Agentur für Arbeit Duisburg   -  Archiv September - Oktober 2009
Quote sinkt auf 12,8 Prozent - Zahl der Arbeitslosen auch im Oktober weiter rückläufig

Duisburg, 29. Oktober 2009  - "Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober spiegelt die positiven Signale der Institute wider. Diese günstige Entwicklung darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass der Druck auf die Beschäftigung hoch bleibt." Diese Botschaft ist in diesem Monat von der Duisburger Agentur für Arbeit zu erfahren.

Mit 31.313 Duisburgern waren im Oktober 746 Personen oder 2,3 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. "Die Quote für NRW liegt bei 8,7 %, für den Bund bei 7,7 Prozent. Der Arbeitsamtsbezirk Gelsenkirchen ist noch schlechter als Duisburg. Dort liegt die Arbeitslosenquote bei 12,9 %. Zum Vergleich: Die Quote für Dortmund liegt bei 12,4%, die für Essen bei 12,0 %," berichtet Hans-Georg Grein, Pressesprecher der Duisburger Agentur für Arbeit.
Auf der einen Seite sorgte das Quartalsende für einen Anstieg der Zugänge aus Erwerbstätigkeit. Auf der anderen Seite waren die Herbstferien mit den dadurch bedingten geringeren Stellenzugängen verantwortlich für einen Rückgang der Abgänge in Erwerbstätigkeit. Ein Anstieg der Zugänge aus dem ersten Arbeitsmarkt und rückläufige Zahlen an Abgängen in den ersten Arbeitsmarkt könnten aber schon Vorboten schlechterer Entwicklungen sein.
Im Oktober waren 6.650 Duisburger im Rechtskreis SGB III arbeitslos gemeldet, 258 oder 3,8 Prozent weniger als im September. Im Vergleich zum Oktober 2008 ist hier ein Anstieg um 1755 oder 36,5 % zu verzeichnen. "Es kommen jetzt viele Arbeitnehmer, die einen Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung haben. Dieser Anstieg wäre wie schon in den Vormonaten noch stärker ausgefallen, würden die Unternehmen nicht intensiv das Instrument Kurzarbeit nutzen, um die Unterbeschäftigung zu kompensieren," berichtet Grein. Im Bereich der Grundsicherung im Rechtskreis SGB III sank im Oktober die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen auf 24.753 Menschen. Das sind 488 Personen oder 1,9 Prozent weniger als im Vormonat.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit im Oktober sind von 5.947 auf 5.542 zurückgegangen. Das sind 405 oder 6,8 Prozent weniger als im September. Sie bewegen sich damit immer noch leicht über dem Vorjahresmonat (+ 136 oder + 2,5 Prozent): Von den 5.542 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.870 aus vorhergehender Arbeitslosigkeit. Auf der anderen Seite ist mit 1.707 Personen (das sind 65 oder 3,7 Prozent weniger als im September) die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit im Oktober leicht gesunken. "Wir hatten die Herbstferien. Da haben wir immer eine Delle in der Geschäftstätigkeit. Wir schätzen aber, dass die Arbeitslosigkeit zum Jahresende wieder steigen wird," so Grein.
Im September gingen von den Betrieben weitere 26 Kurzarbeitsanzeigen ein, so daß sich die Zahl der Anzeigen in diesem Monat auf insgesamt 735 seit Oktober 2008 erhöhte. Betroffen von dieser angezeigten Kurzarbeit können insgesamt 27.423 Personen sein. "Aus statistischen Gründen ist derzeit keine Aussage über den Umfang von Kurzarbeit in Duisburg möglich. Die Firmen reichen nämlich Listen bei uns ein, bei denen auch Kurzarbeiter aus anderen Städten enthalten sind. Es melden aber immer weniger Firmen Kurzarbeit an. Der Höhepunkt lag im Frühjahr," berichtet Grein.

Die Herbstferien haben sich auf den Zugang offener Stellenangebote dämpfend ausgewirkt. Aus Handel und Gesundheitswesen sind jedoch wieder erste Zeichen stärkerer Kräftenachfrage zu spüren. Mit 708 neuen ungeförderten Stellen war der Zugang um 48 oder 6,3 Prozent niedriger als im September. Das Gesundheitswesen liegt bei den Beschäftigtenzahlen in Duisburg an dritter Stelle. "Hier macht sich der demographische Wandel bemerkbar," berichtet Grein. "Wir werden immer älter und haben dementsprechend einen höheren Bedarf in der Kranken- und Altenpflege." Die Pleite von Quelle wird keine Auswirkungen auf den Duisburger Arbeitsmarkt haben.

Der Bestand an offenen Stellenangeboten ist im Oktober gegenüber dem September noch einmal um 76 oder 4,3 Prozent auf 1.706 Stellenangebote gesunken.
Der Semesterbeginn an den Hochschulen im Oktober und die intensive Nachvermittlungstätigkeit der Arbeitsagentur nach Ausbildungsbeginn haben zu einer positiveren Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit beigetragen. Die Zahl der arbeitslosen jungen Duisburger sank im Oktober auf 2.896. Dies sind 249 oder 7,9 Prozent weniger als im Vormonat.
Eine leichte Abwärtsentwicklung ist ebenfalls bei den älteren Arbeitslosen feststellbar. Die Zahl der über 50 Jahre alten Arbeitslosen sank im Oktober auf 6.763, was einem Rückgang um 212 oder 3 Prozent ausmacht, und bei den arbeitslosen Menschen über 55 Jahren auf 3.381, was einem Rückgang von 158 oder 4,5 Prozent entspricht. "Der Rückgang hat auch was mit dem Übergang in die Rente zu tun," betont Grein. Ob Unternehmen inzwischen wieder verstärkt auf den Kompetenzen und Fähigkeiten Älterer zurückgreifen, kann ich persönlich schlecht beurteilen. Andreas Rüdig

