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Wer rastet, der
rostet. Glaubt man dem Volksmund, gilt das insbesondere auch für uns
Menschen. Doch was tun, wenn man in seiner Beweglichkeit
eingeschränkt, gar auf einen Rollstuhl angewiesen ist? "Wir bei der
Behindertensportgemeinschaft für Rollstuhlfahrer Duisburg - Buchholz
spielen Basketball, Tischtennis und Bogenschießen," berichtet
Wolfgang Barck, Vorsitzender des erfolgreichen Vereins aus dem
Duisburger Süden.
Der Sportverein wurde 1965 von Patienten der
Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik gegründet. Heute gehören dem
Verein 125 Mitglieder an. "Wir stellen uns noch immer in der BU
vor," berichtet Bark. Wer kann dem Verein denn angehören? "Das
Versorgungsamt muss eine Behinderung von mindestens 30 Prozent
anerkannt haben. Vor Ort kann dann entschieden werden, welche
Sportart zum angehenden Sportler passt," betont Barks. "Es ist nicht
jeder Sportler für jeden Sport geeignet. Ein Beispiel: Wer
Glasknochen hat, bei dem kann ein falscher Wurf schon fatale Folgen
haben." Viele Vereine klagen über Nachwuchssorgen. Die
Behindertensportgemeinschaft auch? "Naja, direkte Nachwuchssorgen
haben wir nicht. Ein wenig Verstärkung könnten wir aber schon
gebrauchen."
Eigene Sportanlagen hat der Verein nicht. Man trainiert vielmehr in
städtischen schulischen Sporthallen. Warum man sich denn nicht einem
anderen Verein angeschlossen hat? "Die Frage hat sich nie gestellt,"
meint Bark.
Erfolgreich sind die behinderten Sportler trotzdem. Es gibt
spezielle Sport-Ligen für Behinderte. Die Basketballer spielen in
der Oberliga, die Tischtennisspieler in der 1. und 2. Liga. Die
Buchholzer Bogenschützen sind national führend. 2008 gab es je einen
deutschen Mannschafts- und Einzelmeistertitel. "Anfang September
2010 kommt die Deutsche Meisterschaft im Bogenschießen für
Behinderte nach Duisburg," berichtet Bark.
Das Bogenschießen ist auch seine ganz persönliche Leidenschaft. Bark
ist seit 1993 im Verein dabei. "Einer unserer damaligen Nachbarn war
aktiver Bogenschütze," erinnert sich der Buchholzer. "Unser Sohn
bekam das mit, wurde neugierig, ging sich das Bogenschießen ansehen
und war Feuer und Flamme. Irgendwann nahm er seine Eltern dann auch
mit. So sind wir allmählich in den Sport hineingewachsen.
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