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Wer untertaucht,
hat was ausgefressen / zu verbergen und wird daher von der Polizei
gesucht. "Ach, so ein Quatsch," meint Willi Schürmann vom Tauch -
Club "Bleiente". "Bei uns steht der Sport und der Spaß an der Freude
im Vordergrund."
"Als Sporttauchen versteht man das Tauchen unter sportlichen,
nichtberuflichen und nichtmilitärischen Gesichtspunkten. Im
Vordergrund stehen daher körperliche Betätigung, Spaß, und das
friedfertige Erleben der Unterwasserwelt.
Aufgrund der beim Tauchen vorhandenen Gefahren wird aus
Sicherheitsgründen eine besondere Ausbildung, die mit dem Erwerb
eines Tauchscheins (Brevet) abschließt, gefordert. Je nach
Tauchorganisation ist die Tauchausbildung unterschiedlich aufgebaut.
Vor der Ausbildung zum Sporttaucher sollte man sich einer
Tauchtauglichkeitsuntersuchung unterziehen um zu prüfen, ob es einem
gesundheitlich gestattet ist zu tauchen.
Beim Sporttauchen wird zwischen Apnoe- und Geräte-Tauchen
unterschieden.
Apnoetauchen
Beim Apnoetauchen verzichtet der Taucher auf eine Atemluftversorgung
und, bis auf Maske, Flossen und Anzug in der Regel auch auf
Ausrüstung. Im sportlichem Wettkampf werden die Disziplinen
entsprechend dem zu erreichenden Ziel unterschieden:
* statisches Tauchen
o Maximierung der Zeit, die mit einem Atemzug unter Wasser
verbracht wird
* Streckentauchen
o Maximierung der mit einem Atemzug unter Wasser
zurückgelegten Strecke oder
o Minimierung der Zeit, in der eine vorgegebene Strecke
zurückgelegt wird
* Tieftauchen
o Maximierung der mit einem Atemzug erreichten Tiefe ohne
oder mit Flossen
o Maximierung der mit einem Atemzug erreichten Tiefe unter
Zuhilfenahme von zusätzlichen Ab- und Auftriebskörpern für den
Ab-/Aufstieg
Neben solchen Wettkämpfen sind auch andere Apnoe-Sportarten bekannt.
So wird beispielsweise die Ballsportart Unterwasserrugby ebenfalls
Apnoe gespielt.
Gerätetauchen
Vom Gerätetauchen spricht man, wenn mit Tariersystem und externer
Luftversorgung getaucht wird, wie beim Tauchen mit einem
Helmtauchgerät, Kreislauftauchgerät (Rebreather) oder
Drucklufttauchgerät (DTG).
Helmtauchen Beim historischen Helmtauchen trägt man Anzug, Helm,
Schulterstück und viele Gewichte. Über einen langen Schlauch wird
der Taucher mit Luft versorgt, die an der Wasseroberfläche
komprimiert zur Verfügung gestellt wird. Beim modernen Helmtauchen
haben sich Helme aus kohlefaserverstärktem Kunststoff durchgesetzt
und die Luftversorgung erfolgt über einen Rebreather.
Tauchen mit Rebreather Seit einigen Jahren erlangt das Tauchen mit
Kreislaufgeräten (Rebreathern) größere Popularität. Die ausgeatmete
Luft strömt innerhalb des Gerätes durch speziellen Atemkalk und wird
somit vom ausgeatmeten Kohlendioxyd befreit. Anschließend wird dem
Atemgas der verbrauchte Sauerstoff wieder zugeführt. Die Industrie
bietet verschiedene Modelle an, gemeinsam ist eine Regelung der
Sauerstoffzufuhr, die den Partialdruck auf einen bestimmten
Teildruck begrenzen soll. Als Verdünnungsgas (Diluentgas) wird
zuweilen Helium eingesetzt, womit der Stickstoffnarkose
(Tiefenrausch) entgegen gewirkt wird. Die Tauchzeiten und möglichen
Tauchtiefen liegen deutlich über dem, was mit Preßluft erreichbar
ist. Allerdings liegen aus der jüngeren Zeit (2005) einige tragische
Unfälle vor, die hochqualifizierte Benutzer solcher Geräte ereilt
haben. Der derzeitige Entwicklungsstand dieser Geräte läßt sicher
noch Verbesserungen zu.