Tipps zur Bewerbung - Berufschancen in der Gesundheitsbranchen

Tipps zur Bewerbung
Duisburg, 27. Oktober 2009  - Donnerstag, den 5. November 2009, gibt es von 16:00 bis 18:00 Uhr im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit Duisburg Tipps zum Bewerbungsverfahren.
Patentrezepte für eine erfolgreiche Bewerbung existieren nicht. Ein Berater der Agentur für Arbeit Duisburg gibt daher zahlreiche Tipps, wie die "Werbung in eigener Sache" erfolgversprechend das eigene Profil, sowie Fähigkeiten und Erfahrungen ins Zentrum der gelungenen Bewerbung stellt. Zudem macht er deutlich, welche Erwartungen Arbeitgeber an eine überzeugende Bewerbung stellen.

Berufschancen in der Gesundheitsbranchen
Am 3. November 2009 findet im BIZ der Agentur für Arbeit Duisburg eine weitere Veranstaltung in der Reihe "Chancen" statt. In der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr präsentiert sich die Gesundheitsbranche mit der breiten Palette der Arbeits- und Ausbildungsberufe, die sie zu bieten hat. In zwei Gesprächsrunden können Interessierte alles zu Zugangswegen, persönlichen Voraussetzungen und Berufsaussichten erfahren. Zudem schildern erfahrene Praktiker, wie der Berufsalltag in einzelnen Berufen des Gesundheitswesens aussieht. Daneben präsentieren sich zahlreiche Arbeitgeber, Ausbildungseinrichtungen und Organisationen auf einem Marktplatz. Hier kann man sich im persönlichen Gespräch direkt über aktuelle Ausbildungs- und Arbeitsstellen informieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenfrei.

"Wiedereinstieg nach der Familienphase"
Am Donnerstag, den 5. November 2009, informiert die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg, Annette von Brauchitsch-Lavaulx über den "Wiedereinstieg nach der Familienphase". In der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr gibt sie im Beurfsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur, Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg, Raum C Orientierungshilfen zu individuellen Wegen aus der Familienzeit oder Pflege von Familienangehörigen zurück in den Arbeitsprozess. Sie zeigt dabei, wie die hohe Motivation der betroffenen Frauen und Männer und die in der Familienzeit oder der Pflegetätigkeit erworbenen Kompetenzen für die Bewerbungssituation genutzt werden können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.

Erfolg verlangt nach mehr!
Am 1. Oktober startet zum siebenten Mal das Projekt „Zweite Chance“ bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM)

Duisburg, 1 Oktober 2009  - Der Leiter der Erstausbildung der Firma HKM, Detlef Weiler und Dr. Petra Hoffmann, Bereichsleiterin bei der Agentur für Arbeit Duisburg, begrüßten heute die 13 Ausbildungsstellensuchenden, die ab dem 1. Oktober bei HKM an dem Berufsvorbereitungslehrgang „Zweite Chance“ teilnehmen. Es handelt sich hierbei um ein Kooperationsprojekt von HKM und der Agentur für Arbeit Duisburg, das seit 2002 zum siebenten Mal an den Start geht und sich zwischenzeitlich zu einem richtigen Erfolgsmodell entwickelt hat. Von den bislang 60 Teilnehmern konnten immerhin 53 in eine Lehre bei HKM einmünden.

Nachdem die Jugendlichen im ersten Anlauf ihren Ausbildungswunsch nicht haben realisieren können, bereiten sie sich in einem durch die Arbeitsagentur finanzierten Lehrgang (Träger ist die Werkkiste) auf ihre zweite Chance vor. Diese kann ihnen einen Einstieg in eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bei HKM ab dem August 2010 ermöglichen.
Durch erfahrene Ausbilder der Werkkiste werden praktische Fertigkeiten und theoretische Kenntnisse in den Werkstätten der HKM vermittelt. Parallel zur Berufsschule erhalten die Teilnehmer des Lehrgangs allgemeinbildenden Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik als Unterstützung der Vorbereitung auf einen erneuten Eignungstest.
Weiler: „HKM freut sich, jungen Menschen, die die erste Hürde noch nicht nehmen konnten, zu einer zweiten Chance zu verhelfen. Wir werden natürlich unser Versprechen halten, bei erfolgreichem Eignungstest nach der Maßnahme einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen.“ „Mit dem Projekt „Zweite Chance“ bei HKM fördert die Agentur für Arbeit ein sehr erfolgreiches Projekt für den Duisburger Ausbildungsmarkt. Dieser Ansatz bietet bei der heutigen Ausbildungsplatzsituation den Bewerbern wegen seiner Betriebsbezogenheit gute Chancen“, betonte Dr. Hoffmann. „Ich bin froh, dass die erfolgreiche Kooperation mit HKM in diesem Jahr schon ihre siebente Auflage erfährt.“

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im September
Quote sinkt auf 13,1 Prozent

