Agentur für Arbeit Duisburg  -  März - April 2010

 

Arbeitslosenzahl im April: - 125 auf 32.663
Arbeitslosenquote im April: unverändert bei 13,4 Prozent

Duisburg, 29. April 2010 -„Die konjunkturelle Erholung und das milde Wetter im April zeichnen verantwortlich für den leichten zahlenmäßigen Rückgang der Arbeitslosigkeit im April“, erklärte Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. Mit 32.663 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im April 125 oder 0,4 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Vormonat.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damit im April aber immer noch 324 Personen oder 1,0 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Auf die Arbeitslosenquote wirkt sich dieser Rückgang jedoch nicht aus, sie liegt unverändert bei 13,4 Prozent. Im April des Vorjahres lag sie bei 13,3 Prozent.
„Wie schon im Vormonat, so entwickelten sich auch im April die Rechtskreise wieder recht unterschiedlich. Ein deutlicherer Rückgang der Zahlen im Versicherungsbereich, ein leichter Anstieg im Bereich der Grundsicherung. Zum Beginn der Krise konnten wir eine genau gegenläufige Entwicklung in den Rechtskreisen beobachten. Der Versicherungsbereich reagiert deutlich schneller auf den sich verändernden Markt“, erläuterte Schoofs.
Im April waren 6.776 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet, 276 oder 3,9 Prozent weniger als noch im März. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag hier die Arbeitslosenzahl um 94 oder 1,4 Prozent niedriger und lag damit erstmals in diesem Jahr unter dem jeweiligen Vorjahreswert.
Im Bereich der Grundsicherung stieg im April die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen weiter an auf nunmehr 25.887 Menschen (151 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat). Gegenüber dem April 2009 lag die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung im April 2010 um 418 Personen oder 1,6 Prozent höher.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im April, im Gegensatz zum Rückgang im Vormonat, im April von 5.640 auf 6.147 gestiegen (+507 oder +9,0 Prozent). Von den 6147 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 2.075 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 1.659 Personen lag. Im Vergleich
zum März ist damit der Zugang aus vorhergehender Beschäftigung mit +416 Personen oder +25,1 Prozent höher ausgefallen.
Leicht gesunken ist hingegen gegenüber dem Vorjahresmonat (April 2009 =2.114) die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit (-39 oder -1,8 Prozent). Erfreulich ist, dass sich, wie schon im Vormonat, auch im April die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit weiterhin sehr positiv entwickelt. 1.932 Personen war dies im April gelungen (+274 oder +16,5 Prozent gegenüber dem März 2010).
Im Vorjahresmonat, im April 2009, war dies 1.398 Personen gelungen, also 534 Personen oder 38,2 Prozent weniger als in diesem April. Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im April 6.280 Personen. Das waren 522 mehr als im März 2010 und 1.023 mehr als im April 2009.
Im März gingen von den Betrieben 14 Kurzarbeitsanzeigen ein. Betroffen werden können von dieser im März angezeigten Kurzarbeit 56 Personen. „Die positive Entwicklung beim Stellenzugang setzet sich auch im April weiter fort. Hier wird der Einfluss des milderen Wetters und der leichten Konjunkturbelebung am deutlichsten sichtbar“, bemerkte Schoofs. Mit 927 neuen ungeförderten
Stellen war der Stellenzugang um 79 oder 9,3 Prozent stärker als noch im März. Er lag damit auch um 268 oder 40,7 Prozent über dem Stellenzugang im April 2009.
Der Bestand an offenen Stellenangeboten ist im April gegenüber dem März ebenfalls um 250 oder 13,0 Prozent auf 2.174 Stellenangebote angestiegen.Im Vorjahresmonat waren mit 2.054 (+120 oder +5,8 Prozent) nur noch geringfügig mehr offene Stellenangebote gemeldet gewesen. Wie schon im Vormonat so war auch im April 2010 der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Personen unter 25 Jahre eher als verhalten zu bezeichnen.
Zwar sind auch hier die Zahlen im April um 42 oder 1,4 Prozent auf 2.905 gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat liegt die Jugendarbeitslosigkeit aber immer noch um 279 Personen oder 10,6 Prozent höher. „Wir beobachten bei den Jugendlichen eine sehr unterschiedliche Entwicklung in Grundsicherung und Versicherungsbereich“, so Schoofs. „Während wir im arbeitsmarktnahen
Versicherungsbereich einen deutlichen Rückgang von März zu April (-9,6 Prozent) und auch vom April 2009 zu April 2010 (-17,0 Prozent) verzeichnen konnten, sehen wir in der Grundsicherung jeweils einen Anstieg der Zahlen (+2,9 Prozent und + 28,7 Prozent).“
Die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitslosen setzte die Aufwärtsentwicklung der Vormonate auch im April fort. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen stieg im April auf 7.189 (+169 oder +2,4 Prozent), und bei den arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.683 (+106 oder +3,0 Prozent). In kleinen Schritten, doch kontinuierlich, verringerte sich auch im April die Ausländerarbeitslosigkeit. Im April waren 9.087 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 77 oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat, aber immer noch 48 oder 0,5 Prozent mehr als im April 2009.
„Die Arbeitskräftenachfrage ist auch im April weiter angestiegen und der Arbeitsmarktnahe Versicherungsbereich reagiert unmittelbar auf den Nachfragezuwachs“, so Schoofs. „Saisonale und konjunkturelle Belebung gehen hier Hand in Hand. Beide gemeinsam sind aber nicht so stark, dass es am Duisburger Arbeitsmarkt zu einem deutlicheren Abbau der Arbeitslosigkeit gekommen ist.“

