügung – und prompt läuft’s.

Bei dem Turnier der drei nominell schlechtesten Eishockey-Nationen war auch ein Spieler dabei, der in Deutschland zum Schläger greift. Bosniens Nationalspieler Armin Arslanagic spielt in der baden-württembergischen Landesliga für den SV Salamander Kornwestheim. (the)

Kein Gedanke an Rente - Trainerlegende Rudi Killias wird 65

13. Februar 2008Aktiv und voll Power, das ist Rudi Killias, der Mann der in allen Sätteln zurecht kommt. Der am 18.2.1943 in Zillis (Graubünden /SUI) geborene Puckfachmann hatte immer Eishockeyblut in den Adern, ist er doch ein Neffe der Schweizer Stürmerikone Bibi Torriani. Rudi zog es schon früh in Richtung Trainer. Sein erster Erfolg war der Aufstieg mit Ambri-Piotta 1970 in die Schweizer Nationalliga A. 1974 wurde der ehrgeizige Trainer als Chefcoach der heimischen Nationalmannschaft berufen.
Es folgte ein Engagement beim HC Arosa und dann von 1980 bis 1986 das Amt des Nationaltrainers von Österreich, wo er in 81 Spielen 46 Siege vermelden konnte.

1987 wechselte er als Trainer und Manager zum EV Innsbruck, mit dem er 1981 Österreich-Meister wurde. 1989-91 war Rudi Killias Manager beim Traditionsklub SC Bern und konnte 1991 die Landesmeisterschaft feiern.
Später amtierte er als Direktor im italienischen Verband, wurde Instruktor im Weltverband IIHF und Sponsoring- und Marketingchef beim Spengler-Cup in Davos.

Man holte in die das OK bei diversen Weltmeisterschaften und suchte seinen Rat in Sponsoring-Angelegenheit. Heute ist er Inhaber der KCC Killi`s Consulting Companie in der Schweiz. Anlässlich seines 65. Geburtstages denkt er noch nicht an ein gemütliches Rentnerdasein. Das Feuer brennt immer noch im Eishockeyherzen des erfolgreichen Mannes aus Graubünden.

OHL – Windei oder Realität ?

30. Januar 2008 - Die „Open Hockey League“, eine in Moskau geborene Idee in englischer Formulierung ! Der russische Sportminister Vyacheslav Fetisov, in der UdSSR einst Rebell gegen seinen Trainer Viktor Tichonov, dann als NHL-Profi Stanleycup-Sieger, plant die OHL nach NHL-Vorbild. Es soll auch ein Draft-System geben, was bedeutet, dass man den „Nicht –OHL-Klubs“ die Spieler billig wegnehmen kann. Basis der Liga soll die „Russische Superliga“ (RSL) sein. Teams aus ganz Europa sollen dabei sein und eine Elite-Liga bilden.
Diese RSL und auch der russische Verband kennen die neue OHL jedoch nur aus einer der politischen Vergangenheit angehörenden Zeitung mit dem Namen „Soviet Sport“. Dort veröffentlichte Vyacheslav Fetisov seine Idee. Sein ehemaliger Team-kollege aus dem UdSSR-Nationalteam und heutige Verbandspräsident Vladislav Tretjak kommentierte den Fetisov-Plan so: „Die RSL ist die beste Liga Europas. Dort spielt man das beste Eishockey außerhalb der NHL. Warum sollen wir das ändern ?“

So richtig anfreunden kann sich kaum ein Spitzenteam aus Europa. Schmunzelnd meinte ein schwedischer Kluboffizieller, „ich kann mir kaum vorstellen, mangels anderer Verbindungen, in einem wackeligen russischen Inlandflugzeug von Moskau zum Punktspiel ins ferne Kazan zu fliegen ! Auch die finanzielle Gerechtigkeit innerhalb der OHL, die sich Fetisov wünschte, ist nicht glaubhaft. Die russischen, von der heimischen Industrie mit Geld vollgepumpten Klubs, die sogar NHL-Cracks zurückholen, werden in Westeuropa keine gleichwertigen potenten Mitstreiter finden.

Wird die OHL Realität, drohen uns schwere Zeiten und ein Umdenken in den Rubel-Kurs ( 1 EURO = 36 Rubel).War der Fetisov-Plan nur ein Windei, hat der Herrn Putins Sportminister gewaltig ins Fettnäpfchen getreten.

DEL Partner des Eishockey-Museums

Duisburg, 24.Januar 2008 - Die Deutsche Eishockey Liga (DEL), die bisher mit einem Delegierten im erweiterten Vorstand des Vereins Eishockey Museum e.V. vertreten war und auch dem Nominierungsausschuss für die neuen Mitglieder der Hall of Fame Deutschland angehört, ist nun mit seinen Klubs auch Partner des Museum. Die DEL unterstützt die Institution in Augsburg und ist Ansprechpartner für die Museums-Verantwortlichen, wenn es um Exponate aus der Liga geht. DEL-Geschäftsführer und General-Manager Gernot Tripcke, der das Museum besichtigte, war von der auch vom Weltverband IIHF unterstützten Ausstellung begeistert und hat sich für die Partnerschaft eingesetzt.
Museumspräsident Horst Eckert dankte Gernot Tripcke für die Unterstützung und freut sich auf eine gute Partnerschaft.