Duisburg, 30 September 2009  - Das gute Konsumklima verbunden mit verstärktem Personalbedarf im Handel, eine konstante Nachfrage in den Gesundheitsberufen sowie mehr Stellenangebote von Zeitarbeitsunternehmen waren im vergangenen Monat ein Grund für den moderaten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Der Hauptgrund für die sinkenden Arbeitslosenzahlen im September liegt aber im Beginn zahlreicher Ausbildungen am 1. September.
Mit 32.059 Duisburgerinnen und Duisburgern waren im September 479 Personen oder 1,5 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren im September 2.105 Personen oder 7,0 Prozent mehr Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent. Im September des Vorjahres lag sie bei 12,3 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im September gesunken, obwohl mehr Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit erfolgt sind. Aufgefangen wurde dieser stärkere Zugang jedoch durch den noch stärkeren Abgang in Erwerbstätigkeit. Der Grund hierfür liegt bei beiden Rechtskreisen in dem Beginn der Ausbildungen im September.
Im September waren 6.818 Duisburgerinnen und Duisburger im Rechtskreis SGB III arbeitslos gemeldet, 230 oder 3,3 Prozent weniger als im August. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist in diesem Rechtskreis ein Anstieg der Arbeitslosigkeit
um 2.083 oder 44,0 Prozent zu verzeichnen. Dieser Anstieg wäre wie schon in den Vormonaten noch stärker ausgefallen, gäbe es nicht die Abfederung durch das Instrument Kurzarbeit. Im Bereich der Grundsicherung im Rechtskreis SGB II sank im September die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen auf 25.241 Menschen (249 Personen oder 1,0 Prozent weniger als im Vormonat). Gegenüber dem September 2008 ist die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II um 22 Personen oder 0,1
Prozent gestiegen.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit im September sind von 6.052 auf 5.947 zurückgegangen (-105 oder -6,2 Prozent gegenüber dem August). Sie bewegen sich damit weiterhin über dem Vorjahresmonat (+882 oder +17,4 Prozent). Von den 5.947 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.796 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit. Von Juli auf August waren dies 1.691 Personen. Gegenüber dem Vormonat ist damit der Zugang aus vorhergehender Beschäftigung um 105 Personen oder 1,7 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat, der mit 1.736 Zugängen aus Erwerbstätigkeit zu Buche schlug, verzeichnen wir einen Anstieg von +60 oder +3,5 Prozent. Auf der anderen Seite ist mit 1.772 Personen (+338 oder +23,6 Prozent gegenüber
August) die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit im September erstmals wieder deutlich angestiegen. Im Vorjahresmonat waren es 78 oder 4,2 Prozent mehr Personen, denen der Übergang in die Erwerbstätigkeit gelungen ist. Die Abgänge insgesamt betrugen im September 6.471 Personen. Das waren 542 mehr als im August 2009 und 531 mehr als im Vorjahresmonat.
Die Statistik zur Kurzarbeit für das 2. Quartal 2009 liegt noch nicht vor und wird später veröffentlicht. Mit dem zweitstärksten Zugang an neu gemeldeten Stellenangeboten in diesem Jahr ist wieder mehr Bewegung in den Stellenmarkt gekommen. Mit 756 neuen ungeförderten Stellen war der Zugang um 136 oder 21,9 Prozent höher als im August. Dennoch ist der Stellenzugang mit 337 oder 30,8 Prozent gegenüber dem September des Vorjahres deutlich geringer ausgefallen. Ein Teil des Zuwachses (ca. 7 Prozent) basiert auf der in diesem Monat erstmaligen Erfassung von Praktikumsstellen. Der Bestand an offenen Stellenangeboten ist im September gegenüber dem Vormonat noch einmal leicht um 33 oder 1,8 Prozent auf 1.782 Stellenangebote
gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist er damit um 1.166 oder 39,6 Prozent niedriger.
Wie schon beim Abgangszahlen in Erwerbstätigkeit spielt auch für die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit der Ausbildungsbeginn am 1. September die maßgebende Rolle. Die Zahl der arbeitslosen jungen Duisburger sank dadurch im September auf 3.145. Dies sind 249 oder 7,3 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit aber immer noch um 537 Personen oder 20,6 Prozent höher. Kaum Bewegung gab es im September bei den älteren Arbeitslosen. So stieg die Arbeitslosigkeit der über 50 Jahre alten Personen auf 6.975 (+3), und bei den Arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.539 (+28 oder +0,8 Prozent) im Berichtsmonat. Ebenfalls kaum Bewegung war bei der Arbeitslosigkeit der ausländischen Mitbürger zu verzeichnen gewesen. 8.869 Ausländerinnen und Ausländer waren im September von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 78 Personen oder 0,9 Prozent mehr als im Vormonat und 402 oder 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. „Wie in den Vorjahren so ist auch in diesem September die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen wesentlich vom Beginn der Ausbildungen im September beeinflusst“, so Hans-Georg Grein, Pressesprecher der Agentur für Arbeit
Duisburg. „Neben dieser üblichen saisonalen Entwicklung sind die erfreuliche Situation in Handel und bei den Gesundheitsberufen, sowie die anziehende Kräftenachfrage durch die Zeitarbeitsunternehmen erfreuliche Signale für den Duisburger Arbeitsmarkt.“

