Agentur für Arbeit Duisburg   -  Archiv März - April 2008

 

Rückgang der Arbeitslosigkeit in Duisburg setzte sich auch im April weiter fort
Mit 31 892 Duisburgern 0,8 Prozent weniger Menschen arbeitslos - Von Andreas Rüdig
Duisburg, 30.April 2008  - "Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Duisburg setzte sich auch im April weiter fort. Mit 31.892 Duisburgern waren im Vormonat 260 Personen oder 0,8 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch im März. Der wenn auch leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit macht sich auch in der Arbeitslosenquote bemerkbar. Sie sank im April 2008 erneut gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent.
Nach Rechtskreisen getrennt betrachtet waren im Rechtskreis SGB III bei der Agentur für Arbeit im April 5.056 Duisburger arbeitslos gemeldet, 136 oder 2,6 Prozent weniger als noch im März. Im Rechtskreis SGB II waren bei der Arbeitsgemeinschaft Duisburg (ARGE) im März 26.836 Menschen arbeitslos gemeldet, 124 oder 0,5 Prozent weniger als noch im März 2008.
Mit Aufmerksamkeit und mit einer gewissen Sorge muss man den deutlichen Anstieg der Zugänge aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit beobachten. Mit den 4.720 neu gemeldeten Arbeitslosen (108 weniger als im Vormonat) kamen immerhin 1.405 aus einer Erwerbstätigkeit. Ganz in diesen Bild passt dabei, dass im April nur 1.597 Duisburgern die Rückkehr in den Arbeitsmarkt gelang. Die Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I zeigte im April erste erkennbare Einflüsse auf die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitslosen. Während die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Duisburger in den Vormonaten stets gesunken war, war im April ein Anstieg auf nunmehr 6.484 arbeitslose Personen über 50 Jahre zu verzeichnen (+176 oder 2,8 Prozent mehr).
Der Zugang an neu gemeldeten offenen Stellen war im April deutlich geringer als im März des Jahres. Ursache hierfür ist nicht zwangsläufig ein Abflauen der Konjunktur, vielmehr waren im betrachteten Zählzeitraum die Osterferien, die zu einer deutlichen Einschränkung der Geschäftstätigkeit führten. Mit 885 neu gemeldeten Stellen war der Zugang an Stellenangeboten um 71 geringer als im Vormonat.
Auch die ausländischen Mitbürger haben in diesem Jahr von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes profitiert und dies sowohl als abhängig Beschäftigte wie auch als selbständig tätige Unternehmer in dieser Stadt," berichtet Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsverwaltung. 9.177 Ausländer sind in Duisburg arbeitslos. 3.614 Leute stecken in 1-Euro-Jobs.
"Wir sind der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflichtet. Es ist im Gesetz vorgegeben, was das bedeutet. Wir sollen Arbeitslosigkeit verhindern, Arbeitslose beraten und fördern und Unternehmen mit Rat und Tat unterstützen," führt Schoofs ein wenig nebulös und diffus aus. "Im Bereich SGB III finanzieren uns schließlich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam. Da müssen wir nicht nur auf die Arbeitslosenzahlen achten. Wir fragen auch die Arbeitgeber, wie wir unser Angebot verbessern können. Wird aber die Konjunktur halten? Wie können wir die Reserven aktivieren, die es in Duisburg gibt? Wie schon gesagt: Es gilt, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und Beschäftigung zu sichern. Wir sind froh, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. Wir möchten Impulse setzen, wie wir sie mit unseren Mitteln senken können. Wir bilden nicht mehr zum ... aus. Wir orientieren uns daran, was der Markt braucht. Das ist die Neuorientierung."
"Nichtdeutsche Bürger haben in Duisburg einen Anteil an der Wohnbevölkerung von 15 Prozent, an der Zahl der Gewerbebetriebe sind sie mit gut einem Drittel beteiligt. Die Zahl der Betriebe mit Migrationshintergrund liegt sogar deutlich höher. An der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung liegt ihr Anteil hingegen nur bei knapp 10 Prozent. `Die große Zahl ausländischer Bürger dieser Stadt, die ein Gewerbe betreiben und damit zu einem erheblichen Anteil zum Wohlergehen in dieser Stadt beitragen, ist für mich ein Grund und Aufforderung, ein besonderes Augenmerk auf die Sicherung und Fortentwicklung dieser Arbeitsplätze zu richten,' so Angela Schoofs. `Wir bieten den Unternehmen beraterische und finanzielle Hilfen an, damit sie ihre Beschäftigten auf die sich ändernden Anforderungen hin fortbilden können. Da wir gerade auch interessante Konditionen für ältere und gering qualifizierte Mitarbeiter anbieten können, hoffen wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze leisten zu können.

