Agentur für Arbeit Duisburg  August - Oktober 2010

 

Sinkende Arbeitslosenzahlen im Oktober in Duisburg:  - 637 auf 30.885 Quote nun 12,7 Prozent

Duisburg, 28. Oktober 2010 – „Die Herbstbelebung durch die gut laufende Konjunktur sorgte im Oktober für sinkende Arbeitslosenzahlen und einen weiterhin hohen Stellenzugang“, beschreibt Angela Schoofs, Chefin der Agentur für Arbeit Duisburg die aktuelle Situation am Duisburger Arbeitsmarkt.
Arbeitslosenzahl im Oktober: - 637 auf 30.885
Arbeitslosenquote im Oktober: - 0,3 Prozentpunkte auf 12,7 Prozent
Mit 30.885 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Oktober 637 oder 2,0 Prozent weniger Menschen als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damit im Oktober 428 Personen oder 1,4 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote sank dabei auch in diesem Monat um weitere 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 12,7 Prozent. Im Oktober des Vorjahres lag sie bei 12,8 Prozent.
„In beiden Rechtskreisen haben wir einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober- durch die anziehende Konjunktur. Bedingt durch das Quartalende ist aber gleichzeitig ein stärkerer Zugang aus Erwerbstätigkeit in die Arbeitslosigkeit zu verzeichnen gewesen, insbesondere im Versicherungsbereich“, erläuterte Schoofs.
Im Oktober waren 5.761 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet, 153 oder 2,6 Prozent weniger als noch im September. Auch im Berichtsmonat liegen damit die aktuellen Werte im Bereich
des Arbeitslosengeld I-Bezuges unter denen des Vorjahresmonats. Diesmal um 799 oder 12,2 Prozent.
Nach zwei Monaten mit geringen Rückgängen sank im Oktober auch in der Grundsicherung die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen deutlicher ab, auf nunmehr 25.124 Menschen (484 Personen oder 1,9 Prozent weniger als
im Vormonat). Die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung lag damit aber immer noch um 371 Personen oder 1,5 Prozent über den Oktober-Zahlen des Jahres 2009.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit haben im Oktober abgenommen. Sie sanken von 6.116 auf 5.760 (- 356 oder - 5,8 Prozent). Von den 5.760 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.762 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit. Gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 1.674 Personen lag, bedeutet dies einen Anstieg um 88 oder 5,3 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit hingegen leicht gesunken (1.870 im Oktober 2009, was einen Rückgang 108 oder 5,8 Prozent bedeutet). 1.677 Personen ist im Oktober die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit gelungen (- 255 oder - 13,2 Prozent gegenüber dem September 2010). Im Vorjahresmonat, im Oktober 2009, lag dieser Wert bei 1.707, was einen Rückgang um 30 Personen oder 1,8 Prozent bedeutet.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Oktober 6.395 Personen. Das waren 363 weniger als im September 2010, aber 91 mehr als im Oktober 2009.
Die im September von 7 Betrieben für die Zukunft angezeigte konjunkturelle Kurzarbeit könnte insgesamt für bis zu 202 Personen wirksam werden. Die tatsächlichen Kurzarbeitszahlen liegen für den Monat März 2010 bei 2.462
Personen in 242 Betrieben. Für den Monat Mai zeigt sich im Moment folgende Hochrechnung: 199 Betriebe mit 1.883 betroffenen Personen.
„Der Stellenmarkt spiegelte im Oktober das wider, was die laufend nach oben korrigierten Konjunkturprognosen der Institute und der Bundesregierung beschreiben: es ist viel Dynamik im Markt. Fachkräfte werden von den Unternehmen in nahezu allen Branchen gesucht.“, so Schoofs. Mit 1063 neuen ungeförderten Stellen lag der Stellenzugang um 48 oder 4,7 Prozent über dem September. Er lag dabei mit 355 oder 50,1 Prozent deutlich über dem Stellenzugang im Oktober 2009.
Auch der Bestand an Stellenangeboten ist im Oktober gegenüber dem September um 231 oder 9,3 Prozent auf 2.713 Stellenangebote gestiegen. Im Vorjahresmonat waren mit 1.706 (1007 oder 59,0 Prozent) wesentlich weniger Stellenangebote gemeldet gewesen.
Der Beginn der Berufsausbildungen im September und der Studienbeginn im Oktober brachten einen merklichen Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Mit einem Absinken um 331 oder 10,5 Prozent sind nun 2.814 Personen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt damit wieder unterhalb des Wertes im Vorjahresmonat, der bei 2.896 lag (- 82 oder – 2,8 Prozent). Die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitslosen zeigte im Berichtsmonat, wie auch in den Vormonaten, nur geringfügige Veränderungen. Die Zahl der über
50 Jahre alten arbeitslosen Personen stieg im Oktober auf 7.196 (+ 17 oder + 0,2 Prozent), und die der arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.763 (+ 3 oder + 0,1 Prozent).
Deutlichere Bewegungen waren im Oktober bei der Arbeitslosigkeit der ausländischen Mitbewohner zu beobachten. Im Berichtsmonat waren 8.501 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 111 oder 1,3 Prozent weniger als im Vormonat und 229 oder 2,6 Prozent weniger als im Oktober 2009.
„Wäre im Oktober nicht das Quartalsende mit seinem Kündigungstermin gewesen, wir könnten auf ein Monatsergebnis blicken, das ganz dem Tenor der aktuellen Wirtschaftsprognosen entspricht“, so Schoofs. „Wieder deutlicher sinkende Zahlen bei der Jugendarbeitslosigkeit und ein weiterhin hoher Stellenzugang
und –bestand durch den hohen Fachkräftebedarf –Indikatoren die für die gut laufende Konjunktur sprechen. Mit dem stärksten Wachstum der westlichen Industrieländer sehen die Experten die Risiken für einen dauerhaften
Aufschwung als überschaubar an. Gute Aussichten für eine weiter sich verbessernde Situation am Duisburger Arbeitsmarkt, zumal die Agentur für Arbeit Duisburg mit ihrem kundenorientiert arbeitenden Arbeitgeberservice und passgenauen Förderinstrumenten bestens aufgestellt ist. Zur Deckung des stetig steigenden Fachkräftebedarfs möchten wir die Potentiale aller Arbeitslosen optimal nutzen und den Arbeitgebern bestmögliche Vermittlungsvorschläge unterbreiten.“