Bewerbungstipps
Schwangerschaft während der Ausbildung

Schwangerschaft während der Ausbildung
Duisburg, 8. September 2009  - Eine Schwangerschaft während der Ausbildung führt oft zum Abbruch der Ausbildung. Eine Umstellung der Ausbildung auf Teilzeit kann es der Auszubildungen ermöglichen, Kind und Ausbildung miteinander zu verbinden und die Ausbildung erfolgreich zu beenden. Dem Lehrling bleibt so der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie eine Einkommensquelle erhalten. Die Teilzeitausbildung bietet aber auch den Unternehmen Vorteile. Die Teilzeitausbildung bietet finanzielle Vorteile, weil die Ausbildungsvergütung geringer ist. Wenn ein bestehendes Ausbildungsverhältnis wegen der Geburt eines Kindes unterbrochen werden muß, sind die betrieblichen Investitionen nicht verloren, wenn die Ausbildung in Teilzeit fortgesetzt werden kann. Familienfreundlichkeit ist ein klarer Standortvorteil. Gut ausgebildete Fachkräfte stärken die Wirtschaft und wirken dem zu befürchteten Fachkräftemangel in der Wirtschaft entgegen. Das Verantwortungsbewußtsein und Motivation der Lehrlinge sind in der Regel stärker ausgeprägt.
Und wie sieht die Teilzeitberufsausbildung in der Praxis aus? Dem Ausbildungsvertrag wird ein Zusatz beigefügt, in dem die Teilzeitvereinbarung schriftlich festgehalten wird. Die Unternehmen einigen sich mit dem Lehrling auf eine Stundenzahl zwischen 25 und 30 Wochenstunden. Sie sprechen mit dem Lehrling ab, wann diese Stunden gearbeitet werden. Im Einzelfall kann die reduzierte Wochenarbeitszeit mit einer Verlängerung der Lehrzeit verbunden werden, wenn dies erforderlich ist. Teilzeitlehrlinge haben den gleichen Urlaubsanspruch wie Vollzeitarbeitskräfte. Bei Teilzeitkräften, die nicht an jedem Arbeitstag in der Woche arbeiten, wird der Urlaubsanspruch im Verhältnis zu den wöchentlichen Arbeitstagen berechnet. Der Berufsschulunterricht findet wie bei Vollzeitausbildungen statt. Der Ausbildungsplan muß an die Teilzeitberufsausbildung angepaßt werden. So stellt die Initiative für Teilzeitausbildung eine Form der Lehre vor.

Die Fachveranstaltung "Teilzeitberufsausbildung: Eine zusätzliche Chance!" findet am 8. September 2009 im "Kleinen Prinzen" statt. Hier sind fast nur Vertreter des Netzwerkes, aber auch einige Betriebe und Betroffene anwesend. Die Sitzplätze sind nur zur Hälfte besetzt.
"Viele Betriebe und viele Betroffene kennen die Teilzeitausbildung nicht. Wir haben in der Industrie- und Handelskammer und in der Stadt (insbesondere im Gleichstellungsreferat) Verbündete gefunden, um das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen," berichtet Annette von Brauchitsch-Lauvaulx, die Gleichstellungsbeauftragte der Agentur für Arbeit Duisburg.
"Ausbildung ist ein solides Fundament für eine Karriere im Berufsleben," berichtet ihre Chefin Angela Schoofs. "Im August 2009 hatten wir in Duisburg eine Arbeitslosigkeit von 13,3 %. Das waren rund 32.500 Personen. Davon waren 61,6 % = 20.051 Personen ungelernt. Keine Ausbildung bedeutet ein erhöhtes Risiko, arbeitslos zu werden und zu bleiben. Diese griffige Formel spricht für Ausbildung. Ausbildung ist aber auch für erfolgreiche Unternehmen wichtig. In einem Hochlohnland wie Deutschland kann man ohne qualifiziertes, gut ausgebildetes Fachpersonal nicht bestehen. Der demographische Wandel meint auch, daß ältere Leute die Arbeit schultern müssen, die früher Jüngere erledigten. Wir brauchen ausbildungswillige Betriebe, die bereit sind, ausbildungsfähige und ausbildungswillige Leute mitzunehmen. 2008 gab es 39 Teilzeitausbildungsplätze, davon die Hälfte überbetrieblich."

"Immer mehr Frauen wollen beides: Beruf und Familie," berichtet Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein. "Aus diesem Grund hat das Landesarbeitsministerium das Handlungsprogramm `Brücken bauen in den BerufŽ entwickelt. Es zielt darauf ab, die Arbeitsmarktintegration und Arbeitsmarktsituation insbesondere von Frauen in Nordrhein-Westfalen zu verbessern." Und wer ist für eine Teilzeitausbildung geeignet? Es sind Bewerber mit einem guten Schullabschluß und einem unterstützenden sozialen und familiären Umfeld.

Bewerbungstipps
Es gibt viele Gründe, warum ein Unternehmen einem Mitarbeiter kündigt. Gerade in Krisenzeiten geht das ganz schnell. "Melden Sie sich umgehend arbeitslos, wenn Sie die Kündigung erhalten. Ansonsten droht eine Sperrzeit," ist vom Arbeitsamt zu hören. Doch auf ihren Internetseiten gibt die Arbeitsverwaltung auch allgemeine Tips, wie man sich vor und während einer Bewerbung verhalten sollte.

Bestehen Sie auf ein detailliertes und qualifiziertes Zeugnis. Es ist nämlich ein wichtiger Bestandteil ihrer Bewerbungsmappe. Seien Sie frühzeitig aktiv. So haben Sie eine bessere Chance, eine neue Stelle zu finden. Besprechen Sie die neue Situation mit Freunden, der Familie und Ihrer Partnerin. Vielleicht können Sie ja persönliche Beziehungen nutzen. Und: In welchen Berufen können Sie Ihr Können noch nutzen?

