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Duisburg, 31. März 2010 - „Das Frühjahr
hat nicht nur in der Natur endlich Einzug gehalten, sondern auch
den Arbeitsmarkt in Duisburg saisontypisch belebt.“ erklärte
Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für
Arbeit Duisburg.
Arbeitslosenzahl im März:
- 103 auf 32.788
Arbeitslosenquote im März: - 0,1 auf 13,4 Prozent
Mit 32.788 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern
waren im März 103 oder 0,3 Prozent weniger Menschen arbeitslos
gemeldet als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren
damit im März aber immer noch 1.191 Personen oder 3,8 Prozent
mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 13,4
Prozent. Im März des Vorjahres lag sie bei 13,0 Prozent.
„Zeichneten im Vormonat noch beide Rechtskreise für den Anstieg
der Arbeitslosigkeit verantwortlich, so zeigte sich im März eine
unterschiedliche Entwicklung in den Rechtskreisen. Während der
Rechtskreis SGB III schon einen spürbaren Rückgang der
Arbeitslosigkeit aufwies, stiegen die Zahlen im
Rechtskreis SGB II weiter an. Die größere Arbeitsmarktnähe des
Rechtskreises
SGB III lässt ihn schneller auf Marktveränderungen reagieren.“
erläuterte Schoofs.
Im März waren 7.052 Duisburgerinnen und Duisburger im
Rechtskreis SGB III
arbeitslos gemeldet, 259 oder 3,5 Prozent weniger als noch im
Februar. Gegenüber
dem Vorjahresmonat lag in diesem Rechtskreis die
Arbeitslosenzahl aber immer noch um 495 oder 7,5 Prozent höher.
Im Bereich der Grundsicherung im Rechtskreis SGB II stieg im
März die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen noch weiter auf
25.736 Menschen (156 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im
Vormonat). Gegenüber dem März 2009 lag die Arbeitslosigkeit im
Rechtskreis SGB II im März 2010 um 696 Personen oder 2,8 Prozent
höher.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im März wie schon im
Vormonat rückläufig und sind von 5.742 auf 5.640 zurückgegangen
(-102 oder -1,8 Prozent). Von den 5.640 neu gemeldeten
Arbeitslosen kamen 1.659 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit. Im
Vormonat waren dies noch 1.816 Personen. Im Vergleich zum
Februar ist damit der Zugang aus vorhergehender Beschäftigung
mit -157 Personen oder -8,6 Prozent geringer ausgefallen.
Gegenüber dem Vorjahresmonat (März 2009 = 2.022) verzeichneten
wir ebenfalls
einen Rückgang bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit um -363
oder -18,0 Prozent.
Erfreulich ist ferner, dass im März mit 1.658 Personen mehr
Menschen die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit gelungen ist (+194
oder +13,3 Prozent gegenüber dem Februar 2010). Im
Vorjahresmonat, im März 2009, war dies 1.388 Personen gelungen,
also 270 Personen oder 19,5 Prozent weniger als in diesem März.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im März
5.758 Personen.
Das waren 353 mehr als im Februar 2010 und 767 mehr als im März
2009.
Kurzarbeit trägt weiterhin zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes
bei. Im Februar
gingen von den Betrieben weitere 37 Kurzarbeitsanzeigen ein, so
dass sich die Zahl der Anzeigen seit Oktober 2008 auf insgesamt
906 erhöht hat. Betroffen werden können von dieser angezeigten
Kurzarbeit insgesamt 29.921 Personen.
Schon im Vormonat konnten wir einen erfreulichen Anstieg bei den
neu gemeldeten
offenen Stellen melden. Dieser Trend setzte sich im März weiter
fort.
„Mit dem offeneren Wetter ist offensichtlich auch der
Kräftebedarf der Wirtschaft
geweckt worden“, bemerkte Schoofs. Mit 848 neuen ungeförderten
Stellen war der Stellenzugang um 92 oder 12,2 Prozent stärker
als noch im Februar. Er liegt damit auch um 126 oder 17,5
Prozent über dem Stellenzugang im März 2009.
Der Bestand an offenen Stellenangeboten ist im März gegenüber
dem Februar
ebenfalls um 243 oder 14,5 Prozent auf 1.924 Stellenangebote
angestiegen.
Im Vorjahresmonat waren mit 2.054 (+130 oder +6,3 Prozent) nur
noch geringfügig
mehr offene Stellenangebote gemeldet gewesen. Nicht ganz so
schwungvoll ist die positive Entwicklung bei den Personen unter
25 Jahre. Zwar sind auch hier die Zahlen im März um 72 oder 2,4
Prozent auf 2.947 gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat liegt
die Jugendarbeitslosigkeit aber immer noch um 357 Personen oder
13,8 Prozent höher.