„Chance MINT – Berufsperspektive für mich!“  Von Julia Plew

Duisburg, 25. Oktober 2010 –  Mint, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.Die Veranstaltung im Biz (Berufsinformationszentrum) Duisburg "Chance MINT-Berufsperspektive für mich" richtete sich in erster Linie an junge Menschen, die gerade ihre schulische Ausbildung hinter sich gebracht haben, bzw. sich noch in der Schule befinden und nun bereit für den Weg ins Berufsleben sind.
Wie die Bedeutung des Kürzels MINT schon verrät, stehen dabei naturwissenschaftlich-technische Berufe im Vordergrund, bei denen es an qualifizierten Fachkräften mangelt, was mit steigender Tendenz Schaden für die Wirtschaft bedeutet.

„Gute Chancen für gute und engagierte Schülerinnen und Schüler - unter diesem Motto lassen sich die Berufs- und Karriereperspektiven in den Berufsfeldern der MINT-Berufe zusammenfassen“, so Udo Müller, Geschäftsführer operativ der Duisburger Arbeitsagentur. „Zudem ergeben sich spannende Möglichkeiten, an den Alltagsprodukten der Zukunft von A bis Z mitzugestalten. Von modernen Antriebstechniken für zukünftige Automodelle bis hin zur Zahnpasta für das blütenweiße und strahlende Lächeln.“

Der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen wird dabei eine immer größere Bedeutung zugemessen. Die Firmen reagieren damit auf die so dringend benötigten Fachkräfte. Es werden jetzt Wege und Hilfestellungen für die Kindesbetreuung oder die Pflege von Angehörigen entwickelt, die vor Jahren noch unvorstellbar waren.

Das Ziel der Initiative ist aber auch, in den kommenden sechs Jahren durch gemeinsames Auftreten der MINT-Einzelinitiativen der Unternehmen und auch Verbände eine breite Masse anzusprechen und dieser auch eine größere Plattform zu verleihen.
Ebenfalls soll mit Hochdruck daran gearbeitet werden politische Forderungen durchzusetzen, um MINT-bezogene Fächer an Schulen und Hochschulen merklich zu verbessern.

Ein wichtiger Punkt dabei wird es dabei sein, Mädchen naturwissenschaftlich-technische Berufe näher zu bringen, die bis dato immer als reine Männerberufe galten.
Dazu stehen der Initiative sogenannte "Mint role models" zur Verfügung, junge Frauen, die den Schritt in diese Berufswelt gewagt haben und nun mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Am Tag der Veranstaltung standen mehrere der "Role Models" den interessierten Jugendlichen zur Seite und erzählten von ihrer Zeit vor und nach dem Studium.
"Kreativität und Neugier sind die wichtigsten Voraussetzungen, die man mitbringen sollte", heißt es von Hatice Karacuban, einer Studentin im technischen Bereich. Sie gehört ebenfalls zu einer der Personen, die wie viele andere auch, nicht gerne Mathematik in der Schule hatte.
"Mir hat Mathe in der Schule auch keinen Spaß gemacht, das Interesse an einem technischen, forscherischen Beruf war allerdings so groß, dass ich mich dennoch dafür entschieden habe. Dass es mir heute Spaß macht Formeln anzuwenden, ohne die ich sonst nie zu einem Ergebnis kommen würde, hätte ich damals auch nicht gedacht."