Der nächste Schritt: Schreiben Sie folgende Sachen auf ein Blatt Papier: Ihre persönlichen Eigenschaften, die beruflich interessant sind, sowie ihre Fortbildungen. Stellen Sie Ihre Stärken zusammen. Ihre starken Seiten bilden die Basis für Ihre Bewerbung. Der Grund für diese Aktion ist einleuchtend: Zum einen kann man überlegen, ob vielleicht eine berufliche Weiterbildung vonnöten ist. Außerdem vermittelt die Rückbesinnung auf die eigenen Stärken Selbstvertrauen. Ich weiß, wer ich bin! So kann ich leichter die Stellen finden, die zu mir passen. Nur wer ein konkretes Ziel vor Augen hat, wird aktiv und effektiv an sich arbeiten. Bei der Bestimmung des Ziels ist aber auch Kreativität und Flexibilität gefragt. Man legt sich heute mit einer Berufswahl nicht mehr ein ganzes Leben fest. Wägen Sie Ihre Entscheidung gut ab. Bietet Ihnen Ihr aktueller Beruf genügend Perspektiven und Sicherheit? Oder würde ein Wechsel in einen verwandten Beruf mehr Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen?

Bleibt ihr jetziger Beruf die erste Wahl, vergrößert sich die Auswahl an zur Verfügung stehenden Jobs für Sie, wenn Sie Ihr Berufsbild auch in anderen Branchen suchen. Haben Sie Hobby oder Interessen, die sich mit Ihrer Berufserfahrung ergänzen lassen? Ist Ihr Beruf dagegen stark auf eine Branche zugeschnitten (z. B. als Augenoptiker), vergrößert eine Weiterbildung möglicherweise die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Möchten Sie die aktuelle Situation für eine Neuorientierung nutzen, sollten Sie zuerst nach einer Tätigkeit suchen, in der Sie Ihr bisheriges Wissen einsetzen können. Warum nicht versuchen, den Traum vom Traumjob zu verwirklichen? Voraussetzung ist natürlich, daß eine realistische Chance besteht. Haben Sie eine einzigartige Idee, die sonst noch niemand hatte? Oder erhöhen sich die Chancen, mit mehreren Auftraggebern den Lebensunterhalt bestreiten zu können? Dann sollen Sie über die berufliche Selbständigkeit nachdenken.

Doch Vorsicht! Zum Unternehmer ist nicht jeder geboren. Das x-te Call-Shop kann genauso eine Schnapsidee sein wie der überzählige 1-?-Laden oder die Kneipe ohne Kunden. So ganz unsinnig sind die Ausführungen der Arbeitsverwaltung nicht. Die realistische Einschätzung des fachlichen und des lokalen und regionalen Arbeitsmarktes ist schon wichtig. Hat sich mein Berufsbild geändert? Welches Wissen, welche Qualifikationen habe ich in meinem Leben dazugewonnen? Hat sich das Wissen vielleicht verschoben? Werde ich vielleicht längere Strecken fahren oder gar umziehen müssen, weil es vor Ort keine Arbeit gibt? Über solche Themen sollte ich mir beizeiten Gedanken machen.

Soweit zum Vorgeplänkel. Nun geht es an die Suche nach einem Arbeitsplatz. Natürlich kann man sich auf das Arbeitsamt verlassen. Doch dort wird Eigeninitiative erwartet. Was also tun?
Es gibt Stellenanzeigen von Unternehmen. Sie sind in lokalen und überregionalen Tageszeitungen sowie in Branchen- und Fachzeitschriften zu finden. Viele Firmen inserieren ihre offenen Stellen zuerst auf ihrer Startseite im Internet.
Die Initiativ- oder Kurzbewerbung kommt hinzu. Der Bewerber schickt sie ohne konkret ausgeschriebene Stelle an ein Unternehmen. Dabei müssen Sie der Firma ganz genau beschreiben, was Sie zu bieten haben, damit Ihre Qualifikationen einem bestimmten Bereich eingeordnet werden können. Bei der Initiativbewerbung reichen in der Regel Anschreiben, Lebenslauf und Foto.