Tauchen mit Drucklufttauchgerät Beim Tauchen mit Drucklufttauchgerät
wird mit Druckluftflasche getaucht, die nicht wie oftmals angenommen
mit reinem Sauerstoff, sondern mit normaler, gereinigter und
entfeuchteter Luft oder luftähnlichen Gasgemischen gefüllt ist.
Reiner Sauerstoff wird wegen der damit verbundenen
Gesundheitsgefahren (toxische Wirkung des Sauerstoffs unter Druck)
nur bis zu einer Tiefe von maximal 6 m verwendet. Ziel ist eine
schnellere Stickstoffentsättigung bei dekompressionspflichtigen
Tauchgängen. Immer mehr Taucher nutzen für ihre Tauchgänge Nitrox
(mit Sauerstoff angereicherte Luft) anstelle von Pressluft.
Ausrüstung Außer dem Atemgas und dem Lungenautomaten trägt der
Gerätetaucher das Tarierjacket. Durch den Lungenautomaten kann der
Taucher unter Wasser normal atmen, husten, niesen und sogar
erbrechen. Die Ausrüstung wird komplettiert durch Taucheranzug, Blei
und die ABC-Ausrüstung (Tauchermaske, Schnorchel, Taucherflossen)
und Füßlinge sowie Messgeräte zur Kontrolle der Bewegungsrichtung
(Kompass), des Atemgasvorrates und einen Tauchcomputer. Oder der
Taucher nutzt separate Messgeräte zur Anzeige der Tauchtiefe
(Tiefenmesser) und der verstrichenen Tauchzeit (Bottomtimer). Die EN
beschreibt die in der Ausbildung zu verwendende Tauchausrüstung.
Auswirkung Es gibt wohl kaum eine andere Gelegenheit, bei der ein
Mensch so unmittelbar mit verschiedenen physikalischen Gegebenheiten
konfrontiert wird, wie beim Gerätetauchen � ob das nun die Frage von
Auf- und Abtrieb sei, das Verhalten von Gasen unter Druck oder die
druckabhängige Löslichkeit von Gasen in verschiedenen Gewebstypen.
Auch die Wärmeleitfähigkeit der Schutzkleidung, Einfrieren der
Druckregeler, eigene Reaktionen unter extremer Kälte, all das sind
Auswirkungen einer Physik, der der Mensch unmittelbar unterworfen
ist. Auch die Physiologie unseres Körpers, der ?Funktionszustand�
ändert sich unter diesen Bedingungen. Durch den geänderten
hydrostatischen Umgebungsdruck wird auch der Druck in unserem
Gefäßsystem beeinflusst. Der Druck im zentralen Venensystem steigt,
der Körper reagiert mit einer gesteigerten Ausscheidung von Wasser,
um das für die aktuelle Situation zu hohe Blutvolumen zu reduzieren.
Das Blut dickt ein, bei gefährdeten Menschen kann das zu Thrombosen
und - schlimmstenfalls - Embolien führen.
Risiko Das Tauchen mit Pressluft ist nicht ungefährlich, da es unter
Anderem während eines Tauchgangs zum sogenannten Tiefenrausch kommen
kann. Ein betroffener Taucher verfällt, ausgelöst durch einen zu
hohen Stickstoff-Partialdruck, in einen rauschartigen Zustand
(Stickstoffnarkose) und verliert die Kontrolle über sich. Beim
Auftreten der typischen Symptome wie metallisch schmeckende Luft,
Verlust jeglichen Zeitgefühls, Übermut, Orientierungslosigkeit,
Apathie, Panikattacken bis zur Bewusstlosigkeit sollte die
Tauchtiefe sofort reduziert werden bis die Anzeichen nachlassen.
Danach sollte der Tauchgang je nach Symptom in geringeren Tiefen
weitergeführt oder sogar beendet werden.