Der türkische Unternehmerverband Tiad zeigte sich sehr erfreut darüber, dass endlich Unternehmen mit Migrationshintergrund als Potential erkannt und in die Pflicht genommen werden. `Dieses Förderprogramm wird einen erheblichen Beitrag dazu leisten, bestehende Arbeitsplätze zu stabilisieren und gleichzeitig ein Anreiz dafür sein, geringqualifizierte und ältere Menschen vermehrt einzustellen. Wir werden uns für die erfolgreiche Umsetzung dieses Projektes engagieren und hoffen gleichzeitig, dass dies der Anfang einer vielversprechenden Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit Duisburg und Tiad sein wird," ist in einer Pressemitteilung zu lesen.
Eine persönliche Anmerkung zu dieser zweiten Pressemitteilung sei hier erlaubt. Warum nimmt die Agentur die Unternehmen mit Migrationshintergrund erst so spät als potentielle Kunden ins Visier? Wie ist es um die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse bestellt? dass bei ausländischen vom Rechtsanwalt über den Gastronomen bis zum Gebäudereiniger die ganze Bandbreite der Wirtschaft inzwischen in Duisburg vertreten ist, ist vom Tiad auf Rückfrage zu erfahren. Kann der Arbeitsmarkt aber tatsächlich den Arbeitskräftebedarf dieser Unternehmen aber tatsächlich befriedigen? "In der türkischen Küche gibt es nicht nur Döner. Denken Sie nur an die anatolische Küche. Möchte ich ein anatolisches Restaurant eröffnen, weiß ich schon nicht, wo ich eine anatolischen Spezialitätenkoch herkomme," berichtet Tiad.
Jobbörse für Ingenieure war ein voller Erfolg
Duisburg, 29.April 2008  - 500 Ingenieurinnen und Ingenieure kamen zur Jobbörse in das Berufsinformationszentrum der Duisburger Arbeitsagentur
Am Freitag war es war eng im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur. In den vier Stunden der Börse nutzten rund 500 Ingenieurinnen und Ingenieure aus dem gesamten Ruhrgebiet die Gelegenheit, sich bei 20 Firmen über aktuelle Einstellungsmöglichkeiten zu informieren und Gespräche mit den Firmenvertretern zu führen.
Die Unternehmen zeigten sich hoch zufrieden über dieses geballte Interesse und die Vielzahl qualifizierter und motivierter Interessenten. Nach Aussage von Firmenvertretern ist in den nächsten Tagen und Wochen mit ersten Einstellungen zu rechnen. Zunächst gilt es aber, sich durch die Berge an Bewerbungsunterlagen zu arbeiten und weitere Gespräche zu führen.

„Mit einem so großem Zuspruch von Bewerber- wie Arbeitgeberseite konnten wir nicht rechnen. Der Erfolg dieser Jobbörse für alle Beteiligten gibt uns gleichzeitig die Verpflichtung auf, zusammen mit unseren Kooperationspartnern Krefeld und Oberhausen, über eine Neuauflage dieser Veranstaltung nachzudenken“, so Christiane Artz, Geschäftsführerin für das operative Ge-schäft bei der Agentur für Arbeit Duisburg und verantwortliche Organisatorin dieser Börse. „Die Neuauflage wir dann sicherlich schon eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Hannover-Messe“, ergänzte sie schmunzelnd.
Tag der Zeitarbeit in der Duisburger Arbeitsagentur
EURES-Fachleute beraten im BIZ zur Arbeitsaufnahme im Nachbarland
Tag der Zeitarbeit in der Duisburger Arbeitsagentur
Duisburg, 29.April 2008 -Die Arbeitsagentur Duisburg bietet im BIZ eine Kontakt- und Vermittlungsplattform für qualifizierte Fach- und Hilfskräftekräfte
Zeitarbeit hat sich zu einem wichtigen Faktor am Duisburger Arbeitsmarkt entwickelt. Aus diesem Grund veranstaltet die Agentur für Arbeit auch in diesem Jahr eine Zeitarbeitsbörse. Sie findet am 6. Mai 2008 von 10:00 bis 15:00 Uhr in den Räumen des Berufsinformationszentrums (BIZ) statt.
Rund 20 Zeitarbeitsfirmen mit aktuellen Stellenangeboten aus allen Branchen präsentieren sich an diesem Tag. Die Personalverantwortlichen stehen vor Ort für Gespräche zur Verfügung. Angesprochen sind mit dieser Veranstaltung sowohl Fachkräfte als auch Helfer mit Berufserfahrung.
Die Arbeitsagentur Duisburg verspricht sich von dieser Jobbörse weiteren Beschäftigungsimpuls für die Stadt und den lokalen Arbeitsmarkt.
Weitere Informationen zur Jobbörse im Internet unter www.Arbeitsagentur.de oder telefonisch unter der Rufnummer 01801 555 111.