"Schnuppertage"
Zum Glück bieten viele Universitäten so genannte "Schnuppertage" an.
Dort können Interessenten sich über verschiedenste Studiengänge informieren und auch themenbezogene Lesungen besuchen.
"Diese Aktionen sind sehr wichtig um Interessenten einen Einblick ins Studentenleben und die damit verbundenen Aufgaben zu gewähren", so Hatice Karacuban. Ebenfalls stellten sich verschiedenste Firmen am Informationstag im BIZ Duisburg vor die die Jugendlichen über ihre verschiedensten Tätigkeiten und Angebote informierten, so konnten diese ihre Fragen direkt an Ort und Stelle beantworten.

Heute Chance nutzen – morgen als Fachkraft durchstarten

Duisburg, 5. Oktober 2010 – Am 6. September ist zum achten Mal das Projekt „Zweite Chance“ bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) gestartet

13 junge Leute sind bei HKM in die achte Runde der „Zweiten Chance“ gestartet, einem Kooperationsprojekt von HKM, und der Agentur für Arbeit Duisburg. Beim Projekt, das in den vergangen Durchgängen stets positiv von sich reden machte, weil die meisten Teilnehmer anschließend in die Berufsausbildung bei HKM einmünden konnten. Die ersten Absolventen gehören vielfach schon zum bewährten Fachkräftestamm von HKM.
„Bei den demographischen Verschiebungen in unserer Gesellschaft können wir es uns einfach nicht mehr erlauben, Chancen bei unserem Fachkräftenachwuchs zu verpassen“, betont Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur. „Wer nicht gleich den Einstieg in die berufliche Ausbildung er-folgreich gemeistert hat, der hat hier die Gelegenheit zu einem zweiten Anlauf. Ich wünsche allen, dass sie diese Chance nutzen.“
Nachdem die Jugendlichen im ersten Anlauf ihren Ausbildungswunsch nicht haben realisieren können, bereiten sie sich in einem durch die Arbeitsagentur finanzierten Lehrgang (Bildungsträger ist die Werkkiste) auf ihre zweite Chance vor. Diese kann ihnen einen Einstieg in eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bei HKM ab dem August 2011 ermöglichen.
Durch erfahrene Ausbilder der Werkkiste werden praktische Fertigkeiten und theoretische Kenntnisse in den Werkstätten der HKM vermittelt. Parallel zur Berufsschule erhalten die Teilnehmer des Lehrgangs allgemeinbildenden Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik als Unterstützung der Vorbereitung auf einen erneuten Eignungstest.
Detlef Weiler, Leiter der Erstausbildung bei HKM: „Die Erfahrung mit den bisherigen Lehrgängen zeigt uns, das auch Bewerber die in ihrer bisherigen Schullaufbahn durchs Raster gefallen sind (bei entsprechender Förderung und mit einer guten Motivation) den Einstellungstest, die Ausbildung und die Abschlussprüfung schaffen. Hierzu ist nur eine entsprechende Förderung und die Motivation, bei uns eine Ausbildungsstelle zu erhalten, nötig.“

Arbeitslosenquote im September: - 0,2 Prozentpunkte auf 13,0 Prozent
Lust auf Luftfahrt?

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im September 2010
Arbeitslosenzahl im September: - 633 auf 31.522
 Arbeitslosenquote im September: - 0,2 Prozentpunkte auf 13,0 Prozent
Duisburg, 30. September 2010 – „Wie im Vormonat, so setzt sich auch im September die saisontypische Herbstbelebung weiter fort“, beschreibt Udo Müller, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Duisburg die aktuelle Situation am Duisburger Arbeitsmarkt.
Mit 31.522 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im
September 633 oder 2,0 Prozent weniger Menschen als im Vormonat arbeitslos
gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damit im September 537 Personen oder 1,7 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 13,0 Prozent. Im
September des Vorjahres lag sie bei 13,1 Prozent.
„Beide Rechtskreise weisen sinkende Arbeitslosenzahlen auf. Der Rückgang im Versicherungsbereich ist jedoch deutlich ausgeprägter“, erläuterte Müller. Im September waren 5.914 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich
arbeitslos gemeldet, 492 oder 7,7 Prozent weniger als noch im August. Nun schon im sechste Monat in Folge liegen damit die aktuellen Werte im Bereich des Arbeitslosengeld I-Bezuges unter denen des Vorjahresmonats. Diesmal um 904 oder 13,3 Prozent.
Den zweiten Monat in Folge sank im September auch in der Grundsicherung die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen, auf nunmehr 25.608 Menschen (141 Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat). Die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung lag damit aber immer noch um 367 Personen oder 1,5 Prozent über den September-Zahlen des Jahres 2009. Die Zugänge in Arbeitslosigkeit haben im September leicht zugenommen. Sie stiegen von 6.051 auf 6.116 (+ 65 oder + 1,1 Prozent). Von den 6.116 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen aber nur noch 1.674 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit.
Gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 1.738 Personen lag, bedeutet dies einen Rückgang um 64 oder 3,7 Prozent. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit leicht gesunken (1.796 im September 2009, was einen Rückgang 122 oder 6,8 Prozent bedeutet).
Noch erfreulicher ist das Bild, das sich im September bei der Betrachtung der Zahlen bot, die die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit beschreiben. 1.932 Personen war dies im September gelungen (+ 152 oder + 8,5 Prozent gegenüber dem August 2010). Im Vorjahresmonat, im September 2009, lag dieser Wert bei 1.772, was ein Plus von 160 Personen oder 9,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat darstellt.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im September 6.758 Personen. Das waren 166 mehr als im August 2010 und 287 mehr als im September 2009.
Im August gingen von den Betrieben 7 Anzeigen zu konjunktureller Kurzarbeit ein. Betroffen werden können von dieser im August angezeigten Kurzarbeit 84 Personen.
Nach dem neuen Verfahren der Kurzarbeits-Statistik waren im Februar 2010 in 260 Betrieben 3.455 Personen von Kurzarbeit betroffen. Nach der vorläufigen Hochrechnung war dies im April 2010 in 219 Betrieben für 2138 Personen der Fall.