TecDiving (?Technisches Tauchen�)
Beim TecDiving bedient man sich spezieller Atemgase, die eine
Erhöhung der Tauchtiefe ohne negative Auswirkungen auf den
Organismus ermöglichen und/oder eine Verkürzung der
Dekompressionszeiten bewirken. TecDiving ist insofern von anderen
Bereichen des Sporttauchens zu unterscheiden, als TecDiver
schwierigere Tauchbedingungen wählen, z. B. größere Tiefen oder
Höhlentauchen. TecDiver verlassen sich noch stärker auf die
Ausrüstung als andere Sporttaucher. Es werden auch spezielle
Ausrüstungsteile benötigt, wie z. B. Tauchcomputer speziell für
Mischgas, Reel etc. Typisch ist die Redundanz der lebenswichtigen
Ausrüstungsteile bei gleichzeitiger Beschränkung auf das für den
Tauchgang Notwendigste.
Dekompressionskrankheit
Je tiefer und länger getaucht wird, umso stärker kommt es zu einer
Sättigung der verschiedenen Körpergewebe (Blut, Muskeln, Haut,
Fettgewebe, sämtliche Organe, usw.) mit Stickstoff aus der Atemluft.
Beim Aufstieg muss dieser wieder aus den Geweben entweichen und
abgeatmet werden. Einige Gewebeteile brauchen sehr lange, bis sie
den Stickstoff wieder abgeben. Deshalb muss der Aufstieg langsam
erfolgen, ggf. müssen während des Aufstiegs auch
Dekompressionspausen eingehalten werden. Diese sind abhängig von
Dauer, Tiefe und körperlicher Anforderung des Tauchgangs. Die früher
verwendeten Dekotabellen berücksichtigen nur einen Teilaspekt dieser
Gegebenheiten. Inzwischen bietet die Industrie Tauchcomputer an, die
sowohl die Tauchzeit, die vorausgegangenen Tauchgänge, das
Tiefenprofil als auch den Gasverbrauch berücksichtigen und
berechnen. Die Angaben, die so ein Computer zur eventuell
notwendigen Dekompressionszeit macht, sind exakter als die Werte,
die sich aus den Tabellen ergeben. Werden sie nicht eingehalten,
kann es zur sogenannten Dekompressionskrankheit kommen. Der
Überbegriff Dekompressionskrankheit umfasst die Schäden, die durch
Gasblasenbildung des überschüssigen Stickstoffs = Caissonkrankheit
oder Dekompressionskrankheit (DCS) entstehen. Embolische Verschlüsse
nach einem zentralen Lungenriss (arterielle Gasembolie, AGE) stellen
eine eigene Kategorie, obwohl in beiden Fällen die Erste Hilfe beim
Tauchunfall identisch ist.
Ursache
Nach dem Henry-Gesetz steht die Menge eines in Flüssigkeit gelösten
Gases in direktem Verhältnis zum Druck des Gases über der
Flüssigkeit. Deshalb diffundiert bei einem Tauchgang auf z. B. 30 m
Tiefe durch den erhöhten Druck der Einatemluft Stickstoff durch die
Alveolar- und Kapillarmembranen und löst sich im Blut. Das
stickstoffreiche Blut wird dann durch die Gefäße zu den
verschiedenen Geweben im Körper transportiert. Die verschiedenen
Gewebe werden in Dekompressionsmodellen im allgemeinen als
Kompartimente bezeichnet. Die Stickstoffanreicherung in den Geweben
(Aufsättigung) geschieht mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, je
nach Durchblutung der Gewebe.
Das stark durchblutete Gehirn wird als schnelles Gewebe bezeichnet,
die weniger versorgten Gelenke und Knochen als langsames Gewebe.
Dazwischen gibt es eine Reihe von Abstufungen. Als Halbwertszeit
eines Gewebes bezeichnet man die Zeitdauer in Minuten, die dieses in
der Tiefe bis zur Hälfte der Sättigung bzw. Entsättigung benötigt.
Während des Aufstieges entsättigen die Gewebe von dem Stickstoff,
der über Blut zur Lunge transportiert und abgeatmet wird. Bei einem
zu schnellen Aufstieg an die Oberfläche unter Missachtung der
Dekompressionsregeln bleibt der Stickstoff beim Transport über das
Blut zur Lunge nicht in Lösung, sondern bildet Blasen. Dies kann z.