Der positiven Stimmung folgt ebenfalls nicht die
Arbeitslosigkeit bei den älteren
Arbeitslosen. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen
Personen stieg im März auf 7.020 (+63 oder +0,9 Prozent), und
bei den arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.577 (+77 oder
+2,2 Prozent). Hingegen scheint der kontinuierliche Anstieg der
Ausländerarbeitslosigkeit der letzten Monate vorerst gestoppt zu
sein Im März waren 9.154 Ausländerinnen und Ausländer von
Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 105 oder 1,1 Prozent
weniger als im Vormonat, damit aber immer noch 317 oder 3,6
Prozent mehr als im März 2009.
„Auch wenn die saisonale Frühjahrsbelebung nicht so stark
ausgefallen ist wie 2007 und 2008, so haben wir in diesem Jahr
wieder eine typische jahreszeitliche Entwicklung am
Arbeitsmarkt, auf die wir im letzten Jahr so ganz verzichten
mussten“, so Schoofs. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit
vollzieht sich dabei wegen der größeren Marktnähe ausschließlich
im Versicherungsbereich des Rechtskreises SGB III. Auch der
Rückgang der Personengruppe unter 25 Jahre ist fast
ausschließlich im Versicherungsbereich zu finden. Dies deutet
darauf hin, dass viele Absolventen der dualen Ausbildung doch
noch den Einstieg in eine neue Arbeitsstelle geschafft haben.
Ebenfalls erfreulich und saisontypisch ist auch der Anstieg der
neu gemeldeten Stellenangebote. Trotz der unverändert kritischen
konjunkturellen Verfassung gibt es damit erfreuliche Signale vom
Arbeitsmarkt im März 2010.
2009
kamen mehr Menschen zur Arbeit nach Duisburg
Die aktuelle Pendlerstatistik von 2009 belegt: Das Pendlersaldo
lag bei +10.439 und war damit gegenüber dem Jahr 2008 um 21,8
Prozent gestiegen. Bei den Auszubildenden lag es bei +447, was
sogar einen Anstieg um 62,0 Prozent bedeutet.
Am 30. Juni 2009 gab es in Duisburg 157.016 Arbeitnehmer (+ 0,3
Prozent gegenüber 2008) und 8.580 Auszubildende (+7,1 Prozent
gegenüber 2008) in einem sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigungsverhältnis. Hiervon kamen 82.097 oder 52,3 Prozent
der Beschäftigten und 5.251 oder 61,2 Prozent der Auszubildenden
aus Duisburg. 74.919 Arbeitnehmer und 3.329 Auszubildende
pendelten täglich aus dem Umland nach Duisburg an ihren
Arbeitsplatz.
„So positiv es auch zu werten ist, dass die Zahl der
Beschäftigungsverhältnisse im Krisenjahr 2009 gegenüber dem
Vorjahr um 0,3 Prozent und bei den Auszubildenden sogar um 7,1
Prozent gewachsen ist, so stimmt mich doch nachdenklich, dass
wir bei den in Duisburg wohnen und arbeitenden Bewohnern dieser
Stadt einen Rückgang um 1,1 Prozent verzeichnen mussten“, so
Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur. „Vor dem
Hintergrund des demographischen Wandels mit sinkenden
Schulabgängerzahlen, schrumpfender Gesamtbevölkerung und älter
werdenden Menschen müssen wir jedoch verstärkt darauf achten, in
Duisburg alle sich bietenden Beschäftigungschancen zu nutzen.“
64.480 Duisburgerinnen und Duisburger und 2.882 Auszubildende
pendelten täglich zur Arbeit in andere Städte. Das waren 0,8
Prozent weniger als 2008, während bei den Auszubildenden die
Zahl einen Anstieg der Pendler um 3,3 Prozent bedeutet.
„Es ist sicherlich nicht verwunderlich, dass der Kreis Wesel den
Großteil der Einpendler stellte und Düsseldorf bei den
Auspendlern die Nase vorn hatte“, so Schoofs. „Bemerkenswerter
ist vielmehr, dass ein Großteil der Menschen wegen
Arbeitsplätzen in den Branchen Gesundheitswesen, öffentliche
Verwaltung und Banken nach Duisburg kommen, alles Bereiche mit
hohen Qualifikationsanforderungen. Wenn diese Arbeitsplätze auch
in Zukunft mit qualifizierten Fachkräften besetzt werden sollen,
müssen wir schon jetzt ein besonderes Augenmerk auf die
Qualifikation der auf den Ausbildungsmarkt kommenden
Schulabgänger legen. Schön wäre es ja, wenn wir die Duisburger
Arbeitsplätze dann auch zunehmend mit Duisburger Fachkräften
besetzen könnten.
Die Pendlerzahlen zeigen aber auch, dass der Arbeitsmarkt immer
mobiler geworden ist und die Chancen auf den Arbeitsplatz nicht
immer vor der Haustüre zu finden sind. Mobilität wird immer mehr
gefragt, wenn es darum geht, seinen Platz am Arbeitsmarkt zu
finden. Der regionale Arbeitsmarkt in einer vernetzten
Wirtschaft erstreckt sich über mehrere Kommunen.“
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