„Die Herbstbelebung wird im September vor allem im hohen Zugang an neu
gemeldeten Stellenangeboten sichtbar. Dieser bewegt sich auf dem Niveau der Jahre 2007 und 2008 und bildet den hohen Fachkräftebedarf am Markt ab“, so Müller. Mit 1015 neuen ungeförderten Stellen lag der Stellenzugang um 101 oder 11,1 Prozent über dem August. Er lag dabei ebenfalls mit 259 oder 34,3 Prozent deutlich über dem Stellenzugang im September 2009.
Auch der Bestand an Stellenangeboten ist im September gegenüber dem August um 134 oder 5,7 Prozent auf 2.482 Stellenangebote gestiegen. Im Vorjahresmonat waren mit 1.782 (700 oder 39,3 Prozent) wesentlich weniger Stellenangebote gemeldet gewesen.
Der Beginn der Berufsausbildungen hat im September schon einen merklichen
Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit bewirkt. Der Studienbeginn im Oktober wird für ein weiteres Absinken der Zahlen sorgen. Mit dem Rückgang um 227 oder 6,7 Prozent sind nun 3.145 Personen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt damit gleichauf mit dem Wert des Vorjahresmonats.
Die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitslosen zeigte im Berichtsmonat, wie auch in den Vormonaten, nur geringfügige Veränderungen. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen sank im September auf 7.179 (- 123 oder - 1,7 Prozent), und die der arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.760 (- 6 oder - 0,2 Prozent).

Ebenfalls kaum Veränderungen gab es im September bei der Arbeitslosigkeit der ausländischen Mitbewohner. Im Berichtsmonat waren 8.612 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 3 mehr als im Vormonat, aber 257 oder 2,9 Prozent weniger als im September 2009. „Weiter sinkende Arbeitslosigkeit und ein hohes Stellenaufkommen sind positive Signale vom Arbeitsmarkt“, so Müller. „Der Arbeitgeber Service der Agentur für Arbeit Duisburg beweist gerade in dieser Situation, dass er gut aufgestellt ist. Er nimmt die Impulse der Unternehmen unmittelbar auf und sorgt für den schnellen Marktausgleich. Auch der Bereich U 25 beginnt verstärkt von den positiven Entwicklungen am Markt zu profitieren, was sich in den nächsten Monaten sicher noch verstärken wird. Insgesamt zeigt sich der Duisburger Arbeitsmarkt verbessert, hat aber noch Entwicklungspotential. Es deuten aber keine Indikatoren darauf hin, dass diese Aufwärtsentwicklung in den kommenden Monaten nicht weitergehen wird.“

"Wiedereinstieg nach der Familienphase"
Am Donnerstag, den 7. Oktober 2010, informiert die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg, Annette von Brauchitsch-Lavaulx über den "Wiedereinstieg nach der Familienphase". In der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr gibt sie im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur, Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg, Raum C Orientierungshilfen zu individuellen Wegen aus der Familienzeit oder Pflege von Familienangehörigen zurück in den Arbeitsprozess. Sie zeigt dabei, wie die hohe Motivation der betroffenen Frauen und Männer und die in der Familienzeit oder der Pflegetätigkeit erworbenen Kompetenzen für die Bewerbungssituation genutzt werden können und den Betrieben neue Perspektiven eröffnen, wie sie den künftigen Fachkräftebedarf decken können. Aus diesem Grund ist schon 2009 in Kooperation von Bundesagentur für Arbeit und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Perspektive Wiedereinstieg“ gestartet worden. Das zugehörige Lotsenportal www.perspektive–wiedereinstieg.de wird in der Veranstaltung mit all seinen Hilfsangeboten vorgestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.


Lust auf Luftfahrt?

