1125 Jahre Duisburg
Samstag, 6. und Sonntag 7. September 2008
IMPRESSIONEN VOM ABSCHLUSS DER 1125 JAHR FEIER 
Von Harald Jeschke, Harald Molder und Manfred Schneider
D
rei Tage lang hat Duisburg sein 1125 jähriges Stadtjubiläum gefeiert. Und auch am Sonntag stand alles im Zeichen der Festlichkeiten. Hiervon zeigen wir noch einmal einige Impressionen!
1.  Die gut besuchte Ausstellung zur Stadtgeschichte in der Salvatorkirche zeigte seltene Exponate aus dem Stadtarchiv

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. und 3.: Im Kultur und Stadthistorischen Museum gab es einen Einblick in die lebendig gewordene Geschichte der verschiedenen Epochen des Mittelalters

4. Einen sehr großen Beitrag zum Gelingen trug der Verein „Projekte zur lebendigen Geschichte e.V.“ aus Duisburg mit seiner Vorsitzenden Sylvia Crumbach bei, der mit seinen authentischen Gewänder die Blicke der Besucher auf sich zog


5. Kulturdezernent Karl Jansen prägte die erste Gedenkmünze an das Stadtjubiläum


6. Zur musikalischen Untermalung trug die niederländische Gruppe „Goet ende Fyn“ auf mittelalterlichen Instrumenten bei


7. Werner Pöhling vom stadthistorischen Museum machte bei seinen Führungen den jungen Duisburgern an praktischen Beispielen die Lebensart des Mittelalters deutlich – Bei der Frage nach der Zubereitung eines Hamburgers ging alles gut, bis auf den Ketschup, da es Tomaten damals noch nicht gab, und an die Erwachsenen gewandt war auch gleich die Frage nach dem Kaffee geklärt, der ebenfalls noch nicht auf der Speisekarte stand!


8. Auch das Rathaus wurde zur Bühne. Im Franz-Haniel-Hof präsentierte das "Junge Ensemble" der Deutschen Oper am Rhein ein Potpourri von Klassik bis Musical. Ein Ereignis, daß gerne noch einmal wiederholt werden sollte. An Zuschauern mangelte es bestimmt nicht!


9. Bei den zum Teil von den Ratsmitgliedern mehr oder weniger professionell geleiteten Rathausführungen (wenn man z.B. meint, dass es den Stadtteil Hüttenheim 1929 noch nicht gab!) konnte man auch einen Blick in das Arbeitszimmer von OB Adolf Sauerland werfen, der seine Arbeit am sehr gut erhaltenen Schreibtisch von OB Karl Lehr verrichtet!


10. Und auch an humoristischer Kost konnten die Besucher teilhaben. Gleich drei Kabarettisten, die von Duisburg aus die Bühnen Deutschlands eroberten, hatten im Ratssitzungssaal das Wort. Es traten auf von rechts: Kai Magnus Sting, Uli Masuth und Ludger K. Süffisant der Kommentar einer Besucherin: „Fast so wie in einer normalen Ratssitzung!“ Harald Molder





Duisburg feiert sein 1125-jähriges Bestehen vom 5. bis 7. September mit einem Fest rund um das Rathaus. Das Programm bietet mit historischen Ausstellungen und einem originalgetreu nach gebauten Wikingerlager sowie dem Aktionstag "Zeitreisen in die Vergangenheit" Geschichte zum Anschauen und Miterleben.

1125 Jahre Duisburg. Im Jahr 883 kamen dänische Wikinger zu Schiff den Rhein hinauf. Sie überfielen den fränkischen Königshof "oppidum Duisburh" und blieben bis zum Frühjahr 884. Dies hat Regino, damals Abt des Klosters Prüm in der Eifel, in seiner Chronik vermerkt. Damit sorgte er für die erste gesicherte schriftliche Erwähnung Duisburgs.

"Duisburg hat allen Grund das Jubiläum zu feiern", eröffnete OB Sauerland den Festakt im großen und prall gefüllten Ratsaal. "Hier, wo zwischen 1899 und 1902 dieses Rathaus entstand war immer festzustellen, dass Duisburg eine reiche Stadt war. Dies auch durch Schlote und Fördertürme. Und heute ist Duisburg arm? Nein. Duisburg ist reich an Geschichte seit 883, als die Wikinger die Stadt überfielen. Duisburg wurde später zur Stadt Montan. Die Lage am Wasser half, aber auch die Menschen mit ihren Ideen und Potenzialen machen diese Stadt reich. 140 Nationalitäten verzeichnet diese Stadt. Das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Es gilt Reichtum in Selbstbewusstsein umzumünzen."

IHK-Präsident Thomas Hüttemann - Bildmitte unten - knüpfte nahtlos an: "Duisburg ist mit dem Urelement Wasser verbunden. Diese Stadt ist weltoffen und durch den Rhein mit Europa und der Welt verbunden. Der Rhein verließ im 14. Jahrhundert die Stadt, die Stadtväter legten 1715 den Grundstein des heutigen Erfolges mit dem Bau des Hafens."
 