Am 9. Mai 2008 von 10.00 bis 12.30 Uhr beraten Fachleute der EURES in der Agentur für Arbeit Duisburg über die Chancen einer Arbeitsaufnahme im westlichen Nachbarland. EURES ist eine Kooperation der Arbeitsagenturen mit der Euregio Rhein-Waal und hat zum Ziel, über den Arbeitsmarkt und die sozialen Systeme im Nachbarland zu informieren. Die Beratung findet im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit, Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenfrei.

Jobbörse für Ingenieure in der Duisburger Arbeitsagentur
Am Freitag, den 25.April 2008, ist das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit Duisburg wegen einer Großveranstaltung ganztägig geschlossen
Duisburg, 19.April 2008 - Die Arbeitsagenturen Duisburg, Krefeld und Oberhausen bieten eine Kontakt- und Vermittlungsplattform für qualifizierte Fachkräfte der Region Ingenieure/Innen sind auf dem Arbeitsmarkt momentan sehr gefragt. Aus diesem Grunde veranstalten die Arbeitsagenturen Duisburg, Krefeld und Oberhausen am 25. April 2008 in der Zeit von 11:00 bis 15:00 Uhr im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Duisburg (BIZ) eine Jobbörse für Ingenieure/Innen.
Rund 20 namhafte Firmen mit aktuellen Stellenangeboten präsentieren sich. Die Personalverantwortlichen stehen vor Ort für Gespräche zur Verfügung. Angesprochen sind mit dieser Veranstaltung Absolventen der Hochschulen und berufserfahrene Ingenieure, aber auch Techniker der unterschiedlichsten Berufsrichtungen.
Die beteiligten Arbeitsagenturen versprechen sich von dieser Jobbörse einen deutlichen Beschäftigungsimpuls für die Region. Weitere Informationen zur Jobbörse im Internet unter www.Arbeitsagentur.de oder telefonisch unter der Rufnummer 01801 555 111.
Tipps zu Erstellung optimaler Bewerbungsunterlagen
Duisburg, 17.April 2008 - Am 24. April 2008 von 16:00 bis 18:00 Uhr erhalten Interessierte im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit Duisburg wichtige Tipps zu Erstellung optimaler Bewerbungsunterlagen. Was erwarten die Arbeitgeber, welche Anforderungen sind an eine Bewerbung zu stellen und wie bereitet man sich optimal auf ein Bewerbungsgespräch vor.

Ein Referent aus dem Personalbereich gibt hier wichtige Praxistipps. Die Veranstaltung wendet sich an Studierende und Absolventen aller Fakultäten der Hochschule. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.
Wege in den Journalismus
Duisburg, 11.April 2008 - Am 17.April 2008 von 16:00 bis 18:00 Uhr berichtet Hardy Hausberg über seine Arbeit als Fernseh-Autor und Redakteur beim WDR im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit Duisburg.
Unter dem Titel "Wege in den Journalismus" bietet er einen Blick hinter die Kulissen journalistischer Arbeit aus der Sicht eines Insiders. Er spricht aber auch die Fragen an: "Wer eignet sich für diesen Beruf?" und "Wie wie wird man Journalist?" Die Veranstaltung wendet sich an Studierende und Absolventen aller Fakultäten der Hochschule. Eine Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.
Wie wählen Hochschulen ihre Studierenden aus?
Ein Internet-Chat der Agentur für Arbeit informiert zum Thema Hochschulzugang
Duisburg, 8.April 2008 - Am 16. April 2008 können von 16.00 bis 17.30 Uhr Fragen rund um die Hochschulzulassung gestellt werden. Um teilzunehmen, genügt es, sich um 16 Uhr unter http://chat.abi.de einzuloggen und die Fragen ins Chattool einzugeben. Der abi Chat will über den Hochschulzugang informieren, welche Zulassungsvoraussetzungen es gibt, wie die Zulassungsverfahren ablaufen, wo man sich bewerben muss und was man tun kann, wenn man eine Absage erhält. Antworten werden Studienberater und Studienberaterinnen von je einer Universität, Berufsakademie und Fachhochschule, ein Berufsberater von der Bundesagentur für Arbeit sowie ein Experte von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) sowie Journalisten der abi Redaktion. Interessierte, die zum angegebenen Termin keine Zeit haben, können ihre Fragen vorab an die Redaktion richten (redaktion@abi.de) und die Antworten im Chatprotokoll nachlesen, das online veröffentlicht wird.