B. mit dem Sprudeln beim Öffnen einer Sprudelflasche verglichen
werden.
Diese Blasen können sich an verschiedenen Stellen einlagern und dort
Körperfunktionen beeinträchtigen.
Sie äußert sich durch Juckreiz, Lähmungserscheinungen,
Gelenkschmerzen und Lymphbahnverschluss, aber auch Müdigkeit,
Übelkeit und Mattheit. Als Möglichkeit der Behandlung bietet sich
zunächst Sauerstoffgabe an, sobald wie möglich sollte dann die
Behandlung in einer Druckkammer erfolgen. Engagierte
Rettungsflieger, die den Verletzten per Hubschrauber zur nächsten
Druckkammer bringen, sollten jedoch dringend darauf achten, mit
ihrem Gefährt keine großen Höhen anzufliegen, sonst prägt sich die
Symptomatik der Dekompressionskrankheit erst richtig aus. In der
Druckkammer wird der verunfallte Taucher wieder einem erhöhten Druck
(je nach Symptomen und Tauchgangsprofil unterschiedlich) ausgesetzt,
der dann nach entsprechenden Behandlungstabellen wieder kontrolliert
vermindert wird. Entgegen verbreiteter Meinung ist die Verabreichung
von reinem Sauerstoff keine Therapie der Dekompressionskrankheit,
aber eine sehr wirkungsvolle Ersthilfe.
Bereits vorhandene Blasen können durch diese Maßnahme nicht
abgebaut, aber der Blasenbildung kann durch Sauerstoffgabe schon im
Vorneherein entgegen gewirkt werden. Durch die Sauerstoffdiffusion
kann unterversorgtes Gewebe, infolge des Gasblasenverschlusses der
Gefäße, wieder versorgt werden. Der Vorteil ist, dass einer
Verschlechterung des körperlichen Zustands des Opfers
entgegengewirkt wird. Ein verantwortungsvoller Sporttaucher sollte
sich grundsätzlich darum kümmern, die Planung eines Tauchganges so
anzulegen, dass keine Dekompressionspflicht zustande kommt. In einer
Tauchgruppe ist immer der Taucher mit der geringsten Erfahrung und
dem schlechtesten Trainigszustand derjenige, nach dessen
Leistungsfähigkeit sich die Gruppe zu orientieren hat. Spektakuläre
Rekorde sind für Leute vorbehalten, die genau wissen in welch
tödliche Gefahr sie sich begeben. Tauchurlaube werden oft mit einer
Flugreise begonnen und beendet. Eine etablierte und empfohlene Regel
besagt: 24 Stunden vor Abflug kein Tauchgang mehr, Schnorcheln ist
jederzeit möglich. Der niedrige Druck während des Fluges kann, bei
ungenügender Entsättigung, ebenfalls zum Auftreten einer
Dekompressionskrankheit führen. Muss ein Passagierflugzeug wegen
einer solchen Angelegenheit zwischenlanden, übersteigt die Höhe der
Schadensersatzforderung üblicherweise jede Versicherungssumme.
Bergseen sind zwar kalt, die Sichtweite ist oft exzellent. Die
Höhenlage bedingt allerdings einen niedrigeren Umgebungsdruck; die
Stickstoffaufsättigung beim Tauchen geschieht schneller, je höher
sich der Bergsee befindet. Bei Dekompressionstauchgänge kann die
erforderliche Dekozeit schnell die verbleibende Atemgaszeit
überschreiten. Nicht alle im Handel erhältlichen Tauchcomputer
berücksichtigen eine Bergseeanpassung bei ihren Berechnungen.