Aktion "Beschäftigungssicherung in Duisburg
Chancen in der Krise -
Qualifikation setzt sich durch

Duisburg, 28. April 2010 - Die konzertierte Aktion "Beschäftigungssicherung in Duisburg - Chancen in der Krise" ist am 10.2.2009 erstmals zusammengekommen. Ihm gehören die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft, der Unternehmerverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg, die Regionalagentur NiederRhein und die Agentur für Arbeit Duisburg an.

"Ziele sind die individuelle Arbeitsplatzsicherung und der Erhalt der Arbeitsplätze in den Betrieben. Qualifikation ist ein Megathema und Daueraufgabe," berichtet Angela Schoofs von der Agentur für Arbeit. "2009 gab es 1.600 Förderfälle während der Kurzarbeit. Dafür gaben wir 8 Millionen € aus. Wir brauchen auch in Zukunft alle erforderlichen Mittel, um die Arbeitnehmer qualifizieren zu können. Waren Arbeitsplätze gefährdet, lag es oft an der fehlende Qualifikation. Demographische Veränderungen, soziale und berufliche Integration der Bevölkerungsteile mit Migrationshintergrund, aber auch Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit, insbesondere auch vor dem Hintergrund hoher regionaler Mobilität bei den Auszubildenden, sind nur einige Aufgabenfelder, in denen es zu arbeiten gilt. Lebenslanges Lernen beginnt im Elternhaus, wird in Kindergarten und Schule fortgeführt, mündet über die Berufsausbildung in die Phase der beruflichen Weiterbildung und endet im Idealfall auch im Ruhestand noch lange nicht. Neu ist: Wir arbeiten in einer konzertierten Aktion gemeinsam und zusammen. Wichtig ist aber: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Stillstand ist Rückschritt. Was ist der Unterschied zwischen einem Karrenrad und einem Formel-1-Reifen? Beides sind Räder. Das eine ist ein High-Tech-Produkt, das andere ein Steinzeit-Produkt."

"Unser Ansatzpunkt sind die Fragen: Wie sichern wir die Beschäftigung in unserer Stadt? Wie kommen wir gestärkt aus der Krise hervor? Wie erhalten wir die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen," berichtet Jürgen Kaiser von der IHK. "Wir können einen Erfolg vermelden, nämlich, dass die Arbeitslosigkeit nicht signifikant gestiegen ist. Wir haben einen robusten und stabilen Ausbildungsmarkt mit mehr gemeldeten Lehrstellen. Die zentrale Herausforderung: die demographische Entwicklung. Es gibt immer weniger Leute im erwerbsfähigen Alter. Erfahrene Kräfte gehen zunehmend in den Ruhestand. Der Fachkräftebedarf steigt. Eine Umfrage zeigt: Ausbildung soll den Fachkräftebedarf sichern. Die Zahl der Schulabgänger sinkt signifikant um 15 %. Wir wollen sicherstellen, dass mehr Jugendliche eine Ausbildung beginnen und erfolgreich abschließen. Zwei Drittel der Arbeitslosen hat keine Ausbildung. Gering Qualifizierte sollen einen Abschluss nachholen. Die Möglichkeit der Externenprüfung wurde bislang noch nicht ausreichend ausgenutzt. Im vergangenen Jahr waren es in Duisburg nur 120 Personen."