Bei der Auswahl ihrer künftigen Studierenden können die Hochschulen seit der Reform des Hochschulzugangs zum Wintersemester 2005/06 neben der Abiturdurchschnittsnote auch in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen (z.B. Medizin, Psychologie) unterschiedliche Kriterien anwenden, um die passenden Studierenden für das jeweilige Fach auszusuchen. Mögliche Verfahren sind Vorstellungsgespräche, Studierfähigkeits- und Kenntnistests, die besondere Gewichtung von Einzelnoten, die Berücksichtigung von Berufsausbildungen oder praktischen Erfahrungen. Für Studieninteressierte ist es daher von Vorteil, über die Bewerbungsmodalitäten und Vorgehensweisen bei der Bewerberauswahl Bescheid zu wissen.

Mit dem Portal und dem begleitenden Magazin abi dein Weg in Studium und Beruf informiert die Bundesagentur für Arbeit Schülerinnen und Schüler zu Fragen der Studienwahl und Berufsentscheidung, zu Chancen auf dem Arbeitsmarkt und über Trends in der Berufswelt. Chats werden im Jahr 2008 in regelmäßigen Abständen veranstaltet und jeweils rechtzeitig in Magazin, Portal und Newsletter angekündigt.
Dauerhafter Aufschwung sorgt für über 155.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Duisburg - Über 3.000 Menschen mehr in Beschäftigung als noch im Jahr zuvor
Duisburg, 8.April 2008 - Die neuesten Zahlen zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt Duisburg vom September 2007 belegen, welch positive Entwicklung der Arbeitsmarkt momentan nimmt. Mit 155.743 sind genau 3.223 Menschen oder 2,1 Prozent mehr als noch im September 2006 in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Gegenüber dem Juni 2007, der letzten Erhebung vor den aktuellen Zahlen, ist die Steigerung mit 1,8 Prozent oder 2.689 Personen immer noch recht deutlich.
„Dieser Anstieg der Beschäftigung ist für die Stadt umso erfreulicher, weil die Entwicklung in den Jahren zuvor stets nach unten zeigte.
Ganz besonders hervorheben möchte ich hierbei, dass von dem Beschäftigungsgewinn vor allem auch diejenigen profitieren, auf die wir immer ein wenig mit Sorge schau en“, so Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur. „Die Jüngeren und die Älteren weisen sogar die stärksten Steigerungsraten auf. Da bei ihnen parallel zur gewachsenen Beschäftigtenzahl auch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen deutlich gesunken ist, können wir zwar noch keine Entwarnung für den Arbeitsmarkt geben - dafür sind noch zu viele Menschen in dieser Stadt von Arbeitslosigkeit betroffen - die Entwicklung geht aber ganz eindeutig in die richtige Richtung und muss weiter verstetigt werden. Ich sage dies vor allem deswegen, weil die Nutznießer hiervon nicht allein die Bezieher von Arbeitslosengeld 1 sind, sondern immer stärker auch die Bezieher von Arbeitslosengeld II.
In der Stadt waren im September 2007 17.901 Personen unter 25 Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1 .003 oder 5,9 Prozent mehr als im September 2006 und 2.143 oder 13,6 Prozent mehr als noch im Juni 2006.
Die Duisburgerinnen und Duisburger über 55 Jahre profitieren noch deutlicher von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Mit 19.715 Beschäftigten über 5 Jahre waren 1.716 oder 9,5 Prozent mehr Personen wieder in Arbeit als noch im September 2006.