Spezielle Formen des Sporttauchens
Eistauchen
Beim Eistauchen taucht man meistens in einem zugefrorenen See unter
einer oft zentimeterdicken Eisdecke. Zum Eistauchen braucht man:
* einen zugefrorenen See;
* einen Tauchanzug, am Besten und vor allem gesünder
(Hypothermie) ist ein Trockentauchanzug;
* zwei komplett vereisungssichere Atemregler,
* eine Druckluftflasche mit Doppelabgang (getrennt absperrbar),
besser sind zwei komplett getrennte Atemsysteme (2 Flaschen mit
jeweils einem Atemregler);
* ein positives (aufschwimmendes) Seil (reißfest, 50�100 m);
* einen Sicherungstaucher mit einem Seil, das mindestens genau
so lang sein muss wie das der Tauchgruppe; bereits wenige Meter
entfernt hat man ohne Sicherungsseil je nach dem keine Möglichkeit
mehr, das Einstiegsloch wiederzufinden;
* einen Signalmann (oder -frau), der/die das Seil der
Tauchgruppe führt und über dieses mit der Gruppe kommuniziert;
* eine Säge, Axt etc., um den See umweltfreundlich zu öffnen.
Eine Motorsäge sollte ohne Kettenöl verwendet werden;
* einen Tauchlehrer oder einen erfahrenen Tauchpartner; niemand
sollte ohne fachkundige Anleitung unter Eis tauchen.
Tauchen in Bergseen
Das Tauchen in klaren und mitunter tiefen Bergseen gehört mit zu den
schönsten Tauchgängen, da das Wasser kaum Schwebeteilchen enthält
und fast unsichtbar wirkt, was die Sichtweite auf bis zu 80 Metern
erhöhen kann. In diese Kategorie fallen Gewässer ab einer Höhe von
750 Metern ü.N.N. Jedoch nimmt die Vegetation ab einer Höhe von 1100
Metern rapide ab, was auch die Unterwasserlandschaft zum Ödland
werden lassen kann. Bergseen sind sehr kalt und machen einen
entsprechenden Kälteschutz mit Halbtrocken- bzw. Trockentauchanzügen
unumgänglich. Außerdem herrschen in größeren Höhenlagen andere
Druckverhältnisse als auf Meereshöhe. In einem Bergsee müssen
längere Dekompressionszeiten eingehalten werden, während sich die
Nullzeiten verkürzen. Dazu gibt es extra auf entsprechende Höhen
ausgerichtete Bergseetabellen. Aufgrund der erschwerten Verhältnisse
sollten nur ausreichend erfahrene Taucher mit einer guten Kondition
an Tauchgängen in Bergseen teilnehmen.
Enriched Air (Nitrox)
Um die Dekompressionszeiten zu verkürzen und die Nullzeit zu
verlängern, bzw. der Gefahr einer Dekompressionskrankheit durch zu
schnelles Auftauchen entgegenzuwirken, wird die Atemluft in der
Flasche mit zusätzlichem Sauerstoff angereichert (?Enriched Air
Nitrox EAN). Wegen der damit verbundenen spezifischen
Problemstellungen, wie z. B. die Gefahr des Paul-Bert-Effekts
(Sauerstoffvergiftung) bei zunehmender Tiefe, ist eine spezielle
Ausbildung erforderlich, im Rahmen derer auf die Problematik des
Nitroxtauchens eingegangen wird. Ebenso ist für das Nitrox-Tauchen
je nach Land und Sauerstoffkonzentration eine spezielle
sauerstoffkompatible Ausrüstung unabdingbar, da Sauerstoff, als auch
mit Sauerstoff angereicherte Luft unter hohem Druck sehr aggressiv
mit brennbaren Stoffen, wie z. B. Ölen und Fetten reagieren kann. In
der Vergangenheit kam es deswegen auch immer wieder zu schweren
Unfällen (Explosionen) beim Gase mischen, weil Personen unwissend
mit Sauerstoff hantierten. Aktuelle Kompressoren erzeugen Nitrox mit
gewünschtem Sauerstoffgehalt direkt aus der Umgebungsluft mittels
einer Membran.