"In der Metall- und Elektroindustrie sind wir Tarifpartner. Wir haben mit der IG Metall nach Wegen gesucht, wie wir Entlassungen vermeiden können. Das Ergebnis ist der Tarifvertrag `Zukunft in Arbeit´," berichtet Elisabeth Schulte vom Unternehmerverband.
Lothar Hellmann von der Kreishandwerkerschaft: "Wir legen viel Wert auf Qualifikation. Handwerk ist ein großer Subunternehmer von Industriebetrieben. Viele Leute wurden dort 2009 freigesetzt. Wir haben unserer Ausbildungsleistung im gleichen Jahr trotzdem um 5 % erhöht. Wir schaffen jedes Jahr eine Meisterfeier, Bayern München nicht. Wir brauchen aber ausbildungsfähige Schulabgänger. Wichtig sind Deutsch, Mathe (sie müssen die Grundrechenarten beherrschen) und das Sozialverhalten. Schließlich sind die Lehrlinge unsere Botschafter und müssen bei den Kunden auftreten können. Wir haben ein Projekt aufgelegt. Schüler werden 1 Jahr vor dem Schulabgang an die Betriebe herangeführt. Duisburg hat die höchste Gewerbesteuer, nämlich den Hebesatz von 490 %. Sie sollte neu strukturiert werden, entweder abgeschafft oder z. B. auch auf Freiberufler ausgeweitet.
Ralf Meurer von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung fügt hinzu: "Eine Sache wäre schlimm: Die Wirtschaft zieht an und niemand kann die Arbeit machen. Qualifizierte Fachkräfte werden gebraucht. Und die Betriebe holen sie sich, wenn nicht hier, dann woanders. Im schlimmsten Fall gehen die Betriebe dorthin, wo sie ihr Personal finden. Eine anziehende Wirtschaft ist keine Garantie für Unqualifizierte, genommen zu werden."
Dr. Jens Stuhldreier von der Regionalagentur NiederRhein weist auf den Bildungsscheck, die Bildungsprämie und die Potentialberatung hin. "Mir ist wichtig, daß wie Betrieben und Arbeitnehmern eine qualifizierte Bildungsberatung anheim stellen. Bildung muss über die Krise hinaus ein Dauerthema bleiben."
Angelika Wagner betont: "Weil es eine funktionierende Sozialpartnerschaft gibt, sind wir einigermaßen ungeschoren durch die Krise gekommen. Die Kurzarbeit kostete Arbeitgeber und Arbeitnehmer Geld. Kurzarbeit ist auch eine Zeit der Angst. Wie wird es weitergehen? Wir appellieren an die Arbeitgeber, die Qualifizierungsmöglichkeiten zu nutzen. Viele Arbeitnehmer sind selbst aktiv geworden, sich die eigene Weiterbildung zu akquirieren. Bei mehr als 20.000 Kurzarbeitern sind 1.600 Förderfälle eigentlich zu wenig. Es müssten eigentlich mehr Menschen in Qualifizierung einmünden. Es gibt viele Betriebe, die ausbilden könnten, es aber nicht tun. 30 % aller ausbildungsfähigen Betriebe bilden nur aus. Es ist also noch viel Luft nach oben. Unser deutsches System der dualen Ausbildung ist wohl weltweit anerkannt!" Klaus Makollus

Girls Day  - MINT für mich? – Das passt!