Sozialversicherungsbeschäftigte in Duisburg

Duisburg im März 2008: 571 Personen oder 1,7 Prozent weniger Menschen arbeitslos
Von Andreas Rüdig
Duisburg, 1.April 2008 - Mit 32.152 Duisburgern waren im März 2008 571 Personen oder 1,7 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Februar. Die übliche Frühjahrsbelebung machte sich damit auf dem Duisburger Arbeitsmarkt deutlich bemerkbar. Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes wird auch in der Arbeitslosenquote sichtbar. Sie sank im März 2008 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent.
Nach Rechtskreisen getrennt betrachtet waren im Rechtskreis SGB III / Arbeitslosengeld I bei der Agentur für Arbeit im März 5.192 Duisburger arbeitslos gemeldet, 84 oder 1,6 Prozent weniger als noch im Februar. Im Rechtsbereich SGB II / Arbeitslosengeld II waren bei der Arbeitsgemeinschaft Duisburg (ARGE) im März 26.960 Menschen arbeitslos gemeldet, 487 oder 1,8 Prozent weniger als noch im Februar 2008. Im März 2008 war erneut ein geringerer Zugang aus Erwerbstätigkeit zu beobachten. Von den 4.828 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.272 aus einer Erwerbstätigkeit. "Diese positive Entwicklung setzt sich auch bei den Duisburgern fort, denen im März die Rückkehr in den Arbeitsmarkt gelang. Dies waren 1.810 Personen," berichtet die Agentur für Arbeit Duisburg bei ihrer monatlichen Pressekonferenz am 1. April 2008. Es gab 3.945 1-Euro-Jobber, 200 ABM-Kräfte und 1.349 Teilnehmer von Qualifizierungsmaßnahmen. 50.596 Personen bezogen Alg II / Hartz IV.
Während das Verhältnis von Frauen und Männern bei den in Duisburg gemeldeten Arbeitslosen nahezu ausgeglichen ist, sind die Frauen, die den weitaus überwiegenden Teil der Berufsrückkehrer nach Familienphase oder häusliche Pflege von Familienangehörigen bilden, bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Duisburg mit noch nicht einmal 40 Prozent unterrepräsentiert. Bundesweit sind es 45 Prozent. "Gerade bei Frauen mit Migrationshintergrund sehen wir noch Aktionsbedarf. In Duisburg stehen insgesamt 900.000 Euro für Berufsrückkehrer zur Verfügung. Es gibt beispielsweise Coaching und Eingliederungszuschüsse für Arbeitgeber. Die Eingliederungszuschüsse können beim Vorliegen der Voraussetzungen an Arbeitgeber gezahlt werden. Gleichzeitig werden Berufsrückkehrer finanziell, durch Beratung und durch Projekte unterstützt," berichtet Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur.
Bei den Teilzeitbeschäftigten sieht die Gewichtung anders aus. Dieser Teil des Arbeitsmarktes ist in Duisburg wie im gesamten Bundesgebiet mit 84 Prozent der Beschäftigten fest in der Hand von Frauen. "Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem gestiegenen Fachkräftebedarf in zahlreichen Berufen wollen und können wir als Arbeitsagentur das Potential der Berufsrückkehrer nicht ungenutzt lassen," betont Schoofs. "Viele Frauen haben vor der Familienphase oder den Zeiten der Pflege von Angehörigen eine exzellente Ausbildung genossen und verfügen über viele Jahre Berufserfahrung. Hier setzen wir an und bringen dieses Wissen auf den neuesten Stand. Die zusätzlich investierten Gelder sind für den Duisburger Arbeitsmarkt gut angelegt." Informationen zu den Fördermöglichkeiten für Berufsrückkehrer sind unter der Telefonnummer 01801 - 555111 erhältlich. Annette von Brauchitsch - Lavaulx heißt die Beauftragte für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt.
"Auch wenn der 1. April ist, bekommen Sie keine Scherze von uns zu hören. Das verbietet sich bei dem Thema. Wir haben unseren Stammplatz als zweitschlechtester Arbeitsamtsbezirk abgegeben; wir sind jetzt drittschlechtester Bezirk. Wir arbeiten daran, die Abstiegsplätze zu verlassen, um in der Sportlersprache zu sprechen. Der Arbeitsmarkt ist sehr stark in Bewegung in Richtung Abbau der Arbeitslosigkeit. Es sind rund 10 % weniger Menschen arbeitslos als noch vor einem Jahr. Der konjunkturelle Aufschwung macht sich bemerkbar. Die Konjunktur ist stabil und wirkt auf dem Arbeitsmarkt. Die Firmen suchen motivierte und engagierte Arbeitnehmer. Es werden weniger Leute entlassen; der Markt hält sie. Gleichzeitig werden mehr Leute eingestellt. Dienstleistungskaufleute werden gesucht, aber auch Maler, Lackierer und Baufachleute."