Im Rahmen des Sporttauchens sind die folgenden standardisierten
Atemgasgemische gängig:
* Pressluft = Atemluft mit 21 % Sauerstoffanteil (Kein Nitrox)
* Nitrox 32 = der gängige Sauerstoffgehalt wird auf 32 % erhöht
--> NOAA I
* Nitrox 36 = der gängige Sauerstoffgehalt wird auf 36 % erhöht
--> NOAA II
* Nitrox 40 = der gängige Sauerstoffgehalt wird auf 40 % erhöht
* Nitrox 1 = der gängige Sauerstoffgehalt wird auf 60 % erhöht
Beim Tauchen mit Nitrox (EAN) ist die maximale Tauchtiefe im
Vergleich zu normaler Atemluft geringer (Gefahr des
Paul-Bert-Effekts). Sauerstoff wird ab einem bestimmtem Partialdruck
(1,6 bar unter günstigen Bedingungen, 1,4 bar unter ungünstigen
Bedingungen) toxisch. Durch den höheren Sauerstoffanteil eines
Nitrox-Gasgemischs ist die Schwelle einer möglichen
Sauerstoffvergiftung bei zunehmender Tiefe schneller erreicht als
mit normaler Atemluft.
Trimix
Trimix ist ein spezielles Atemgasgemisch aus Sauerstoff, Stickstoff
und Helium, das beim technischen Tauchen zum Erreichen großer Tiefen
genutzt wird. Durch die Zugabe von Helium im Atemgas wird der O2-
und N2-Gehalt auf akzeptable Werte angepasst. Die negativen Effekte
von Sauerstoff und Stickstoff (Stickstoffnarkose bzw.
Sauerstoffvergiftung des ZNS und Dekompressionskrankheit) werden
dadurch minimiert. Da Helium aber, im Gegensatz zu Stickstoff, eine
wesentlich längere Entsättigungszeit hat, sind beim Auftauchen
deutlich mehr Stopps notwendig, um das aufgesättigte Helium wieder
abzuatmen.
Durch die Zugabe von Helium wird eine Sauerstoff-/Stickstoffnarkose
weitestgehend unterdrückt, um hiermit Tauchtiefen unterhalb der
üblichen Sporttauchergrenze von 40 m aufsuchen zu können.
Sonderfall: Heliair
Spricht man von Trimix, so meint man ein freies Verhältnis der
Anteile von Helium, Sauerstoff und Stickstoff zueinander. Ein
Sonderfall ist das sogenannte Heliair, bei dem der Atemluft ein
Anteil Helium beigemischt wird. Vorteil ist die wesentlich
vereinfachte und damit kostengünstige Herstellung. Nachteil: Der
Sauerstoffpartialdruck des fertigen Gemischs sinkt dadurch und es
ist u. U. nicht mehr ab der Wasseroberfläche zum Abtauchen benutzbar
(wenn P O2 < 0,16).
Höhlentauchen
Beim Höhlentauchen wird zwischen ?Cavern-Tauchen und ?Cave-Tauchen
unterschieden:
* Beim Cavern-Tauchen dringt man innerhalb der direkten
Sonnenlichtzone in eine Höhle oder Grotte ein. Man hat also zum
Ausgang und der Sonne immer direkten Sichtkontakt.
* Beim Cave-Tauchen werden große Höhlensysteme betaucht und
erforscht. Dabei dringen die Taucher bis zu mehreren Kilometern tief
in eine Höhle ein.
Während Cavern-Tauchen auch von Sporttauchern sicher durchgeführt
werden kann, braucht man für Full-Cave-Tauchgänge eine umfangreiche
Ausrüstung und besondere Tauchfertigkeiten. Diese kann man unter
professioneller Anleitung in speziellen Höhlentauchkursen erlernen.
Orientierungstauchen
Orientierung unter Wasser stellt Anforderungen eigener Art,
insbesondere durch die beschränkte Sichtweite, schlechteres Gefühl
für zurückgelegte Strecken und die Bewegung in der dritten
Dimension, d. h. nicht nur in Länge und Breite, sondern auch in der
Tiefe. Beim Orientierungstauchen wird dieses zur Wettkampfdisziplin:
Die Taucher haben Parcours von mehreren hundert Metern Länge unter
Wasser zu absolvieren und haben dafür neben einem speziellen
Tauchgerät einen Kompass und ein Streckenmessgerät zur Verfügung.