Duisburg, 22. April 2010 - Am Girls Day erfuhren 15 Schülerinnen in der Agentur für Arbeit Duisburg, wie gut technische Berufe und Frauen zusammenpassen
Schülerinnen der Klasse 9 der Gesamtschule Duisburg-Walsum erlebten am bundesweiten 10. Girls Day in der Agentur für Arbeit Duisburg einen spannenden Vormittag. Unter der Überschrift: „MINT für mich? – Das passt!“ überzeugten sie sich, dass Berufe in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind für Frauen prima sind.
Die jungen Frauen erlebten Berufswahl zum Anfassen. Begonnen wurde an mehreren Stationen, an denen Grundvoraussetzungen für technische Berufe getestet wurden: räumliches Vorstellungsvermögen, technisch-mathematisches Verständnis, zahlenlogisches Denken und - richtig spannend - die Handfertigkeit.

„Mich hat ihr Ehrgeiz beeindruckt“, so Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur. „Ich konnte spüren, wie groß der Wille war, die Aufgaben gut zu lösen. Besonders groß war die Überraschung, als sie erfuhren, dass sie gute Voraussetzungen für eine Ausbildung in einem der sogenannten MINT-Berufe besitzen.“
Damit es an konkrete Schritte gehen kann, gab es im Anschluss praktische Tipps. Zunächst konnte in „Planet Beruf“, der Internet-Plattform für Ausbildungssuchende der Agentur für Arbeit, eine Entdeckungsreise durch die technische Berufswelt gestartet werden. Anschließend gab es handfeste Hilfen für die erfolgreiche Bewerbung. Hilfe kam dabei aus von einer erfahrenen Fachkraft der Agentur für Arbeit Duisburg.
„Unsere Berufsberaterinnen und Berater können wertvolle und praxisnahe Tipps geben.“ betonte Schoofs. „Ich habe heute mehrfach gesehen, dass die Schülerinnen neue Chancen für sich entdeckt und gleichzeitig den Mut zur Umsetzung in sich gespürt haben.“
Von den Auszubildenden der Agentur für Arbeit Duisburg wurde zudem aus erster Hand eine interessante Alternative vorgestellt, wenn es denn doch kein technischer Beruf werden soll - die Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsförderung. Einblicke in die praktischen Seiten dieser Ausbildung erhielten den Schülerinnen bei einem Rundgang durch die Agentur für Arbeit Duisburg.
Weitergehende Fragen zu einer Berufsausbildung bei der Agentur für Arbeit Duisburg beantwortet Michael Piperek unter der Rufnummer 0203 302 1298.
Fragen zu Berufsausbildungen in technischen Berufen beantwortet die Agentur für Arbeit Duisburg unter der Telefonnummer 01805 555 111*.

Angela Schoofs: "Frühjahr hat auch den Arbeitsmarkt in Duisburg saisontypisch belebt.“
Arbeitslosenzahl im März: - 103 auf 32.788 - Quote: - 0,1 auf 13,4 Prozent

Duisburg, 31. März 2010 - „Das Frühjahr hat nicht nur in der Natur endlich Einzug gehalten, sondern auch den Arbeitsmarkt in Duisburg saisontypisch belebt.“ erklärte Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

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rbeitslosenzahl im März: - 103 auf 32.788
Arbeitslosenquote im März: - 0,1 auf 13,4 Prozent

Mit 32.788 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im März 103 oder 0,3 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damit im März aber immer noch 1.191 Personen oder 3,8 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent. Im März des Vorjahres lag sie bei 13,0 Prozent. „Zeichneten im Vormonat noch beide Rechtskreise für den Anstieg der Arbeitslosigkeit verantwortlich, so zeigte sich im März eine unterschiedliche Entwicklung in den Rechtskreisen. Während der Rechtskreis SGB III schon einen spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit aufwies, stiegen die Zahlen im
Rechtskreis SGB II weiter an. Die größere Arbeitsmarktnähe des Rechtskreises
SGB III lässt ihn schneller auf Marktveränderungen reagieren.“ erläuterte Schoofs.