Manchmal führt der Weg zu einem privaten Vermittler. "Lassen Sie sich in die Bewerberdatenbank aufnehmen. Gehen Sie mit dem privaten Vermittler Ihr persönliches Leistungsprofil durch. Fragen SIe, ob Firmen aus den für Sie in Frage kommenden Bereichen zu seinen Kunden gehören," empfiehlt die Arbeitsverwaltung.
Es gibt die Personalberatung und Outplacementberatung. Personalberater sind auch als Headhunter bekannt. Sie suchen für Firmen Führungskräfte sowie Spezialisten. Für diese Zielgruppe kann es interessant sein, bei Personalberatern anzufragen. Die Vermittlungsgebühr übernimmt der neue Arbeitgeber. Outplacementberatungen werden von Unternehmungen eingeschaltet, die für Mitarbeiter neue Anstellungen suchen. In diesem Fall bezahlt die Firma einen Berater, der bei der Neuorientierung und Sucher einer geeigneten Arbeitsstelle hilft.
Manche Leute suchen alternative Formen der Anstellung wie Zeitarbeit, befristete Arbeitsverträge, Teilzeit, flexible Arbeitszeiten oder Mini-Jobs. In vielen Fällen haben sich diese Arbeitsformen als Sprungbrett für ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis erwiesen. Behauptet zumindest die Arbeitsverwaltung.
Es gibt Zeitungsanzeigen in eigener Sache. Diese Form der öffentlichen Bewerbung bietet sich bei seltenen oder aktuell sehr gefragten Berufen an. "Beachten Sie beim Aufbau Ihrer Anzeige, daß Sie sich auf die relevanten Informationen beschränken: Gesuchte Position, persönliche Daten, fachliche und individuelle Qualifikation, Ziel- und Terminvorstellungen, eine positive Abschlußformulierung sowie Kontaktmöglichkeiten sind die wichtigsten Elemente eines Stellengesuchs," berichtet die Arbeitsverwaltung.
Kontrollieren Sie, ob das Anforderungsprofil der ausgeschriebenen Stelle Ihrem Leistungsprofil entspricht. Die "Muß"-Kriterien müssen auf jeden Fall erfüllt werden, da eine Bewerbung sonst nciht aussichtsreich ist. Bei den "Kann-"Kriterien formuliert der Arbeitgeber seine Wunschvorstellungen. Bei privaten Arbeitsvermittlern sollte der Bewerber abklären, ob er von der Agentur für Arbeit bzw. ARGE einen Vermittlungsgutschein erhalten kann. Nur dann ist die private Arbeitsvermittlung kostenlos. Es sollte auch abgeklärt werden, ob das Arbeitsamt möglicherweise Zuschüsse an Arbeitgeber zahlen kann.
Und nun zum Anschreiben. Der erste Eindruck entscheidet oft über die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das Anschreiben ist das erste, was der Arbeitgeber von Ihnen zu sehen bekommt. Kaffeeflecken, Rechtschreibfehler und Eselsohren sind keine Empfehlung - ein Anschreiben sollte schon sorgfältig erstellt werden.

Womit kann man ein Anschreiben beginnen? Beispielsweise mit dem Bezug auf eine Anzeige, ein Gespräch oder eine persönliche Empfehlung. Bei einer Initiativbewerbung können Sie auch gleich zur Sache kommen. Dann kommen die zwei bis drei wichtigsten Argumente, warum gerade Sie für diese Stelle der Richtige sind. Packen Sie nicht Details aus dem Lebenslauf in das Anschreiben. Hier können Sie herausstellen, was Sie besonders interessant macht. Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern? Verkaufen Sie Ihr Können! Nennen Sie einen möglichen Eintrittstermin. Eine freundliche Schlußformulierung hebt hervor, daß Sie sich über ein persönliches Gespräch freuen. Beschränken Sie sich auf eine Seite. Verwenden Sie möglichst hochwertiges Papier.
Zusammen mit dem Anschreiben ist der Lebenslauf der wichtigste Teil der Bewerbung. Ist mit dem Anschreiben das Interesse des Personalchefs geweckt, wird er im zweiten Schritt den Lebenslauf lesen.

Der Aufbau sieht wie folgt aus:
1. Persönliche Daten: Vor- und Familienname, Adresse, Bewerbungsfoto (kann auch auf das Deckblatt), Geburtsort, Geburtsdatum (bei Erwachsenen ohen Angabe von Eltern!), Familienstand und Anzahl der Kinder; für Nichtdeutsche: Staatsangehörigkeit
2. Besuchte Schulen und Abschlüsse
3. Studium an Hochschulen, Abschluss und Besonderheiten wie Auslandspraktika
4. Berufsausbildung und lückenlose Berufspraxis: Ausbildungsberuf, Ausbildungsfirma, dann ale berufliche Stationen mit Position und Firma (jeweils mit Angabe von Monat und Jahr - übertragene Verantwortung, Projekterfahrung und besondere Leistungen können stichpunktartig erwähnt werden)
5. Wehr- und Ersatzdienst, freiwilliges soziales, kulturelles oder ökologisches Jahr, Betreuungs- und Erziehungszeiten)
6. Berufliche Weiterbildung
7. Außerberufliche Weiterbildung, spezielle Kenntnisse und Erfahrungen wie EDV-Anwendungen, Sprachen oder handwerkliche Fähigkeiten
8. Hobbys, Interessen sowie ehrenamtliches und soziales Engagement, wenn es im Zusammenhang mit der Stelle sinnvoll ist.

Bewerbungsfotos sind keine Pflicht, werden aber von den meisten Arbeitgebern gewünscht. Verwenden Sie dafür keine billigen Automatenbilder. Aufnahmen vom Fotographen in der Größe von 5 x 7 cm, besser etwas größer, sind besser geeignet. Das Foto können Sie auf das Deckblatt oder rechts oben in den Lebenslauf kleben oder einlesen.
Zeugnisse werden der Bewerbung als Anlage beigefügt. Und zwar nie als Original! Unbeglaubigte Kopien werden in der Regel akzeptiert. Die Schulzeugnisse (einschließlich Berufsausbildung und Hochschule) belegen den jeweils höchsten Abschluss. Bei Bewerbern ab Mitte 30 / Anfang 40 auf Schulzeugnisse verzichtet werden. Da zählt mehr die berufliche Leistung. Auf Arbeitszeugnisse, die älter als zehn Jahre sind und mit der jetzigen Arbeitsstelle nichts mehr zu tun haben, kann man verzichten. Alle anderen legt man bei. Wählen Sie die Weiterbildungszertifikate, Seminarbescheinigungen usw. aus, die im Zusammenhang mit der Stelle, für die sich bewerben, stehen. Diese Kurse nennen Sie aber auch bitte im Lebenslauf.