Tieftauchen für Sporttaucher
Als Tieftauchen für Sporttaucher gilt derzeit jeder Tauchgang ab 18
m Wassertiefe. Dies ist auch gleichzeitig die maximale Tiefe für
Beginner nach der Europäischen Norm EN. Erfahrenen Sporttauchern
wird eine Maximaltiefe von 30 m empfohlen, mit spezieller
Ausbildung/Erfahrung kann das Tiefenlimit bis auf 40 m gesteigert
werden. Sinn dieser Tiefenempfehlungen ist es, die Risiken tieferer
Tauchgänge gerade von unerfahrenen Sporttauchern zu senken, da man
bereits aus einer Tiefe von 20 m etwa zwei Minuten bis zur
Oberfläche benötigt, um sich nicht dem unakzeptabel hohen Risiko
einer Dekompressionskrankheit auszusetzen. Mit größerer Tiefe sinken
die Nullzeiten und die Aufstiegszeiten verlängern sich - unter
Umständen sind sogenannte Dekompressionsstopps auf unterschiedlichen
Tiefen einzuhalten, wenn die maximalen Nullzeiten überschritten
werden. Da dies gerade Tauchanfänger, die unter Umständen in drei
oder vier Tagen ihr Tauchbrevet erhalten haben, überfordern kann,
sollten tiefe Tauchgänge erst mit entsprechender Erfahrung und/oder
besonderer Ausbildung durchgeführt werden. Zudem muss man ab einer
Tiefe von ca. 30 m (abhängig von Tagesform und individueller
Verfassung) mit einer Stickstoffnarkose (dem sogenannten
Tiefenrausch) rechnen, die ohne Warnung auftreten kann. Der
Tiefenrausch ist bedingt durch die Eigenschaft des Gases Stickstoff,
welches ab einem gewissen Partialdruck narkotisch wirkt. Der aus der
Stickstoffnarkose resultierende Tiefenrausch kann zu riskantem
Verhalten unter Wasser führen und ähnelt einem Alkoholrausch. Das
Auftauchen in geringere Tiefen beendet die Stickstoffnarkose.
Unterwasserrugby
Ursprünglich zur abwechslungsreicheren Gestaltung des Tauchtrainings
in der Halle entwickelt, hat sich Unterwasserrugby inzwischen zu
einer eigenständigen Sparte des Tauchsports entwickelt.
Unterwasserrugby ist eine Ballsportart unter Wasser.
Wracktauchen
Beim Wracktauchen werden versunkene Boote/Schiffe, deren Ladung,
Flugzeuge und andere menschengemachte große Objekte betaucht.
Wracktauchplätze finden sich über die ganze Welt verstreut, wobei
die Ursachen für den Untergang der Schiffe durchaus vielfältig sind.
Das Auflaufen auf ein Riff oder das Sinken in Stürmen sind neben der
Versenkung durch Fremdeinwirkung (Torpedo, Fliegerbombe,
Selbstzerstörung) die häufigsten Ursachen. Ist das Wrack einmal am
Meeresboden angelangt, wird es von Lebewesen als Lebensraum
erschlossen. Schnell siedeln sich niedere Pflanzen, insbesondere
Algen (Kieselalgen, Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen), und Tiere
(Schwämme, Krebse, Schnecken etc.) an der Metalloberfläche an. Im
Laufe der Zeit nehmen auch Korallen das Wrack in Besitz. Durch
diesen Bewuchs werden oft die einst klaren Konturen des Objektes
verwischt und daher kann der Taucher das Wrack aus der Entfernung
nur schemenhaft erkennen. Das trägt auch zur Faszination des
Wracktauchens bei.
Der Taucher erfreut sich an der Pflanzen- und Tierwelt an diesem
?künstlichen Riff. Gut ausgebildete Sporttaucher und sog. Tectaucher
wagen sich auch in die Wracks hinein, um Laderäume, Kabinen und
andere Innenräume zu erforschen. Dabei sind allerdings große
Vorsicht und Sicherungsmaßnahmen wie beim Höhlentauchen, eine
besondere Ausbildung und spezielle Ausrüstung erforderlich," stellt
die Internet - Enzyklopädie Wikipedia den Tauchsport vor. "Bei
Beschreibung ist zwar wortreich, dafür aber gut," bestätigt
Schürmann.