Im März waren 7.052 Duisburgerinnen und Duisburger im Rechtskreis SGB III
arbeitslos gemeldet, 259 oder 3,5 Prozent weniger als noch im Februar. Gegenüber
dem Vorjahresmonat lag in diesem Rechtskreis die Arbeitslosenzahl aber immer noch um 495 oder 7,5 Prozent höher.
Im Bereich der Grundsicherung im Rechtskreis SGB II stieg im März die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen noch weiter auf 25.736 Menschen (156 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat). Gegenüber dem März 2009 lag die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II im März 2010 um 696 Personen oder 2,8 Prozent höher.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im März wie schon im Vormonat rückläufig und sind von 5.742 auf 5.640 zurückgegangen (-102 oder -1,8 Prozent). Von den 5.640 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.659 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit. Im Vormonat waren dies noch 1.816 Personen.  Im Vergleich zum Februar ist damit der Zugang aus vorhergehender Beschäftigung mit -157 Personen oder -8,6 Prozent geringer ausgefallen.
Gegenüber dem Vorjahresmonat (März 2009 = 2.022) verzeichneten wir ebenfalls
einen Rückgang bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit um -363 oder -18,0 Prozent.
Erfreulich ist ferner, dass im März mit 1.658 Personen mehr Menschen die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit gelungen ist (+194 oder +13,3 Prozent gegenüber dem Februar 2010). Im Vorjahresmonat, im März 2009, war dies 1.388 Personen gelungen, also 270 Personen oder 19,5 Prozent weniger als in diesem März.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im März 5.758 Personen.
Das waren 353 mehr als im Februar 2010 und 767 mehr als im März 2009.

Kurzarbeit trägt weiterhin zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes bei. Im Februar
gingen von den Betrieben weitere 37 Kurzarbeitsanzeigen ein, so dass sich die Zahl der Anzeigen seit Oktober 2008 auf insgesamt 906 erhöht hat. Betroffen werden können von dieser angezeigten Kurzarbeit insgesamt 29.921 Personen.
Schon im Vormonat konnten wir einen erfreulichen Anstieg bei den neu gemeldeten
offenen Stellen melden. Dieser Trend setzte sich im März weiter fort.
„Mit dem offeneren Wetter ist offensichtlich auch der Kräftebedarf der Wirtschaft
geweckt worden“, bemerkte Schoofs. Mit 848 neuen ungeförderten Stellen war der Stellenzugang um 92 oder 12,2 Prozent stärker als noch im Februar. Er liegt damit auch um 126 oder 17,5 Prozent über dem Stellenzugang im März 2009.

Der Bestand an offenen Stellenangeboten ist im März gegenüber dem Februar
ebenfalls um 243 oder 14,5 Prozent auf 1.924 Stellenangebote angestiegen.
Im Vorjahresmonat waren mit 2.054 (+130 oder +6,3 Prozent) nur noch geringfügig
mehr offene Stellenangebote gemeldet gewesen. Nicht ganz so schwungvoll ist die positive Entwicklung bei den Personen unter 25 Jahre. Zwar sind auch hier die Zahlen im März um 72 oder 2,4 Prozent auf 2.947 gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat liegt die Jugendarbeitslosigkeit aber immer noch um 357 Personen oder 13,8 Prozent höher.
Der positiven Stimmung folgt ebenfalls nicht die Arbeitslosigkeit bei den älteren
Arbeitslosen. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen stieg im März auf 7.020 (+63 oder +0,9 Prozent), und bei den arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.577 (+77 oder +2,2 Prozent). Hingegen scheint der kontinuierliche Anstieg der Ausländerarbeitslosigkeit der letzten Monate vorerst gestoppt zu sein Im März waren 9.154 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 105 oder 1,1 Prozent weniger als im Vormonat, damit aber immer noch 317 oder 3,6 Prozent mehr als im März 2009.
„Auch wenn die saisonale Frühjahrsbelebung nicht so stark ausgefallen ist wie 2007 und 2008, so haben wir in diesem Jahr wieder eine typische jahreszeitliche Entwicklung am Arbeitsmarkt, auf die wir im letzten Jahr so ganz verzichten mussten“, so Schoofs. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit vollzieht sich dabei wegen der größeren Marktnähe ausschließlich im Versicherungsbereich des Rechtskreises SGB III. Auch der Rückgang der Personengruppe unter 25 Jahre ist fast ausschließlich im Versicherungsbereich zu finden. Dies deutet darauf hin, dass viele Absolventen der dualen Ausbildung doch noch den Einstieg in eine neue Arbeitsstelle geschafft haben. Ebenfalls erfreulich und saisontypisch ist auch der Anstieg der neu gemeldeten Stellenangebote. Trotz der unverändert kritischen konjunkturellen Verfassung gibt es damit erfreuliche Signale vom Arbeitsmarkt im März 2010.