Eine persönliche Bemerkung sei hier erlaubt. Ich selbst habe ja eine Ausbildung beim damaligen Arbeitsamt Duisburg genossen. Uns Nachwuchskräften wurde damals erklärt, dass die Arbeitsvermittler die Aufgabe hätten, raus in die Betriebe zu gehen und dort selbständig offene Arbeitsplätze einzuwerben. Ich selbst kann mich an diverse Betriebsbesuche erinnern.
Und heute? Heute wird uns suggeriert, dass diese eigentlich alte und bekannte Vorgehensweise eine ganz neue Idee ist. Glaubt man den Ausführungen von Frau Schoofs, gibt es wohl derzeit zwei Teams, die mit nichts anderem beschäftigt sind, als Kontakt zu den Betrieben zu halten. Gleichzeitig wird der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt, die Idee, Kontakt zu den Betrieben zu halten, sei etwas ganz Neues. Die Erkenntnis, dass solche Teams erforderlich sind, sei erst in den vergangenen Jahren gereift.
Als ich 1989 meine Ausbildung dort begann, kümmerten sich die Arbeitsvermittler um bestimmte Berufe. Ein Arbeitsvermittler kümmerte sich um Bäcker und Konditoren, ein zweiter um Altenpfleger und Logopäden, ein dritter um Maurer und Dachdecker. Diese Spezialisierung wurde zu Beginn der `90er Jahre aufgehoben. Seitdem ist der Anfangsbuchstabe des Familiennamens entscheidend dafür, zu welchem Vermittler ein Arbeitsloser geschickt wird. Wirklich überzeugend ist diese Aufteilung nicht. Wer sich mit Küchenhilfen genauso herumschlagen muss wie mit Reiseverkehrskaufleuten oder Motopäden, kann eigentlich nicht die Berufsinhalte kennen noch mit jedem Arbeitgeber vertraut sein. Sich hier auf die alten Kompetenzen zu besinnen, wäre sicherlich kein Rückschritt.

Ein anderer Wehmutstropfen kommt zu den eigentlich erfreulichen Nachrichten hinzu. Im Berufsinformationszentrum gab es lange Zeit Computer, an denen Arbeitslose Bewerbungen schreiben konnten. "Die Software war veraltet. Außerdem bestand immer die Gefahr, dass Viren eingeschmuggelt werden. Daher wurden diese Computer abgeschafft; es wird vorerst auch keine neuen geben. Wer Bewerbungen schreiben kann, kann beispielsweise in Call-Shops gehen oder den Schreibcomputer der Stadtbücherei nutzen. Die Kosten dafür können im Rahmen der Mobilitätshilfe / Erstattung der Bewerbungskosten erstattet werden," berichtet Angela Schoofs. Die Computer waren bei den Arbeitslosen immer sehr beliebt. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass sie für private Briefe mißbraucht wurden. Es drängt sich eher der Eindruck auf, dass sie aus Kostengründen abgeschafft wurden. Hat die Arbeitsverwaltung wirklich so viel Geld für das Papier ausgegeben, dass kein Interesse seitens der Arbeitsverwaltung an dem Computer mehr besteht? Vielleicht schafft die Arbeitsverwaltung ja auch irgendwann die Bewerbungstelefone ab. Vielleicht ist diese eigentlich nützliche Einrichtung ja auch irgendwann ab. Für jeden Unfug ist Geld da, nur für die wichtigen Hilfen des Arbeitslebens nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Beauftragte für Chancengleichheit im BIZ
Duisburg, 31. März 2008 - Am Mittwoch, den 9. April 2008  sind die Hauptagentur und die Geschäftsstellen von Agentur für Arbeit Duisburg und  ARGE Duisburg wegen einer Personalversammlung ab 13:00 Uhr geschlossen.

Am 3. April 2008 informiert die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg, Annette von Brauchitsch-Lavaulx über Chancen und Wege des Wiedereinstiegs in das Berufsleben. In der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr gibt sie im Beurfsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur, Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg, Raum C Orientierungshilfen zu individuellen Wegen aus der Familienzeit oder Pflege von Familienangehörigen zurück in den Arbeitsprozess.
Sie zeigt dabei, wie die hohe Motivation der betroffenen Frauen und Männer und die in der Familienzeit oder der Pflegetätigkeit erworbenen Kompetenzen für die Bewerbungssituation genutzt werden können. Gleichzeitig wird eine Vertreterin des Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur über mögliche Eingliederungszuschüsse an Arbeitgeber informieren, die den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben erleichtern können