Am Donnerstag, den 7. Oktober 2010, stellt die Duisburger Deutsche Flugsicherung von 16:00 bis 18:00 Uhr den Beruf des Fluglotsen im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Duisburg vor.
Interessierte erhalten nähere Informationen zum Berufsbild, den Anforderungen, den Bewerbungsvoraussetzungen und den Einstiegsmöglichkeiten bei der Deutschen Flugsicherung (DFS). Michael Fuhrmann von der DFS wird nach seinem Vortrag auch für persönliche Fragen zur Verfügung stehen.
Angesprochen sind Abiturienten, Studierende und Absolventen (Höchstalter von 24 Jahre). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
 

Altenpflege – ein Arbeitsmarkt mit Perspektive

Duisburg, 14. September 2010 – Die Bevölkerung wird älter, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt und so steigt auch der Bedarf an Pflegekräften kontinuierlich. Die Agentur für Arbeit Duisburg reagiert hierauf mit Qualifizierungen in diesem Bereich.
Im Rahmen des Sonderprogramms „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels“ (IFLAS) führt die Agentur für Arbeit Duisburg Qualifizierungen zum Altenpfleger/zur Altenpflegerin unter anderem mit dem Katholischen Fachseminar für Altenpflege durch.
„Alle Teilnehmer dieses Lehrgangs haben gute Chancen auf einen Arbeitsplatz nach erfolgreicher Abschlussprüfung“, so Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Wie gut die Chancen sind, belegt ein Anstieg der gemeldeten Stellen für Altenpfleger um 133 Pro-zent im Zeitraum von 2000 bis 2009.“
Diese guten Berufsaussichten in der Altenpflege kommen nicht von ungefähr. Eine älter werdende Bevölkerung und eine zunehmende Zahl an Paaren ohne Kinder sorgen für eine erhöhte Nachfrage. Bislang ist die Pflege überwiegend noch Privatsache, denn zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden in den Familien gepflegt. Zukünftig wird dies nicht mehr möglich sein. Schon heute gibt es einen hohen Fachkräftebedarf, wie die bundesweit 11.000 bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Arbeitsstellen belegen.
„Viele Kooperationspartner des katholischen Fachseminars haben uns ihre Ausbildungsbereitschaft signalisiert und sich spontan an der Umsetzung des Programms beteiligt“, so Thomas Groß, Einrichtungsleiter der Altenheime St. Barbara und Elisabeth-Groß-Haus in Duisburg Walsum. „Wir konnten in unseren Häusern allein zwei Schülern die Möglichkeit geben, eine qualifizierte Ausbildung zum staatlich anerkannten Altenpfleger anzustreben. Erfolgsbeobachtungen zu Umschulungen zum Altenpfleger belegen die sehr guten Vermittlungschancen der ausgebildeten Altenpflegefachkräfte. Wir sind uns sicher, dass noch vor Beendigung der Maßnahme alle Absolventen eine Anstellung zur staatlich anerkannten Altenpflegefachkraft erhalten werden. Die vergangenen Jahre haben dies gezeigt.“

Für 14 Auszubildende des insolventen Autohauses Röchling gab es schnelle Hilfe. Sie können dank der Hilfe der Agentur für Arbeit und der Kreishandwerkerschaft ihre Ausbildung fortsetzten.

Duisburg, 14. September 2010 – „Alle reden vom Fachkräftebedarf. Wir dürfen es daher nicht zulassen, dass ein Wegeunfall während der Berufsausbildung gleich zu einem Ausbildungs-Totalschaden führt. Das bedeutet, die Insolvenz eines Betriebes darf für die betroffenen Auszubildenden nicht das Ende der beruflichen Zukunft bedeuten. Arbeitsagentur und Kreishandwerkerschaft sind daher sofort aktiv geworden, damit alle Auszubildenden der Firma Röchling ihre Berufsausbildung ohne eine zusätzliche „Warteschleife“ erfolgreich abschließen können“, so Angela Schoofs, Chefin der Duisburger Arbeitsagentur.
Die Auszubildenden der Firma Röchling in den Berufen KFZ-Mechatronik, Karosseriebau, und Fachkraft Lagerlogistik konnten entweder in einen neuen Ausbildungsbetrieb vermittelt werden oder stehen, wie in einem Fall kurz vor der Abschlussprüfung und können diese auch ohne einen neuen Ausbildungsbetrieb ablegen.
„Wir sind sehr froh, dass es uns so schnell gelungen ist, für die von der Insolvenz betroffenen jungen Menschen eine Möglichkeit zu Fortsetzung ihrer Berufsausbildung zu finden“, betont Günter Schröers, Obermeister der KFZ-Innung Duisburg. „Das Ergebnis zeigt uns aber auch, dass gute Fachkräfte in unseren Betrieben gefragt sind – auch wenn sie noch auf dem Weg dahin sind.“
Die Agentur für Arbeit beantwortet weitergehende Fragen zum Thema Ausbildung für Arbeitnehmer unter der Telefonnummer 01801 555 111* und für Arbeitgeber unter der Telefonnummer 01801 66 44 66*.

