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Die
Sportschau des Stadtsportbundes (SSB) Duisburg
präsentierte auch in ihrer 32. Auflage ein absolutes
Spitzenprogramm. Auch in diesem Jahr wurde der
Schul-, Vereins-, und Spitzensports der Extraklasse
in einem außergewöhnlichen Rahmen präsentiert.
Abseits der sportlichen Wettkämpfe zeigten die
vielen Gruppen nicht nur sportliche
Höchstleistungen, sondern spickten ihre Darbietungen
mit wunderschönen Showelementen. Gleich am
Eingang empfing das „Frische Kontor“ die Besucher
und verteilte 3.000 Äpfel, während sich die Sportler
in der Halle den letzten Proben und „warm ups“
widmeten.

Die Moderation hatte auch in diesem Jahr wieder
Clemens Löcke übernommen, der auch in den Vorjahren
kompetent und gekonnt durch das Programm geführt
hatte. Ein besonderer Gruß galt neben den
Sponsoren dem Ehrenvorsitzenden des SSB, dem
„Duisburger Ruder- und Regattabahnpapst“ Werner
Konrad, der im kommenden Jahr seinen 90. Geburtstag
begehen kann. Ein schöner Auftakt mit „Bewegung,
Spiel und Sport rund um den kleinen Kasten“ waren
die Darbietungen der Duisburger Grundschulen Unter
den Kastanien, Tonstraße, Hebbelstraße und Breite
Straße, die das Programm unter der Leitung von
Christoph Gehrt - Butry einstudiert hatten.

Auf dem Foto die Schüler der GSG "Unter den
Kastanien" beim Spiel mit dem Ball. Der Dank an
die betreuenden Lehrer fiel herzlich aus, wobei man
insbesondere Frau Pladdies von der Schule Tonstraße
nach 20 Jahren für die Sache ganz besonders dankte,
war es doch auch ihre letzte Sportschau. Als
Duisburger Verein stellte die „Dance ConneXion“,
eine jugendliche Tanzformation von Schwarz-Weiß
Westende Hamborn eine getanzte Kurzgeschichte aus
dem bekannten Kinofilm „Der Schuh des Manitu“. Doch
konnte der SSB auch zahlreiche Welt-, Europa-, und
Deutsche Meister begrüßen, die den Besuchern einen
spannenden, entspannenden Abend bereiteten.

Mit der Gruppe „Memeza“ aus dem bayrischen Markt
Schwaben waren 40 Turnerinnen und Turner, die ihre
Visitenkarte mittlerweile auf der ganzen Welt
hinterlassen hatten, in die Rhein Ruhr Halle
gekommen. Ihre Akrobatik bestach durch Harmonie,
Synchronität und Ästhetik, die die Zuschauer in eine
andere Welt verzauberte. Mit der Performance
„Akrobatischer Kanon“ machten sie deutlich, warum
sie ihren Meistertitel erhalten hatten. Die
jungen, leistungsorientierten Artisten begeisterten
durch ihren sportlichen Anspruch, exakte sichere
Technik und perfekte Abstimmung innerhalb der
Gruppe. Die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich mit
Feingespür auf den jeweiligen Partner einzustellen
ist eines der Geheimnisse der Gruppe. Weiter ging
es mit dem Radsportverein „Wanderlust“ Hochheide von
1904, der mit „Die rollenden Duisburger“
eindrucksvoll zeigte, welche Leistungen man auf
Kunsträdern vollbringen kann.

Und mit Stefan Musu (27) und Lukas Matla (28) hatte
man zwei Vereinsmitglieder mitgebracht, die bei den
Deutschen Meisterschaften den 3. Platz für sich
behaupten konnten. Durch das große Engagement
und die Teilnahme an zahlreichen Meisterschaften
konnten sich die beiden auch in der Weltrangliste
weit oben wieder finden. Erstmals in der
Vereinsgeschichte steht ein 2er Kunstpaar auf
Weltranglistenposition 1 (Weltranglisten Erste).
Verdient, wie sie es bei ihrer Vorführung im Rahmen
der Sportschau des SSB zeigten. Als dann die
Nationalmannschaft der Rhythmischen Sportgymnastik
mit ihrer Show „Incarnations“ das Parkett der Halle
betrat, zeigte sie sich genauso flexibel und
faszinierend wie die Flammen des Feuers.

Die jungen Gymnastinnen bewiesen eindrucksvoll,
warum die rhythmische Sportgymnastik in diesem Jahr
so erfolgreich war und in den Medien einen so hohen
Stellenwert erfuhr. Hallen Brandmeister Björn Hessel
konnte alle Besucher beruhigen und hatte die Sache
voll im Griff. Ein Höhepunkt jagte den anderen.
Denn auch mit dem TSV Taunusstein hatte man einen
Topact verpflichtet.

Die jüngste Choreographie der vielfachen Weltmeister
interpretierte die Musik zum Film „Chicago“, der in
einem Frauengefängnis der 20er Jahre spielt und die
Geschichten der inhaftierten Frauen erzählt. Die
Showgruppe bestach durch hochklassiges
Rhönradturnen, präsentiert mit einer verblüffenden
Leichtigkeit und zog jeden Zuschauer in ihren Bann.

Ausdrucksstarke Bewegungen, perfekte Synchronität
und ein harmonisches Zusammenspiel mit der Musik
verzauberten die Sportler mit 6 Rädern und 12
TurnerInnen die Rhein-Ruhr-Halle in das Chicago der
20er Jahre. Nun stand Musik für die Jungend im
Mittelpunkt. Mit der Gruppe „High Energy“ folgte mit
das Beste, was in Europa an Street Dance geboten
wird.