Etwa 40 Mitglieder gehören dem Verein; 30 davon sind aktive Taucher.
Der jüngste Taucher ist 15 Jahre alt, der älteste 76. "Wer tauchen
möchte, sollte sich schon körperlich fit halten und regelmäßig
schwimmen," berichtet Schürmann, ein umgänglicher und freundlicher
Zeitgenosse. "Die Ohren müssen in Ordnung sein. Auch Herz, Zähne,
Blutdruck und Druckausgleich müssen stimmen. Sonst kann Tauchen
schon gefährlich sein."
Eine gute Ausbildung ist für den Tauchsport unentbehrlich, wie
Schürmann betont. Sie beginnt im Hallenbad. Dort lernt der Anfänger
den Umgang mit der Tauchflasche und den anderen Geräten. Das
richtige Atmen (es ist wichtig, um Panik zu vermeiden) und die
Bewegungskoordination kommen dann später dazu. "Die Ausbildung
erfolgt natürlich in Begleitung eines Tauchlehrers. Die ersten
Stunden sind entscheidend. Wer Raumangst und Panik verspürt, der
hört ganz schnell aus." Zu der praktischen kommt auch die
theoretische Ausbildung. Dort stehen die Physik, Medizin und Erste
Hilfe im Vordergrund. Ist dieser Teil abgeschlossen, kann die
Ausbildung in einem flachen Gewässer weitergehen.
"Zum Tauchen gehört auch eine gute Ausrüstung," betont Schürmann.
"Eine neue, gute Ausrüstung kann schon 2.000 bis 3.000 Euro kosten."
Doch was gehört zu einer guten Ausrüstung? Auch darauf weiß
Schürmann die Antwort. Entweder ein Neoprem- (Naß-) Anzug, der bei
längerem Gebrauch Wasser an den Rändern durchläßt, oder ein
Trockenanzug, der besser für kältere Gewässer geeignet ist. Eine
Rettungsweste mit Halterung für Flasche und Luftschläuche zur
Tiefenregulierung und Aufstieg aus der Tiefe. Flossen zur
Vorwärtsbewegung, Bleigurt, Handschuhe, Füßlinge, Tauchermaske,
Kompaß, Tiefenmesser, Unterwasserlampe und Lungenautomat (er
reguliert den Luftdruck von der 200-Bar-Flasche auf Umgebungsdruck.
Sie alle machen eine gute Ausrüstung aus.
"Die Wambach ist unsere Heimat," berichtet Schürmann. Hier können
die Taucher ihrem Hobby nachgehen. "Viele Seen sind in Anglerhand,"
Berichtet Schürmann. Es gebe eine ständige Rivalität zwischen beiden
Gruppen. "Angler haben immer Angst, daß wir ihnen die Fische
vertreiben. Alles Quatsch. Fische haben ihre eigenen Reviere und
können sich darin zurückziehen, wenn wir kommen. Man sollte schonend
tauchen, also Umwelt und Natur schonen. Alles, was unter Wasser ist,
sollte auch dort bleiben," betont Schürmann. Regelmäßige
Tauchfahrten zu Pfingsten nach Holland gehören inzwischen zum
Vereinsleben.
Hört man Schürmann genau zu, spürt man seine Unzufriedenheit mit der
städtischen Sportpolitik. Gibt es Hallenbäder, ist der Eintritt oft
sehr teuer. Natürliche Gewässer und Baggerlöcher sind nur bedingt
nutzbar. Was also tun? Eine Patentlösung, die alle Probleme mit
einem Schlag löst, ist zwar nicht in Sicht. Der schlechte Eindruck,
daß eine bade- und sportfreundliche Infrastruktur gezielt
kaputtgemacht wird, ist schon längst in den Köpfen der Taucher fest
verankert.
"Fische und Korallen können ein wunderbarer Anblick sein," schwärmt
Schürmann. "Wenn ich tauche, genieße ich die Ruhe und Entspannheit.
Es ist ein schwereloses Dahingleiten. Man fühlt sich wie ein
Astronaut."
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