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32.551
Arbeitslose im Januar in Duisburg gemeldet
Duisburg, 28.
Januar 2010 - „Die anhaltend kalte Witterung, begleitet von Einflüssen
der weiterhin schwachen Konjunktur, haben im Januar zum erwarteten
Anstieg der Arbeitslosenzahlen geführt.“ erklärte Angela Schoofs,
Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.
Arbeitslosenzahl im Januar: + 1.099 auf 32.551 - Januar-Quote: +0,4 auf
13,3 Prozent
Mit 32.551 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren
im
Januar 1.099 oder 3,5 Prozent mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im
Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren damit im Januar 1.819 Personen
oder 5,9 Prozent mehr Personen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Im
Januar
des Vorjahres lag sie bei 12,7 Prozent.
„Wie schon im Vormonat, so waren auch im Januar wieder beide
Rechtskreise
am Anstieg der Arbeitslosigkeit beteiligt. Die Arbeitsmarktnähe des
Rechtskreises
SGB III hatte hier mit einem Anstieg von 9,2 Prozent gegenüber 2,0
Prozent im Rechtskreis SGB II die Hauptlast zu tragen.“ erläuterte
Schoofs.
Im Januar waren 7.202 Duisburgerinnen und Duisburger im Rechtskreis SGB
III arbeitslos gemeldet, 606 oder 9,2 Prozent mehr als im Dezember.
Gegenüber dem Vorjahresmonat war in diesem Rechtskreis ein Anstieg der
Arbeitslosigkeit um 1.383 oder 23,8 Prozent zu verzeichnen.
Im Bereich der Grundsicherung im Rechtskreis SGB II stieg im Januar die
Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen auf 25.349 Menschen (493
Personen oder 2,0 Prozent mehr als im Vormonat). Gegenüber dem Januar
2009 ist die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II um 436 Personen oder
1,8 Prozent gestiegen.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit im Januar sind von 5.349 auf 5.965
gestiegen
(+616 oder +11,5 Prozent gegenüber dem Dezember). Sie bewegen sich damit
leicht über dem Vorjahresmonat (+128 oder +2,2 Prozent). Von den 5.965
neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 2.364 aus vorhergehender
Erwerbstätigkeit.
Im Vormonat waren dies 1.803 Personen. Gegenüber dem Dezember ist damit
der Zugang aus vorhergehender Beschäftigung um 561 Personen oder 31,1
Prozent deutlich angestiegen.
Gegenüber dem Vorjahresmonat (Januar 2009 = 2.759) verzeichnen wir
hingegen
einen Rückgang der Zugänge aus Erwerbstätigkeit um 395 oder 14,3
Prozent.
1.248 Personen war im Januar die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit
gelungen (-127 oder -9,2 Prozent gegenüber Dezember 2009). Im
Vorjahresmonat, im Januar 2009, war dies 1.130 Personen gelungen, also
118 Personen oder 10,4 Prozent weniger als in diesem Januar.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.875
Personen. Das waren 89 weniger als im Dezember 2009, aber 530 mehr als
im Vorjahresmonat.
Auch über den Jahreswechsel hat die Kurzarbeit wieder erheblich zur
Stabilisierung
des Duisburger Arbeitsmarktes beigetragen. Im Dezember gingen von den
Betrieben weitere 42 Kurzarbeitsanzeigen ein, so dass sich die Zahl der
Anzeigen seit Dezember 2008 auf insgesamt 825 erhöht hat. Betroffen
werden können von dieser angezeigten Kurzarbeit insgesamt 29.302
Personen. Der starke und ausdauernde Winter bereitet allen Betrieben
Probleme, die im Außenbereich arbeiten müssen. Der Stellenzugang blieb
daher von Witterungseinflüssen nicht unberührt. Mit 487 neuen
ungeförderten Stellen war der Stellenzugang noch einmal um 77 oder 13,7
Prozent geringer als im Dezember.
Er liegt damit um 119 oder 19,6 Prozent unter dem Stellenzugang im
Januar 2009.
Der Bestand an offenen Stellenangeboten ist im Januar gegenüber dem
Dezember
noch einmal um 81 oder 5,3 Prozent auf 1.445 Stellenangebote gesunken.
Im Vorjahresmonat waren mit 2.786 (+1.341 oder +48,1 Prozent) noch
deutlich mehr offene Stellenangebote gemeldet gewesen.
Im Januar ist ebenfalls die Zahl an arbeitslos gemeldeten Personen unter
25 Jahre angestiegen auf nunmehr 2.891. Dies sind 136 oder 4,9 Prozent
mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die
Jugendarbeitslosigkeit um 534 Personen oder 22,7 Prozent angewachsen.