Für E-Mail-Bewerbungen gelten die gleichen Regeln wie für schriftliche Bewerbungen. Bewerbungen per elektronischer Post sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Sie werden teilweise auch ausdrücklich verlangt. Möchte ein Unternehmen die vollständigen Unterlagen als elektronische Bewerbung, sollten auch Zeugnisse und sonstige Bewerbungsunterlagen in eingescannter Form mitgeschickt werden. Bei Initiativbewerbungen per E-Mail orientiert man sich bei Umfang und Stil an der Kurzbewerbung.
Nun wird man als Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Worauf muss man dort achten? Pünktlichkeit, Höflichkeit, eine angemessene und saubere Bekleidung, kein vorheriger Genuss von alkoholischen Getränken - manche Sachen muss ich wohl nicht besonders erwähnen.
Hier ein paar andere Tipps. Informieren Sie sich gründlich über das einladende Unternehmen. Was haben Sie für die ausgeschriebene Stelle zu bieten? Informieren Sie sich darüber, was marktüblich ist, insbesondere bei der Bezahlung.Notieren SIe sich Fragen an Ihren Gesprächspartner im Vorfeld. Machen Sie sich Gedanken über die Rahmenbedingungen. Stecken Sie sich Ihre Grenzen ab. Andreas Rüdig

Im August 151 Personen oder 0,5 Prozent mehr Menschen in Duisburg arbeitslos gemeldet

Duisburg, 1. September 2009  -Mit 32.538 Duisburgern waren im August 151 Personen oder 0,5 Prozent mehr Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 13,3 Prozent. Duisburg ist damit auch weiterhin landesweit - zusammen mit Gelsenkirchen - Spitzenreiter bei der Arbeitslosigkeit.
Während geringere Zugänge aus Erwerbstätigkeit zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im SGB III - Bereich führten, sorgt demgegenüber das Ende überbetrieblicher Ausbildungen im Rechtskreis SGB II für einen Anstieg der Zahl arbeitslos gemeldeter Personen. Im August waren 7.048 Duisburger im Rechtskreis SGB III arbeitslos gemeldet. Dies waren 279 oder 3,8 % weniger als im Juli. Diese Anstieg wäre wie schon in den Vormonaten noch stärker ausgefallen, gäbe es nicht die Abfederung durch das Instrument Kurzarbeit. Im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB III) steigt die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im August auf 25.49 Menschen (430 oder 1,7 % mehr als im Vormonat). 48.090 Personen erhalten aktuell Arbeitslosengeld II. Die Rückkehr in Arbeit hat sich mit 1.434 Personen (- 149 oder - 9,4 % gegenüber Juli) weiter abgeschwächt.

Nach dem leichten Anstieg der neu gemeldeten Stellenangebote im Vormonat verzeichnet die Agentur für Arbeit im August wieder einen Rückgang der Stellenmeldungen. Mit 620 neuen ungeförderten Stellen war der Zugang um 86 oder 12,2 % geringer als im Vormonat. Der Bestand an offenen Stellen ist im August zwar gegenüber dem Vormonat mit 1.815 Stellen zwar wieder leicht um 60 oder 3,4 % angestiegen, gegenüber dem Vorjahresmonat ist er jedoch um 1.261 oder 41,0 Prozent geringer.
In den beiden Vormonaten war der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit bestimmt durch das Ende von Berufsausbildungen und das Schuljahresende. Im August ist er überwiegend auf das Ende der außerbetrieblichen Ausbildungen im SGB II - Bereich zurückzuführen. Die Zahl der arbeitslosen jungen Duisburger stieg dadurch auf 3.394. Das sind 400 oder 13,4 Prozent mehr als im Vormonat. "Die Ferienzeit zeigt deutliche Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt," berichtet Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Agentur für Arbeit. "Wir sehen mit großem Bedauern, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen gestiegen ist. Wir hegen den hohen Anspruch an uns selbst, bis zum Ende des Monats möglichst viele Jugendliche in eine Ausbildung zu bringen. Die Ausbildung garantiert zwar keinen Arbeitsplatz, erleichtert aber den Einstieg in das Berufsleben. Mit einer guten Ausbildung ist die Arbeitslosigkeit kürzer. Berufsvorbereitende Maßnahmen und überbetriebliche Ausbildung können eine Alternative zur Arbeitslosigkeit sein. Ausbildung und in der Folge Weiterbildung wird für unsere Wirtschaft immer bedeutsamer. Das Wohlergeben der Betriebe hängt zunehmend von qualifizierten Mitarbeitern ab. Deswegen plädiere ich nicht nur für eine qualifizierte Erstausbildung, sondern auch für eine Kultur der Weiterbildung am Arbeitsplatz in den Unternehmen."

Der leichte, aber kontinuierliche Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den älteren Arbeitslosen setzte sich auch im August fort. Bei den über 50 Jahre alten Arbeitslosen sank die Arbeitslosigkeit auf 6.972 (-21 oder -0,5 % weniger), bei den arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.511 (-23 oder -0,7 %). Nun schon im zweiten Monat in Folge ist die Arbeitslosigkeit bei Ausländern leicht rückläufig. 8.791 Ausländer waren im August arbeitslos. Das sind 113 Personen bzw. 1,3 % weniger als im Juli.