Fachkräftenachwuchs sichern

Arbeitslosenzahl im August: - 547 auf 32.155
Arbeitslosenquote im August: - 0,3 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent

Fachkräftenachwuchs sichern
Duisburg, 31. August 2010 –  Wir brauchen zukünftig jede Fachkraft am Arbeitsmarkt. Eine Ausbildung beginnen ist das erste Etappenziel. Eine Ausbildung erfolgreich zu beenden ist aber das oberste Ziel. Damit dies gelingt, gibt es die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Agentur für Arbeit
„Die Zahlen der Schulabgänger sinken durch die demographischen Veränderungen unserer Gesellschaft. Die Wirtschaft benötigt jetzt und zukünftig gut ausgebildete Fachkräfte. Auf dem Weg hin zur Fachkraft können und dürfen wir uns keine Ausfälle erlauben. Die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agentur für Arbeit sind hierbei die richtige Problemlösungshilfe“, so Dr. Petra Hoffmann, als Bereichsleiterin zuständig für den Bereich Berufsausbildung bei der Duisburger Arbeitsagentur.
Mit abH erhalten förderbedürftige Auszubildende in einer betrieblichen Berufsausbildung oder auch in einer Einstiegsqualifizierung (EQ) auf den Einzelfall ausgerichtete Hilfen. In enger Abstimmung mit Betrieb, Berufsschule und Elternhaus kann abH in folgenden Bereichen helfen:

• Wissensvermittlung in Allgemeinbildung oder in Fachtheorie
• Sprachunterricht
• Sozialpädagogische Begleitung

Die geeigneten Maßnahmen werden von Bildungsträgern im Auftrag der Agentur für Arbeit durchgeführt. In Einzelunterricht oder in Kleingruppen werden in einem Stundenvolumen von 3 bis 8 Wochenstunden außerhalb der üblichen Arbeitszeiten des Ausbildungsbetriebs die theoretischen Wissenslücken geschlossen.
Weder für den Auszubildenden noch für den Betrieb entstehen durch die Teilnahme an einer abH-Maßnahme Kosten, wenn sie vorher bei der zuständigen Arbeitsagentur des Wohnorts beantragt worden ist.
Wer sich über abH bei der Agentur für Arbeit informieren möchte, kann dies unter der Telefonnummer 01801 555 111* (Auszubildende oder Eltern) oder unter der Telefonnummer 01801 66 44 66* (Arbeitgeber).
 

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im August 2010
„Ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im August und ein weiterhin lebhafter Stellenmarkt“, so charakterisierte Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg die aktuelle Situation am Duisburger Arbeitsmarkt.
Arbeitslosenzahl im August: - 547 auf 32.155
Arbeitslosenquote im August: - 0,3 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent

Mit 32.155 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im August 547 oder 1,7 Prozent weniger Menschen als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damit im August 383 Personen oder 1,2 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 13,2 Prozent. Im August des Vorjahres lag sie bei 13,3 Prozent.
„Trotz der Ferienzeit im August hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Versicherungsbereich wie auch in der Grundsicherung erfreulich nach unten entwickelt.“,  erläuterte Schoofs.
Im August waren 6.406 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet, 105 oder 1,6 Prozent weniger als noch im Juli. Nun schon im fünften Monat in Folge liegen damit die aktuellen Werte im Bereich des Arbeitslosengeld I-Bezuges unter denen des Vorjahresmonats. Diesmal um 642 oder 9,1 Prozent. Erstmals seit November 2009 sank im August in der Grundsicherung wieder die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen, auf nunmehr 25.749 Menschen (442 Personen oder 1,7 Prozent weniger als im Vormonat). Gegenüber dem August 2009 lag die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung aber immer noch
um 259 Personen oder 1,0 Prozent höher.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt haben im August abgenommen. Sie sanken von 6.233 auf 6.051(-182 oder – 2,9 Prozent). Von den 6.051 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen aber 1.738 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit. Gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 1.727 Personen lag, verzeichnen wir damit einen geringfügigen Anstieg um 11 oder 0,6 Prozent.
Auch gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit leicht gestiegen (1.691 im August 2009, das sind + 47 oder + 2,8 Prozent). Ein wenig erfreulicher ist das Bild, das sich im August bei der Rückkehr in die Erwerbstätigkeit bot. 1.780 Personen war dies im August gelungen (+ 22 oder + 1,3 Prozent gegenüber dem Juli 2010). Im Vorjahresmonat, im August 2009, lag dieser Wert bei 1.434, was ein Plus von 346 Personen oder 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat darstellt.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im August 6.592 Personen.
Das waren 739 mehr als im Juli 2010 und 663 mehr als im August des Vorjahres. Zur Entlastung der Betriebe ist die Kurzarbeiterstatistik umgestellt worden. Bislang beruhte sie auf Betriebsmeldungen, die für die Betriebe zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeuteten. Künftig wird sie aus den ohnehin erstellten
Abrechnungslisten zur Kurzarbeit zusammengestellt. Endgültige Daten können dadurch aber erst nach Eingang und Auswertung aller Abrechnungslisten, also nach sechs Monaten, veröffentlicht werden. Zeitnah kann aber weiterhin über die eingegangenen Kurzarbeitsanzeigen informiert werden.
Im Juli gingen von den Betrieben 8 Anzeigen zu konjunktureller Kurzarbeit ein. Betroffen werden können von dieser im Juli angezeigten Kurzarbeit 38 Personen. Nach dem neuen Verfahren waren im Januar 2010 in 255 Betrieben 3.790 Personen von Kurzarbeit betroffen. Nach der vorläufigen Hochrechnung war dies im März 2010 in 243 Betrieben für 3.089 Personen der Fall. „Auch wenn wir im August nicht mehr an den sehr guten Stellenzugang des Vormonats heranreichen konnten, so ist das Stellenaufkommen für einen Ferienmonat
immer noch als gut zu bezeichnen“, bemerkte Schoofs. Mit 914 neuen ungeförderten Stellen war der Stellenzugang um 223 oder 19,6 Prozent geringer als im Juli. Er lag aber immer noch um 294 oder 47,4 Prozent über dem Stellenzugang im August 2009.
Auch der Bestand an Stellenangeboten ist im August gegenüber dem Juli um 77 oder 3,2 Prozent auf 2.348 Stellenangebote zurückgegangen. Im Vorjahresmonat waren mit 1.815 (533 oder 29,4 Prozent) aber deutlich weniger Stellenangebote gemeldet gewesen.
Wie schon im Vormonat, so sorgt auch im August die saisonale Übergangsarbeitslosigkeit zwischen Schule und Berufsausbildung oder Studium weiterhin für einen hohen Bestand an Arbeitslosen unter 25 Jahre, auch wenn die Arbeitslosigkeit für diesen Personenkreis im August leicht zurückgegangen ist. Mit dem Rückgang um 21 oder 0,6 Prozent sind nun 3.372 Personen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt damit um 22 Personen oder 0,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. „Erst in den kommenden Monaten wird sich die Jugendarbeitslosigkeit wieder deutlicher abbauen. Wenn alle Berufsausbildungen und das Wintersemester an den Hochschulen gestartet sind, werden wir dies in den Arbeitslosenzahlen der unter
25-Jährigen sehen können“, so Schoofs.
Die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitslosen zeigte im Berichtsmonat, wie auch in den Vormonaten, nur geringfügige Veränderungen. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen stieg im August auf 7.302 (+ 31 oder +0,4 Prozent), und die der arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.766 (+ 33 oder + 0,9 Prozent).
Deutlicher waren im August die Veränderungen bei den ausländischen Mitbewohnern. Im Berichtsmonat waren 8.609 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 377 oder 4,2 Prozent weniger als im Vormonat und 182 oder 2,1 Prozent weniger als im August 2009.
„Die Konjunktursignale sind durchgängig positiv, die Wachstumsraten werden laufend nach oben korrigiert und erste Stimmen werden laut, dass nicht genügend Fachkräfte auf dem Markt sind“, so Schoofs. „Der Duisburger Arbeitsmarkt hält für die Unternehmen ein breites Spektrum an Fachkräften bereit. Jüngere wie auch Ältere mit umfangreicher Berufserfahrung. Es gibt also durchaus arbeitslose Fachkräfte für die Unternehmen! Gleichzeitig bietet dies auch Einstellungschancen für diejenigen, die auf Stellensuche sind, denn der
Stellenbestand ist weiterhin hoch. Während wir im Krisenjahr auf Weiterbildung und Sonderprogramme gesetzt haben, möchten wir nunmehr, dass Marktverbesserung und Konjunkturbelebung durch Abbau der Arbeitslosigkeit sichtbar werden. Selbstverständlich setzen wir aber auch gezielte Impulse zur Qualifizierung durch das Sonderprogramm
„Initiative zur Flankierung des Strukturwandels“ (IFLAS) mit dem wir 200 Personen in gewerblichen Berufen in den Bereichen Lager, Kraftfahrer, Metallbearbeitung, Elektro und Altenpflege fördern.“
 

Arbeitslosenzahl im Juli: + 348 auf 32.702
Arbeitslosenquote im Juli: + 0,2 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent

Duisburg, 29. Juli 2010 – „Zugänge von jungen Menschen nach abgeschlossener Berufs- und Schulausbildung und ein starker Anstieg neu gemeldeter Stellenangebote prägten das Bild am Duisburger Arbeitsmarkt im Juli“, charakterisierte Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg die aktuelle Situation.
Mit 32.702 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im
Juli 384 oder 1,2 Prozent mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vormonat.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damit im Juli 315 Personen oder
1,0 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 13,5 Prozent. Im
Juli des Vorjahres lag sie bei 13,3 Prozent. „Anders als in den Monaten zuvor stiegen im Juli auch die Zahlen des Versicherungsbereichs an, wie dies für die Grundsicherung schon seit Monaten zu beobachten war. Wir haben es hier mit einer jährlich wiederkehrenden saisonalen Erscheinung zu tun, die aber keine direkten Rückschlüsse auf ein Erlahmen der konjunkturellen Erholung zulässt“, erläuterte Schoofs.
Im Juli waren 6.511 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich
arbeitslos gemeldet, 366 oder 6,0 Prozent mehr als noch im Juni. Nun schon
im vierten Monat in Folge liegen damit die aktuellen Werte unter denen des
Vorjahresmonats. Diesmal um 816 oder 11,1 Prozent.
Im Bereich der Grundsicherung stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen
im Juli erneut auf nunmehr 26.191 Menschen an (18 Personen oder 0,1
Prozent mehr als im Vormonat). Gegenüber dem Juli 2009 lag die Arbeitslosigkeit
in der Grundsicherung ebenfalls um 1.131 Personen oder 4,5 Prozent höher.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit haben im Juli wieder zugenommen. Sie
stiegen von 6.003 auf 6.233 (+230 oder +3,8 Prozent). Von den 6.233 neu
gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.727 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit.
Gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 1.835 Personen lag,
bedeutet dies einen Rückgang um 108 oder 5,9 Prozent.
Auch gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger
Erwerbstätigkeit rückläufig (1.880 im Juli 2009, das sind -153 oder -8,1
Prozent). Erfreulicher ist das Bild, das sich im Juli bei der Rückkehr in die Erwerbstätigkeit bietet. 1.758 Personen war dies im Juli gelungen (+152 oder +9,5 Prozent gegenüber dem Juni 2010). Im Vorjahresmonat, im Juli 2009, lag dieser
Wert bei 1.585. Gegenüber dem Juli 2009 bedeutet dies ein Plus um 173
Personen oder 10,9 Prozent.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juli 5.853 Personen.
Das waren 234 weniger als im Juni 2010 aber 392 mehr als im Juli des Vorjahres.
Im Juni gingen von den Betrieben 21 Anzeigen zu konjunktureller Kurzarbeit ein. Betroffen werden können von dieser im Juni angezeigten Kurzarbeit 86 Personen.
„Die deutliche Steigerung des Zugangs an neu gemeldeten Stellenangeboten
ist eindeutig die positive Botschaft in diesem Monat. Wir bewegen uns damit
wieder auf dem Niveau des Jahres 2008“, bemerkte Schoofs. Mit 1.137 neuen
ungeförderten Stellen war der Stellenzugang um 231 oder 25,5 Prozent
höher als im Juni. Er lag damit immerhin um 431 oder 61,0 Prozent über dem
Stellenzugang im Juli 2009.
Auch der Bestand an Stellenangeboten ist im Juli gegenüber dem Juni um 71
oder 3,0 Prozent auf 2.425 Stellenangebote angestiegen. Im Vorjahresmonat
waren mit 1.755 (670 oder 38,2 Prozent) deutlich weniger Stellenangebote
gemeldet gewesen.
Wie in jedem Jahr melden sich in diesem Monat die jungen Menschen arbeitslos,
die ihre Ausbildung beendet haben und nicht direkt übernommen worden sind. Hinzu kommen diejenigen, die ihre Schulausbildung abgeschlossen haben und auf den Antritt der Berufsausbildung oder den Start des Studiums warten. Die Arbeitslosigkeit stiegt somit bei den Personen unter 25 Jahre im Juli 2010 wie auch schon in allen Jahren zuvor. Mit einem Zuwachs von 525 oder 18,3 Prozent sind nun 3.393 Personen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet.
Die Jugendarbeitslosigkeit liegt damit um 399 Personen oder 13,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. „Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit und damit auch der Arbeitslosigkeit insgesamt ist saisontypisch. Der hohe Bestand an offenen Stellen lässt aber darauf hoffen, dass die jungen Menschen nach ihrem Ausbildungsabschluss schnell in eine Arbeitsstelle einmünden werden“, so Schoofs.
Die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitslosen zeigte im Berichtsmonat nur geringfügige Veränderungen. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen
Personen stieg im Juli minimal auf 7.271 (+27 oder +0,4 Prozent), und die der arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.733 (+36 oder +1,0 Prozent).
Geringe Veränderungen, wenn auch in die andere Richtung, zeigten sich auch wieder bei den Arbeitslosenzahlen der in Duisburg lebenden Ausländerinnen und Ausländer. Im Juli waren 8.986 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 44 oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat, aber immer noch 82 oder 0,9 Prozent mehr als im Juli 2009.
„Die aktuellen Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind
durchgängig positiv“, so Schoofs. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli am
Duisburger Arbeitsmarkt muss diesen Prognosen nicht zwangsläufig widersprechen,
ist er doch überwiegend dem Ferienbeginn und dem damit verbundenen Ende von Schul- und Berufsausbildungen geschuldet. Mehr Aussagekraft besitzt hier schon der deutliche Anstieg beim Zugang offener Stellenangebote.
Vor allem der fühlbare Anstieg im verarbeitenden Gewerbe, aber auch im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen und bei der Arbeitnehmerüberlassung
sind hoffnungsvolle Signale für die fortschreitende Erholung der Duisburger Wirtschaft. Gute Vorzeichen also für die jungen Menschen, die erfolgreich ihre Berufsausbildung beendet haben und auf den schnellen Einstieg in die Arbeitswelt warten. Es gibt Chancen!“