Nach oben zeigte im Januar auch die Entwicklung der älteren
Arbeitslosen. Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen
stieg im Januar auf 6.969 (+204 oder +3,0 Prozent), und bei den
arbeitslosen Personen über 55 Jahre auf 3.506 (+130 oder +3,9 Prozent).
Eine ebenfalls steigende Tendenz weist die Arbeitslosigkeit der
Ausländer in Duisburg auf. Im Januar waren 9.138 Ausländerinnen und
Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 279 oder 3,1 Prozent
mehr als im Vormonat
und 426 oder 4,9 Prozent mehr als im Januar 2009.
„Der deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Januar mag nach
etlichen
Krisenmonaten mit durchaus moderater Arbeitslosigkeit zunächst
erschrecken“,
so Schoofs. „Wir haben also einen saisontypischen Anstieg der Zahlen mit
einem „Krisenzuschlag“, der aber durch die gut funktionierenden
arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Bundesagentur für Arbeit
deutlich gedämpft worden ist. Dennoch müssen wir im Jahresverlauf, trotz
der optimistischer gewordenen Prognosen, mit einem weiteren Anstieg der
Arbeitslosigkeit
rechnen. Auch ist der weiterhin strenge Winter ein großes Risiko für die
weitere Entwicklung im Februar.“
Eckwerte Arbeitsmarkt Duisburg

Geschäftsführung der Duisburger
Arbeitsagentur wieder komplett
Udo Müller ist seit Anfang Januar neuer Geschäftsführer für den
operativen
Bereich der Agentur für Arbeit Duisburg. „Mit dem 59-jährigen Udo Müller
tritt ein sehr erfahrener Arbeitsmarktexperte die Nachfolge von
Christiane Artz an.“ kommentiert Angela Schoofs, Chefin der Duisburger
Arbeitsagentur den Personalwechsel an der Spitze ihres Hauses.
„Nach meiner ersten Einschätzung, ist in der Duisburger Arbeitsagentur
gute
arbeitsmarktliche Integrationsarbeit geleistet worden“, so Müller über
seinen neuen Wirkungskreis. „Die gegenwärtige konjunkturelle Krise war
und ist für Duisburg eine große Herausforderung. Auch 2010 gilt es
weiterhin möglichst wirkungsvoll, den krisenhaften Entwicklungen im
Bereich der Agentur Duisburg zu begegnen.“
Der Diplom-Vertwaltungswirt Müller verfügt über langjährige
Führungserfahrung
in verschiedenen Arbeitsagenturen und ARGEN, darunter Wesel und Essen.
Mit dem Wechsel nach Duisburg sieht er viele Aufgaben auf sich warten,
die in der Zeit nach der Krise in den Vordergrund des Interesses treten
werden.
„Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden in Duisburg Fragen
aufwerfen, die im wachsenden Fachkräftemangel und der Nutzung
vorhandener Arbeitsmarktressourcen ihren Ausdruck finden werden. Hier
will ich gemeinsam mit den Beschäftigten der Agentur proaktiv an
strategischen Lösungen mitarbeiten.“
Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt informiert im BIZ
Am Donnerstag, den 4. Februar 2010, informiert die Beauftragte für
Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg,
Annette von Brauchitsch-Lavaulx über den "Wiedereinstieg nach der
Familienphase". In der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr gibt sie im
Beurfsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur, Wintgensstr. 29-33,
47058 Duisburg, Raum C Orientierungshilfen zu individuellen Wegen aus
der Familienzeit oder Pflege von Familienangehörigen zurück in den
Arbeitsprozess. Sie zeigt dabei, wie die hohe Motivation der betroffenen
Frauen und Männer und die in der Familienzeit oder der Pflegetätigkeit
erworbenen Kompetenzen für die Bewerbungssituation genutzt werden
können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist
kostenlos.
Ausbildungsbörse für Büroberufe
Am Donnerstag, den 4. Februar 2010, findet im Berufsinformationszentrum
(BiZ) der Agentur für Arbeit Duisburg von 10:00 bis 16:00 eine
Ausbildungsbörse für Büroberufe statt. Zahlreiche Arbeitgeber werden
dort ihre aktuellen Ausbildungsstellen in den Büroberufen vorstellen.
Wer also in diesem Berufsfeld nach einer Ausbildungsstelle sucht, hat an
diesem Tag die Möglichkeit, den direkten Kontakt zu verschiedenen
Arbeitgebern an einem Ort knüpfen zu knüpfen. Es empfiehlt sich daher,
mehrere Sätze Bewerbungsunterlagen in der Tasche zu haben, denn nur wer
gut vorbereitet ist, kann auch im Gespräch mit den Arbeitsgebern
punkten. Eine Anmeldung ist für diese Veranstaltung nicht erforderlich.
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