Alt-OB Josef Krings, Thomas Hüttemann, Präsident der IHK und Oberbürgermeister Adolf  Sauerland Das Geschenk - Urkunde zur Verbindung Rheinhausens mit Trompet - der IHK an die Stadt Duisburg. OB Adolf Sauerland (li.) und IHK-Präsident Thomas Hüttemann
Immer pro Duisburg! - die Altbürgermeister Clemens Fuhrmann, Friedel Genender und Heinz     Pletziger Die vorderste Reihe in der Salvatorkirche
Unter den Gästen Artur Grzesieck, Sparkassenvorstand und Walter Hellmich, MSV Präsident     (re.) Stadtdirektor Dr. Peter Greulich (v.li.) und Beigeordneter Dr. Peter Langner, dahinter  der Ehrenvorsitzende diverser Institutionen, Verbände und Vereine
Kai-Magnus  Sting brachte den Saal zum kochen
Fotos von Manfred Schneider und Harald Molder
Vorsitzende nehmen Kabarettisten in die Mitte. Heinz Pletziger (proDuisburg) und Harald Jeschke - wie Sting Neudorfer - Bürgervereinsvorsitzender Neudorfs

Duisburg feiert sein 1125-jähriges Bestehen vom 5. bis 7. September mit einem Fest rund um das Rathaus. Das Programm bietet mit historischen Ausstellungen und einem originalgetreu nach gebauten Wikingerlager sowie dem Aktionstag "Zeitreisen in die Vergangenheit" Geschichte zum Anschauen und Miterleben.
An diesem Wochenende gehört das Rathaus den Duisburger Bürgern. Geöffnet sind u.a. der Ratssitzungssaal, das Büro des Oberbürgermeisters, das Mercatorzimmer und das historische Trauzimmer. Mitglieder des Rathauses und städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten zusätzlich Führungen an Gleichzeitig wird das Rathaus selbst zur Bühne. Im Franz-Haniel-Hof laden am Samstag, 6. September, 14 bis 18 Uhr, Duisburger Chöre zu einer musikalischen Zeitreise ein. Am Samstag, 7. September. 12 Uhr, präsentiert das "Junge Ensemble" der Deutschen Oper am Rhein ein Potpourri der Klassik. Nachmittags um 15 und 16:30 Uhr ergreifen drei Kabarettisten, die von Duisburg aus die Bühnen Deutschlands eroberten, im Ratssitzungssaal das Wort. Es treten auf: Kai Magnus Sting, Uli Masuth und Ludger K.
Gottesdienste und Ausstellungen: Samstag, 6. September, 11 bis 14:30 Uhr und 18 bis 20 Uhr Sonntag, 7. September, 10 bis 12 Uhr und 13 bis 20 Uhr

Ein ökumenischer Gottesdienst eröffnet am 6. September, 10 Uhr, den offiziellen Teil des Stadtjubiläums. Zugleich ist die Salvatorkirche an diesem Wochenende Heimat der Ausstellung "Geschichte unter dem Pflaster", in der die Stadtarchäologie Duisburg Fundstücke zu verschiedenen Stationen der Duisburger Stadtgeschichte präsentiert. In einer weiteren Ausstellung präsentiert das Stadtarchiv Schätze aus ihren Beständen. Am 7. September, 12 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde zu einem Gospelgottesdienst mit dem Duisburger Universitätschor "Salto Chorale".



Tage der Offenen Tür am 6. und 7. sowie ein Kulturprogramm mit Kabarett und Musik zischen Klassik und Pop runden das Stadtjubiläum ab, Höhepunkte dürften die Auftritte der Pop-Band "Wir sind Helden" am 6. September und der Duisburger Philharmoniker am 7. September werden.  Das Programm:
Kai Magnus Sting,  Chöre, Junges Ensemble der Rheinoper - Führungen, 6.September, 14 bis 18 Uhr, 7. September, 11 bis 18 Uhr Rathaus, Burgplatz 19

WIKINGER HABEN DUISBURG EROBERT
Es war am heutigen Nachmittag kurz nach 12 Uhr, als die Wikinger (in Gestalt der Schüler der Klasse 4a der Gemeinschaftsgrundschule am Hochfelder Markt) mit einem Wikingerschiff im Innenhafen einliefen und ihr Lager vor der Stadtmauer aufschlugen. So muss es vor 1125 Jahren gewesen sein, als der Rhein noch direkt an der alten Stadt vorbei floss und der Überfall der Nordmänner die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Duisburg nach sich zog. Es war ein herrliches Erlebnis für die Kinder und Geschichtsunterricht auf ganz andere Art! Und auch das Wikingerlager lohnt einen Besuch, zeigt es doch im Schatten der alten Stadtmauer das Leben vor 1125 Jahren bis ins kleinste Detail! Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, wie auch bei den anderen Programmpunkten des Festwochenendes!

Kampfübung Die "Brotzeit" der Wkinger
Musikalische Untermalung Lagerleben