Ausgezeichnet mit Titeln und Ehrungen, aber vor
allem mit purer Energie sorgten die vier Jungs (3
Brüder und ein Freund): Andre, Alexej, Sergej und
Ivan mit ihrer Show für riesige Stimmung in der
Halle. Die Tänzer prägten ihren ganz eigenen Stil
und gaben richtig Gas. Und dann wieder die Gruppe
Memeza mit einer brillanten „Feuershow“. Diese
zeigte, wie man Showtanz durch Feuerjonglage zu
einem wunderbaren Kunstwerk verschmelzen kann.

Grandiose Formen und Figuren waren zu sehen. Mit
perfekt synchron schwingenden Feuerfackeln und
beeindruckender Akrobatik interpretierten die
Artisten die treibende Musik des 40 Jahre alten
Rocksongs „Fire“ in einer fesselnden und mächtigen
Fassung. Singen, tanzen, springen, auf Händen
stehen und Pyramiden bauen, mit Salto, Flickflack
und Schrauben über Bodenfläche, Tumbling-Bahn und
Trampolin fliegen, das ist die Welt der „Fliegenden
Homberger“.

34 Flying Stars bildeten den Showkader der Gruppe
die mit der spektakulären Show- und
Akrobatikvorführung „Mare Balante“ die Zuschauer in
ihren Bann zogen. Gemäß der Idee der
Weltgymnaestrada: „Sport geprägt von Werten statt
Wertung und Vergleichskampf", liegt ihre Philosophie
im Spaß an Show und Akrobatik mit dem Ziel der
Gemeinschaft.

Die Zuschauer konnten im nachempfundenen Ozean
akrobatisch dargestellte Muscheln, fliegende Fische
und viele weitere Meeresbewohner wieder finden.
Nun waren es aber die Zuschauer, die durch gekonnte
Animation von Christoph und Clemens mit in das
Programm eingebunden wurden.

„Menschen in Bewegung“ war die gruppendynamische
Aktion betitelt, die vielen der Anwesenden nach
langem sitzen auch gut tat. Die Gruppe
„Sonnenkönige“ zeigte am Barren in ihrer grandiosen
Show eine Symbiose aus Trampolin, Barren,
Bodenturnen und Artistik.

Musik, Choreographie, Kostüme und die
Höchstschwierigkeiten ließen diese Performance zu
einem Showhighlight werden. Der nächste Topact
war „Die fantastische Jonglage“ von Thomas Dietz,
der zu den besten Jongleuren der Welt gehört. Er
bestach bei seinem Auftritt durch unglaubliche
Präzision.

Und ganz wunderbar auch die in verschiedenen Farben
leuchtenden Bälle und Kegel, die während der
Vorführung sogar ihre Farben wechselten. Gekonnt die
Jonglage, die nicht nur zur Musik des
Offenbach´schen „Can can“ stattfand, sondern die
Dietz auch noch mittanzte! Seit 2004 ist er der
ungeschlagene Weltmeister. Bei Wettbewerben in den
USA und England gewann er insgesamt 7 Goldmedaillen.
Wer schon immer für die wunderbaren Tänze der 40er
und 50er Jahre schwärmte kam bei der Gruppe „Quibbles“
der Tanzsportgemeinschaft Niederrhein e.V. aus
Kalkar / Xanten auf seine Kosten. Deutscher Meister
2008, Deutscher Vizemeister 2009 und 2010 und
Ambitionen auf eine WM-Teilnahme. All das verbirgt
sich hinter dieser wunderbaren Gruppe, die gekonnt
Rock´n Roll und Boogie darbot.

Eine Reminiszenz an ihrer Vaterstadt brachte dann
noch einmal die Gruppe Memeza mit einer Vorführung
in der man künstlerisch das Wappen der Stadt Markt
Schwaben in der tänzerischen Darbietung zeigte. Ein
golden bewehrter silberner Falke auf roten Grund!
Den krönenden Abschluss der Vorstellungen
bildete die „Kunst-Turn-Vereinigung Straubenhardt“
mit der Vorführung „The Rock“. Hier zeigte man eine
lustige Reckshow der Spitzenklasse und das ganz auf
die schottische Art. Mit Dudelsack und Kilt war bei
„THE ROCK“ Spaß pur angesagt.

Durch die Mischung aus turnerischen
Bewegungselementen, Comedy, Tanz und Gesang
verliehen die Protagonisten dieser Shownummer den
ganz besonderen Schwung. Die Lacher kamen hierbei
ganz und gar auf ihre kosten! Das Finale, bei dem
noch einmal alle Akteure der Sportschau in die Halle
strömten war ein farbenprächtiger und bunter Strauss
an Sportlern, die mit Höchstleistungen einen bunten
Abend dargeboten hatten. Allseits zufriedene
Besucher voll des Lobes für die Darbietungen des
Sport Nachwuchses! SSB Vorsitzender Franz Hering
in einem Resümee der Sportschau: „Wir haben heute
bewiesen, dass Duisburg etwas kann. Wir sind eine
sehr lebendige und farbenprächtige Stadt. Mein Lob
gilt meinen Mitarbeitern ohne die eine solche
Veranstaltung nicht möglich wäre. Ich bin rundum
zufrieden und wir können 2011 gar nicht anders. Dann
muss es wieder eine Sportschau des SSB in Duisburg
geben!“ Dass der Stadtsportbund Duisburg auch und
gerade im kommenden Jahr wieder ein attraktives
Programm präsentieren möchte bleibt außer Frage,
feiert dieser dann sein 40 jähriges Bestehen. Wo
dieses allerdings stattfinden wird, ist offen, da
die Zukunft der Rhein Ruhr Halle solches wohl nicht
mehr ermöglichen wird.
Harald Molder, Manfred
Schneider (Foto) .
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