2009 kamen mehr Menschen zur Arbeit nach Duisburg
Die aktuelle Pendlerstatistik von 2009 belegt: Das Pendlersaldo lag bei +10.439 und war damit gegenüber dem Jahr 2008 um 21,8 Prozent gestiegen. Bei den Auszubildenden lag es bei +447, was sogar einen Anstieg um 62,0 Prozent bedeutet.
Am 30. Juni 2009 gab es in Duisburg 157.016 Arbeitnehmer (+ 0,3 Prozent gegenüber 2008) und 8.580 Auszubildende (+7,1 Prozent gegenüber 2008) in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Hiervon kamen 82.097 oder 52,3 Prozent der Beschäftigten und 5.251 oder 61,2 Prozent der Auszubildenden aus Duisburg. 74.919 Arbeitnehmer und 3.329 Auszubildende pendelten täglich aus dem Umland nach Duisburg an ihren Arbeitsplatz.
„So positiv es auch zu werten ist, dass die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse im Krisenjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent und bei den Auszubildenden sogar um 7,1 Prozent gewachsen ist, so stimmt mich doch nachdenklich, dass wir bei den in Duisburg wohnen und arbeitenden Bewohnern dieser Stadt einen Rückgang um 1,1 Prozent verzeichnen mussten“, so Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur. „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mit sinkenden Schulabgängerzahlen, schrumpfender Gesamtbevölkerung und älter werdenden Menschen müssen wir jedoch verstärkt darauf achten, in Duisburg alle sich bietenden Beschäftigungschancen zu nutzen.“
64.480 Duisburgerinnen und Duisburger und 2.882 Auszubildende pendelten täglich zur Arbeit in andere Städte. Das waren 0,8 Prozent weniger als 2008, während bei den Auszubildenden die Zahl einen Anstieg der Pendler um 3,3 Prozent bedeutet.
„Es ist sicherlich nicht verwunderlich, dass der Kreis Wesel den Großteil der Einpendler stellte und Düsseldorf bei den Auspendlern die Nase vorn hatte“, so Schoofs. „Bemerkenswerter ist vielmehr, dass ein Großteil der Menschen wegen Arbeitsplätzen in den Branchen Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung und Banken nach Duisburg kommen, alles Bereiche mit hohen Qualifikationsanforderungen. Wenn diese Arbeitsplätze auch in Zukunft mit qualifizierten Fachkräften besetzt werden sollen, müssen wir schon jetzt ein besonderes Augenmerk auf die Qualifikation der auf den Ausbildungsmarkt kommenden Schulabgänger legen. Schön wäre es ja, wenn wir die Duisburger Arbeitsplätze dann auch zunehmend mit Duisburger Fachkräften besetzen könnten.
Die Pendlerzahlen zeigen aber auch, dass der Arbeitsmarkt immer mobiler geworden ist und die Chancen auf den Arbeitsplatz nicht immer vor der Haustüre zu finden sind. Mobilität wird immer mehr gefragt, wenn es darum geht, seinen Platz am Arbeitsmarkt zu finden. Der regionale Arbeitsmarkt in einer vernetzten Wirtschaft erstreckt sich über mehrere Kommunen.“

Ausbildungsbörse für Berufe des Handels im BIZ

Am Donnerstag, den 18. März 2010, findet im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Duisburg von 10:00 bis 16:00 eine Ausbildungsbörse für Berufe des Handels statt. Zahlreiche Arbeitgeber werden dort ihre aktuellen Ausbildungsstellen in den Büroberufen vorstellen.
Wer also in diesem Berufsfeld nach einer Ausbildungsstelle sucht, hat an diesem Tag die Möglichkeit, den direkten Kontakt zu verschiedenen Arbeitgebern an einem Ort knüpfen zu knüpfen. Es empfiehlt sich daher, mehrere Sätze Bewerbungsunterlagen in der Tasche zu haben, denn nur wer gut vorbereitet ist, kann auch im Gespräch mit den Arbeitsgebern punkten. Auch ein Check der Bewerbungsunterlagen durch die Fachkräfte der Agentur für Arbeit ist möglich. Eine Anmeldung ist für diese Veranstaltung nicht erforderlich.