Im März gab es 12.166 Kurzarbeiter. Das waren 72,4 % der angemeldeten Kurzarbeiter. Es ist noch unklar, wie viele Stunden kurzgearbeitet wurde. Derzeit ist für 703 Betriebe / Betriebseinheiten mit 26.894 Mitarbeitern Kurzarbeit angemeldet. "Die Krise ist nicht vorbei. Der Abwärtstrend ist aber gestoppt. Die Entscheidung, wie es weitergeht, liegt jetzt bei den Betrieben," so Schoofs. "Ursprünglich waren 900.000 ? in unseren Haushalt eingestellt. Bis jetzt sind schon 7,2 Millionen gebunden. 400.000 ? kommen bis zum Jahresende hinzu. Dieser unser Haushalt ist bereits genehmigt. 600.000 bis 700.000 ? kommen noch aus Töpfen des Bundes hinzu. Wir werden deutlich mehr als 8 Millionen ? dieses Jahr für berufliche Bildung ausgeben. Das Spektrum reicht vom Kranführerschin bis zum Beschwerdemanagement.
Die Mediennutzung hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die Duisburger Agentur für Arbeit nutzt jetzt erstmals das Internet, um vor allem junge Menschen besser zu erreichen. Die Agenturen für Arbeit haben ja schon länger einen eigenen Internetauftritt. Die Agenturen aus Duisburg, Oberhausen, Wesel und Essen schalten jetzt gemeinsam ein Inserat im Internet. Kostenpunkt: 5.000 ?. Zielgruppe sind junge Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind. "Gerade in dieser Altersschicht hat sich die Mediennutzung sehr stark verändert," hat inzwischen auch Hans-Georg Grein, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Duisburg, erkannt.

"Die klassische Anzeige in einer der örtlichen Tageszeitungen erreicht nicht unbedingt den Personenkreis, den wir mit dieser Anzeige erreichen wollen," berichtet Angela Schoofs. "Untersuchungen haben gezeigt, daß die Printmedien, aber auch Radio und Fernsehen immer stärker durch das Internet verdrängt werden. Wenn wir die Zielgruppe der jungen Menschen mit unseren Botschaften erreichen wollen, müssen wir uns dieser Entwicklung anpassen. Die Anzeige in www.DerWesten.de ist hier ein erster Versuch."
Die Anzeige ist seit dem 17. August 2009 auf www.DerWesten.de, dem Internetportal der WAZ-Mediengruppe in den Städteausgaben Duisburg, Essen, Oberhausen, Mülheim und den Orten des Kreises Wesel zu sehen. Eine persönliche Bemerkung sei an dieser Stelle schon erlaubt. Ich bin gespannt, wann die Duisburger Arbeitsagentur die Bürgerzeitung duisburgweb als Werbepartner erkennt und auch ein wenig Geld für eine Anzeige hier übrig hat.
Die Duisburger Arbeitsagentur reagiert mit ihrem Internet-Werbeversuch auf die Tatsache, das nach einer Untersuchung des Instituts Allenbach die Zahl der täglichen Zeitungsleser in den letzten zehn Jahren von 84,7 auf 71,7 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Bundesländern gesunken ist. Nach dieser Untersuchung sind junge Leute in der Regel zwar neugierig auf Neues. Das Lesen von Zeitungen ist ihnen aber vielfach zu anstrengend, mühsam und macht zu wenig Spaß.
Andreas Rüdig

Arbeitsagentur Duisburg auf neuen Wegen im Netz
Die Mediennutzung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Um vor allem die jungen Menschen besser zu erreichen, inseriert die Duisburger Arbeitsagentur erstmals im Internet. Einen eigenen Internetauftritt haben die Arbeitsagenturen schon länger. Die Duisburger Arbeitsagentur geht jetzt zusammen mit den Agenturen Essen, Oberhausen und Wesel den Weg, im Internet ein Inserat zu schalten. Zielgruppe sind junge Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind. Gerade in dieser Altersschicht hat sich die Mediennutzung sehr stark verändert.
„Die klassische Anzeige in einer der örtlichen Tageszeitungen erreicht nicht unbedingt den Personenkreis, den wir mit dieser Anzeige erreichen wollen“, so Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur. „Untersuchungen haben gezeigt, dass die Printmedien, aber auch Fernsehen und Radio immer stärker durch das Internet verdrängt werden. Wenn wir die Zielgruppe der jun-gen Menschen mit unseren Botschaften ansprechen wollen, müssen wir uns dieser Entwicklung anpassen. Die Anzeige in www.DerWesten.de ist hier ein erster Versuch.“
Seit dem 17. August ist die Anzeige der vier Arbeitsagenturen für vier Wochen auf www.DerWesten.de, dem Internetportal der WAZ-Mediengruppe in den Städteausgaben Duisburg, Essen, Oberhausen, Mühlheim und der Orte im Kreis Wesel zu sehen. Aktuell zum Ende des Ausbildungsjahres 2008/2009 werden hier noch einmal die Dienstleistungen der Arbeitsagenturen für Ausbildungsstellensuchende mit Links zu allen wichtigen Seiten der Arbeitsagentur dargestellt, die Hilfestellungen bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz bieten.
Die Duisburger Arbeitsagentur reagiert mit ihrem Internet-Werbeversuch auf die Tatsache, das nach einer Untersuchung des Instituts Allensbach die Zahl der „täglichen“ Zeitungsleser in den letzten zehn Jahren von 84,7 auf 71,7 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Bundesländern gesunken ist. Nach dieser Untersuchung sind junge Leute zwar in der Regel neugierig auf Neues, das Lesen von Zeitungen ist ihnen aber vielfach zu anstrengend, mühsam und macht zu wenig Spaß.  „Hier wollen wir ansetzen und erste Erfahrungen in diesem neuen Markt sammeln“, betont Schoofs.